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  • suche betatester

  • uaetcoc
    hallo,
    möchte hier nicht gross dinge manifestieren, da ich weder kunst mache (eher galerist/kunstvermittler) noch irgendwie mit windoof arbeite. habe jedoch mit interesse die beiträge gelesen und mir ist etwas aufgefallen bei deiner preispolitik.
    20% nehmen internationale auktionshäuser vom verkäufer (logo vom käufer auch...., aber dies hat den verkäufer nicht zu interessieren) bis zu einem betrag +/- euro 500.00, dann nimmt es ab, bis meist bis auf 10% oder 12%, je nach erzieltem verkaufspreis. ein grösseres auktionshaus, dass ein ähnliches system (so wie du es beschreibst und ich es abschätzen kann) betreibt, verlangt keine grundgebühren und maximum 10% (normal um die 7,5%). auserdem bieten sie einen suchdienst. d.h. wenn ich ein werk eines künstlers anbiete (meine jetzt damit eher deine galerie-kunden, als die selbstvermarkter), gehen sie durch die listen und kontaktieren diese potenziellen käufer, wenn kein interesse dieser registrierten besteht, geht es eine oche später online, ebenso erscheinen diese künstler als "gesucht" in der namensliste, also kann ich abschätzen ob es überhaupt (wirklich) sinn macht meinen paul klee an zu bieten. übrigens garantieren sie die echtheit der werke, im zweifel nehmen sie es gar nicht an.
    nehme mir jetzt die frechheit zu sagen, dass ich genug lange in diesem geschäft bin (du ja vermutlich auch) um irgendwie (für mich) gemerkt zu haben, dass der anspruch von galerie-kunden, privat-kunden und selbstvermarkter absolut verschieden sind, auch bei der preispolitik und dessen "schmerzgrenze".
    viel erfolg mit deinem projekt. ich hoffe constantin findet es ok wenn du hier einen link setzt, wenn das projekt gestartet ist, anschauen möchte ich es mir gerne, eventuell ist es ja auch für mich von interesse. mit beta wird leider nichts, mein leben ist intel-frei.
    gruss, cocteau
  • iracsa
    Evtl wäre es nicht schlecht eine Demo-Version im Web anzubieten. Es können ja "Dummy Daten" sein.

    Und sollen die 20% Provision an dich gehen?. Wär das nicht etwa so, als wenn Bill Gates 20% von einem Buch erhält, dass mit MS Word geschrieben wurde? Ich meine warum soll der Lieferent der Software ausser Lizenzen noch eine Verkaufsgebühr bekommen? Ich will dich nicht ärgern, kann gut sein, ich hab nur das Konzept noch nicht ganz verstanden. Aber eine Galerie bekommt die Gebühr ja im wesentlichen für den Namen, die Kontakte usw. den sie hat und im Interesse des Künstlers nutzt (plus für die laufenden Kosten für Miete usw. natürlich.)
  • uaetcoc
    ups.... da habe ich aber nicht weit genug gedacht... genau ascari, da wird es dann doch preislich etwas "eng"

    1) programm kaufen (preis unbekannt)
    2) grundgebühr pro monat berappen
    3) 20% verkaufsprovision abliefern

    an punkt 1) habe ich gar nicht gedacht.....

    gruss, cocteau
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  • marcdebont
    marcdebont
    Leider bin ich jetzt auch raus - fahr nämlich nur OSX

    gruss marc
  • uaetcoc
    aber marc, ist doch simpel.....

    1) g5 endsorgen
    2) g4 shoppen
    3) classic installieren
    4) softwin kaufen
    5) artist application als beta orden und rein ins geschäft.....

    stellst du dich kompliziert an.... :roll:
    liebe grüsse, cocteau
  • jochen kirchhoff
    stop! stop! habe ich mich denn wirklich so mißverständlich ausgedrückt? sorry, war vielleicht mein fehler.

    die software, in die die kunstobjekte eingepflegt werden, macht nichts anderes, als mir die daten in einer form zusammenzustellen, die ich hier weiter maschinell bearbeiten kann. sonst nichts. die daten sind nichts weiter als die bilder der künstler mit informationen zu titel, größe, preis, etc..

    die software kostet für mitglieder der galerie auch kein geld. für nichtmitglieder wird es auch eine freeware-version geben, die jeder nutzen kann. die galerie-version hat eine druckfunktion, die die freeware-version nicht haben wird. die ist zum druck von listen, bzw. katalogen an eure kunden gedacht. die druckfunktion ist mit einem lizensierten steuerelement programmiert, von dem ich nur eine eingeschränkte anzahl weitergeben kann, sonst wird es sehr teuer. daher die beschränkung auf galeriekunden.

