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  • "Menschenscheue" Künstler

  • valeria
    @dana!

    deine ansichten sind aus sicht der kunst klar. da stimme ich dir zu. allerdings liegt der kunst auch eine philosophie zu grunde. und woher willst du wissen, wie der künstler seine "giesßkanne" wirklich gesehen hat? kennst du seine abstraktion im gesehenen oder "gefühlten"?

    ich verstehe genau was du meinst. aber kunst ist nicht nur oberflächliches erklären, sondern auch tiefgründiges begreifen. haha, ich weiß, darauf wärst du auch selbst gekommen.

    lg

    valeria
  • BALGO / Brigitte STEINBACHER
    BALGO / Brigitte STEINBACHER
    oh Giovanni... ich unterstreiche Deine Worte nur !

    wie man im Rheinland sagt: Von nix kütt nix...!

    Aber nun ja, ich lebe an der Côte d'Azur und das ist eine Gegend, wo alles NUR durch Beziehungen geht ! Wenn man niemanden kennt, ist man arm dran...
    da kannste Kunst von vorne bis hinten studiert haben, dich mit deinen diplomen verzieren wie ein Weihnachtsbaum ... kannst dir auch den Hintern mit abwischen, ...kommt gleich !

    Ich habe auch jetzt nur durch 'Beziehungen' und mit viel Glück, weil meine Freundin dort arbeitet, eine Ausstellung in einer grossen amerikanischen Firma bekommen ... 2 Monate lang, 15 Bilder... da¨hätte ich mir im Normalfall, bei freundlichem Anfragen, einen 'Korb' geholt. Das heisst aber noch nicht, dass ich was verkaufe... weil, im Moment haben alle kein Geld (mehr)...
    Macht nix, so habe ich in meiner Ausstellungsliste wieder den 'schönen' Namen ACCENTURE dazu ! :roll:

    Werbung muss sein ! Da hab ich schon einiges 'gutes' auf der Liste.
    Kann ich zwar nicht von essen, macht sich aber gut !
    salut BALGO
  • uaetcoc
    von nix kommt nix, ..... dies kann ich nur unterstreichen.
    die aussage von heliopo, dass es eventuell ganz hilfreich ist, wenn man am anfang etwas am händchen gehalten wird, ist sicherlich sehr gut, so wird man etwas selbstsicherer auf diesem parkett und lernt ein bischen die mechanismen kennen, ohne dass man gerade bis zum hals eintauchen muss.

    irgendwie bin ich aber total überfordert von der idee, dass künstler introvertiert sein müssen um überhaupt "gute" werke vollbringen zu können, und sie jegliche "eigenpräsentation" als anbiederung betrachten (oder bettelie, oder so), warum? wenn dies so empfunden wird, warum macht man "die kunst" dann nicht einfach nur für sich?.... und nur für sich? eine freundin von mir malt seit 30 jahren (und zwar sehr, sehr gut), die hat noch nicht eine ausstellung gemacht, geschweige ein bild verkauft oder gar verschenkt. weil sie für sich malt, einfach für sich. ja, sogar die neujahrskarten kauft sie, und versendet keine drucke ihrer werke.

    irgendwie habe ich den leisen verdacht, dass es beinahe zum guten ton gehört, sich als "introvertiert" und zurückgezogen zu bezeichen, aber irgendwie doch die werke der menschheit unterbreiten zu wollen. wer dies will, muss sich wege im bereich seiner möglichkeiten suchen. dies liegt den einen sehr, den anderen etwas und manchen gar nicht. aber die, denen es gar nicht liegt, die müssen sich halt wege aufbauen, wo sie sich zurückziehen können und gewisse arbeiten "abtreten" können - das spiel ist jedoch ganz einfach: endweder habt ihr zeit und musse, oder geld - gratis macht dies auch niemand auf die dauer. wer nichts von dem wissen will, soll doch wirklich einfach für sich "künstlern", und in diesem tun seine befriedigung, ruhe, seinen ausgleich oder ausdruck finden, introvertiert für sich. dies ist ja immer noch, ideologisch gesehen, das hauptaugenmerk des künstlers.

    bitte, fasst dies nicht als böse auf, oder so. jedoch empfinde ich dies irgendwie als ehrlich. wenn ein künstler kommt und mir sagt "ich möchte präsentieren und verkaufen, jedoch drehe ich in einer menschenmenge durch, und die mechanismen des kunstmarktes sind mir unbekannt und soweit ich sie kenne ein greuel", da kann man etwas machen, da kann man schauen was es für möglichkeiten gibt. aber bei "eigentlich will ich gar nicht, aber was meinen sie dazu", da ist einfach die luft draussen......

