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  • selbständig als Freier Künstler

  • verena
    verena selbständig als Freier Künstler
    Hallo zusammen,

    würde gern mal wissen wie viele wirklich von dem Job: Freier Künstler , leben.

    Ich meine die, die mit ihrer Kunst ihre Miete bezahlen, Essen kaufen, usw....

    Es wäre einfach schön zu sehen das es Menschen gibt die mit Ihrer Kunst erfolgreich sind und dies als Iren Traumberuf ausleben können....

    Vielen Dank, :wink:

    Verena
    Signature
  • uaetcoc
    hallo verena,
    möchte dich wirklich nicht desillusionieren aber eventuell etwas an der realität "modellieren".
    von allen künstlern die ich kenne, und dies sind nicht wenige, gibt es kaum einen der zu 100% von diesem job (wirklich) leben kann. den wenigen die es können ist dies ermöglicht durch eine partnerschaft oder eine finanziell gesicherte familienstruktur. wie ich einmal sagte: reich geboren oder reich geheiratet.......
    die, die es aus eigenem antrieb schafften (sorry, soll niemanden beleidigen) haben alle mindestens zehn jahre gedarbt und gekämpft - ein grosser teil ist "zerbrochen", die meisten ohne wieder einmal "zurück zu kehren". wie erniedrigend es sein kann, "zweitklassige" ware für "kundschaft" zu produzieren und sich über ein grösseres potenzial bewusst zu sein, zerstört eigentlich nicht nur "künstler-seelen". ein sehr bekannter künstler, momentan professor an einer der grössten kunstakademien in deutschland, ist gelernter maurer. er erklärte mir einmal, dass er sehr froh gewesen sei, dass wenn es wieder nicht reichte, er einfach auf dem bau steine hiven konnte. da es kaum etwas mit seiner künstlerischen tätigkeit zu schaffen hatte und ihn somit "kreativ" nicht ablenkte oder beeinträchtigt. er lebte mit garantie besser, als die tausenden die unter einem pseudonym geburtstagskarten zeichnen......
    warum ich für mich diesen weg bewusst NICHT wählte war mir schon mit sehr jung klar, bewundere jedoch jede person die es versucht, durchhält oder auch den zeitpunkt erkennt, wenn es besser ist "abzuspringen".
    keiner "meiner" künstler kann (momentan) zu 100% von seinen arbeiten leben, manche konnten es einmal, andere werden es (wieder) können......... das "künstler-dasein" unterliegt genau so wie jeder ander job den "regeln" des marktes. wenn dir ein galerist oder agent sagt "nur ein toter künstler ist ein guter künstler" solltest du mit ihm zusammen arbeiten - der ist wenigstens ehrlich!
    versuche es! aber bastle dir einen plan wie es in einem jahr, in drei jahren aussehen muss. einsteigen ist ok, aussteigen auch!
    ....habe das glück sehr viele künstlerbiografien etwas deutlicher als die "romantisierenden" publikationen zu kennen. seit der nachkriegszeit gab es kaum jemanden der es "einfach so" geschafft hat. 90% der "grossen" kamen aus wolhabenden familen, waren finanziell so abgesichert, dass ein broterwerb nicht nötig war oder schafften sich (künstliche) geschichten und beziehungen an..... oder kamen einfach aus einer familie wo der name stimmt. nur so als info: weder gauguin, toulouse-lautrec noch paul klee "mussten" arbeiten....... und pollock hätte ohne krasner nie existieren können, und die gab für den farbe-spritzenden-tankwart ihre eigene, hochbegabte künstler-karriere auf - das muss liebe sein. trotzdem soff er sich zu tode.
    gruss und wirklich alles gute, cocteau
  • flow_thgin
    Im Moment frage ich mich allen Ernstes, was mich mehr zerstören würde:
    1. Einen Job zu haben, der weit ab meiner Kreativität liegt und dem ich meine Zeit widme? Perlen vor die Säue!

    2. Oder zu überleben mit meiner Kunst, was auch bedeuten würde, nach Kundenwunsch zu arbeiten.

    Ersteres macht mich krank, frisst mich auf.
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  • uaetcoc
    @night_wolf,

    warum machst du es dann nicht?

    vom forum-beiträge schreiben wird wirklich nichts (aber auch gar nichts) anders. du schreibst, dass du nicht so malst, so dass jemand deine bilder an die wand hängen will!!!!!! und nun? wann beginnst du mit den "verkäuflichen" sujets? passe dich an. art-brut ist gerade mega in! willst du dies wirklich!!!!!????? ich glaube (und hoffe) nicht.
    liebe gruesse, cocteau
  • verena
    verena
    Gibt es nicht die Möglichkeit etwas "Kommerzielles " zu machen um Geld zu verdienen und trotzdem, in anderen Bildern seine eigene Kunst auszuleben?

