KunstNet uses Cookies. Details.
  • Ja wir werden den Realismus überleben müssen ob wir wollen o

  • sinA
    🔗
    ;-D
  • Claudia A. G. Harrer
    Claudia A. G. Harrer
    Man stelle sich vor, jemand würde dieses Thema in dieser drastischen Darstellung ins KN stellen - Kommentare ohne Ende würde ich sagen ;)

    Austesten:

    Einen Bezug zur heutigen Zeit kann man auch interpretieren - eine Judith habe ich schon wer will Holofernes sein? Freiwillige vor!
    Ich setzte mich mal dran - kann aber dauern.

    (Auch gut, das von Caravaggio und Klimt hat auch eine Judith gemalt - und gleich als Absicherung ich bin nicht Klimt und halte mich auch nicht für Caravaggio :) )
  • sinA
    Holofernes sieht ungefähr so aus... Zwischen:

    🔗

    und zwischen:

    🔗

    ...dann soll es auch längere Haare haben. Judith hat ihn beim Surfen im Internet überrascht, hat ihn an seinen Haarpracht erwischt und mit einem einfachen Küchenmesser den Kopf abgeschnitten.
  • Jetzt bei Amazon günstig Kunstbedarf kaufen.- Werbpartner -
  • Stefan M.
    Stefan M.
    lol

    ...da kannste auch direkt mein AvatarBildchen nehmen. ;)

    Bussi :o)
  • cobolt
    cobolt
    All diese Werke haben etwas Gemeinsames:

    robi-fans
    Die Indianer verlassen in aufgebrachter Stimmung die Verhandlungen mit dem Bleichgesicht
    es war ...

    [some kind of stranger]
    .....I´m hungry.........

    /werk/25311
    Alte Freunde
    City......

    Linie und Fläche II

    /werk/55133
    Eines schönen Morgens...
    Bhf-Mann


    wiesbaden hintenrum 12

    im Schnee

    Vielleicht eine Inspiration. Ich hab mit Absicht keine allzu drastischen, politischen oder extremen Themen genommen. Auch die Techniken reichen von ganz einfach bis ausgefeilt.
    Und doch ... :o)
    Signature
  • El-Meky
    El-Meky
    hallo cobolt, hab mir die von dir ausgewählten Werke angesehen.
    Gemeinsamkeiten ?
    Alles durchweg gute Arbeiten , sehr nahe am Realismus und mit HERZ gemacht.


    UNO Clown
    lg Ella
    Signature
  • Claudia A. G. Harrer
    Claudia A. G. Harrer
    Ja, das sind gute Arbeiten.

    Ich glaube, was wir hier im allgemeinen unterscheiden müssen (ich meine nicht die Auswahl oben) sind die Unterschiede zwischen "Studien", "Illustrationen", "Dekorationen" und - ich nennen es mal - "freien Arbeiten", nicht zwischen "kritischer" und "naiver" Kunst. Wichtig ist doch, aus welchem Grund jemand zu Feder, Tinte, Tusche, Öl-, Acrylfarben, Blei-, Buntstift und Kreiden greift oder zur Kamera.
    Wer ein Wohnzimmer schmücken will wird ein anderes Motiv und einen andere Bildsprache bevorzugen als jemand der für eine Ausstellung porduziert die "Pressewirksam" sein soll oder jemand der ein Auftragsportrait ausführt oder eine Werbeillustration.
    Die Grenzen sind fließend und manchmal werden sie unbemerkt überschritten, aber sie sind doch so deutlich, dass man ihre Mitte abschätzen kann.
    Und es hat alles seine Berechtigung und ist der Kunst zuzuschreiben ob nun beruflich oder als Hobby.
    In der Musik hat man das so gelöst, das man in U und E-Musik aufteilt, aber das ist für Malerei, Zeichnung, Foto usw. doch nicht nötig.
  • sinA
    Ja, keinen Blümen, nackte Körper, Selbstportraits...keine farbliche Exstase...
  • oicinitram
    ich denke die Auswahl sähe bei jedem etwas anders aus und das ist gut so und sicher gibt es Gemeinsamkeiten in jeweiliger Auswahl, muss aber nicht sein.

    denn:

    Wovon hängt das sinnlich-geistige Werterleben bei der Kunstbetrachtung ab?
    Die verschiedenen künstlerischen Gegenstände (Objekte, Ereignisse, Geschehen oder Gestaltungen) sind im allgemeinen abhängig von:

    1. Kultur (z.B. asiatisch, atzekisch, eskimosisch, islamisch, hinduisch, abendländisch)
    2. Situation (z.B. historisch, zeitgeschichtlich, aktuell und momentan)
    3. Ort (z.B. Museum, Galerie, Kunstakademie, Schule, Vernissage, Alltag, Im Beisein ...)
    4. Künstler (z.B. bekannt, berühmt, unbekannt, Laie, Kind; Können)
    5. Gegenstand (z.B. Gattung [Graphik, Bild, Skulptur, Raum], Sujet [Thema], Stil, Ausführung, Material, Inhalt und Form)
    6. Betrachter (Kultur, Herkunft, Bildung, Neigung, Abneigung und Vorlieben, Einstellung, Anspruch, Erfahrung, Verfassung).Erwartung)

    Daraus ergibt sich sofort, daß es keinen objektiven oder auch nur intersubjektiven, ja letztlich nur einen - bestenfalls gruppen-subjektiven Kunstbegriff geben kann.

    aus:
    "Kritik moderner Kunst und Ästhetik Oligarchie"
    Rudolf Sponsel
  • cobolt
    cobolt
    Die Auflistung ist interessant und richtig, aber meiner Meinung nach unvollständig. Ich denke da auch an Marwis "Wollen, aber nicht können" im gesellschaftlichen Sinne.

    Es ist nur eine Vermutung, aber ich kann mir vorstellen, dass der Grad des Assoziationsvermögens, die Wahrnehmung der Umgebung (und damit auch die Motivwahl und die Fantasie) mit dem Grad der Isolation, der Routine eines jeden Einzelnen zu tun hat. Wahrnehmung und Assoziation haben auch etwas mit Kommunikation (dazu gehört auch Lern- und Kritikfähigkeit) und damit auch persönlicher Entwicklung zu tun. Wen der Job, der Haushalt, das soziale Umfeld so einschränkt, dass ihm quasi nur zwischen Tür und Angel ein paar Stunden bleiben, hat es sehr viel schwerer über die Standardthemen hinauszugehen, als jemand, der in kein Korsett immer gleicher Vorgänge gefangen ist. (Und das man dann keinen Bock auf allzu schwere Themen oder Politik hat, ist sehr verständlich.) Gleiches gilt auch für Leute, die sich freiwillig auf ihre vor 20, 30 Jahren festgesteckten Meinungen ausgeruht haben und diese in einem passenden Umfeld pflegen und erhalten. Routine und immer gleiche Dialoge und Themen sind jeder Inspiration und Entwicklung Tod. Es ist wie gesagt nur eine Vermutung, aber ich kann mir vorstellen, dass diese Zwangsjacke mit zunehmenden Alter dazu führt, dass diese persönliche Entwicklung durch den Status Quo des festen Umfeldes und seiner (aufgezwungenen) festen Spielregeln aufhört. Wer aber stehenbleibt, hat keine Möglichkeiten, sich neue Wege anzueignen.

    Die ausgesuchten Arbeiten sind alle Reflektionen dessen, was man sieht, was einen umgibt. Um dieses Auge, die Motivfindung zu trainieren, bedarf es eben auch dieser Fähigkeit. Mich würde höllisch interessieren, inwiefern die Leute auch privat Ähnlichkeiten zu dieser Theorie aufweisen. Die von punx angesprochene Bildung, hat ja schließlich nicht unbedingt etwas mit dem Schulabschluss, sondern auch mit der Aufnahmefähigkeit, dem Austausch von Ansichten und Meinungen zu tun. Je jünger man ist, desto leichter fällt es einem, Kids sind nach wie vor ungeschlagen. Aber ich kenne auch alte Leute, die sich diese Entwicklungsfähigkeit bis ins hohe Alter erhalten haben. Wer also laut Marwi "will, aber nicht kann", muss vielleicht einmal darüber nachdenken, wie er/sie lebt. Bin gespannt, wie das gesehen wird. Wie schon gesagt, mich interessieren die Antworten, alleine schon aus persönlichen Gründen, denn ich bin ja auch betroffen :o)

    Marti, ich beneide jeden, der viel Reisen kann ;o)
    Signature
  • oicinitram
    in der o.a. Ausführung von cobolt sind wichtige Punkte genannt
    ein wesentlicher ist:

    ..., die sich diese Entwicklungsfähigkeit bis ins hohe Alter erhalten haben.

    ich kenne z.B. einige Maler die sich eine gewisse Position erarbeitet haben und dort verharren. ich kenne andere die bis ins hohe alter suchend und forschend arbeiten sich anderen und neuen Stilmitteln und Themen zuwenden und vor allem über die eigene Hecke schauen. Und die Wahrnehmung, die ja individuell sehr verschieden ist, hängt sicher mit dem zusammen was einen und mit was man sich umgibt. Ich denke es ist immer eine Frage was man will, der zweite Weg ist sicher der mühsamere und beschwerlichere aber auch der interessantere.


