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  • Erfahrungen als Künstler.

  • Dana
    Dana
    Tja Peter,
    leider die Ilusion steckt in vielen Köpfen,aber jeder muß sein Weg selber gehen, selber entscheiden und dann auch die Konsequenzen tragen können. Die Situation des Künstlers war immer miss. Der Van Gogh, ein berümter Impressionist, und wunderbarer Künstler, von dem viele in der Malerei lernen, den auch jeder kennt.
    Der Van Gogh erstickte durch sein ganzes künstlerisches Leben in der Armut und schaffte in seinem ganzen Leben nur ein Bild zu verkaufen für das ganze 400 Franken. Aber in Jahre 1990 versteigerte das Auktionshaus Sotheby seine " Schwertlilien" in New York für 53,9 Milionen Dollar.
    Das ist die Realität. Die Realität gilt auch für heutige Künstler,genauso wie für die früheren.
    Kunst ist Kunst und Bisnes ist Bisnes. Zwei verschiedene Sachen, die immer getrennt gesehen sein sollen.
    Dana
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  • verena
    verena
    naja, also ob man in anderen Berufen in weniger Zeit mehr Geld macht ist aber auch fraglich...

    Gerade zur momentanen Markt lage... mein Cheff meint er könnte alles mit seinen Angestelten machen und er tut es auch... und die Leute arbeiten immer mehr, sehen ihre Kinder nicht mehr, haben seit 5 Jahren keine Gahaltserhöhung bekommen.... usw...

    Urlaub nur von Ferb. bis Sept. möglich... naja und vieles mehr...

    Also es ist in anderen Jobs nicht besser... und da hat man auch die Illusion das es mal wieder besser wird... oder so....

    Illusionen gehören zum Leben.. sie werden auch Träume genannt... und wenn man Dinge nicht umsetzt weis man nie was aus einem geworden wäre wenn....

    Liebe Grüße,

    Verena
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  • Dana
    Dana
    Hallo Verena,
    manchmal fühle ich mich nicht verstanden.Ich weiss es nicht...vieleicht liegt es an meiner Ausdrucksweise. Ich unterstlle es nicht, dass in vielen Berufen, vielen Menschen schlecht geht. Selber bin ich als Krankenschwester tätig, in drei Schichtten, und den Personallangel kenne ich auch zu gut, auch die Anspringerei in meiner freien Tagen, die so wie so wenig sind, usw... ich habe nur zu der Situation des Künstlers geschrieben,dass deren Lage miß ist. Was auch nicht bedeutet, dass die manchen anderen Berufe leichter haben.Ich weiß es wirklich nicht,um was für mehr verdientes Geld in kürzerer Zeit geht es Dir,wie Du in dem ersten Satz geschrieben hast?
    Zu den Ilusionen. Ich fiende es traurig, dass viele Menschen mit den gefüttert sind. es were einfacher, wenn den oder jenigen erklärt wird, wie die Situation in der Kunstbrange aussieht. Dadurch könnte sich jeder darauf entsprechend vorbereiten, staat in kalte Wasser zu springen und den Schock der Realität zu erleben.
    Auser dem, ich wiederhochle noch mal, wasa ich schon geschrieben habe, jeder muß sein Weg gehen, selber Entscheidungen treffen, und die Konsequenzen tragen.
    Dana
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  • uaetcoc
    @dana,
    glaube nicht, dass du wirklich falsch verstanden wirst. du beleuchtest die lage einfach doch ausschliesslich von einer seite. aber es geht auch anders. kunst ist kunst und geschäft ist geschäft.... da beleuchte ich auch von einer seite und sage einfach: nein, dies muss nicht sein! dies hat wirklich mit eigenverantwortung, und mit der bereitschaft die kosequenzen zu tragen, zu schaffen. dies ist aber nach meiner meinung eher eine "lebens"- als eine "kunstfrage".
    gruss, cocteau
  • reteP
    Nein, Dana, es liegt nicht an Deiner Ausdrucksweise, die ich klar.

