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  • Was ist KUNST?

  • El-Meky
    El-Meky
    Tja, das kommt davon. Nach der Eliminierung aller unbequemen pers und wuzzeles, dem Abwandern diverser piroskas und einiger anderer, deren Namen mir (schon) entfallen sind, warte ich eigentlich seit ca. zwei Monaten auf die Gegenwehr derer, denen das hier bei soviel Apotheker-Kalender-Kunst richtig übel werden muss. :o))) Bin mal gespannt, wie's hier am Ende des Jahres aussieht und wer die Oberhand behält, oder ob es sowas wie einen gleichmäßigen Wechsel der IKunst)-Gezeiten gibt.


    cobolt,dein hochgeladenes Vogelbildchen und dein Text hier ... wie glaubwürdig * grinzz :o))
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  • xer
    ach weißt du cobolt die ... >> pers, wuzzeles, its_not_mes und diverse piroskas<
    waren ja nicht nur unbequem
    ich würde sie eher als "nivellierer" bezeichnen
    den rest muss ich nicht schreiben, es wäre nichts dabei was du noch nicht wüßtest.

    interessant finde ich es aber schon von unseren neuen freunden zu erfahren wie wichtig für sie dieses tehma ist und wie sie es sehen
    :)
  • Tatjana Senz
    Tatjana Senz
    Muss dieser Mensch aber über bestimmte geistige Fähigkeiten verfügen?
    Falls ja, welche?
    In diesem Zusammenhang möchte ich fragen:

    Können Kinder Kunst machen?

    Oh ich wußte es...es gibt nie klare Worte die das umschreiben können, wie man (ich) Kunst definiert, aber ich werde mal versuchen jetzt auf jeden von dir ausgearbeiten Tei einzugehen...
    Nochmals Kunst liegt im auge des Betrachters!

    Somit ist es sicherlich die Größte Kunst für die Eltern zu sehen wie ihr Kind Bilder malt.
    Ein Kunstkritiker würde diese Bilder sicherlich vernichten wenn man behaupten würde sie seien von einem erwachsenen Menschen gemalt worden.

    Und auch ein Kind egal welchen Alters nimmt eindrücke in sich auf, versucht sich früher oder später mal, diese auf das Papier zu kritzeln..als setzte ich es einfach mal vorraus, dass bestimmte geistige fähigkeiten vorhanden sein müssen um Kunst zu schaffen.
    Schließlich muß ich wissen wie ich etwas machen kann und was ich machen will, was daraus wird steht auf einem anderen Stern...

    Für wen machst du das aber? Für dich?
    Und unabhängig davon:

    Warum machst du das?


    Das hier ist eine sehr gute Frage!

    Bisher habe ich alles für mich gemacht, und dennoch hat man den Traum andere menschen zu erreichen, somit mache ich es nicht nur noch für mich. Manchmal wünschte ich, ich wäre mit meiner "Kunst" in meinem Kämmerlein geblieben.
    Denn seit dem ich aus meinen vier Wänden damit rausgegangen bin, habe ich mehr druck, habe mehr zweifel.
    Klar ich habe mich auch entwickelt, aber vorher wußte ich nicht wie schlecht ich bin...jetzt wo ich sehe was andere Leisten, weiß ich wie viel ich noch erlernen muß und ich weiß ich werde es nie schaffen all das zu erlernen.
    In mir ist eine Sucht gewachsen...ich wollte schon immer malen, aber mir war es egal was, und war vollkommen zufrieden mit meiner Deko kunst. Jetzt..will ich einfach mehr und scheitere aber daran, jetzt bin ich viel öfters unzufrieden, will immer noch etwas herauskitzeln, aber ich kann es auch nicht mehr lassen, wehe ich male mal ein paar Tage nicht...dass ist als wenn mir die Luft zum atmen genommen wird.
    Ich will mich vorrangig für mich steigern, aber darf es nicht beschönigen, dass mir die Meinungen anderer nicht wichtig wären.Sie sind wichtig für mich, sie lassen mich nicht aufgeben.