    Ich bin mediengestalterin und im Beruf geht es mir da doch nicht anders... ich muss etwas das ich mache damit es dem Kunden gefällt modern und angesagt getsalten auch wenn ich es total schlecht finde.....
    Muss man sich nicht fast immer, zumindest für eine Gewisse Zeit anpassen? (leider)

    liebe Grüße

    Verena
    Signature
  • peter schnaak
    peter schnaak
    Hallo Verena, es gibt Studien (Deutschland) wonach max 4 % der Künstler von ihrer Kunst leben können 10 % mit Tätigkeiten die im entferntesten mit Kunst zu tun haben.
    "Freier Künstler" das ist ein Traum wenn man einen festen Job hat, ein Alptraum wenn man ihn nicht hat.
    Ich vegetiere als freier Künstler ohne reiche Frau und ohne stimmenden Namen,
    rational gesagt "machs nicht" wenn der Wahnsinn groß genug ist es trotzdem zu machen Ok
    Hallo Cocteau
    Ich habe schon sehnsüchtig auf einen schönen Beitrag von Dir gewartet endlich ist er da!
    hm 10 jahre, habe ich noch 4 Jahre Zeit ...
    Ich sagte mal man muss autoreligiös sein.
    Deswegen kann man trotzdem böse auf der fresse landen.
    Bau habe ich auch schon gemacht oder Tellerwäscher(millionär habe ich nie eine Stelle gefunden) ist auf jeden Fall besser als die eigen Integrität mit irgendeinem Sch...ß
    kaputt zu machen, lieber ein toter Löwe als ein lebender Hund wenns auch altmodisch moralisch klingt.
    Na ja ernstes Thema beschäftigt mich zur Zeit und immer wieder mal :abspringen
    Angeln gehen, philosophische Kohlköpfe züchten. Wenn ich die Tipps von erfolgreichen Kunstvermarktern revue passieren lasse ist das wahrscheinlich der wichtigste: wenn man stur sein Zeug macht, wird man mit eben diesen auch wahrgenommen... irgendwann einmal, ob man dann noch lebt ist natürlich nicht gesagt.
    Ich habe das im Studium so oft erlebt, wie naive erstsemestler noch richtig "Figur" machen wollten und dann mit umhäkelten Rasenmähern diplomierten.
    Der irre Drang etwas bestimmtes zu tun, die Individualität ist das wichtigste Pfund mit dem man wuchern kann, oder wie sagte mein Metall- Lehrer einmal:" Ideen klauen, das ist wie ein verlorener Zweikampf"
    Gruß aus Berlin
    peterschnaak
    Signature
  • uaetcoc
    @verena,
    ja, aber eben....... ich versuche es zu verstehen. du hast einen kreativen job bei dem du genau das machen kannst was du eigentlich "anstrebst"? kreativ sein, kompromisse ein zu gehen, und wirtschaftlich zu überleben. was willst du dann auf dem "freien" kunstmarkt, wenn dein angestrebtes ziel dies ist? der einzige (ehrliche) tip, den ich dir geben kann und will ist: reduziere das arbeitspensum. so dass du dich mehr deiner "wirklich" freien arbeit widmen kannst. wenn du pro tag 22 stunden dem geld hinter her rennst, ist dann meistens die kreativität der letzten zwei stunden mit schlafen ausgefüllt. :wink:
    hei, du hast so ne gute ausgangslage, wirklich alles gute, cocteau
  • verena
    verena
    das ist echt toll wie ehrlich ihr beide seid.

    @cocteau

    was meinst Du mit guter ausgangslage... ?
    den Job den ich jetzt mache, der ist echt kotzen.... bin ide einziege hier dei in der Webung ist ( Einzelhandelsunternehmen) und mache fast gar nichts weil mein Chef mir keine ausarbeitungen gibt... sitze seit 8 Monaten nur rum... und die paar dinge die ich mache, landen im Müll weil leute die nicht mal E-mails abrufen können, keine ahnung von gutem design haben... ungelogen von 9 std. die ich arbeite vegetiere ich mind. 8 vor mich hin....

    bin so demotiviert und deprimiert... aber im Medienbereich gibt es keine jobs....

    Muss also irgendwie was eigenes aufbauen...
    So werde ich krank !

    Mein Traum ist es halt zu malen und zu reisen...
    Signature
  • uaetcoc
    hallo verena,
    kenne ja sicherlich die details deines jobs nicht, aber wenn du 8h/tag nur rum sitzt, warum nicht einen deal mit dem chef. teilzeit 3 tage pro woche, die andern wirklich kreativ nutzten.