    Es liegt meiner Meinung nach eher daran, daß viele Künstler das einfach nicht sehen wollen und lieber in ihren Illusionen, Träumen und Hoffnungen leben als der Realität ins Auge zu sehen. Als Hobbykünstler oder als Künstler, der sich nicht ums Geld kümmern muß (wie ich), ist das ja schön und gut. Aber als Künstler, der davon LEBEN muß???

    Ich meine damit gar keinen Bestimmten hier aus dem Forum, sondern ganz allgemein.

    Die "normalen" Arbeitnehmer (ich habe selbst 25 Jahren in verschiedenen Berufen gearbeitet, vom Hilfsarbeiter bis zum akademischen Berater war alles drin) müssen "nur" 5 Jahre auf die nächste Gehaltserhöhung warten? Nun, die freischaffenden Künstler sind froh, wenn sie überhaupt etwas zu essen haben, da geht das monatliche Honorar eher von Jahr zu Jahr nach UNTEN als nach 5 Jahren nach oben.

    Warum lesen die Künstler eigentlich nicht mal die Zeitschrift "Atelier"? Die ist zwar nicht auf Hochglanzpapier wie die Zeitschrift ART und darin findet sich auch kein Schickimicki-Schiet, dafür aber ist sie realistisch und sie ist eine Zeitschrift, die sich für die BERUFS-Belange der Künstler engagiert. Dort kann man lesen, daß das Netto-Durchschnittsgehalt der Künstler in Deutschland um die 10000 EUR liegt, und zwar pro JAHR, Ihr Lieben, nicht pro Monat!!!

    Ich rede hier NICHT für all die Künstler, die nebenberuflich, aus Freude, aus Hobby, aus Spaß und Beglückung malen/zeichnen/skulptieren. Ich rede vielmehr für und über meine Künstlerfreunde, die sich wöchentlich dreimal fragen, ob sie vor Jahren und Jahrzehnten richtig entschieden haben, dem Traum des Freischaffenden Künstlers gefolgt zu sein.

    Liebe Grüße

    Peter
  • Dana
    Dana
    hallo cocteau,
    ich hoffe, dass du nur gute erfahrungen als freischaffender künstler gesammelt hast. ich konnte im vergleich zu dir alleine von der kunst nicht leben, eher habe ich für die kunst wegetiert.damals habe ich auch wie viele heute einen wunsch groß zu wachsen. nach vielen entteuschungen und der ständigen kolisionen mit der realität, in der entweder du ein absopluter genie bist und einen absolut neuen kunststill betreibst, der mit deiner, bestimmten filosophie unterstüzt ist, oder so starke und weite kontakte hast, die dich vom brett abspringen lassen, oder gehst du einen steinigen weg, den du dir selber erkämpfen mußt,der nicht leicht ist,und viel verzieht fordert, auch keine erfolgsgarantie gibt, oder unfrei malst du nach bestellung, oder verkauft bei ebay den schnepchenjeger, die für wenig geld etwas, was dich aber viel schweiß kostet, haben wollen, habe ich damals für c.a.15 jahre meinen pinsel zur seite gelegt und verschiedene tätigkeiten wie börofrau, dann selbständige transportfirma gegrundet, dann landwechsel,dann gärtnerei, und heute krankenpflege.
    mein beruf bringt zwar keine milionen,aber immer hin kann ich leben und die malmaterialien und mein studium mir selber finanzieren. heute stehe ich da und erwarte absolut NICHTS. dadurch erlebe ich keine endteuschung und kein leid.was kommt, das kommt. ich möchte nur nicht, dass ander menschen die in dem bereich sich nicht richtig auskennen, das erleben müssen, was ich erlebt habe. staat zu treumen, ist es besser sich über den weg richtig zu erkundigen, chanzcen, möglichkeiten, usw...atelier-zeitschrift, wie der peter schon erwehnt hat, gibt den realen überblick auf das was sich in der kunstszene abspielt,genau so, wie die bücher wie z.b. über marketing und selbstvermarktung die bei atelierverlag auch zu kaufen sind.
    jedenfals ich freue mich, dass dir coctenau das gelungen ist in der kunstszene erfolgreich zu leben,weil ich hoffe dass hinter deinen wörten auch die erfahrung in dem bereich steckt.
    dana
    Signature
  • El-Meky
    El-Meky
    Hallo Ihr Kreativen,
    das ist ein sehr interessantes Thema hier und mein Herz schlägt absolut für teriell.

