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  • Cy Twombly trifft Albrecht Dürer

  • Busfahrer Cy Twombly trifft Albrecht Dürer
    ja ... so lautet die aufgabe unseres halbjahresthema . untertitel : die sinthese des heterogenen , d.h. die künstler sollen sich irgendwie treffen . unser lehrer hat gesagt , er weiss nicht , wie wir das thema gestalten sollen , d.h. ob ein fertiges bild rauskommt oder 10000 skizzen oder ein 200seitenaufsatz :) , dass heisst wir haben freie hand . allerdings habe ich keine ahnung wie ich anfangen soll , den ich finde keine gemeinsamkeit , die 2 sind wie hell und dunkel ! wie würdet ihr so ein thema beginnen ?
  • ratzekatze
    ratzekatze
    schiller und goethe waren doch auch wie hell und dunkel, haben sich aber trotzdem inspiriert und verstanden- kontraste ziehn sich auch an :)) und wenn sie was ZUSAMMEN bilden, ist das eine synthese :))

    stell dir vor die zwei waeren befreundet und was sie davon haetten...
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  • Sigi
    Sigi
    Kompliment an den Lehrer! Das ist eine tolle Aufgabe!
    Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich die Beiden über den Umgang mit der Linie und der Fläche fetzen - und wäre gerne dabei.
    Sigi
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  • xer
    Ja, das finde ich auch, das Thema hat es in sich :-)
    Tja, von mir nur ein kleiner Denkanstoß/Tipp was die Differenzen der beiden angeht:
    schau doch mal auf die Personen und versteif dich nicht auf ihre Werke.
    Was für ein Leben haben die beiden gelebt (status, reich, arm...),
    was hat sie geprägt, beeinflusst (politische situation...), inspiriert
    aber vor allem wie war ihre Motivation
    das zu tun was sie getan haben und WIE sie´s getan haben.
    Könnte vielleicht hilfreich sein um einfach mal den Blickwinkel ein wenig zu verschieben ;-)
  • siku
    Ein Ansatz für deine Arbeit könnte in der Naturwahrnehmung beider Künstler (in ihrer Zeit) liegen.
    Dazu gleich mal Literatur:
    1. Max Imdahl und Michael Hesse, Hrsg.: "Das große Rasenstück". Zum Verhältnis von Natur und Kunst bei Albrecht Dürer. In Studien zu Renaissance und Barock.
    Frankfurt a. M. 1986, S. 35-64

    2.Max Imdahl, Hrsg.: Bilderfahrung und Naturdarstellung bei Cy Twombly. In: Wie eindeutig ist ein Kunstwerk?, Köln 1986, S. 436-442

    Ich würde in etwa so herangehen: Beide Künstler zuerst getrennt betrachten, das Besondere der Naturdarstellung in der jeweiligen Zeit herausarbeiten,
    dann die unterschiedlichen Ansätze gegenüberstellen,
    Ähnliches bzw. Gegensätzliches heraussuchen
    und dementsprechend würde ich die Gliederung aufstellen. Am besten ist erst das Konzept erarbeiten, eine Gliederung aufstellen und dann erst mit der Ausarbeitung beginnen.

    Noch kurz zu Dürer:
    Bei A. Dürer, beeinflusst von der itatlienischen Renaissance, bildete sich ein neues Kunstverständnis heraus (Übergang vom Mittelalter zur Renaissance). Dürer gehörte zum Nürnberger Humanistenkreis um Willibald Pirckheimer u.a.,

    zudem kam er in seiner Lehrzeit mit der Entstehung der "Schedelschen Weltchronik" in Verbindung, er fertigte evt. sogar einige Stiche dafür an. Sein Bezug zu naturwissenschaftlichen Dingen war für einen Maler in der damaligen Zeit etwas Ungewöhnliches. Das Thema "Naturwissenschaft" und bildende Kunst zieht sich durch sein künstlerisches Schaffen, er kreierte zahlreiche Illustrationen zu naturwissenschaftlichen Themen. In diesem Zusammenhang kann man auch die Naturstudien sehen.

    Gutes Gelingen für deine Arbeit.

    Gruß siku
  • Sigi
    Sigi
    Hi Siku,
    ein guter und hilfreicher Kommentar! Genau dieser Vergleich mit dem Rasenstück Dürers schwebte mir vor. Da mich das Thema interessiert, werde ich die von Dir angegeben Artikel lesen.
    In meinem Tip, von der Behandlung von Linie und Fläche auszugehen,setzte ich die Unterscheidung zwischen Malerischem und Zeichnerischem voraus. Dürers Werk erscheint mir sehr von der Linie bestimmt, die eine klare und messbare Definition des Gegenstandes bedeutete - im Raum. Das wird auch in seinem Selbstbildnis deutlich.
    Twombly dagegen produziert großformatige Bilder, die wie Zeichnungen aussehen (zumindest die, die ich kenne). Und da hat er tatsächlich mit dem Bleistift in die Farrbe gearbeitet.
    Diesen Gegensatz im Zugang zum Thema finde ich außerordentlich spannend.
    Ich denke, von daher dürfte sich auch ein gestalterischer Zugang zur Aufgabenstellung ergeben. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse und wünsche viel Erfolg - und Spaß.
    Sigi
  • siku
    Hi Sigi,

    neben dem Vergleich der Landschaftsauffassung (war eigentlich auch als Einstieg ins Thema gedacht), ist ein Vergleich der Bedeutung der Linie ein wichtiger Aspekt.
    Allerdings bin ich in dem Thema nicht so drin, ich muss ja auch keine Facharbeit schreiben :-)
    In diesem Schuljahr scheint Dürers Naturauffassung + Rasenstück der Hit zu sein, ich glaube das Thema gehört zur Abivorbereitung.

    Gruß
    siku
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