    Ich weiß noch wie vorwurfsvoll du mal ein Bild von mir kritisiert hast, weil du ja darin den Weg in den tot gesehen hast...den ich überhaupt nicht darstellen wollte...aber was habe ich dadurch gelernt...ich habe immer wieder versucht meine Wege besser zu malen, immer wieder geübt, habe auch daran gearbeitet meinen Bildern mehr Ausdruck zu verpassen, damit es eben nicht mehr zu so solchen mißverständlichen Interpretationen kommt.

    Fazit, mir wurde aufgezeigt was falsch ist, ich versuche das zu verbessern, und nicht nur für mich..denn mir alleine wäre es ja nicht mal aufgefallen, wie falsch oder mißverständlich meine Darstellung ist. Also verbessere ich mich, versuche mich zu steigern, um ansprechender Werke zustande zu bringen.


    Und warum mache ich das?? Mir wird immer egal in welchen Bereichen vorgeworfen, Tatjana du willst nicht 100 % geben du willst immer mehr geben. Ich kann einfach nicht ruhen...ich kann mich nicht zurücklehnen und mich damit zufrieden geben was ich bisher leiste, das läßt mein ehrgeiz einfach nicht zu.


    Entscheidet das technische KnowHow darüber ob wir mit unserer Kunst Erfolg haben???

    Nein, definitiv nicht!! da gehört noch viel mehr dazu.Nur denke ich mal dass es mit mehr Talent einfacherer wäre zu erproben, sich zu steigern, sich zu verbessern.
    Was soll ich denn verbessern, wenn ich nichts davon habe, ich kann es nicht erzwingen, und die Erkenntnis muß ich aber erst akzeptieren.


    Gefühle, die keine bestimmt Form haben, zu visualisiren, kann also keine Kunst sein?
    Warum nicht?

    Natürlich ist das auch Kunst, aber eine die mich auf Dauer nicht persönlich befriedigt.

    Ich persönlich flüchte in das Abstrakte, weil ich es einfach nicht anders drauf habe meine Gefühle, gedanken anders zum ausdruck zu bringen.
    Deshalb ist es nicht unbedingt weniger Kunst...nur nicht die, mit der ich mein ganzes Leben das Hauptaugenmerk verleihen will. Ich würde ja lieber ganz anders malen.
    Das abstrakte ist für mich, das durchatmen wenn ich mich zu intensiv mit meinen Serien beschäftigt habe, das abstrakte ist für mich das Kopffrei machen, und momentan leider noch immer das was ich am meisten mache, weil ich es einfach nicht anders kann.

    Stell dir vor, du bist in einer Austellung und der Künstler hat großformatige Bilder an den Wänden, die vollständig schwarz sind.
    Evt. sind einige Gestalten zu erkennen, die aber auch Zufall sein könnten.
    Wir bilden uns also nur ein, wären Gestalten.

    Ja das ist Kunst, man setzt dir was vor die Nase und du machst dir auf einmal nen Kopf, aber nur weil es kunst ist, muß ich es noch nicht für mich ansprechende Kunst sein. Das wäre eher so ein Moment wo ich kopfschüttelnd vorbei gehen würde...
    Intuitiv würde ich wahrscheinlich sogar äußern.."wie und das soll Kunst sein?"

    Aber ich versuche jetzt in Zukunft wo ich solche empfindungen habe, immer daran zu denken, wie ich für mich kunst definiere..diesbezüglich muß ich wohl noch ein wenig Toleranz üben und auch meinen Kopf vor einer Beurteilung einschalten.


    Kann man große und kleine Kunst machen?
    Gute und schlechte Kunst?
    Geht das?