    .....aber wie peterschnaak so schön sagte: fester job "alptraum für den, der ihn hat, traum wenn man ihn nicht hat" auch ich würde manchmal sehr gerne wieder in einem museum stehen und ab dem 22. auf meinen lohn warten..... habe auch letztes jahr über weihnachten/neujahr als tankwart gearbeitet, und ich bin kein künstler. :wink:

    gruss, cocteau

    p.s. sorry, nachtrag: "mein traum ist halt zu malen und zu reisen" mein gott, wessen traum schon nicht !!!!! ich glaube kaum, dass sich heute ein 45 jähriger familienvater, WIRKLICH so seinen "jugendtraum" erfüllt hat. habe ja keine ahnung wie alt du bist, träume darf (soll/muss) man haben.........

    ulrich roski sagte einmal: "wer das unmögliche möglich macht, sollte das naheliegenste nicht ganz aus den augen verlieren."
  • peter schnaak
    peter schnaak
    Hallo Verena,
    kleiner tipp:
    Immer ein kleines Skizzenbuch unter dem Tisch haben(kennste vielleicht noch aús der Schulzeit. Wenns mal leerlauf gibt haste was zum füllen.
    Sozusagen ungemalte Bilder und da (bei mir) von 30 Ideen 29 Strohfeuer sind, ist das gut.Man merkt auf diese Weise welchem Bild man wirklich zur Geburt verhelfen muss :)
    Gruss Peterschnaak

    PS NICHT VOM CHEF ERWISCHEN LASSEN 8)
    Signature
  • flow_thgin
    @cocteau:
    Sein Fähnchen nach dem Wind zu hängen, hieße seinen Ar... zu verhökern. Das will ich nun wirklich nicht. Ich bleibe bei meinem Stil.
    8)
    Du glaubst also, ich würde nur herumjammern und warten, bis mich einer erlöst???!!!!
    :twisted:
    Ich gehöre nicht zu jenen, die lange labern.

    Meine Freunde sagen, ich würde seit einiger Zeit alles umkrempeln, nur im Moment bin ich völlig urlaubsreif und frustriert, weil ich noch ranklotzen muss, bis die Maus brennt. Aber noch ein Tag, dann renne ich 2 Wochen durch die Bretagne!!!!!
    :lol:
    Gegen die Langeweile auf der Arbeit habe ich seit einigen Tagen ein Mittel gefunden:
    In die Mittagspause, den iPod auf die Ohren und strikt 30 Minuten schreiben, damit das nächste Buch keine 3 Jahre braucht, sondern nur 3 Monate.
    :wink:
    Oder mit der Kamera ab ins Feld. Das ist der Vorteil, wenn man in der fettesten Pampas arbeitet.
    Und: Ha, und nur noch 4 Tage die Woche schuften!!!!
    So ganz verloren bin ich nicht.

    @Verena:
    Wäre das ein Vorschlag? Als Mediengestalterin hast Du garantiert auch Photoshop vor der Nase, oder? Wenn Du Deinen Arbeitsplatz so nutzen darfst, dass Du auch mal Bilder für Websites machen kannst, dann mach' doch das.
    Ich habe damit angefangen, auf den guten Scannern im Büro einige Dias zu scannen, retuschiere im Photoshop, layoute Plakte, haue das ganze auf USB Stick und habe damit zuhause keine Arbeit mehr. Wohlgemerkt: Cheffe erlaubt es.
    Mach' das gute Design für Dich selbst. Mach' ne gute Mappe.

    Ja, die Jobs für Designer sind rar. Das mindert mein Gemecker wieder.

    Ei! jetzt geb' ich schon gute Ratschläge.
    So was!!
    *KICHER*
    Soderle, ich mach' jetzt Feierabend. Die Zeitungsproduktion ist durch.
  • stanko
    stanko
    Hallo meine lieben Arbeitstätigen in allen Lagen...
    Ich habe 7 Jahre freibruflich als "Künstler" gearbeitet und dabei nicht nur im Atelier gestanden um Kunst zu produzieren, sondern bin immer auch "gesellschaftlich als Künstler tätig gewesen.
    Ich habe meinen Traum gelebt, auch wenn es dann kein Traum-Leben war...

    Seit 1998 bin ich im Wirtschaftsleben angekommen, einmal um angemessen Geld zu verdienen, und zweitens um meine Familie anständig zu versorgen und drittens auch die andere Seite kennen zu lernen.
    Heute arbeite ich Vollzeit, was mir als Künstler zu viel ist und bin auf der Suche nach der Mitte...

