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  • Kunst - Traum oder Wirklichkeit?

  • osoS Kunst - Traum oder Wirklichkeit ?
    Die 'Kunst' ist tot, denn sie erreicht nicht mehr diejenigen, für die sie geschaffen wurde.

    Die Versuche sie zu definieren werden immer abstrakter und entfernen sich immer weiter von der Wirklichkeit.


    Wagt keiner DIESE Entwicklung aufhalten zu wollen ?  

    Soso
  • Aziz
    Erst verfällt der Mensch (Ideale, Verhalten, Menschlichkeit, Vernunft, etc.) -> bereits geschehen.
    Dann stirbt seine Kunst -> voll im Gange.
    Dann stirbt seine Natur und Umwelt  -> voll im Gange.

    Schließlich stirbt dann der Mensch -> kommt eines Tages unvermeidlich.

    Wozu diese Entwicklung aufhalten? Ich vermag so etwas großartiges nicht leisten zu wollen. Rette sich wer kann. Das Boot singt bereits.

    Darum nutze den Tag so sinnvoll wie möglich. Werde Dir bewußt, daß die Gegenwart die Beste Zeit Deines Lebens ist.

    ;-)

    Froh osterliche Grüße bereits..
    Aziz
  • osoS
    wow!

    endzeitliche Stimmung...

    mais...

    woher die Gewissheit, dass dies der Anfang vom Ende ist und nicht bloß das Ende des Anfangs?

    Könnte ja auch alles ein Prozeß sein, dessen Neues uns noch gänzlich unbekannt ist.

    Soso
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  • Aziz
    Was die Geschichte bereits schrieb und die Gegenwart schreibt, waren die Menschen zu jederzeit gleich. Nur das Tempo ist rasender geworden.

    Kennst Du einen Grund dafür, warum der Mensch sich ändern sollte? Denn ein Vernunftswesen scheint er mir nicht zu sein. Das Schicksal der Unvernunft kann man sich (Schwarz-)ausmalen.

    ;-)

    Aziz

    PS: Es gibt zahlreiche ältere Science-Fictions, die teilweise realität geworden sind. Wie erschreckend.
  • osoS
    drum und gerade deswegen.

    sterben muss ich sowieso, warum dann morgens überhaupt aufstehen.

    Habe keinen Glauben daran, die Menschen oder die Welt zu ändern... aber die Menschen und die Welt fangen bei mir selber an.

    ... und auch wenn man selbst Minderheit bleibt, zeugt es zumindest von Charakter und Rückgrat, aus seiner Sicht der Welt konsequenzen zu ziehen und danach zu leben.

    Die Wahrheit ist die Tat und nicht das Wort.

    Soso
  • Aziz
    Soso...

    sehr schön geantwortet. Das muß uns noch erst intensiv bewußt werden. Vielleicht werden wir dann vernünftiger oder aber noch verrückter.

    Aziz
  • osoS
    kompliment retour, auch nicht schlecht geantwortet.

    Ich denke, wir sind uns dessen schon intensiv genug bewußt. Ausreichend um ins Selbstmitleid zu flüchten.

    ... blöß ändern tut sich nichts.

    Die Welt ist und bleibt halt alles was der Fall ist, gelle.

    Soso
  • Die Kunst stirbt nie. Gute Ausstellungen
    gibt es immer wieder. Würde gerne selber eine
    Künstlergruppe ins Leben rufen, da ich selber
    gerne male. Aber es ist unendlich schwer
    Leute zu motivieren, da den Meisten der Berufs-
    alltag zuviel abverlangt.
    Ich würde gern an den Stil der blauen Reiter oder
    Brückekünstler anknüpfen.
    Die Gruppe müsste sich in Essen, Mülheim,
    Duisburg bilden.
    Ja, versucht den Menschen wieder eine erlebare
    Kunst zu geben, Bilder, die etwas ausdrücken!
  • dlibhcsif
    @Die Wahrheit ist die Tat und nicht das Wort.

    was fürn schwachsinn.
    wir wissen nicht ob es das richtige ist, fangen aber trotzdem erstmal an, um uns dann etwas später  zu entschuldigen, denn diese ausmaße konnte ja niemand vorhersehen.

    brawo

    die wahrheit kann man nicht tuen, sie existiert.
  • .wer@esare
    oh ne! :]  quasie tote kunst also... ((( kunst im  schlafrock ?! ))) :]    hmm...    das köbrö hier