    Grrrrrrr!! Eben weil ich die Meinung vertrete, es gibt keine schlechte oder gute Kunst, wähle ich für mich das Wort der Großen Kunst, und damit meine ich im Grunde genommen nur meinen ganz persönlichen Geschmack!
    Das was ich als groß ansehe, kann der nächste schon wieder zum Kotzen finden.


    Danke für deinen Beitrag Tatjana!

    Na das habe ich davon...ich wußte doch, dass man hier nicht einfach was stehen lassen kann, das bedarf noch so vieler Erklärungen. Im grunde genommen ist es immer unbefriedigend, sich mit solchen Themen auseinander zusetzen...wir sind idividuen, und es wird immer unterschiedlichste ansichten zu solchen Themen geben, die kannman auch nie gänzlich ausdiskutieren, aber immer hin wurde ich angeregt mal wieder darüber nachzudenken, was für mich kunst ganz persönlich bedeutet.
    Gar nicht so leicht das alles auf einen nenner zu bringen.

    Liebe Grüße an dich Rex..und dir sei gesagt, auch mehrere Bilder von dir sind in meinem Kopf haften geblieben , somit für mich "Große" Kunst.
    Ich könnte auf anhieb sogar beschreiben wie die Bilder, die so sehr eindruck bei mir hinterlassen haben, aussehen.Nicht die Farbigkeit könnte ich detailgetreu wiedergeben aber die Thematik und wie du diese umgesetzt hast!Also für mich Kunst die man Fühlt und die haften Bleibt!
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  • Tatjana Senz
    Tatjana Senz
    Boh so viel habe ich geschrieben...Also rex reiz mich nicht noch zu einer antwort;) sonst fallen mir die Finger ab;)
  • cobolt
    cobolt
    "cobolt,dein hochgeladenes Vogelbildchen und dein Text hier ... wie glaubwürdig"

    Aber Heliopo ... tz. .. tz ... tz ...
    Ich gehöre zu den Leuten, die bei ihrem Einstieg noch massiv für ihre "Gebrauchsgrafiker-Bildchen" tierisch Fratzengeballer kassiert haben. Weißt Du das nicht mehr? Mir isses wurscht, denn ich bin kein Künstler und warum ich hier bin, hab ich oft genug erklärt:
    Ich bin ein Interessent für Gestaltungsfragen und das bedeutet, ich kann aus den meisten Gestaltungsarten noch für mich eine Essenz und Inspiration ziehen. Deshalb bin ich auch noch hier.

    Aber hätte ich den künstlerischen Anspruch einiger anderer Leute, (den ich nicht teile, aber nachvollziehen kann), hätte ich mit dem Imagewechsel hier durchaus ein Problem. Deshalb bin auch ich gespannt, wie sich die Sache hier entwickelt.
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  • El-Meky
    El-Meky
    für mich ist die Frage , was ist Kunst , nicht wichtig rex . jedenfalls heute , wo ich stehe nicht.
    aber dennoch interessieren mich Werke verschiedenster Art.
    Ich lasse mich gerne begeistern und entführen in andere Welten.
    'wer ist ein Künstler?' zu definieren fällt mir da leichter.
    es ist aufjedenfall jemand, der etwas erschaffen kann, als Skuptur oder Bild, was ich NICHT fotografieren kann. Eine Vision sichtbar machenkönnen. figural oder abstrakt .egal.und einer der davon 'besessen' ist .
    und mich interessiert auch das Handwerk sehr .
    die Techniken.
    aber Kunst zu definieren ist für mich, als wenn ich die Früchte nicht mehr leibhaftig kosten und schmecken kann, sondern nurnoch deren Inhaltsstoffe Labortechnisch erfassen und einordnen muss.
    es gibt Werke , die als grosse Kunst gepriesen werden und ich es einfach -geschmackstechnisch gesehen- nicht nachvollziehen kann
    und es gibt Werke , die mich atemlos machen und wahrscheinlich niemals in einem Museum hängen werden.
    Ich nehme mal an, ich muss ein Intellektueller werden um diese Fragen stellen zu wollen.
    ich bin aber nur Künstlerin. :o)))
    Signature
  • Tatjana Senz
    Tatjana Senz
    Schön gesagt,Heliopo,
    "eine Vision sichtbar machen".Das werde ich mir mal dick hinter die Ohren schreiben!
  • xer
    >> Nochmals Kunst liegt im auge des Betrachters!<