    Da ich ja auch (nach vielen Jahren 'mitspielen fürs liebe Geld') ein funktionales Berufsleben ablehne !!

    Ich glaube liebe Dodja/Dana, es ist sehr viel einfacher ein *abgemaltes oder realistisches Motiv Bild - wie ein Stilleben und Stadt ,- oder Landschaftsbild zu verkaufen und eben auch *anzubieten* als ein sehr persönlich emotionales Werk.

    Ich kann und will mir technische Fehler in meinen Werken erlauben, weil sie zu meiner unverfälschten 'inneren' Abbildung dazugehören.. anders natürlich bei einem * Realobild *....

    Gestern erst sagte Jemand gut Befreundetes zu mir:
    " Ich glaube, du brauchst deine Unsicherheiten im Leben und im Finaziellen, sonst würdest du deinen Ausdruck im Malen verlieren und ohne Inspiration sein"

    Es ging nämlich genau um dieses Thema, wie ich mein Leben selbst finanzieren kann ,
    wenn man *Sichselbst leben will* ohne Heirat oder Staatliche Hilfe o. Berufsalltag o. Kredite.

    Ich lebe so nah an mirselbst wie's nur irgend geht .
    Lieber werde ich nur halb so alt und habe aber intensiv gelebt.... und MEINE LebensZeit mit mir und meinen Bedürfnissen gefüllt*
    als dass ich Hundert werde und mich nie kennenlernen konnte aus Zeitmangel.

    Wenn jemand ein Bild kauft bin ich stolz und gerührt und prüfe den Käufer erst ,ob er es überhaupt bekommen darf/ wert ist.


    Ja das klingt bestimmt wiedereinmal kindlich/weltfremd, bla,bla....

    jedem sein Weg, seinen Veranlagungen und Wünschen entsprechend.
    Ich bin zufrieden .

    lg
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  • verena
    verena
    Ich stimme heliopo völlig zu !

    Ich weis nicht wie ihr das macht, aber wenn ich um 19.00 zu hause bin, und noch wäsche , kochen, Aufräumen, vor mir habe , habe ich keine Zeit mehr um in ruhe zu malen .
    Am We höchsten ! Aber da muss ich auch mal auf die Kids von meiner Schwester aufpassen, oder meine Familie und Freund sehen.

    Wo bleibt da die Zeit zum Malen ?

    Jetzt sitze ich jeden Tag 9 Std. im Büro und vertröden ( dies ist meine Meinung) mein Leben hier.
    Ich fühle mich, als ob mein Leben an mir vorbei zieht und ich wie in Trance bin und habe angst davor mit 50 auf zu wachen und mich zu fragen wo mein Leben geblieben ist.

    Ich denke das Cocteau da recht hat das es immer auch eine sache des Lebenstils ist und das man vielleicht auch Lebens-künstler sein muss...

    London hat zwar nichts hier mit zu tun, aber da sagten alle : da findest Du keinen Job, Du kennst doch keinen, da wirst Du vergewaltig, und hast dort nicht mal eine eigene wohnung....
    Ich habe in einer Wg gewohnt, und war damit zufrieden, Habe einen Job els Kellner gefunden und war schon lange nicht mehr so glücklich bei der Arbeit wie dort. Ich habe einige wundervolle Menschen kennen gelernt und viel fürs Leben gelernt!

    Wenn ich auf die Leute ( Mutter "Freunde" usw.) damals gehört hätte, hätte ich diese wundervolle Erfahrung nie gemacht.

    Ich glaube an mich und an meine Kunst des Überlebens.

    lieber tue ich etwas was mir Spaß macht und bin glücklich, als das ich so wie jetzt 45 std. die woche unglücklich im Büro bin. Und auch nicht das Große Geld verdiene.

