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  • Die aktüelle Kitsch-Art-Szene

  • eva schmidt
    eva schmidt Die aktüelle Kitsch-Art-Szene
    Neulich lese ich in Stern über einem Leipziger Kunstmaler, seine Bilder gehen nicht unten 160.000 Euro, und die Kunden stehen Reihe für seine Bilder.
    In neuste , september Ausgabe "Art" ist Martin Eder vorgestellt, ein Meister der schlechten Geschmacks, was hindert Ihm nicht seine Bilder für 36.000 tausend Euro zu verkaufen., ebenfals stehen die Kunden Reihe, und haben ein sehr lange Wartezeit.
    Was mich so verblüfft macht, sind die Preise, so offentlich und stolzig dargestellt., ich habe langsam so einen Gefühl, und Frage, ob die erfolgreiche Kunstmaler nicht "hinblättern" müssen für so einen Artikel?

    Alles ist möglich, oder bin ich Paranoia. :O))))

    LG

    Dodja

    Übrigens bekam ich auch einen Angebot von renomierten Illustrierten, sollte ich für 3500 Euro vorgestellt werden. Ich glaube, ich spinne, habe ich das abgelehnt, oder überhaupt nicht reagiert. Oder sollte ich es tun, habe ich ein Fehler gemacht?
    Meine altmodische Prinziepien taugen nicht mehr, alles ändert sich,
    ohne teuere Werbung ging nichts.
  • uaetcoc
    hallo dodja,
    die mechanismen im kunsthandel sind sehr verworren und komplex, ebenso zu teil "geschäumt" und "beschönigt" (nicht nur pharmakonzerne "frisieren" ihre bilanz...). wer sich auf was, wie und wo einlässt, sollte jeder noch für sich bestimmen können. bei diesen punkten kommen immer gerade wieder worte wie moral, ethik und anstand zum tragen..... hier zu werten, öffentlich zu werten, finde ich (persönlich) etwas verwerflich.
    schade finde ich es, dass man martin eder als "meister des schlechten geschmacks" betitteln muss. ist die eigene "kunst" nur noch gut, wenn die "andere" schlecht ist....

    wenn ein werk, wie zum beispiel die installationen von eder für 36`000 euro gehandelt werden, hat dies zum teil einen sehr simplen grund. als beispiel, mir gut bekannt, ist eine arbeit von nam june paik die für 32`000 euro angekauft wurde, der reine wert der monitor, technik, usw beläufft sich auf 27`000 euro. museen haben ein genau vorgegebenes budget, wie gross der %-anteil der kosten an einer installation die künstlerische arbeit ausmachen darf und wieviel "effektiver materialwert" da steht. oft hat der künstler auch noch "wartungsverträge" auszuführen, kriegt verpflichtungen, auf lebenszeit sicherungskopien der bänder zu verwahren (tresor, sicherheitsstufe 1), usw..... so simpel ist es einfach nicht!

    dass, wenn ein künstler über seine "gut platzierten werke" spricht, spricht er sicherlich vom hauptwerk von x-tausend euro und schweigt auch locker über die hunderte von aquarellen weg, die er für 100 euro/stück versucht an den mann zu bringen. wie gesagt, nicht nur pharmakonzerne beschönigen ihre bilanz.

    gruss, cocteau
  • peter schnaak
    peter schnaak
    Hallo Cocteau.
    Du schaffst es noch mit Deinen witzigen und so schön sachlichen Ausführungen mir den irrationalen Horror vor dem Kunstmarkt zu nehmen großes Danke :D
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  • peter schnaak
    peter schnaak
    Wenn mit dem "Leipziger Kunstmaler" Neo Rauch gemeint sein sollte... Na, wie schon bemerkt, das fällt auf denjenigen selbst zurück.

    gruß aus berlin
    Signature
  • uaetcoc
    hallo peter
    ......den irrationalen horror vom kunstmarkt kriegt vermutlich jede/jeder einmal zu fühlen (..oder wenigstens kriegt er ihn irgendwie einmal mit). sooooooooo schlimm ist es nun aber wirklich nicht :wink:

    es ist immer wieder ermunternd zu sehen wie sich künstler problemlos in dieser maschinerie bewegen, es fertig bringen selbst die fäden in der hand zu haben und eigentlich alles nach ihren regeln tanzen zu lassen. dies bedingt einfach, dass man sich als künstler ebenso an die grossen, beinahe sakralen traditionen des kunsthandels hält. an diesen zu rütteln wird mit böser verachtung bestraft :idea: :wink: da sind die visionen von bosch nur noch der vorhof.......

    jemand wie du, der seine energien gezielt einsetzt um seinen grössenwahn zu erhalten, dass seine arbeiten wirklich gut sind, hat eigentlich schon gewonnen :!: :wink:

    wer 1% clever mitspielt hat 99% freiheit...... wer es fertig bringt in seiner mappe den satz "bla, bla, bla... lässt sich in keine schublade stecken" weg zu lassen, und sich und seine kunst "positioniert", ist im hundermeterlauf mit 90 meter vorsprung gestartet. .......in den meisten fällen wird man im ziel auch mit offenen armen erwartet.

    olympischer-gedanke gut und recht, es ist jedoch trotzdem schön einen hässlichen pokal auf dem dachboden verstauben zu lassen. :lol:

    gruss und alles gute, cocteau
  • imihsas
    der mann ist gut... bin beeindruckt cocteau... hmmmm...