    Darüber könnte man sicher streiten.
    Man sagt ja: Schönheit liegt im Auge des Betrachters!
    Kann man das auch auf Kunst beziehen?
    Hmmm... ich weiß nicht.
    Irgendwie widerstrebt es mir


    >> Somit ist es sicherlich die Größte Kunst für die Eltern zu sehen wie ihr Kind Bilder malt...

    ... du meinst: die in Wirklichkeit aber gar keine Kunst sind???


    >> Ein Kunstkritiker würde diese Bilder sicherlich vernichten wenn man behaupten würde sie seien von einem erwachsenen Menschen gemalt worden

    Ein ehemaliges KN Mitglied hat mich mal auf dieses Bild hier aufmerksam gemacht:
    🔗

    Was sagen denn die Kunstkritiker zu dieser Zeichnung?



    >> ich habe immer wieder versucht … besser zu malen, immer wieder geübt, habe auch daran gearbeitet meinen Bildern mehr Ausdruck zu verpassen, damit es eben nicht mehr zu so solchen mißverständlichen Interpretationen kommt<

    Also da muss ich dir entschieden widersprechen.
    Ich bin der Ansicht dass es missverständliche Interpretationen überhaupt nicht geben kann.
    Nur unterschiedliche!
    Nur weil ich nicht das in einem Bild sehe, was der Autor beabsichtigt hat darzustellen, ist meine Interpretationen nicht falsch oder so etwas.
    Sie ist halt nur anders.
    Und subjektiv gesehen: für mich die "richtige"
    Das gilt dementsprechend natürlich ebenso für die "missverständliche Darstellung"

    Ansonsten muss ich gestehen, dass unsere Meinungen zu diesem Thema schon auseinander gehen. Was an sich natürlich nichts zu bedeuten hat!
    Es scheint mir dass du Kunst einfach anders empfindest und vielleicht auch andere Prioritäten setzt.
    Du hast geschrieben: >> wir sind idividuen, und es wird immer unterschiedlichste ansichten zu solchen Themen geben<

    Genau!
    :-)
  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    kritk der reinen kunst
    zu münster 2006
    kapitel 1.
    wir schwafeln munter drauf los und sehen mal was am ende herauskommt. vorab schicken wir einen herzlichen gruß an alle von foerster fans damit sie selber sich den sinn stiften.

    starten wollen wir in dieser episode mit dem zitat eines anonymen, aber doch bekannten autors. er möge uns verzeihen, dass wir seinen text in das gleißende licht der öffentlichkeit gezerrt haben.




    Quote:
    Wobei der Typ mit dem Artikels über das Ende selber nur wenig überzeugende Argumenten für seine These liefert. Eigentlich nur die, dass
    Kunst im Cube nur hilflos als Werke abgescannt werden und mit dem Katalog des des Rezipienten Vor-Wissens von Kunst abzugeglichen wird -> "alles nur Hängeware!". (1) Ich würde sagen, das hängt von der Kunst ab die hängt, wenn sie nicht mehr bietet dann ist es eben keine gute Kunst und nicht unbedingt ein Problem des Cube. Dadurch dann man schlechte Kunst (im Sinne von triggert nichts beim Rezipienten) nicht hängt und sie damit zu Nichthängeware erklärt wird sie auch nicht besser, der Effekt kann höchstens sein, dass man es nicht sieht dass es schlecht Kunst ist. Ein Problem t ist aber sicher der, dass viel zu oft auf den Effekt gesetzt wird, dass der Cube es (mittelmäßie Kunst) schon zur (guten) Kunst machen wird, war er eben auch nicht wirklich tut, wenn man a) von dem Konzeptaspekt absieht, der vor 90 Jahren interessant war, und sich b) nicht durch große weiße Räume (und oder große Kataloge und Namen) beeindrucken läßt.