    Und zu Peter:
    Seien wir doch mal ehrlich! wer hat denn heute noch einen Job 5 Jahre lang?
    meistend erlebe ich das die Leute nach 2-3 Jahren gekündigt werden, oder die Firma pleite geht !

    eine Kollegin ( halbtages Kraft ) will 50 € Brutto mehr haben... nach 3 Jahren... da schläft unser Chef jetzt schon 3 Tage drüber... weil Ihm das zu viel ist ... da kann doch von gehaltserhöhung keine Rede sein!

    Lieben Gruß ,

    Verena
    Signature
  • xorefa (billie)
    xorefa (billie)
    Hallo Ihr alle,
    also ich bin pure Hobbykünstlerin, nenne meine Richtung xorefatischer Billetantismus oder kurz xorefart und bin auch wie Peter nicht darauf angewiesen, mit Malkunst Geld zu verdienen. Für mich ist Malen, die Befreiung des Geistes vom Alltagsleben. Aber genau wie manche Meinungen hier meine ich auch, dass die Zustimmung die Begeisterung zu den eigenen Bildern von anderen einen beflügelt und einen vorantreibt. Einen ganz wichtigen Aspekt halte ich hierbei die Kritik von Künstlerkollegen. Ich kenne viele Gemeinschaftsausstellungen besonders in Luxemburg und habe hier deshalb auch nach gefragt.Hierbei geht es mir aber auch um den Austausch mit Kollegen. Und mit dem Verkauf von Bildern, da sehe ich es so: Die Anerkennung, wenn man einen Traumpreis erzielt ist umwerfend, aber wie schwer ist es sich von einem seinen Werke zu trennen? Und umso schwerer ist es für jemand, ein Bild womöglich weit unter der Werterzielungsabsicht verkaufen zu müssen.Es sind alles schwierige Fragen und jeder muss zwangsweise für sich etwas finden, womit er seine Kunst machen kann und wie er sie fianziert. Ich denke, ohne finanziellen Druck zu malen, da ist man freier, seinen sigenen Stil zu finden, freier im Umgang mit der Kritik von den anderen, freier vom gerade vorherrschenden Künsterkritiktagesgeschmack.
    ICh stelle es mir grausam vor, wenn man Malen muss, etwas in Blau malen will, die Farbe blau nicht mehr vorhanden und man aufgrund finanzieller Engpässe in Grün malen muss. Dies ist ein symbolisch gemeintes Beispiel.
    Eure Xórefa
    Signature
  • reteP
    Hallo, Verena,

    mir lag keineswegs daran, davor zu warnen, zu träumen. Ich träume auch. Und ich warne auch nicht davor, alles daran zu setzen, sich seine Träume zu erfüllen. Wovor ich warne ist, zu glauben, allein mit dem Träumen wäre es schon getan. Der Irrglaube, wenn man ausstellt und "in der Szene" ist, sei man ein "freischaffender Künstler" ist nun einmal eine Illusion. Aber daran zu ARBEITEN, das finde ich durchaus richtig. Du hast es doch richtig gemacht: Du bist trotz der Warnungen nach London gegangen und hast eine tolle Lebens-Erfahrung gemacht. Du bist eben NICHT zuhause sitzen geblieben und hast geträumt "Ach, wäre ich doch in London..."! Du hast gehandelt, und zwar realistisch in Deine eigene Kraft gebaut. Finde ich klasse.

    >Und zu Peter:
    >Seien wir doch mal ehrlich! wer hat denn
    >heute noch einen Job 5 Jahre lang?
    >meistend erlebe ich das die Leute nach 2-
    >3 Jahren gekündigt werden, oder die Firma
    >pleite geht !

    Das stimmt alles. Ich habe auch nicht gesagt, daß die "abhängig Arbeitenden" ein Paradies haben. Aber verstehe doch, was ich sagen will: Das ist mit dem Dasein eines "normalen" Künstlers (nicht jeder ist ein Immendörfer, ein Richter, ein Lüpertz!!!) nicht zu vergleichen. Die haben oft weniger als sie Sozialhilfe bekämen. Ich weiß nicht, ob Du "einfache" Künstler kennst, die von ihrer Kunst zu leben versuchen. Ein Gespräch mit ihnen würde sich lohnen.