    ...aber aziz, aber soso,  wie kann die kunst im sterbnen liegen, wenn sie noch immer inhalt für diskussionen bietet.  sollte es denn so wichtig sein...  denke es wird immer welche leute geben die sich  ihrer annehmen werden. erst wenn zwischen denjenigen welchen die kunst entstehen lassen, die komunication nicht zuletz  auch mit "art" als medium zu versagen droht. kann man das wort tot/sterben in ganzer pracht, (dem entsprechend grechtfertigt,)  nutzen...  "unser" forum ist ein gutes beispiel. das da  noch nichts zu spät ist... solang noch eingelogt wird und "schaffende" die diskusion - kontakt suchen; sich krachen... wird die kunst selbst ihrem ableben  weit enfernt stehn!  mess dem nicht zu viel zu.  das was übrich bleibt, wird es auch....  

    das köbrö....       :)
  • osoS ?Re: Kunst - Traum oder Wirklichkeit ?
    Ihr versteht mich falsch  :-[

    Die Möglichkeiten von Sprache sind begrenzt, meist schon alleine durch den Horizont des Anwenders. Wir können über Kunst philosophieren, aber können wir über sie reden?

    Können wir uns wirklich über unsere Empfindungen mitteilen?

    Sämtliche Diskussionen laufen darauf hinaus zu zeigen, wie der Begriff 'Kunst' von dem einzelnen verstanden wird und wie er ihn im Alltag benutzt. -bestenfalls-

    Ergo: Spielt sich 'Kunst' im meßbaren Räumen ab oder ist sie lediglich ein Prozeß des Individuums ???

    *träumtschön*

    Soso
  • Aziz
    Hallo,

    schönen Sonntag!
    Nun, vielleicht sollten wir sagen, daß die Kunst nicht tot ist, aber dafür totkrank!
    ;-)
    Totkrank wie die Menschen.
  • flow_thgin
    Stimmt, Aziz!
    Da die Kunst bestenfalls ein Spiegel unseres Selbst ist, kann sie nur totkrank sein.

    night wolf
  • .wer@esare
    night wolf hat recht und  gut mag sein. da hab ich das wort tot/sterben zu sehr auf den ""vorgang"" als solchen abgelegt...             köbrö hier...

    wo fängt die kunst an? klar im kopf.  da wird sich sicher als letztes sterben.   gut, also kränkelt sie da drausen.... und wer macht sie krank?  die künstler womöglich? gut also ich glaube ich könnte sie retten! ich würde sie retten! - die kunst-    auch die künstler?!
    >wer macht mit?<   "och nö lass mal...."  "was verdien ich'n da so"?  >>klar! frage beantwortet.  also weitrere optionen... ?!<<       "ja morgen hab ich vernisage!"  "mensch is ja toll"! "gibts da wieder die kleinen häppchen"?! ....    >>hoffnungs schwund...<<   "bestellen sie jetzt!!, "damit können sie selbst, ganz leicht  kunst zu hause machen", "wollten sie das nich schon immer"?!  "kunst!"    >>oh hups?! pussteln?!<<  

    also abschliessend.  so geht das nich!! die kunst ist tot!!  buch zu!!  ich hab vor ein paar wochen mal was im zusammenhang über ein änliches theam "geschrieben".  was ich an der stelle weg lies, war mein vorschlag, die medien als kunst / "mitfahrer" - "missbraucher" - "schänder" - "mörder" - "verwirrer"... , aus dem auto zu schuppsen.  denke das ist ein kräutlein im genesungs trunk!  (heute mit schicken abziehbildchen für unsere kleinen!)    

    schü köbrö...
  • osoS
    >:(

    Oje, ihr zwingt mich zu konsequenter Fortführung meiner Gedanken...

    Nicht die Kunst ist tot oder krank, sondern die, die sie schaffen, nämlich wir.

    ...und so langsam wird mir die Bedeutung manches postings in diversen threads klar, die mir, als ich sie laß schlichtweg abging *sorry*.

    punktum.

    Vielleicht sollten wir aufhören, uns diesen abstrakten 'Gott' Kunst zu schaffen, dem wir all unsere Nachlässigkeiten, Schwächen und unser Selbstmitleid zuschustern, um ja nicht handlungsfähig zu werden ?!