    Ich sehe meine Aufgabe als Künstler nach Joseph Beuys sowieso nicht allein im Atelier, sondern mittendrin in der Gesellschaft, um kreativ, künstlerisch und im gegenwärtigen Bewußtsein zu arbeiten.

    lg stanko
    Signature
  • flow_thgin
    Du rückst einem den Kopf wieder zurecht.
    :)
    Ich denke, ich werde eine Art Gleichgewicht herstellen können zwischen Broterwerb und künstlerischer Tätigkeit. Bin ja dabei.
    Nach meinem Schlaganfall habe ich ja auch wieder mit dem Malen angefangen. Den Pinsel an die Hand festgebunden.
    Das nur in Hinblick auf cocteaus Bemerkung vom Gejammer.
    :x
    Man sollte eben die Lebensgeschichte der Leute kennen, bevor man eine verletzende Bemerkung macht.

    ich empfehle mich
  • uaetcoc
    hallo night_wolf,
    die bemerkung war weder verletzend noch sonst etwas.... es war einfach eine deutlich gestellte frage. leider gibt es auf dieser welt kaum einen "mitleids-bonus", und ob man den kellner zuerst nach seiner lebensgeschichte fragen muss bevor man ihm mitteilen darf, dass der kaffee kalt ist..... :?: wäre eigentlich schön, aber doch etwas von der realität entfernt.
    wenn du versuchst das gleichgewicht zwischen broterwerb und künstlerischer tätigkeit herzustellen finde ich dies bemerkenswert und mutig und wünsche mir nichts mehr für dich, weder dass dies klappen möge.
    vieleicht erinnerst du dich an deinen kommentar zur din8 hp, den vegan-text fandest du unpassend, ja, ich auch. nach den angaben des autors handelt es sich um eine "sehr private" hp die den menschen dahinter zeigen möchte. aber wie kann man da kritik ( + oder - ) anbringen, wenn es privat ist ? das "produkt" (die fotos) die sind zu klassifizeren, aber doch nicht einen menschen......
    liebe grüsse und alles gute, cocteau
  • flow_thgin
    Ich nahm an, dass es sich bei der Website von din8 hp um eine geschäftliche handelt und da würde ich es mir überlegen, in wie weit ich potentielle Kunden mit meiner Philosophie konfrontiere.

    Wer will schon Mitleid??!!!
    Wenn ich darauf aus wäre oder darauf warten würde, schliefe ich heute wahrscheinlich unter Brücken statt morgen mit dem Wohnmobil in die Bretagne abzudüsen.
    :wink:
  • WlehcaR
    Hallo Cocteau und night_wolf,
    ups, da ist die din8.de wieder in einem anderen thread aufgetaucht... dazu möchte ich aber auch noch mal kurz was loswerden:
    Ich sehe es auch so, dass man Werke klassifizieren kann, nicht aber Menschen, und das sollte man auch nicht tun. Aber genau deswegen hatte ich ja in dem von mir eröffneten Thread auch gefragt, ob Ihr die FOTOS auf der Page schön findet, nicht die Page selbst, oder ob sie kommerziell genug ist, oder was Ihr von der Einstellung des Webhamsters haltet.

    Ich weiss, dass ich nun schon wieder anfange, für jemand anderen zu sprechen, aber zum Thema "vegan" gehe ich mal stark davon aus, dass mein Mann, wenn es jemanden wirklich so stört, dass er vegan ist, auch nicht sonderlich scharf darauf wäre, diesem Kunden ein Foto zu verkaufen (eben weil es nicht nur seine "Philosophie" ist, sondern eine Lebenseinstellung). Ich denke, er hat ja auch nicht penetrant darauf hingewiesen mit Anmerkungen zu Blutbädern oder dergleichen, sondern diesen Kommentar einfach an der Stelle mal eingefügt. So wie er an anderer Stelle auch beschrieben hatte, wie er dazu kam, Bandfotos zu machen.

    Nun muss ich aber doch noch mal fragen: Glaubt Ihr denn, dass es einen potentiellen Kunden abschrecken würde, wenn er denkt "Oje, der Fotograf ist vegan", oder war es einfach generell so gemeint, dass man sich auf einer Page, wenn sie denn professionell / kommerziell ausgerichtet gewesen wäre, mit eigenen Kommentaren eher zurückhalten sollte?

