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  • herunterschneiden vom Keilrahmen / Ölfarbe löst sich

  • philipinberlin herunterschneiden vom Keilrahmen / Ölfarbe löst sich
    Hallo

    aus Platzproblemen schneide ich meine fertigen Bilder von den Keilrahmen und bewahre sie in Mappen auf. . Da sie grundierte Baumwolle mit der Ölfarbe ziemlich instabil ist, löst sich die Ölfarbschicht stellenweise vom Untergrund -spätestens wenn man das Ganze ein paar mal in der Hand gehabt hat. (ich achte natürlich schon darauf, dass keine Knicke entstehen oder das Bild zu stark gekrümmt wird)

    Kann mir jemand helfen?

    Mein Material: Baumwolle, Hasenleim heiss aufgetragen , grundiert 3-4 mal (Gundierweiss ist mit Wasser 2:1 verdünnt) die Ölfarbe ist zum Teil dick aufgetragen, manchmal auch mit Terpentin/Leinöl-Gemisch ( etwas 1:1) flüssiger gemacht.

    Würde mich freuen, wenn mir jemand helfen kann.

    gruß Philip

    p.s. herunterschneiden mach ich erst nahc 1 - 2 Jahren. Die Farbe ist also sicher durchgetrocknet
  • uaetcoc
    hallo,
    streiche einmal etwas hasenleim auf eine haushaltsfolie und lasse ihn durchtrocken, dann ziehe das zeug ab und schaue einmal wie es sich verhält. und dann ist er noch JUNG ! etwas vom sprödesten was es gibt.
    gruss, cocteau
  • philipinberlin
    hallo cocteau,

    der HAsenleim ist, denk ich, nicht das Problem. Die Ölfarbe löst sich von der grundierten Fläche - ohne das Grundierweiss mitzunehmen. Ich glaube , es ist das "Klebe-Vermögen" zwischen Farbe und Grundierung, was nicht in Ordnung ist.

    Gruß Philip
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  • uaetcoc
    wenn die farbe auf deinem "grundierweiss" nicht hält, musst irgendwie dort ein saugfähigeres material nehmen. grundlegend ist es aber eigentlich schon so, dass es nicht optimal ist die bilder ohne keilrahmen zu lagern.
    durch deinen aufbau auf textil (glutinleime werden eigentlich nur bei holztafeln verwendet) schliesst du eigentlich die poren des textils, somit kann die grundierung weniger eindringen, für mich klingt dieser aufbau einigrmassen instabil und spröde.
    gruss, cocteau
  • Mario
    Hallo Philip,

    wieviel Hasenhautleim hast Du denn für einen Liter Wasser genommen ? denn wenn es zuviel Hasenhautleim ist dann saugt die Leinwand nicht. Ist in deinem Grundierweisw auch Hasenhautleim ?

    Ciao

    Mario
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  • philipinberlin
    Hallo Mario , ich habe ein Einmachglas (ca. 1 Liter) das ist Randvoll mit Wasser und der Hasenleim ,nachdem er aufgequollen ist , füllt er etwa die Hälfte des Glases aus.

    Im Wasserbad erhitze ich das Ganze bis sich die Leimstücke aufgelöst haben. Ausserdem tu ich noch einen knappen Löffel Alaun dazu. (Kristallines weisses Pulver) vermeidet , dass die Ölfarbe beim trocknen stumpf wird und ihre Farbigkeit verliert.

    Den Hasenleim streiche ich heiss auf die Baumwolle /Nessel. Beim Trocken spannt sich der Stoff auf dem Keilrahmen wie der Bezug einer Trommel.

    Später Grundiermasse ( 2 Teile) gemischt mit Wasser (1 Teil). Ich grundiere drei oder viermal dünn.


    Gruß Philip
  • Mario
    Philip, ich setze meinen Hasenhautleim mit 60-75gr. Hasenhautleim auf einen Liter Wasser an.
    Den Hasenhautleim erwärme ich bis sich das Granulat im Wasser aufgelöst hat. Der warme Hasenhautleim wird auf die Leinwand gestrichen, vertikal, horizontal und nochmals vertikal.
    Nun mische ich Farbpigmente von ca. 120ml Titanweiß, ca. 120ml Zinkweiß und ca. 120ml Lenzin (Naturgips) mit dem gleichen Anteil an Wasser, das ganze sollte über Nacht quellen. Am nächsten Tag mische ich diesen Gesso 1:1 mit dem fertigen Hasenhautleim vom Vortag und grundiere hiermit meine Leinwand wie bereits oben beschrieben.
    Ich muß dazu sagen daß die Leinwand unwahrscheinlich saugt, die Farben aber nicht "durchschlagen", man sieht sie nicht auf der Rückseite.

    Ciao

    Mario
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  • uaetcoc
    hallo zusammen,
    jetzt sülzt wieder der techniker..... :wink:
    eigentlich hat die malerei auf leinwand (weg von starren träger) so richtig sinn bekommen, als halböl-grundierungen auf den mark kamen, somit war es möglcih, dass die bilder "elastisch" blieben und somit gerollt (oder so) gelagert und transportiert werden konnten. es ist mir ehrlich gesagt ein misterium, warum man diese edle leinwand-technik wählt und dann mit den brutalsten mitteln versuch die ganzen eigenschaften des textiles zu eliminieren. mit glutinleim und gips auf leinwand zu gehen, ist irgendwie wie mit lanzen gegen windmühlen zu rennen. warum nimmst du nicht einfach malplatten? diese sind auch nicht viel dicker als eine bemalte (heruntergeschnittene) leinwand und würde deiner maltechnik endsprechen. :roll:
    liebe grüsse, cocteau
  • Mario
    Hallo zusammen,

    die Grundierung der Leinwand mit Hautleim, wobei Hasenhautleim die besten Eigenschaften hat, hat den Vorteil daß man hier die alte Verfahrensweise, fett auf mager anweden kann, was bei einer ölhaltigen Grundierung nicht möglich ist.
    Selbstverständlich sind die heutigen Fertiggrundierungen mit sicherheit besser und vor allem einfacher zu verwenden, dennoch möchte ich meine Leinwände komplett selbt herstellen, hierzu gibt es verschiedene Gründe.
    Malplatten finde ich persönlich total ungeeignet da sie nicht saugen und man die Farbe auf der Oberfläche oft nur hin und her schiebt, es sei denn man grundiert vorher ordentlich mit Gesso oder Acrylfarbe.

    Ciao

    Mario
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