    Soso
  • .wer@esare
    tag soso....  das is halt so eine sache mit den postings.  jap. der ursprung war die (verlorene) interaktion mit dem betrachter.   und irgendwie kann ich das nachempfinden,  wenn du schreibst:   Vielleicht sollten wir aufhören, uns diesen abstrakten 'Gott' Kunst zu schaffen, dem wir all unsere Nachlässigkeiten, Schwächen und unser Selbstmitleid zuschustern, um ja nicht handlungsfähig zu werden ?!       also quasi der "leinerne mülleimer"...  verhakt damit,  das zunächst das schaffen eines kontaktes, durch das bild hindurch, aussen vor bleibt! denkst du... ((?))  denke ich... ...             letztendlich, sollten wir möglicherweise aller ästhetik abschwörten !!-?  klare fronten......

    ja...hmm... ja.. irgedwie....                         denk ich....  

    köbrö :]  
  • Warum diese Selbstzerfleischung? Ihr macht Kunst, ich
    mache Kunst, aber sind wir schlecht? Oder sind wir krank?
    Oder ist unsere Kunst krank?
    Was schlecht ist sind farbige einheitliche Flächen, ver-
    sehen mit Titeln aus Buchstaben oder die "tolle"
    Bezeichnung "kein Titel". Und die werden auch noch ausgestellt.
    Jeder sollte seinen Beitrag leisten, dass die Kunst
    weiterlebt. Mit Weltschmerz und tiefstapeln wird
    es nichts neues mehr geben.
    Shield
  • 1znurGam
    @Shield
    Super, einer Künstlerin, die sich traut zu sagen, was schlecht ist ! Keine Angst, Feindfeuer auf dich zu ziehen ? Vor allem wichtig, den unschätzbaren Wert des Selbstbewusstseins zu kennen, so lange es keine hohle Aufgeblasenheit ist.

    @Fischbild
    Die Wahrheit ist das Wort (@ Soso: nicht das Bild !), so lange es bei Gott ist ! Ich bin Atheist. Soll das heißen, es gibt keine Wahrheit ?

    @ Frank
    Kunst wird totgemacht in totalitären Strukturen (Barmean-Buddhas der Taliban / Nazi-Deutschland / der real existierende Sozialismus)
    Aber: Tolle Idee mit der Künstlergruppe ! Das ist genau das, was ich vermisse. Zur Zeit reichte mir aber eine virtuelle... Das Berufsleben ... Außerdem sitze ich im Taunus fest (was ich nicht einmal bedauere). Expressionismus ist auch Klasse ! Meine Künstlergruppe - sie macht zur Ziet Baby-Pause - nennt sich Krex (Kritischer Expressionismus). Die Forumsdiskussion "Kunst muss verfallen, ansonsten wird sie verkauft" gibt einen leichten Vorgeschmack. Wenn sie einen faden Beigeschmack oder einen schlechten Nachgeschack hinterlässt, bin ich nicht der Richtige. Krex ist jedenfalls nichts für Sensibelchen, denen ein ordentlich dickes Fell fehlt, oder denen "Auseinandersetzungen" zu anstrengend sind.
    Erlebbare Kunst, Bilder die etwas ausdrücken. Wunderbar !
    Ich bin sogar so unverschämt, meine Bilder zu erklären (Soso wird sich an dieser Stelle mit der flachen Hand vor den Kopf schlagen, genau wie einige Weicheier -es wird Ostern, merkt ihr ? - aus dem Diskussionsforum " Bilder erklären").

    @körnerfressendes Mohnbrötchen
    Verwechsel mal Kunst nicht mit Diskussion ! Man könnte der Auffassung sein: Je mehr geschwafelt wird, umso schlechter die Kunst. Ich bin nicht dieser Auffassung. Die Diskussion ist selbstverständlicher Bestandteil der Kunst, aber noch nicht das Alleinige.

    @soso
    Der Horizont des Anwenders ?
    Philosophieren = minderwertig, Reden = Silber, Schweigen wäre Gold gewesen ?
    Wohl war, ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Dennoch denken wir (den größten Teil unserer Wachzeit) nicht in Bildern, sondern in Worten. Unserer Gefühle werden wir uns klar, wenn wir sie in Worte gefasst zu Papier bringen. Sicher werden wir uns ihrer, wenn wir sie aussprechen. Wenn wir uns ihrer ob der Komplexität oder Bedrohlichkeit nicht klar werden wollen oder können, greifen wir auch schon mal zum Pinsel oder Zeichenstift. Bisweilen tun wir das natürlich auch, weil unser Sendungsbedürfnis / der Spass an der Selbstdarstellung /-verrätselung uns dazu treibt.
    Manchem bleibt vor lauter Verunklärung nur der Psychiater, der je nach Schule dann eine Mal- oder Gesprächstherapie empfiehlt. Fragwürdig wird es dann bei der Urschreitherapie ...
    Meine Meinung: Das Doppel von Wort und Bild ist die schärfste Pflugschar !