    ...glaub peter, das war ein rießen kompliment von ihm....


    sashimi
  • peter schnaak
    peter schnaak
    hallo
    Na ich weiß nicht ob ich Cocteau richtig verstehe und ob er mich richtig versteht, ich meinte eher das es viel Arbeit macht, den Rost des Zweifels vom Größenwahn zu kratzen damit er immer schön in der Sonne scheint.... :evil:
    Ich habe jedenfalls nicht immer eine Drahtbürste dabei
    Gruß peterschnaak
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  • uaetcoc
    hallo,
    glaube schon, dass wir uns richtig verstehen. wie die zweifel hier gesäht sind, ist eigentlich sekundär. dieser blickwinkel eröffnet jedoch eine reelle basis sich nicht im wirrwar der gegensätze im "schlachtfeld-kunst" (sprich kunstmarkt) zu verlieren. :wink:
    gruss, cocteau
  • eva schmidt
    eva schmidt
    Hi Peterschnack!

    Von „Geldmogul“ Künstler fiel jeder auf die Knie. Obwohl hier immer betont ist, das Kunst sollte sauber und von Geld unabhängig sein. Ich war persönlich dabei, wie aus einigen „kleine Lichter“, mit sensationellem Geschäftsinn sind namhafte Künstler gemacht worden. Und die Menschen, obwohl Sie gewusst hätten, dass er lügt, trotzdem haben Ihm glorifiziert, sogar hat sich auch ein Manager für Ihm gemeldet, fleißig gearbeitet, es guckte Geld raus. Kein Manager engagiert sich in DE für ein Künstler ohne beweisbaren Erfolg. /Geld/
    Die Bilder sind und bleiben primitive Plagiaten, keinem stört es. Sogar selber einige gute Künstler kapitulierten von Ihm, weil er bisschen geholfen hatte. Wenn du es wissen willst, wie er das geschafft hatte, kann ich Dir das detailliert beschreiben. Und noch einige. Die heilig „arbeitenden“ wahren guten Künstler ohne Kontakt und Geschäftsinn bleiben auf d. Strecke, aber sterben glücklich. Mit reine Gewissen. Über Neo seine Arbeit weiß ich fast gar nichts. Einige sind ausgewählt, wie beim Lotto, und das gefiel mir besser. Glück muss man haben, und dabei kapituliere ich, weil ich das Glück gönne, welchem küsst die Fortuna, der hat sich das verdient.

    Dodja
  • peter schnaak
    peter schnaak
    Hallo Dodja
    Neo Rauch ist, wahrscheinlich nicht nur meiner Meinung nach, einer der bedeutensten Maler Deutschlands zur Zeit, er ist aus Leipzig und die preise seiner Bilder erreichen die von dir angegebenen Dimensionen. Allerdings weigert er sich trotz immenser Nachfrage schnellen Schnulli zu machen.
    Ich bin auch für eine "saubere" Kunst jedoch ist es eine Illusion zu glauben von geld unabhängig sein zu können. Den Vermieter interessiert es nicht ob saubere Kunst gemacht wird hauptsache es kommt Geld rein. Die Kollision von Ideal und Realität ist philosophischer Dauerbrenner. Wahrscheinlich braucht man neben dem selbstverständlichen Drang etwas zu Sagen" noch das Käpitänspatent. Nicht Schoner sondern Klipper! Durchschlängeln gefragt. Natürlich funktionieren die Mechanismen in der von dir beschriebenen weise. Das kann man blöd finden es hift nur nicht weiter.
    herzlicher Gruss peter
    Signature
  • eva schmidt
    eva schmidt
    Hi Peterschnack!

    Neulich habe ich gesehen Neo Rauch in TV. Du hast geschrieben, das er weigert sich " schnellen Schnulli" machen. Momentan kosten seine Bilder 200.000 Dollar in USA . Einen Raketten Aufstieg.
    Wäre er wirklich dumm, wenn er das verweigerte. Kann in Ruhe weiter malen, muss er sich nicht um seine Atelier kosten kummern. :O((((((
    Und Ludwigs Museum Köln, wo ich besichtete Hopper sein Ausstellung, sind auch dicke Bücher zu kaufen von Neo Rauch.
    In heutige Zeiten geht das mit kluge Manager schneller wie in Vergangenheit. Ein Glückspilz, muss ich sagen.

    LG
    Dodja
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