    @balgo, ich finde es absolut toll, wie du deine "handtaschen - collagen" mit dir rumträgst und sie auch zeigst, dass du über beziehungen zu ausstellungen kommst, dies hat mut und macht sinn. wenn man zu seinen sachen steht, sollte man diese auch immer präsent haben. mir zeigte einmal, eine mir unbekannte person in einer bar, drei fotos von werken die er aus der brieftasche zog, als wir über das thema kunst sprachen, ein jahr später hatten wir eine ganz brauchbare ausstellung...... zeigen das zeug. warum auch nicht bei freunden einmal den spruch fallen lassen, "an dieser wand würde ich diese bild von mir sehen, dass ich einiger zeit gemacht habe, willst du es dir nicht einmal ansehen, würde es dir einwenig als leihgabe überlassen", ein künstler von mir hängt somit in einer anwaltskanzlei, hat schon jenste bilder an kunden dieser kanzlei verkauft, weil sie GESEHEN werden. selbst sam francis werke wurden in europa (unter anderem) bekannt, weil sein psychiater solche dinger hängen hatte.....

    dies jedoch mit dem "wisch" mit dem man sich anscheinend nur den "a****" abwischen kann sehe ich wirklich nicht so, und dies ist auch an deiner geliebten (oder doch gehassten?) "côte" nicht anders. ausstellungen in "wirklichen" kunsthäusern (öffentlichen institutionen) kriegst du einfach nicht nur über cüpchen hier, händeschütteln da und horizontale verhandlungen überall. bei uns läuft nun die eingabe einer grossen kunstausstellung, jeder aus der region kann ein werk von max. 2 auf 2 auf 2 meter eingeben - dies in einer ausstellung im KUNSTMUSEUM, MUSEUM FUER GEGENWARTSKUNST und der KUNSTHALLE, hier ist diese "wisch" einfach wichtig, oder du kannst vorweisen, dass du an jurierten ausstellungen teilgenommen hast, öffentliche institutionen von dir gekauft haben, oder rennomierte sammlungen ankäufe getätigt haben. nach zwanzig jahren kunst-biz. wird dich sicherlich niemand mehr nach so etwas fragen (wie in jedem anderen job auch), aber irgendwo gilt es den einstieg zu finden. und da reicht einfach nur die klappe aufreissen, dann (zum glück) einfach immer noch nicht (... sogar wieder etwas weniger als vor einigen jahren).

    liebe grüsse, cocteau
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  • reteP
    Guten Morgen, Cocteau,

    irgendwie habe ich den leisen verdacht, dass es beinahe zum guten ton gehört, sich als "introvertiert" und zurückgezogen zu bezeichen, aber irgendwie doch die werke der menschheit unterbreiten zu wollen.


    Ich denke, dieser "gute Ton des Introvertiertseins" ist zum einen ein Relikt aus romantischen Zeiten. Im 19ten Jahrhundert war das geradezu ein Ideal; das ging sogar so weit, daß sich sogar Gruppen (!) bildeten, die sich "introvertierten". (Die Nazareener hatten nicht nur ein gemeinsames Thema, sondern auch ein gemeinsames Lebensziel: ein introvertiertes, religiöses Leben zu vielen ;-)). Aber das muß ich Dir als Kenner der Szene nicht erzählen.

    Zum Zweiten aber denke ich (auch wenn brooklyn mich jetzt wieder haut *aua*), daß viele Künstler seelisch "angeschlagen" sind. Ich denke, Künstler, die ein normales, schönes, normalschweres und gutes Leben haben, in stabilen Beziehungen leben und sich seelisch meistens wohl fühlen, sind doch eher selten. Oder?