    >eine Kollegin ( halbtages Kraft ) will
    >50 € Brutto mehr haben... nach 3
    >Jahren... da schläft unser Chef jetzt
    >schon 3 Tage drüber... weil Ihm das zu
    >viel ist ... da kann doch von
    >gehaltserhöhung keine Rede sein!

    Wie ich schon sagte: Laut diversen Organisationen und auch nach der Gewerkschaft Ver.di gehen die "Gehälter" der Künstler von Jahr zu Jahr RUNTER, sie bleiben noch nicht mals auf dem Level, sondern sinken. Jahr für Jahr.

    Aber ich glaube, ich wiederhole mich. Vielleicht muß jeder mal selbst die ERfahrung machen, wie "glücklich" das Leben als Freischaffender ist.

    Schönen Gruss

    Peter
  • uaetcoc
    hallo dana,
    leider muss ich eingestehen, dass ich selbst keine "kunst" herstelle, ich bin im umfeld von künstlern und kunstinstitutionen tätig, wir beraten künstler in technologischen fragen, organisieren ausstellungen und galerieverbindungen. beraten sammlungen und sammler beim ankauf, machen expertisen und sind für konservierungen und restaurierungen zuständig. oft auch nur als anlaufstelle und um das ganze irgendwie zu vernetzen. im laufe der zeit ergaben sich zusammenarbeiten mit künstlern auf den verschiedensten ebenen. ich habe meine grundausbildung im bösen kunsthandel gemacht, direkt an der front. und desswegen sage ich deutlich - es geht auch anders. wie in jedem job braucht es kraft und energie, sicher ist nichts mehr. ich hatte meine erste kündigung in der hochblühte der wirtschaftswunder-zeit, weil sich etwas düsteres abzeichnete und die leute immer noch in die ferien fuhren, neue autos kauften, aber bei kunst und kultur vorsichtiger wurden.
    ich bewundere heute jeden künstler den für sich den weg findet, wie er mit seiner kunst (bezw. lebenseinstellung) "umgehen" will, es gibt dort (wie eigentlich überall) nicht ein "ja oder nein" - "gut oder schlecht". und sicherlich bewundere ich jeden menschen sehr, der es fertig bringt es zu versuchen, seinen traum zu leben. wenn heliopo sicherheiten aufgibt, wenn verena den mut und die kraft aufbringt es zu versuchen, finde ich dies genial. jedoch werden/haben beide einen eigenen stil dies zu tun. niergens ist es gleich, und wird es vermutlich auch nie werden. im laufe der zeit habe ich sehr viele künstler gesehen, die sich ihren weg suchten, viele haben ihn gefunden. sei dies das sie zu 100% auf "kunst" eingestiegen sind, sich in verwandten berufen behaupten und dies mit ihren projekten vereinbaren, ob sie total "artfremder" arbeit nachgehen, oder, oder, oder..... manche haben auch aufgehört (aufgehört - nicht "aufgegeben"!!!), wenige sind physisch oder/und psychisch zerbrochen ganz wenige bauten einen groll und hass auf diese welt auf, dass gar nichts mehr möglich war. aber absolut am schlimmsten sind die dran, die es gar nicht versuchten. ich bin der meinung, dass jeder denkende mensch, sich so einen schritt überlegt, denkt, ideen wälzt, eventuell sogar den markt analysiert, und sich dann endscheidet. wer dies überhaupt nicht macht wird fallen - dies ist aber in jeder branche so, wenn man selbständig arbeitet. ich glaube nicht, dass ich auch nur einmal in einem forenbeitrag geschrieben habe - "schliesst die augen und rennt rein". bin aber der festen überzeugung, dass es menschen braucht die den mut haben sich den künsten zu verschreiben (......ich hatte ihn nicht, und bereue es auch nicht), sich auf dieses experiment ein zu lassen. wir unterstützen solche menschen immer noch mit sehr viel engangement und zeit, wenn ich an des "produkt" glaube. das einzige, was meine arbeit (die ich wirklich gerne mache) manchmal unheimlich erschwert ist die tasache, dass es vermutlich in keiner branche auf der welt ein so heftiges "gegeneinander" als ein "miteinander" gibt. der neid und die missgunst unter künstlern steht sehr hoch im kurs, oft kann man es wirklich nur noch als hass und verachtung bezeichnen. ich bin der vollkommenen überzeugung, dass es auch anders geht, eventuell wäre da etwas mehr zusammenhalt unter den künstlern angebracht. hier jetzt die namen aufzuzählen von allen die mich dann "abgeschossen" haben, nachdem man fünf jahre lang für sie den ganzen kleinkram gemacht, ausstellungen in kleinen galerien organisiert hat, den steuerbehörden erläutert hat, dass dies person wirklich als freischafender künstler tätig ist, privat geld und zeit investiert hat, dass überhaupt material beschaft werden konnte, usw.... diese liste ist nicht riesig, aber auch nicht gerade kurz, wenn sie dir dann den galerievertrag an der bahnhofstrasse präsentierten. aber es würde auch anders gehen - eventuell ist es nicht immer nur der böse galerist, agent oder einfach der markt.
    gruss cocteau
  • verena
    verena
    Danke Peter, Danke cocteau !
    Signature
  • eva schmidt
    eva schmidt
    Also!
    Ich habe einige Beiträge durchgelesen. Außerdem gerade heute 19 Uhr war ich mit 3 Bildern vertreten an einer Landesaustellung, wo eine strenge Jury wählte die Bilder aus.
    Die Ausjurierte und deren Befreundete waren auch dort. Es waren so üble Angriffe und Attacken, das ist mir wirklich an Magen schlecht geworden.
    Die ganze Kunstszene hat sich verändert, jeder möchte Karriere, und mit Gewalt, einige drehen durch, rennen nach Neu Möglichkeiten, das Titel dieser Ausstellung war verbraucht
    /geklaut???/ für eine 10 km weiter liegenden Ort, wo die meiste andere „Künstler“ ausgestellt hatten, die Einladungskarten mit fast d. gleichen Design.. / Wegen „Vita“ ???/ :O)))
    Möchte ich weitere peinliche Details nicht erwähnen. Die Zeiten, welcher früher waren, sind wirklich weg. Ich hatte noch ein relatives Glück, das ich in diese „glückliche „ Zeiten noch ausstellen dürfte.
    Ich weiß es nicht, wenn ich jetzt eine junge Künstlerin wäre, wie fange ich an. Ob das ein vorübergehendes Phänomen ist?
    Es passiert auch, das die abstrakte Bilder sind umgekehrt aufgehängt. Wer kann das wissen, wo ist das Kopf oder Fuß?
    Es ist wirklich besser, so alleine arbeiten in stille, und weiter? Lieber denke ich nicht nach.
    Persönlich habe ich 25 Jahre lang in Pressburg und Budapest in Zeitungen gearbeitet, wo ich Lohn und Honorar bekam. Lohn für Zeitung Gestaltung /ohne PC damals/, Honorar für Illustrationen und Karikaturen. Und Ausstellungen nebenan. Mit Verkauf und Stipendium manchmal.
    Das alles ist Vergangenheit. Heutige Zeit muss ein Künstler wirklich ein Job haben, oder Glück, oder viel Geld für die Promotion.
    Man muss lernen mit die neue Zeiten /neu Jahrtausend/ schwimmen. Wir sind nur noch an Anfang. Das ganze wird sich raus kristallisieren. Und das ist die Aufgabe der junge Künstler, glaube ich.
    Viel Glück damit.

    Dodja
  • lleiret
    Hallo Dodja,

    was Du im letzten Beitrag geschrieben hast, dass wir uns eben in einer neuen Zeit befinden (wie ja für jede Generation auch immer der Fall sein wird) und dass Du aufgrund langjähriger Erfahrung dies auch so sagst, bzw sagst, dass die Künstler (ob jung oder alt) eine eigene Verantwortung tragen, finde ich sehr gut.