    1 http://www.thing-net.de/cms/artikel223.html




    der autor, nennen wir ihn mal, in bester tradition, anonymus, konzentriert sich zunächst auf den begriff "der hängeware" und stellt die these auf, dass schlechte kunst nicht zur guten kunst wird, indem man aus ihr nichthängeware macht.
    mit dieser these erreichen wir direkt einen kritischen punkt: wir müssen uns fragen, was erwarten wir von guter kunst? was soll gute kunst für uns tun? und was ist überhaupt gute kunst?

    darauf eine antwort zufinden ist sicherlich eine herausforderung an jeden künstler und alles was sich gerne so nennen läßt. doch auch wir wollen einmal versuchen zu skizzieren, was den gute kunst für uns ist.
    anonymus spricht von triggern. wir möchten das "ästhetische erfahrung" nennen. kunst, besonders gute, bedeutet für uns zunächst einmal ästhetische praxis. eine ästhetische praxis von seiten des künstlers und auch von seiten des vielbeschworenen rezipienten. innerhalb dieser ästhetischen praxis soll nun eine wiederum ästhetische erfahrung gemacht werden. welcher art ist nun diese ästhetische erfahrung?

    in unseren augen ist diese erfahrung "selbstverständigung". die kunst(wir sprechen absichtlicht nicht von werk, um das ganze nicht auf sogenannte hänge- oder flachware zu beschränken, und uns der schwierigen definition des werkbegriffes zu entziehen) führt uns in der auseinandersetzung mit ihr idealerweise zu einem moment der verständigung mit uns selbst. dazu gehört, dass wir uns in einer art inneren monolog ständig fragen: ist das kunst? warum ist das kunst? warum denke ich das es kunst sein könnte? wie wird es zur kunst?
    durch dieses infragestellen der kunst reflektieren wir anhand der objektes kunst über uns selbst als subjekt.

    in dem wir lernen diese fragen immer wieder neu zu formulieren und zu beantworten zu versuchen, lernen wir eine weitere bedingung die für kunst wohl zutreffen muß: kunst, besonders gute, hat mit denken zu tun. und das obwohl die meiste kunst doch der sinnlichen welt anzugehören scheint. trotzdem zwingt sie uns zum nachdenken. andersherum sind sachen, die "kunstvoll" oder "künstlerisch" wertvoll aussehen noch nicht aufgrund ihres aussehen kunst, sie können gute zeichnungen oder gutes design sein. aber sie sind nicht zwingend kunst. doch nocheinmal kurz zurück auf unseren inneren monolog, unsere selbstverständigung. diese ist etwas, was uns innerlich zu eigen ist, etwas wie ein traum. um das ganze nun aus der welt des traumes oder der vision zu befreien müßen wir diese erfahrung nach außen kommunizieren, was wiederum als teil einer ästhetischen praxis geschehen kann. in der intersubjektiven auseinandersetzung kann es erneut zur einer ästhetischen erfahrung, verständigung, kommen. diesmal auch mit dem anderem.

    wenn also die ästhetische erfahrung,die selbstverständigung und kommunikation zur kunst gehören, dann ist als sicher anzunehmen, dass etwas solange keine kunst ist, solange es nicht betrachtet oder beobachtet wird. nun behaupten wir aber, dass die beobachtung etwas als ästhetische praxis zu begreifen nicht an ein bestimmtes erscheinungsbild oder materie gebunden ist. es ist also möglich, aber nicht bedingung, das kunst hängeware ist.