    Ich male seit ca. 35 Jahren. Und ich skulptiere seit 1982. Jahrzehntelang nur für mich, meine Frau, meine Freunde. Ich lebte aus Gründen, die hier nichts zur Sache tun, sehr zurückgezogen, und wäre niemals auf die Idee gekommen, meine Werke verkaufen oder ausstellen zu wollen. Erst als ich meinen Rückzug milderte, konnte ich "aufs Publikum zugegen". Für mich wäre es unmöglich gewesen, aus der Introversion heraus nach außen gehen zu "wollen". Ich bin zwar immer noch kein Feten-und-Feier-Typ und große Menschenmengen machen mir nach wie vor Unwohlsein. Aber ich halte das aus. Und ich merke dabei, daß es mir gut tut, und manchmal ist es sogar schön :-)

    Soeben fällt mir noch etwas ein: Vielleicht ist es ja auch so, daß in vielen Kunstwerken solche intimen Aussagen enthalten sind, daß die Leute da Scheu haben, das zu offenbaren. Andererseits ist der künstlerisch ja durchaus verstehbare Wunsch, daß andere das Werk sehen, auch da. Eine Zwickmühle.

    Meine Werke sind meistens aussage-los. Ich arbeite vor allem unter ästhetischen Gesichtspunkten. Ich will weder belehren, noch viel von mir preisgeben (ich weiß, das läßt sich nicht vermeiden) noch igendeinen Ideal huldigen, das außerhalb meines Werkes liegt (auch wenn ich mir da manchmal untreu werde und DOCH idealisiere ;-)), aber für mich hat das Werk, der Grund, die Farbe, die Form absolute Priorität, und da kostet es mich keine Kraft, die einem Galeristen anzubieten oder in einer Ausstellung zu zeigen und mich danebenzustellen ;-)

    Puh. Ob das überhaupt zu verstehen ist, was ich hier schrieb, weiß ich aber auch nicht *lach*

    Schönen Gruss

    Peter

    P.S. Noch etwas: Für viele extrem menschenscheue Künstler ist sein Werk aber auch das einzige, was ihn mit dem "Außen" verbindet, das er dem "Außen" zeigen kann (kann!!!). Ich denke, das ist ein Aspekt, der auch berücktsichtigt werden muß...
  • El-Meky
    El-Meky
    Hallo Ihre Scheuen und nicht scheuen Kreativlinge.

    Ich habe festgestellt, dass ich eine dicke fette Mauer um mich gebaut habe. sie hat ihre Berechtigung.

    Ich habe weiter festgestellt, dass es Menschen gibt, die nur bis an meine Mauer stossen... aber mich nie erreichen.
    Andere wiederum schaffen es manchmal auf verschiedenen Wegen mal kurz über oder durch meine Mauer zu blicken.
    und wiederum Andere Menschen, (die werden meisst meine Freunde) nehmen keine Mauer wahr.

    manchmal stosse ich mich selber an dieser Wand... oft ist sie aber auch plötzlich ganz und gar verschwunden...

    so its eben ...


    Keiner ist besser oder schlechter.
    wir sind eben verschieden und das macht uns doch auch letztendlich einzigartig.

    Ich glaube Mista J.W. Goethe könnte es sehr viel besser erklären, wie es so ist mit den Befindlichkeiten der Kreativen Lebenskünstler..


    lg :wink:
    Signature
  • uaetcoc
    @heliopo und peter,
    ihr habt dies doch beide sehr gut argumentiert, und in der sache (@peter) von der "masse" der künstler und deren befindlichkeit kann ich dir mehr als nur recht geben. der springende punkt ist dort seine (gewollten) ressourcen zu erkennen und (bei interesse) einzusetzen.

    wieder einmal dem "nazarenertum" und dem sanften trug der romantisierung ein wenig endgegenhaltend, cocteau :wink:
  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    Was Cocteau gesagt hat, dass ein künstler an die Öffentlichkeit muß, ist sehr wahr. Das Beispiel mit der Freundin die nur für sich malt, zeigt sehr schön, dass einfach nur produzieren nicht reicht. Auf irgendeine Weise gehört Präsentieren, Marketing und mehr dazu wenn man Künstler sein will. Auf welchen Niveau das ganze spielen muß, ist eine andere Frage.