    Wir leben nunmal in einer stark von Effizienz und Konkurrenz bestimmten Zeit. Was wir mit dieser Zeit machen, sollte schon in die ein oder andere Überlegung einfliessen. Und sicher liegt hier eine große Verwantwortung bei den jüngeren Menschen/Künstlern.

    Deswegen meinte ich auch in meinen vorherigen Beiträgen, dass ich es nicht ganz verstehen kann, wenn es sich nur um's Geldverdienen und das gesellschaftliche Ansehen etc. geht, wenn man vom Künstlerdasein träumt. Dies ist doch ein Grund dafür, warum auch ein Kunstmarkt erkrankt und die Regeln von Wirtschaftlichkeit etc. adaptiert.
    Ich fände ein wenig "Ideal" hier oder da gar nicht so falsch. Der Kunstmarkt wird nunmal nicht nur von Kulturverwaltern sondern auch von Künstlern geprägt. Wenn diese aber auch von Geld und Ansehen bewegt sind (was ja nicht wirklich so ist, aber wäre es ganz so), dann schlägt sich das natürlich auch im künstlerischen Umfeld oder dem Kunstmarkt /-betrieb nieder.

    Dass wir in einem neuen Jahrtausend leben ist sehr war. Was wir mit diesem Jahrtausend machen, sollten wir uns allerdings schon selbst überlegen. Oft klingt es so, als würden viele dies eben auf die bittere Realität schieben. Aber wie Du sagtest, für "diese Realität" sind wir nunmal mitverwantwortlich.
  • eva schmidt
    eva schmidt
    Hi Sebastian!

    Für mich ist Zeichnung das Alfa und Omega, bin besessen damit. Dürrer und Janssen, und alle anderen vergöttere ich.
    habe ich deine Zeichnungen mir angeschaut, finde ich sehr authentisch. Das düstere und morbide liegt mir auch sehr gut. Obwohl ich wechsele meine Thema und Technik sehr oft, /macht mir das gar nichts aus,/ immer bleibe ich bei der Zeichnung.
    Ich vermute, d. neu Jahrtausend wird sich nach das authentisches orientieren, langsam wächst eine Generation, welcher sich nicht DIKTIEREN lässt, und selber sucht nach die Wahre /Kunst???/,
    Das größte Problem ist die Überbevölkerung, zw. Millionen finden sich auch Hunderttausende sehr gute Künstler. Und das Überälterung, die alten sterben nicht aus, die Renten sind in Zukunft gefährdet, das ist aber nicht unser Problem.
    Nach 2 Jahre Nikotin Entzug rauche ich wieder, und sehr stark, möchte ich später nicht in die Wege stehen, „Rauchen kann tödlich sein!“ bis jetzt habe ich das nicht bemerkt. :O))))
    IN BBK sind auch überwiegend ältere Künstler, es hat sich ein System entwickelt, das die jüngere müssen paar Jahre kein Beitrag zahlen, damit Sie Fuß fassen können, und überall sind auch gefördert, trotzdem möchten Sie NICHT , oder können Sie nicht sich selbständig machen.
    Die Galerien, und Museen haben ein Finanziellen Not, Biennale in Venedig hat auch Probleme, Amerika weigert sich weiter die Unterstützung bieten. Ich persönlich habe noch nie in solche Biennale ausgestellt, bin eine kleine provinzielle Malerin, betreffe mich dieses Problem nicht. Verfolge ich das mit Interesse. langsam werde ich verstehen, woran das liegt. Ich hoffe es. :O)))

    LG
    Dodja
  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    Ich habe den Thread hier mit Aufmerksamkeit verfolgt, und es gab einige interessante Gedanken. Ich habe jetzt leider nur kurz Zeit, möchte mich aber dennoch kurz einmischen.