    2.wir schwafeln uns an die finale beantwortung, der frage was kunst sei, heran und prüfen ihre bedingungen(und das alles im internet, umsonst und in drei sätzen).

    zunächst wollen wir uns der





    Quote:
    und ist es nicht möglich das verschiedenen Rezipienten sich auch hier
    Quote:
    andersherum sind sachen, die "kunstvoll" oder "künstlerisch" wertvoll aussehen noch nicht aufgrund ihres aussehen kunst, sie können gute zeichnungen oder gutes design sein. aber sie sind nicht zwingend kunst.
    mit den von dir genannten Fragen beschäftigen, gerade eben weil es so aussieht wie "Kunst"?
    Was ich damit sagen will, kann es sein das Aussehen und Denken noch nicht genug ist?



    zuwenden.
    diese frage steht nur scheinbar im wiederspruch zu der von uns vorgebrachten these, denn im zentrum unserer beobachtungen steht der rezipient.
    wer ist also dieser rezipient? wir stellen die these auf, dass er ein subjekt ist, dass über eine bestimmte programmierung seines gehirnes verfügt. über eben dieses gehirn nimmt er aber nun auch seine komplette umwelt auf, die wieder mit den bekannten schon gespeicherten inhalten seines subjektiven bio computers, genannt gehirn abgleicht. da nun aber der inhalt derselben sich neu organisiert wenn neues hinzukommt, verändert sich auch die rezeption von neuen inhalten. diese inhalte, wir nennen sie die festplatte des menschen, sind aber bei jedem rezipienten anders. so sehen verschiedene rezipienten verschiedene kunst. nun kommt aber der begriff der ästhetischen erfahrung ins spiel. für uns stellt diese eine selbstverständigung da, ähnlich wie die, die der geschätzte kollege couinkesin bezüglich ben hur geschildert hat. günstigenfalls kann uns das zu einer art, wir schrecken ein wenig vor dem wort zurück, erkenntnis führen. dies ist als eine spontane verständigung mit der kunst zu denken. durch diese spontanen ereignisse kann nun eine art lernen oder evolution einsetzen, die uns ermöglichen uns von lucky der katze hin zu jonathan meese und christian jankowski zu entwickeln.
    wir hoffen, das dieser versuch zumindest erahnen läßt worauf wir hinaus wollen, wir können auch nicht hoffen, eine absolute antwort zu liedern, wenngleich wir auch immer wieder neu gegen die windmühlen anrennen.

    nun wollen wir uns noch kurz dem kanon zuwenden und der frage nach der guten kunst zuwenden.
    auch hier sehen wir wieder die beobachtung der kunst im mittelpunkt. und auch hier spielt wieder der gedächtnisbegriff eine starke rolle. indem wir die möglichkeit haben alles das, was sich im kanon befindet aus dem gedächtnis der kunstgeschichte und dem archiv zu holen, erhalten wir die möglichkeit zu prüfen ob etwas neu ist oder etwas altes wiederholt. so kann zum beispiel etwas aussehen, wie pollock oder dürer, bietet uns aber nicht mehr etwas neues, wenn wir es betrachten. wir empfinden es als belanglos, fade oder abgeluscht. es muß also etwas für uns neues hinzukommen damit auch das was aussieht sie wie pollock für uns zur guten kunst wird.denn gute kunst aber bietet immer etwas neues(was immer das auch sei) und sollte nun ihrerseits in den kanon aufgenommen werden. der kanon unterliegt natürlich subjektiven kriterien, aber aufgrund der, zwischen den im system kunst beteiligten subjekten, ablaufenden kommunikation findet eine konsensbildung statt.
    ob wir diese für uns subjektiv als richtig erkennen ist eine andere frage.

    zum begriff des neuen ist noch anzumerken, dass auch das neue vom subjekt abzuhängen scheint.

    wir hoffen nun das wir ein wenig zur aufklärung eines nicht faßbaren etwas beitragen konnten und verabschieden uns in die nacht.
    _________________
    'Ein Gemälde ist etwas, das sich häufig über der Couch befindet'
    Allan McCollum
    Signature
  • suomynonA
    theoretisch über kunst zu schwafeln hemmt die praxis.
    kunst zu definieren hiesse grenzen zu stecken, die mich persönlich wieder einengen.