    Ich denke auch, dass Kunstwerke sehr Intim sein können und es dann unter Umständen schwer ist damit an die "Öffentlichkei" zu gehen. Da hat man schnell Angst verspottet oder ausgelacht zu werden.
    Andererseits gibt natürlich auch Kunst, die sich mit der rein ästhetischen Seite beschäftigt, wie Peter das schreibt und tut. Aber auch diese Werke werden erst im "Auge des Betrachters" zur Kunst.

    Wer also Kunst machen will, MUß sie in irgendeiner Form zeigen. Ansonsten kann sie noch so gut sein, ist aber keine Kunst. Ev. wird Sie in Hunder t Jahren mal zur Kunst, aber wer weiß so was schon?

    Ich hoffe die Intension ist einigermaßen verständlich.


    Gruß
    Olli
    Signature
  • uaetcoc
    @don_dada / olli

    möchte etwas erläutern: finde wie das meine freundin macht seit 30 jahren, absolut erstklassig. sie wollte nie eine ausstellung machen, sie will ihre werke nicht zeigen, sie macht es wirklich nur für sich. dies ist absolut ok. mein problem wäre dieses: wenn sie alle drei monate angetantz käme, sagt "eigentlich möchte ich präsentieren" und wenn man dann konkret wird, mir und der welt mitteilt, "ach irgendwie liegt es mir doch nicht".

    was du sagst ist vollkommen richtig, ein künstler sollte sich auch zeigen können, es ist ja eigentlich seine arbeit, ja, sogar sein auftrag.

    wenn man dies nicht will, finde ich dies absolut gut und ok, aber dann sollte man dies sicherlich einmal für sich positionieren und deklarieren und sich nicht in (unbrauchbaren :evil:) "drahtseilakten" verstricken. :wink: mit diesem ist absolut niemandem gedient.

    ob es legitim ist was ein max brood mit franz kafka gemacht hat, wage ich kaum zu dokumentieren :wink:

    gruss, cocteau
  • verena
    verena Mut
    Hallo zusammen,

    nun ja, im algemeinen ist ja jeder unterschiedlich und muss selbst wissen wir er Dinge handhabt...

    Ich für meinen Teil bin gern unter Menschen und gehe auch gern auf Leute zu.
    Der Grund:
    man bekommt viel gutes Feedback, oft ein nettes Lächeln und komplimente, lernt neue Leute kennen die einem weiterhelfen und kann lustige Situationen erleben.

    Klar kann man auch negatieves erleben, aber das ist recht selten.

    Ich weis das es viele Menschen gibt denen es schwer fällt sich zu presentieren oder auf fremde Menschen zu zu gehen, das ist auch völlig o.k... dies soll nur all denen ein bischen Mut machen die sich so nicht mögen oder wegen Beruflichen Gründen, dies ändern wollen.

    Lasst euch gesagt sein das wenn man erst mal den ersten Schritt gewagt hat, viel positives auf einen trifft.

    Weis nicht ob dieser Beitrag so wirklich zum Thema passt, aber ich finde es einfach schade das es hier im Forum so viele nette Menschen gibt die man "draußen" vielleicht nicht trifft ... oder die Ihre Kunst aus "angst" der Menschheit vorenthalten.

    und dies nicht "freiwillig" sondern aus ängsten heraus.

    Hoffe ich werde nicht falsch verstanden... will keinen ändern, nur Mut machen :)

    Alles Gute,

    Verena

    PS. Es ist schön für sich zu malen, aber anderen damit eine Freude machen, oder die Chance zu geben fasziniert zu sein und es vielleicht zu kaufen, ist doch auch schön... und ein bischen Anerkennung hat noch keinem geschadet, oder?
    Signature
  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    *zwischen Essen und Gassi gehen*
    @cocteau: Klar, hat deine Freundin das Recht privat zu bleiben und ebenso klar sagt dies nix , aber auch gar nix über die Qualität ihrer Arbeit aus. Aber "Kunst" wird es erst, indem es offentlich wird. Früher stellten die Maler halt auf Höhlenwänden, dann auf Kirchen- und Palastwänden und noch später In galerien und Mussen aus, aber das ist halt Öffentlichkeit.
    BTW, ich finde auch das Internet ist Öffentlichkeit. Allerdings ist eien reale, stoffliche Ausstellung meiner Meinung nach noch von einer anderen Qualität. Ob das ganze in einer Bar oder in einem Museum stattfindet hat erstmal nix zusagen.