    Kunst als messbarer Raum oder als Prozess des Individuums ? Eine wenig hilfreiche Polarisierung ! Kunst ist vor allem ein kultureller Prozess. Als solcher ist er nicht in Hektolitern messbar, aber hermeneutisch für jedermann erfahrbar sollte er schon bleiben !
    Dem Gott Kunst unsere Schwächen und unser Selbstmitleid zuschustern, um nicht handlungsfähig zu werden ? Eine der gelungensten Feststellungen überhaupt ! Die "Kunstmisere als Opium für den Künstler" frei nach Karl Marx.

    Back to the roots:
    "Kunst erreicht nicht mehr diejenigen, für die sie geschaffen wurde".
    Einst tat sie das ! Wann ? Im Mittelalter ! Die Biblia Pauparum, das ikonographische Programm der Kirchen malte das Höllenfeuer wie das Paradies in schillernden Farben aus, um die Bauerntölpel, die weder lesen noch schreiben konnten und noch weniger Phantasie hatten ...
    Kunst war sich nicht zu gut, erzieherische Aussagen zu verpacken, den Menschen - und nicht den Kunstkenner - anzusprechen !
    In der großen Kunst gibt es eine gute Tradition, die dies zu leisten vermag. Und das ganz ohne pädagogischen Zeigefinger.
    Versuchen Künstler heute vielleicht, die falschen Leute zu beeindrucken ?
    Für wen schafft der Künstler also ? Für einen diffusen Markt ? einen abstrakten Käufer ? das übersättigte Kunstpublikum ? für die Mama ? für eine imaginierte Fach- oder Nachwelt ? um Eindruck bei der Frauenwelt oder dem Kaffeetantenkränzchen zu schinden ? für das eigene Ego ? für das selbst ? (je näher ich mir komme, ohne mich zu erreichen, umso fataler, oder ?)
    Vielleicht sollten wir einfach wieder für den Passanten, den Jedermann schaffen. Oder sehen wir uns in der pluralen Gesellschaft mit dem Nahegelegenen überfordert ? Opium ?

    Die obskuren Versuche Kunst zu definieren, spielen nicht wirklich eine Rolle, außer für den verkannten Künstler, oder den Möchtegern. Nach dem interrogativen Kunstprojekt  "Was ist Kunst ?", was Krex bereits vor Jahren durchgeführt hat, erlaube ich mir dieses Fazit für mich persönlich zu ziehen. Ich habe aber noch viel Verständnis für diejenigen, die das für sich erst noch herausfinden müssen.

    Zum Schluss die Gretchenfrage für die, die kein Opium nehmen: Genügt der punktuelle Versuch durch ein gewiesenes Kunstwerk / eine veranstaltete Ausstellung (samt zugehörigem Bohei) es besser zu machen als schlechte Künstler / Volksverdummer / Opportunistensäue ? Hola, den Ausbruch hätte ich mir auch sparen können. Nein. Oder ?
  • @ maGrunz 1

    Schön, dass es Dir gelungen ist eine Künstlergruppe zu eröffnen.
    Schade, dass Du im Taunus "festhängst".
    Weisst Du wie schwer es ist Leute für eine Gruppe
    zu motvieren? Aber nur so bleibt Kunst kein Traum,
    sondern wird Wirklichkeit. Es lebe Krex!
    Guter Beitrag, maGrunz.

    Shield
  • Aziz
    Ja wirklich Schade, daß so eine Künstler-Gruppe nicht örtlich zusammen kommt.
    Auch ich vermisse diese Art von Künstler-Gruppe in der Umgebung von München.
    Die Krex-Idee gefällt mir, zuweilen mich kritische Gedanken meinen Kopf füllen (mich fast zum Wahnsinn treiben) und ich das auf meine Art und Weise ausdrücken möchte. Daß ich das am Besten mit Expressionismus machen kann, bin ich mir jetzt schon sicher. Und ich bin schon länger dabei, mich darauf vorzubereiten.

    Egal ob die Gesellschaft Künstlergruppen ähnlich wie Blauer Reiter oder Brücke braucht oder nicht - wir sollten der Gesellschaft ein wenig die Augen öffnen. Als ein Warnruf - mehr nicht. Keine Weltverbesserung. Keine Lösung. Wenn es sein muß, nur als eine wohltuende Tat - in Form von Bildern. Die Gesellschaft braucht eine Genesung - sie ist (tot-)krank.

    Also, ich hätte Lust in Münchner Umgebung eine Künstlergruppe zu gründen oder an einer teilzunehmen. Wer macht mit/lässt mich mitmachen?

    Aziz
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