    Ergänzung: ich sagte "will", denn dies funktioniert nur wenn dieser wille sehr stark ist und quasi zum Zwang wird, denn dann wird das "kann" (können) auch im übertragenen sinne zweitrangig.
  • MagnI
    nicht nur die Wahrnehmung des Künstlers ist individuell sehr verschieden, auch die Wahrnehmung des Betrachters.
    Dem einen gelingt es, hinter eine Darstellung zu schauen, dem anderen nicht. So kann es leicht geschehen, dass die beiden Akteure vollständig aneinander vorbeischauen. Der platte Ansatz funktioniert zwar immer, kann aber schnell langweilen.

    Diese Altersdiskussion führt zu nichts, wer will der kann.
  • cobolt
    cobolt
    "nicht nur die Wahrnehmung des Künstlers ist individuell sehr verschieden, auch die Wahrnehmung des Betrachters"

    Selbstverständlich, aber aus den gleichen Gründen. Was für den Gestalter zutrifft, gilt natürlich auch für den Betrachter. Für mich ist das kein Widerspruch, das sind zwei Seiten, der gleichen Münze. Je weiter die persönliche Entwicklung voranschreitet, desto größer wird auch das Wissen und die Bandbreite an Interpretations- und Assoziationsmöglichkeiten. Je eingeschränkter mein Privatleben ist, je größer die Routine des Alltags, desto kleiner mein Verständnis für Neues.

    Ich gebe zu bedenken, dass die persönliche Entwicklung ein Kampf gegen die Zeit, sprich das Alter ist, da mit fortschreitender Jahreszahl leider auch die Stur-, Starrheit und die Selbstgefälligkeit wächst. Es ist wesentlich bequemer an alten Zöpfen festzuhalten, (besonders wenn man schon was erreicht hat), als sein Wissen und sein Verhalten in Frage zu stellen. Ich denke, je früher aber man sich das aneignet, desto leichter fällt es einem später :o) Wie Marti schon schreibt:

    "Der zweite Weg ist der Mühsamere, aber auch der Interessantere", und meiner Meinung nach der Mutigere und der, der einem mehr gibt als nimmt, weil das Umfeld ebenfalls davon profitiert. Das ist ein stetiger Wechsel. Wenn ich stehenbleibe, habe ich nur noch die, die sowieso meiner Meinung sind. Das kann einem natürlich auch langen.

    Mal sehen, was noch kommt ... Ich hab zu tun und schau am WE nochmal rein.
    Signature
  • siku
    Wenn du in einem innovativen Sinn eine Kunstbetrachtung anstrebst, kannst du nicht mehr in einzelnen Bildern denken. Die ausgewählten Links und deine Beiträge lassen vermuten, dass hier zwei unterschiedliche Ansätze verschmolzen werden (Gedanken, die sich aber dankenswerter Weise von dem Eröffnungsbeitrag positiv absetzen).
    Wir leben in einer multi-media-betonten Rezeptionsperiode, in welcher die Grenzen zwischen Kunst, Leben und Wissenschaften derart ineinander verwoben sind, dass die Aussage einzelner Bilder mehr oder weniger nur trivial anmuten kann. Es ist aus aktueller künstlerischer Position ja auch nur noch schwer möglich, Inhalte über nur ein Medium zu transportieren (sie lassen sich kaum noch an einem einzelnen Bild festmachen). Das beste Beispiel in der Linkliste ist das Bild 58865. Dieses Bild ist im Oeuvre des Künstlers nicht mehr als eine Sequenz, die keine ausreichende Rezeptionsrahmenbedingungen für das Gesamtwerk ergibt. Vielleicht äußert sich der Künstler ja auch noch persönlich dazu.
    Man kann bei der Bildbetrachtung doch kaum noch sagen: schau mal, da laufen wieder nur zwei Figuren durch den Raum, mal nach rechts, mal nach links. Das wäre als Rezeptionsrahmen zu kurz gegriffen.
  • oicinitram
    "Das beste Beispiel in der Linkliste ist das Bild 58865. Dieses Bild ist im Oeuvre des Künstlers nicht mehr als eine Sequenz"

    ja, eine sehr flüchtige, schon sind se weg.
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    parallel zu diesem thread diskutiere ich seit tagen mit mir selber die frage, welche bedeutung der (bildenden) kunst (speziell der malerei) noch zugeschrieben werden kann.