    *Cappucino schlürf*

    Und Verena: Du hast vollkommenen recht.
    Signature
  • uaetcoc
    @don_dada,
    da hast du vollkommen recht, habe mich eventuell falsch ausgedrückt, hätte besser "malen" sagen sollen als "kunst". der begriff kunst (wie wir ihne heute sehen) bedingt zwingend eine öffentlichkeit um auch als solcher von aussen wahrgenommen/gewertet zu werden, dies ist klar. sorry.
    gruss, cocteau
  • reteP
    Hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm........................ Van Gogh wurde zu seiner Zeit nicht wahrgenommen, hatte keine Öffentlichkeit, ist er also kein Künstler. Punkt. Oder doch???

    Etwas ratlos:

    Peter
  • reteP
    Und noch was: Ich freue mich, daß Ihr alle so genau wißt, was Kunst und Künstler sind (meine ich ernst!). Ich hab's immer noch nicht gerafft, und kaue nach wie vor (seit 30 Jahren) daran, eine Definition zu finden ;-)

    Liebe Grüße

    Peter
  • uaetcoc
    @peter,

    ....wie der begriff kunst heute verstanden wird...... :wink:

    desswegen auch meine doofe bemerkung zu brood und kafka.....

    wer im stillen kämmerlein malt, ist zwar immer ein maler, aber vermutlich nur ein künstler in seinen eigenen augen. dies macht doch überhaupt nichts. so wie ich don_dada verstehe, stellt für ihn kunst eine auseinandersetzung mit dem betrachter, der umwelt und der öffentlichkeit dar, dann hat er (für seine werke) absolut recht, dann wird es erst zur "kunst", wenn es eine öffentlichkeit findet.

    lg, cocteau
  • verena
    verena
    @ Peter und alle anderen:

    es ist für alle Berufe oder Charactere schwer die Definitionen zu finden. Wo fängt das eine an und wo hört das andere auf?

    Denke das es auch viele arten von Künstlern gibt...
    Von Lebenskünstlern bis hin zu Musikern und Dichtern... und Malerische oder gestaltende oder Bildende Künstler usw...

    Finde die Frage wer warum wieso ein Künstler ist, oder auch nicht, gar nicht so wichtig.
    Wer sich als Künstler sieht/ fühlt, soll das tun.
    Wer nicht ist auch o.k.
    Denn es gibt sowieso immer zu viele verschiedene Meinungen um dazu eine Gestzmäßigkeit zu finden. Und Irgendwie passt es doch auch nicht die Freie Kunst in eine Form oder Definition zu pressen...

    Freiheit geht doch über alles.

    in diesem Sinne,

    Alles Liebe,

    Verena
    Signature
  • uaetcoc
    @peter zum II.

    wenn ein mensch bei mir ein rohr flickt, das teil leckt weiter oder sieht schlampig aus, dann ist er für mich ein bastler und kein klempner.

    bei "kunst" läuft dies bei mir genau gleich. arrogant ohne ende, aber ich habe einen vorteil..... ich gehöre nicht dazu. und von aussen ist alles sooooooooooooooooo einfach. :idea: :roll: :wink:

    liebe grüsse, cocteau
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    HA! Peter!
    DIE Gelegenheit, Dich zu hauen und ich hab´s (fast) verpasst :-)

    Zum Zweiten aber denke ich (auch wenn brooklyn mich jetzt wieder haut *aua*), daß viele Künstler seelisch "angeschlagen" sind. Ich denke, Künstler, die ein normales, schönes, normalschweres und gutes Leben haben, in stabilen Beziehungen leben und sich seelisch meistens wohl fühlen, sind doch eher selten. Oder?