    kunst ist für mich das, was mich fasziniert, und was ich erforschen will, und kunst ist nicht, was ich schon weiss.

    ich habe beim kunstmachen (wenn ichs mal so formulieren darf) ein gefühl, dass das was ich da mache notwendig ist, damit ich mich befreie.

    bestimmt kann man nächtelang am stammtisch sitzen und mit freunden über kunst diskutieren.
  • spmet-rus-spmet
    Man kann Kunst natürlich als Produkt definieren, -- Bild, Skulptur, Installation.---
    Das scheint mir allerdings zu wenig.
    Für mich ist Kunst eine Interaktion zwischen dem Künstler/Machenden/Handwerker und seinem Werk/Produkt und dem Betrachter/Konsumenten. Nicht Vordergründig die Technik und Präzision macht ein Werk sondern Hintergründig die Entwicklung dieses. Die Auseinandersetzung mit inneren und äußeren Gefühlswelten und die Dokumentation dieser Welten.
    Die Dokumentation sehe ich hierbei als Ergebniss oder Werk.
    Eine gewisse Routine mit dem Medium ist immer Vorteilhaft. Die Kunstdefinition für den einzelnen kann und wird dabei immer abweichend zu bewerten sein.
    Wichtig ist mir persönlich Neues zu entwickeln sich immer wieder die Frage zu stellen was man tut. Ist es Nachgeäffe oder eigenes. Einlassen auf persönlicher geistiger sowie auch technischer Ebene, erforschen der Farbfelder und Lichtführung von mir aus. Technische Präzision bis hin zum Photorealismus auch ok. Doch wo ist dabei der Kern. Diesen muss der Künstler erkennen und herausarbeiten. Wobei es egal ist ob er nun Origamimeisterfalter, Punkrockschlagzeuger, Schrottgestalter oder Gartenbauarchitekt ist.
    Will sagen der Kunst und Künstlerbegriff ist nicht an Traditionelle oder Gesellschaftliche Ansichten und Bindungen gekoppelt sondern interdisziplinär zu Hause wobei mir schon klar ist das natürlich für den Einzelnen zunächst eine Verunsicherung bei diesem "großen" Begriff eintritt.
    Die Verunsicherung ist auch durchaus gerechtfertigt.

    Für mich selbst ist die Definition oder Zuordnung oft selbst ziemlich schwierig. Weil man nicht über das Ergebniss vermeintlicher Kunst sondern über andere Wege einen Eindruck erhalten und ein Urteil fällen muss. Ein Weg ist die Beschäftigung mit dem Künstler und seinem Werk, wobei ich auch gedanklich vorsortiere. Oft auch zu unrecht. Mann sollte es der Kunst auf keinen Fall zu leicht machen, mit vorschneller Anerkennung ebensowenig wie mit der Aberkennung versuchen gewissenhaft und vorsichtig zu sein.
  • xer
    >> theoretisch über kunst zu schwafeln hemmt die praxis<

    diese auffassung kommt mir seltsam bekannt vor.
    vor gar nicht langer zeit gab es ein mitglied hier, ich bin mir sicher, der hätte das genau so formuliert!
    egal, das nur so am rande.

    ich bin der ansicht, dass sich hier unheimlich viele leute tummeln die der meinung sind, sie malen ein bildchen und können das hier einstellen um als... weiß der geier was gefeiert zu werden.
    toll, bin beindruckt oder so etwas.
    die frage nach kunst stellt sich offensichtlich aber nicht!
    nein! warum auch?
    wir sind doch schließlich keine künstler hier nicht wahr?
    und irgendjemand muss meine werke schließlich endlich mal angemessen würdigen.