    soll kunst die realen bilder übertönen, die uns via tv, internet und print noch im hintersten winkel über die netzhaut gejagt werden? was ihnen hinzufügen, das nicht jeder sehen kann, der sehen will?

    beides: eine flut von schicken heileweltbildern aus der werbewelt und eine flut von schrecklichen elendsbildern aus den nachrichten - haben wir nicht schon alles gesehen?

    verliert sich in der allgegenwart der medienbilder nicht die der kunst so gerne zugesprochene funktion als vehikel unbequemer wahrheiten (im politischen sinne)? wie soll kunst das noch leisten?

    die bildnerische darstellung von elendsszenen egal welcher art gefriert auf diesem hintergrund zur attitude. einmal kurz betroffen sein verleiht einen angenehmen hauch von tiefgang - und ist so substanzlos wie der genuss süsslicher sonnenuntergangsszenarien.

    also was noch malen und wie?
    gibt es einen bereich jenseits platter symbolik, in dem kunst einen beitrag erbringen kann, der nachhaltig ist?
    muss sie das überhaupt?
    wenn kunst alles infrage stellen soll, darf sie sich selbst davon ausnehmen?

    im moment hab ich jedenfalls mehr fragen als antworten. vielleicht gut so. vielleicht auch nur nicht die richtigen fragen.
    und vielleicht hilft mir rilke ein wenig weiter:


    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
    und hinter tausend Stäben keine Welt.
    ...
    Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
    sich lautlos auf. Dann geht ein Bild hinein,
    geht durch der Glieder angespannte Stille -
    und hört im Herzen auf zu sein.
    Signature
  • ok
    brooklyn, um himmels willen, die malerei ist zuerst eine persönliche sache des malers, eine erfahrung, der eigentliche schaffensakt. das publikum kommt, wenn überhaupt, erst zum schluss. einen gefallen muss man niemandem tun. das würde wirklich bedeuten, den tiger hinter gittern zu halten.
    wenn wir das nur als kunstfertigkeit und transportmittel irgendwelcher botschaften verstehen, dann sollten wir wirklich mit zeitgemäßeren mitteln arbeiten.
  • Mausopardia
    Mausopardia
    [quote="brooklyn"]
    soll kunst die realen bilder übertönen, die uns via tv, internet und print noch im hintersten winkel über die netzhaut gejagt werden? was ihnen hinzufügen, das nicht jeder sehen kann, der sehen will?
    beides: eine flut von schicken heileweltbildern aus der werbewelt und eine flut von schrecklichen elendsbildern aus den nachrichten - haben wir nicht schon alles gesehen?

    was auch zwangsweise zur übersättigung führt und eine große portion phlegma zur folge hat!
    da ist eine feinsinnige bildinformation überhaupt schwer zu vermitteln, egal in welchem themenbereich!
  • s-ejtna
    Ich glaube nicht, daß Kunst je einen Einfluß auf irgend etwas hatte ausser auf sich selbst. Sie hat vielleicht dem Einzelnen Aha-Erlebnisse vermittelt, aber selbst tausend Bilder von hungernden Kindern z.B. können dieses Drama nicht ändern.
    Kunst kann meiner Meinung nach nur, wie gute Reportagen auch, zeigen: Was auch immer geschieht, es wird wahrgenommen, bleibt nicht unter der Decke.
    Es ist in erster Linie der Künstler selbst, der von seiner Darstellung profitiert.
    Indem er sich etwas "von der Seele malt".
  • xnup
    Finde Brooklyns Fragen hervorragend, und gebe mal eine gewohnt polemische Streitorientierte individuelle Radikal-Terror-Antwort:

    Nun, da muss man mal sehen, dass wir mitten in der bisher größten technischen Revolution stecken nämlich der, der totalen Vernetzung (mit ALLEN Begleiterscheinungen) - dagegen nimmt sich die industrielle Revolution aus wie ein Mädchenpensionat.

    Ich will das hier mal ganz klar machen, aus meiner Sicht hat nicht die Kunst ein Problem - aus meiner Sicht hat die passive bildliche Darstellung enorme Probleme, sie ist vollkommen damit überfordert auf eine vernetzte Wirklichkeit, und auf die Fragestellungen der sich darin bewegenden Individuen (auch der EIGENEN) zu reagieren.
    [Jetzt erzähl mir bloß keiner Bilder ins Netz stellen und bisschen heititai veranstalten sei ja so was wie interaktive Kunst]

    Dies betrifft vor allem das BILD -> Fotografie und Malerei usw. Es lässt sich beobachten, dass es innerhalb dieser Richtungen einen Trend zu totaler Individualisierung gibt. Dies hat damit zu tun, dass sich die objektiven gesellschaftlichen Vorgänge und Fragestellungen der Individuen nicht mehr nur rein Bildlich erfassen und künstlerisch subjektiveren lassen.