    Ich bin so eine! Es hat für mich schon lange keine "Vorteile" mehr, etwas anderes zu sein, als seelisch stabil und in einer glücklichen Beziehung ein gutes Leben zu haben. Ich hab nun mal nur das eine Leben! Dafür, dass es mir darin gut geht, bin ich verantwortlich - wer sonst? Auch wenn es Zeiten gab, in den andere darin rumgewütet haben, ohne dass ich etwas dagegen tun konnte - ich bin schon gross und kein Opfer mehr - auch nicht mehr mein eigenes.

    Das Bild des einsamen Künstlers, der sich unverstanden, düster und besessen seiner Kunst hingibt, wird häufig "romantisch" verklärt. Es ist nicht notwendig, einen Leidensdruck zu haben, um sich eine Bedeutung oder einen Wert zu geben.

    Die meisten von uns haben sicherlich mit Problemen und Blockaden zu kämpfen. Aber das Ziel jedes Lebens ist die Freude - nicht das Steckenbleiben im Leid. Also bin ich gut zu mir selbst. Das kann eine Verpflichtung sein - auch anderen gegenüber.

    Wer immer wieder mit sich und seinen Blockaden - auch den künstlerischen - hadert, dem möchte ich wirklich dieses Buch hier an´s Herz legen: "Der Weg des Künstlers" von Julia Cameron.

    Es hilft!
    Glaubt´s mir!
    Signature
  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    *cappucinoschlürf*
    Peter, ich wollte Dir nicht zu nahe treten. Ich habe ja weiter oben auch geschrieben, dass man auch im Nachhinein noch zum Künstler werden kann(Gerade der berühmte Fall VanGogh zeigt das, aber er hat auch Auseinandersetzung mit anderen gesucht). Ich will mal versuchen zu illustrieren, was ich meine: Du kannst das Malen beherschen wie Rubens, Delacroix, Richter oder wen auch immer du willst, solange deine Werke nicht von einer gewissen Öffentlichkeit wahr genommen werden, ist es keine Kunst(Zumindest nicht heute), sondern sie verhallen ungesehen im Rauch der Zeit, was sehr schade wäre. Sobald aber eine Öffentlichkeit das wahrnimmt , was du treibst ist es in einem gewissen Sinne Kunst. Wobei das ganze keine Wertigkeit darstellt. Man könnte jetzt auch fragen, gibt es eine absolute Werteskala der Kunst/Ästehik , wobei mit der Vermengung dieser beiden Begriffe sehr aufpassen muß. Die Frage ist dann, ob es, wie du schreibst, ein "Ideal" gibt.Das würde halt bedeuten, es gibt die perfekte "Schönheit" oder das perfekte "Kunstwerk" und sie existieren in einem von uns nicht näher zu erfassenden Raum? Oder nur in unser Vorstellung? Uralte Fragen. :D
    At Last: Kunst/Künstler sind nur leere Worte, wichtiger ist das doch Sie mit Inhalt zu füllen und versuchen "sein Ding" zu machen, seinen "Film" zu fahren.

    Gruß und shalom
    Olli
    Signature
  • verena
    verena
    Da hat brooklyn recht, auch wenn ich mich in Eure private SM Stündchen nicht einmischen will ... hi hi ;)

    Jeder ist seines Glückes Schmied und eigenverantwortlich für sein leben.

    Denke es gibt in allen Berufszweigen glückliche und unglückliche Menschen... vielleicht liegt es aber auch mehr an der Ehrlichkeit zu isch selbst.
    Es gibt einfach Menschen die besser schauspielern als andere.. und daher so tun als ob sie glücklich sind (was völlig o.k. ist)

    Aber vielleicht ist der Künstler einfach nur gewillter in sich zu gehen, nach dem "wahren" Glück zu suchen, als andere Charactere.

    das gute ist das wenn es einem scheiße geht man weis das etwas schif läuft und die Chance hat es zu ändern.

    Ein Freund sagt immer:

    Du darfst jeden belügen, nur nicht dich selbst!

    C U

    Verena
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  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    *Trommelwirbel*

    Aber das Ziel jedes Lebens ist die Freude - nicht das Steckenbleiben im Leid. Also bin ich gut zu mir selbst. Das kann eine Verpflichtung sein - auch anderen gegenüber.


    Applaus.
    Signature
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