    LG
    Rachel
  • flow_thgin
    Ich habe mich bei dieser Gelegenheit erinnert, dass ich auf meiner Website auch meine Standpunkte vertrete. Je nach Thema und privatem Engagement. Daher würde ich sagen, dass man vielleicht auch eine ziemlich trostlose Site schaffen würde, hielte man mit allem hinter dem Berg.
    Ich habe mir durch den Kopf gehen lassen, was mich beim Besuch einer Site interessiert und das ist immer die Neugier, wer dahinter steht.
    Nun kommen potentielle Kunden aus anderen Beweggründen auf die Homepage, aber abschrecken wird es sie nicht. Ich bin da mittlerweile in der Zwickmühle.

    Wie ich die Fotos finde?
    Ich sagte ja schon: ich bin ein Gothic Fan und deshalb befangen.
    Bei manchen Bildern frage ich mich, ob der geringe Kontrast real so ist, oder durch die Webdarstellung kommt. Die Bilder in der Rubrik "Penitentiary" gefallen mir durch ihre klare Strukturierung und Geometrie besonders gut. Bei den Tieren habe ich gelegentlich das Gefühl, dass es gute Schnappschüsse sind, bei denen die Komposition fehlt.
  • uaetcoc
    hallo rachelw,
    glaube nicht, dass sich jemand konkret an der vegan-aussage anstösst, es ist einfach im generellen etwas "unpassend" (zu-)persönliche sachen ein zu binden, wenn eine gewerbliche nutzung angestrebt wird. desswegen habe ich dich ja auch gefragt um was es eigentlich "geht" auf der din8.de hp, und mich kommentaren enthalten. es ist eine sehr schöne "private-hp", dies darf und soll sie ja vermutlich auch bleiben.
    liebe grüsse, cocteau
  • stanko
    stanko
    ...schade, die interessante Diskussion ist abgerutscht in klein-klein...

    :(
    Signature
  • siku
    Hallo Verena,
    hallo an alle,

    ich kenne einige Maler, die von ihren Arbeiten leben und das zum Teil schon seit mehr als 30 Jahren. Aber ich kenne niemanden, der seiner künstlerischen Ader mal so neben einem anderen "Hauptberuf" freien Lauf lässt und dann "eigentlich" davon leben könnte.
    "Künstlerisch Arbeiten" kann durchaus neben einer "inneren Berufung" auch eine Vollzeitbeschäftigung sein - muss es wahrscheinlich auch sein, denn sonst wird's nix. Malen (steht hier für alles, bildhauern usw.) ist anstrengend und auch gesundheitsschädigend. Von den Malern, die ich kenne sind etliche erkrankt, die meisten davon an Krebs - allerdings ist einer 98 Jahre alt geworden und der war dann im Alter schwer enttäuscht, dass seine Arbeiten nicht mehr "in" waren.
    Ja, nach Studien ist der Anteil der Künstler, die von Ihren Arbeiten leben können sehr gering; welche Künstler sind das heutzutage eigentlich? Zum einen Meisterschüler, die dann später, wenn sie gut sind und das Glück ihnen hold ist, selbst Professor an einer Kunsthochschule werden. Auf dieser Basis haben es die Galeristen und Kritiker schon einmal etwas leichter die Arbeiten zu vermarkten, entsprechend werden diese Künstler hofiert.
    Der Kunstprofessor mit der Maurerlehre hat wahrscheinlich später an der Düsseldorfer Kunstakademie studiert. Heutzutage gilt doch fast die Faustregel: Wer es bis zum ca. 30. Lebensjahr noch nicht zu Ruhm und Ehre gebracht hat, ist "arm" dran.
    Für Kundschaft produzierte Ware muss nicht zwingend "Mist sein". Das ist auch so ein Mythos. Schaut man sich einmal in der Kunstgeschichte um, besonders bei den Künstlern, die von Staat und Klerus Aufträge erhielten und denen Humanisten das Malprogramm vorschrieben - daraus ist unser Weltkulturerbe entstanden. Auf heutige Verhältnisse lässt sich das zwar nicht übertragen, aber diese Trennung zwischen "mal für dich selbst oder das Museum" oder mal Kitsch für die Kundschaft erinnert mich zu sehr an "Schwarz-Weiß-Malerei" - und sie führt das eine oder andere Mal auch zu dem Trugschluss, dass ein Kunstschaffender, der nichts verkauft annimmt, jetzt mache er "Kunst". Nicht alles, was abstrakt ist, ist besser als gegenständliche Hintersofa-Malerei.
    Mit künstlerischen Arbeiten seinen Lebensunterhalt zu verdienen ist nicht gerade der einfachste Lebensweg, aber ich kenne niemanden, der im "Rentenalter" gesagt hätte: "... wäre ich doch lieber Beamter oder Bankangestellter geworden.
    Schöne Grüße siku
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