    kannst du mir folgen de.structive?
    und wenn du der meinung bist dass ein geschwafel über dieses thema die praxis hemmt, dann kann ich nur sagen:
    NA HOFFENTLICH!
    zumindest die, alles was auf einem stückchen papier oder leinwand irgendwie gelandet ist, für kunst zu halten und es der ganzen welt unbedingt antun zu wollen
  • xer
    sehr geiler beitrag hanni, werd mir den sicher noch mal reinpfeifen :)
    nur eine ganz kleine anmerkung noch:

    >> wenn also die ästhetische erfahrung,die selbstverständigung und kommunikation zur kunst gehören, dann ist als sicher anzunehmen, dass etwas solange keine kunst ist, solange es nicht betrachtet oder beobachtet wird<

    das klingt sehr logisch, aber bitte nicht in versuchung geraten über die richtigkeit des umkehrschlusses nachzudenken!
    das scheint mir, ist einigen hier tatsächlich noch nicht wirklich klar
    :)))
  • cobolt
    cobolt
    Ich denke, rex möchte auch eher den Denkprozess über den Anspruch dieses Wortes in Gang bringen. Allerdings ... wenn man diesen Anspruch wörtlich nimmt, hätten dann hier vertretenen Galerie-Abteilungen wie z.B. Grafik oder Digi-Art überhaupt eine Berechtigung? Vermutlich wär ich dann nach zwei Wochen wg künstlerischen Unvermögens wieder rausgeflogen :o) So hab ich immerhin die Gelegenheit bekommen, manche Kritik aufzunehmen und für mich völlig neue Sachen zu entwickeln. Das geht anderen bestimmt auch so.
    Signature
  • xer
    >> Denkprozess über den Anspruch dieses Wortes in Gang bringen
    finde ich zwar marginal, aber ganz sicher nicht uninteressant

    nein, worum es mir geht ist einfach mal ein wenig darüber nachzudenken, was wir hier eigentlich tun. und inwiefern das etwas mit kunst (meinetwegen auch grafik und digi-art) zu tun hat. dabei interessiert mich die meinung der vielen neuen mitglieder hier bei KN ganz besonders, nur scheinen sich die nicht so recht zu trauen, etwas dazu zu schreiben.
    oder es interessiert sie nicht.

    ps: >> hätten dann hier vertretenen Galerie-Abteilungen wie z.B. Grafik oder Digi-Art überhaupt eine Berechtigung?<
    wieso soll grafik oder digi-art keine kunst sein???
  • suomynonA
    sprache ist theorie. das wort kunst daher ebenfalls.
    genauso gut kann man fragen "was ist ein baum"? wörter erklären niemals die gesamtheit der dinge.
    eine objetktiv gültige kunstdefinition ist daher a priori unmöglich


    endlich weise worte.

    mir ist es schnurzpiepsegal, ob jemand was hochlädt und meint, das ist für ihn kunst. das hochladen ist eher ne soziale angelegenheit.

    das "ich-bin-Kunst"-definieren ist ähnlich wie die hacker-ethik: wer sich selbst hacker nennt, ist verpönt, wer jedoch von anderen hackern hacker gennant wird, darf sich rühmen. er rühmt sich aber nicht, sondern ist weiter fleissig am hacken.
  • xer
    Fideo, du hast sicherlich nicht ganz unrecht, aber man kann doch wenigstens mal versuchen sich diesem "Problem" ein Wenig zu nähern, oder?
    Was ist KUNST?, Page 2, Post 28

    Auf jeden Fall kann man aber seine persönliche Auffassung zu diesem Thema schildern
  • cobolt
    cobolt
    "wieso soll grafik oder digi-art keine kunst sein\"
    Eben! Wird aber von vielen Leuten SO nicht gesehen, was bestimmt auch mit dem breiten Spektrum beider Richtungen zusammenhängt. Ist aber n anderes Thema. Vielleicht könnte man auch sagen: Kunst ist, was man daraus macht. ;o)
    Signature
  • loocerasec
    Kunst ist Scheiße
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