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  • Bildtiefe - Differenzierungen

  • batz Bildtiefe - Differenzierungen
    Hallo zusammen...
    ich hab da ein technisches problem:
    ich mal zur zeit sehr viele landschaften und versuche den flächen eine gewisse bildtiefe und differenzierung zu geben. das ganze soll sich jedoch innerhalb einer farbe abspielen.
    ich hab zur verdeutlichung meines problems ein bild von tim eitel gepostet, der das meiner meinung nach ganz gut hinkriegt.

    hat jemand ne ahnung, wie die grüne rasenfläche gemalt ist?
    sind das lasuren? kann man das in einem zug machen oder muss man das trocknen lassen? wie legt man solche flächen am geschicktesten an?
    wenn sich jemand mit ähnlichen problemen rumschlägt würde ich mich über anregungen freuen.


    🔗
  • Egon Miklavcic
    Egon Miklavcic
    Hi
    Ich glaub das Bild ist ne Kollage - die Person ein Foto - kann mich auch täuschen

    Grundsätzlich erzielt man Tiefe indem man je weiter in den Hintergrund die Farben ins blauliche verblassen lässt
  • batz
    das ist definitv mit öl gemalt...

    unter: 🔗
    sind noch mehr bilder des malers.

    aber danke für den hinweis...
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  • efwe
    efwe
    hi -- das zauberwort heisst--- mo du la tion ;)
    Signature
  • gudrun stolz
    gudrun stolz
    tolles bild.

    ich glaube aber nicht dass es eine frage ist ob in einem oder vielen schichten gemalt - sondern vielmehr solltest du das bild GENAU ansehen - dann erkennst du dass sich die farbigkeit des grüns nach und nach ändert - ganz vorne ist es total satt und fast "gelblich" je weiter nach hinten du schaust - umso "blasser" bläulicher wird es - und diese unterschiedlichen farbgebungen im zusammenhang mit der richtigen perspektivischen darstellung machen die tiefe aus.
    probiers doch einfach mal aus - du kannst doch eh immer wieder drübermalen - und so etwas ist keine frage des materials - das kannst du in öl oder acryl oder pastell oder was weiss ich malen!

    lg gudrun
  • oicinitram
    Da musst du halt nach Baden Baden fahren und dir das Original anschauen und nicht mit einem Foto in einem Kunstforum rumfragen. Nur von den besten in der Klasse lernt man. Ansonsten wird das nichts.
    LG
    Martinicio
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    ich denke eher, dass das zauberwort bei diesem bild "lavuren" heisst, also transparente farbschichten übereinander. jedenfalls wirkt der farbauftrag des grüns nicht pastos und auch nicht allzu sehr moduliert (im gegensatz z.b. zum faltenwurf des t-shirts), sondern grösstenteils mit breiten pinselstrichen nebeneinandergesetzt.

    bei acryl nimmt man zum verdünnen wasser oder besser noch ein gutes malmittel als lasurmittel. die farbschichten können trocken übereinander gelegt werden. ist der erstauftrag noch nicht ganz durchgetrocknet, lässt sich der zweite farbauftrag auch stellenweise in den ersten reiben.

    bei dem grasbild könnte z.b. partiell gelb und bläuliches grün als erste lavur angelegt worden sein.
    der zweite auftrag könnte mit verschieden von hell nach dunkler abgestuften grüntönen erfolgen.

    für die wirkung des beispielbilds würde ich in acryltechnik weichere pinsel nehmen.

    bei ölfarben gibt es bereits fertige lasurfarben, d.h. transparente farben.
    bei acryl ist mir diese unterscheidung so noch nicht aufgefallen. die acrylbilligfarben decken in der regel sowieso nicht gut, werden aber nach dem auftrocknen stumpf und leblos. besser ist allemal eine qualitativ gute farbe (z.b. lasceaux artist) - lässt sich sehr sparsam verwenden und behält seine leuchtkraft auch weitgehend beim verdünnen.
    Signature
  • oicinitram
    Ich staune immer wieder welch fundiertes Wissen hier zum besten gegeben wird.

    a) Farben sind Pigmente mit einer Trägeremulsion

    z.B. Leinöl oder Acrylbinder
    d.h. es werden immer die gleichen Pigmente verwendet


    b) ob eine Farbe nun deckt oder lasiert liegt an der Eigenschaft des jeweiligen Pigments

    deshalb sind auf Qualitätsfaben Codes aufgedruckt, die Auskunft über die Lichtechtheit geben und ob das Pigment lasierend, halbdeckend oder deckend ist

    Gruss
    martinicio
  • batz
    danke für die vielen anregungen...
    das der sättigungsgrad der farbe die tiefenwirkung des bildes (die illusionierte bildtiefe) beeinflusst ist mir bewusste. mir geht es eher um die wirkliche bildtiefe, die durch das übereinanderlegen der farbe ensteht.

    was mich an diesem bild interessiert ist die tatsache, dass es trotz einer sehr starken differenzierung des grüns eine maximale geschlossenheit oder einheitlichkeit der fläche gibt.

    wenn ich versuche eine fläche durch verschiedene töne zu beleben/differenzieren, fällt sie meistens auseinander - ist also nicht mehr als ein konsistentes bildelement wahrnehmbar. versuche ich die fläche zu schließen wird die farbe zu einer soße und wirkt langweilig.
    meine vermutung ging eher dahin, dass es ein problem des malauftrags, bezw. des richtigen einsatz von verdünnern/malmitteln , also der farbkonsitenz ist.
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    martinico:
    ob eine farbe nun deckt oder nicht KANN an den eigenschaften des pigments liegen - stimmt. manche pigmente sind "von haus aus" transparent: selbst bei höherer dichte sind sie nicht ganz deckend. das ist sicher die bessere art, lasuren herzustellen, weil trotz der transparenz die leuchtkraft der farbpigmente durch ihre anzahl und dichte erhalten bleibt.

    bei den deckenden pigmenten hängt die deckkraft der angerührten farbe von der dichte der pigmente im verhältnis zu den füllstoffen ab. hier sind die billigen farben geringer pigmentiert (hoher anteil bindemittel - geringer pigmentanteil) und daher weniger deckend. die lasur entsteht dann "nur" dadurch, dass die pigmente weniger dicht nebeneinander auf der oberfläche des bildträgers liegen (=weniger leuchtkraft).

    batz
    das gelingt halt nicht immer auf anhieb. da hilft nur, mit verschiedenen materialien auszuprobieren und genau zu beobachten, was wann passiert. worauf man achten kann, weisst du ja jetzt schon.
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  • oicinitram
    Prima brooklyn jetzt hast du's auch verstanden. Musstest noch mal nachlesen, was? ;o))
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    seltsam, martinowitsch... hatte ich doch eher den eindruck, DIR dezent auf die sprünge geholfen zu haben...
    ich hoffe aber ernsthaft, du überwindest es irgendwann mal, dass ich beim anblick deiner weinenden zigeunerinnen nicht in freudentränen ausbrechen kann ;-)
    Signature
  • batz
    vielen dank für die hilfreichen tips...
    wahrscheinlich kommt es auf die kombination aller hier erwähnten hinweise an. der maler des bildes gehört auch nicht gerade zu den schlechtesten...ist einer aus der leipziger schule (verkauft wie irre).
    das mit der guten flächengestaltung ist meiner meinung nach die essenz der malerei. wenn man mal 4,5 verschiedene arten der flächenbehandlung drauf hat und die kontrastiv gut zueinander setzen kann, hat mans gepackt...siehe david hockney.
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