    [Ja, Ja – ich weiß wir sind alle total individuell und unsere Ideen fallen vom Himmel, bzw. aus unserem genialen Köpfen auf die Medien, weil wir leben ja gar nicht Heute sondern sind auf einem Dauertrip durch zuviel Farbe schnüffeln.]

    Der Zwang zum Bild führt in einer „Rhizom Wirklichkeit“ zu einer Verengung des Blickfeldes!, bei gleichzeitiger, objektiver Erweiterung der theoretischen Möglichkeiten - damit ist ein einzelnes Bild zum Tunnelblick verurteilt.
    Es fängt an zu jammern (historisieren), in immer gleichen Zyklen, die auch abgemalte Massaker oder sonst wie geartete individuelle Schrecklichkeiten sind - oder es wird Wandschmuck mit erweiterter Tapetenfunktion. Wie auch immer - letztlich wird eine Kunstform, die die Wirklichkeit nicht mehr überzeugend subjektiveren kann langweilig, oder fängt an zu Halluzinieren, meist unterhalb des Levels eines gescheiten LSD Trips - selbst Provoaktionen von Typen wie "Hyperchonder" Helnwein interessieren doch keine Sau mehr ernsthaft, vielleicht Spekulanten. Mir kommt das vor wie so ein Artist, der seine Knochen verrenken kann und alle schreien Ah und Oh.

    Die Palette der Medien ist in den letzten Jahrzehnten atemberaubend gewachsen, wie nie zuvor in der Geschichte, die Beherrschung der neuen Technologien setzt enormes KnowHow voraus - damit mein ich nicht Photoshop-Ebenen.

    Hier kann man sich Überblick verschaffen:
    https://www.khm.de/
    http://netzspannung.org
    http;

    Grade im Bereich der neuen Medien kommt es immer wieder zu Missverständnissen, wenn geglaubt wird man könne nun halt mit dem Computer malen ansonsten hätte sich nix geändert. Tatsache ist die "Farben" sind intelligent geworden, und so sollte man sie auch behandeln!
    Ist das so was Besonderes? Nein! Ist es nur ein Trend der vergeht und wir sitzen wieder hübsch vorm Ölbild? Nein! So war es übrigens auch nie – damit war Schluss spätestens mit Readymade/Videokunst und co. Viele wollten und wollen das nicht wahrhaben.
    Ja, Ja das Tafelbild wurde hundertmal tot gesagt etc. und lebt es noch? Nein! Es vergammelt in Hinterhofschauen und Sparkassenfilialen, Rechtsanwaltskanzleien, Altenheimen und Touristenandenkenschuppen .

    Sicher gibt es immer mal wieder einen Trend zum Bild – aber nur am Markt – nicht in den wirklich wichtigen Sammlungen und Museen. Spekulationsobjekte halt. Das hat viel damit zu tun, dass die Neuen Medien bisher viele objektive Nachteile für eine Marktpräsenz hatten – z.B. Frage der Haltbarkeit, Frage der Technik, Frage der Größe und des Transports, Frage des Originals. Die Entwicklungen der unmittelbaren Vergangenheit und der nächsten Zukunft werden diese Fragen zugunsten der neuen Medien entscheiden – kleinere Technik, verbesserte Haltbarkeit etc.
    Diese Diskussionen sind so alt wie die Kunst, ansonsten würden wir nämlich die Wände von Hölen bepinseln.
    Eins steht jedenfalls fest überzeugende Kunst fordert heute vom „Betrachter“ soviel wie nie zuvor – vom Künstler aber eben auch.
    So typisch zweidimensional wie das Bild ist nämlich auch die Fragestellung dieses Threads – Realismus – Abstraktion – das gibts so nicht mehr – nicht mehr im Sinne von Figural oder non Figural.

    Ums mal ganz plakativ ;) zu sagen der Zwang zum Bild ist der Sklaventreiber des Künstlers, er beschneidet ihn ganz eklatant in seinen Ausdrucksmöglichkeiten. Das Bild kann aber sehr wohl Element sein.
  • Page 4 of 10 [ 193 Posts ]

  • Sign in to respond or to ask a question.

Related topics and pictures