    Deswegen meinte ich auch in meinen vorherigen Beiträgen, dass ich es nicht ganz verstehen kann, wenn es sich nur um's Geldverdienen und das gesellschaftliche Ansehen etc. geht, wenn man vom Künstlerdasein träumt. Dies ist doch ein Grund dafür, warum auch ein Kunstmarkt erkrankt und die Regeln von Wirtschaftlichkeit etc. adaptiert


    Sicher sind Dinge wie Geldverdienen und Ansehen motivierende Faktoren für einen Künstler, aber ich stimme teriell voll unfd ganz zu, dass sie nicht die einzigen sein sollten. Für mich ist jemand interessant, wenn er mehr als diese Punkte bietet. Eine Visison hat, persönliche Mythologien, gesellschaftliche Zusammenhänge, eine ästethische Sichtweise,einen Standpunkt, den er mitteilen und verständlich machen will. Wenn er seine Sicht der Dinge anderen begreiflich machen will. Wenn er sagt: "Seht her Leute: Es geht auch anders. Verlaßt mal euren Schienen und probiert kleine Trails aus."
    Wichtiger als ein einzelnes Werk, und hier geht ja oft um den Fetisch "Original" (am besten handgemacht und signiert), ist doch letzlich das Leben. Das Leben ist meiner Meinung nach das wichtigste Kunstwerk und wenn ich, mit dem Verkauf von Fetischen etwas zu dem Errichten einer "sozialen Skulptur" beitragen kann, umso besser. Letzendlich ist es doch Egal, ober einer dekorative oder schwere Kunst anbietet, für mich ist entscheidener, was macht er mit seinem Leben? Kauft er mit seinen , durch Kunstverkäufen angehäuften Millionen Aktien einer Waffenfirma oder unterstütz er die Welthungerhilfe? Das Leben ist das Symbol, das es zu schaffen gilt. Natürlich sind das alles hehre Ansprüche, aber ein wenig sollte man doch ansowas denken.
    Ich hoffe, dass ich jetzt auf die Schnelle niemanden vor den Kopf gestoßen habe.
    Signature
  • eva schmidt
    eva schmidt
    Hi!

    Wie mehr ich eure Beiträge lese, desto mehr verstehe ich, was los ist. Bestimmt hatten wir eine ganz falsche Kunsterziehung gehabt, wo von 2 Semestern an sollten wir ausstellen, an Wettbewerben teilnehmen, uns verkaufen können, etc.
    Wir waren für das Berufsleben ausgebildet, mit einem harten, auch handwerklich versierten Unterricht, das Porträt, Akt, live malen draußen, Grafik, Geschichte d. Künste,
    Bildhauereien, alles fast nach klassischen System. Spinnen können wir danach, -sagten die
    Lehrer, wenn wir die Handwerklichen Kenntnisse erlernen. Täglich ca. 10 Stunden waren wir gedrillt.
    Na ja, geschadet hat uns nicht, für heutige Zeiten ist das aber Zwecklos, alles ändert sich. und ich bin immer noch befangen damit.



    Dodja
    i!
  • El-Meky
    El-Meky
    * ganz neue Erfahrungen*

    war gestern Abend bis heute morgen um halb vier auf einer finnissage ( richtig geschrieben ? ) in einer kleinen eher Versteckten Galerie.
    dort wird einmal die Woche so ein Künstlertreff veranstaltet mit begnadeten Malern und Jazz-life Musikern und Sängern.
    ich , sehr scheu, habe mich schon bei der lieben Begrüssung sehr willkommen gefühlt.
    habe bis zum frühen Morgen mit dem Galleristen geredet... werde viel noch lernen dort und nun öffter mal *rausgehen* hinaus aus der Internet-kontakt-knüpfung--->hin zum realen Lebendigen.

    ich soll mal bei Gelegenheit meine Mappe mitbringen...*upsss*

    *Neuland beginnt*
    :oops: :idea: :)
    Signature
  • imihsas
    hey toll heliopo, das freut mich aber für dich... bleib dran...

    sashimi
  • El-Meky
    El-Meky
    Ja, danke, Sashimi...
    leide unter extrem Lampenfieber... :oops:

    Der Gallerist ist ein älterer studierter Kunstpädagoge... er hat auch gesagt dass er immer ehrlich zu mir sein wird. und dass ist ja schonmal eine sehr gute Basis!

    ich werde Euch berichten, wie's mit mir so weitergeht. :wink:

    lg
    Signature
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