    ich habe auch nicht die absicht ein auktionshaus zu eröffnen. es bleibt eine galerie. paul klee ist schon lange tod, den werde ich kaum mehr als künstler für die galerie gewinnen können;-). Es wird natürlich für dritte parteien, auktionshäuser, galerien oder privatpersonen möglich sein, einzelne bilder zu verkaufen, so sie das denn möchten. das ist aber nicht mein hauptaugenmerk. das liegt auf aktueller, moderner kunst. von lebenden künstlern, wenn möglich. :)
  • uaetcoc
    hallo djlounge,
    danke für die erläuterung, dies mit dem programm ist wirklich etwas unter gegangen. da ich dies für momentan ein aktuelles thema darstellt, habe deinen thread wirklich mit interesse verfolgt.

    vor einigen jahren haben wir für eine grosse künstlervereinigung und einen galeristenverband eine studie erarbeitet, wie, wo und warum sich ein künstler auf dem www präsentieren soll & darf, somit interessiert es mich immer noch, wenn solche themen auftauchen.

    dies gibt jetzt etwas eine längere sache, weil es mich doch ziemlich juckt, und ich gerne gewisse sachen durchschauen möchte. zuerst einmal die kritik: irgendwo wäre sicherlich noch eine microschrott/windoof kiste, wo es mirmöglich wäre diese beta-version zu testen, was ich auch gerne gemacht hätte, da ist jedoch für mich der anreitz (einen monat gratis, die software ist eh kostenlos für mitglieder) doch sehr klein, da ich doch arbeit investiere und fiktive daten ins niemandsland sende. überzeugen hätte es mich noch können, wenn ein projekt, dass in drei, vier wochen starten soll, wenigstens screenshots und den domain-namen preis gibt, irgendwie möchte ich sehen, wie meine bildchen präsentiert werden. du sprichst mit künstlern, mit visuellen menschen.

    zu deinen ausführung in bezug auf den einsatz von seiten der künstler (zeitlich, finanziell und im allgemeinen) gebe ich dir zu 100% recht, dies steht für mich ausser jeglicher frage. sämtliche weiteren erläuterungen schliessen dies vollkommen ein, und funktionieren vor diesem hintergrund.

    jedoch genau vor diesem hintergrund stellen sich bei mir fragen, die wir vor einer längeren zeit mit leuten aus dem business & bw-volk zu beantworten suchten, im weitesten sinne: wie kriege ich eine brauchbare zielgruppe (künstler & kunden = die sich "vertragen").

    nun, sorry, an alle etwas sanft besaitetern kunstnettler, oder leute die absolut nichts von markt & strategie hören wollen: bitte jetzt nicht weiterlesen ! dies meine ich ernst. der grosse teil wird meine private (und getrennte) geschäftliche haltung zu diesem metier einigermassen kennen, desswegen bitte reaktionen auch ins forum stellen und mir nicht per pn zusenden ! ich stehe zu diesen "geschäftlichen" tatsachen, diese haben jedoch nichts mit mir als privatperson zu schaffen. ein ehemaliger prof. vom mir plegte zu sagen "wenn sie sich mit einem fäkalausdruck drei sätze sparen können, dann machen sie dies um himmelswillen", um dies sache noch im rahem zu halten, werde ich nun diese technik anwenden, im vertrauen darauf, das du, djlounge, diese nicht gerade wirkliche fach-terminologie verstehst. :wink:

    die fplgenden fragen / retorischen fragen / und erläuterungen sind ohne versteckte ironie zu verstehen, einfach in etwas "heftigen" vergleichsbeispielen erläutert.

    online-galerien gibt es ohne ende, also muss dein teil wirklich etwas sein, auf dass die welt gewartet hat. dein primäres ziel ist selbstvermarktende künstler an zu sprechen. was für künstlergruppen haben wir:

    1) der absolute profi (renomierter künstler) - der fällt weg.
    2) der "wirklich gute" künstler - der hat seit längerem in sich & seine werke investiert, hat eine eigene (gute) hp, steht in den suchmaschinen usw.... der "streut" seine weiteren netzaktivitäten in gratis-galerien um auf seine seite zu verlinken - der fällt eigentlich weg.
    3) der wirkliche amateur - der wird sich etwas günstigeres suchen, weil es ihn bis jetzt auch nicht interessiert hat - der fällt weg (da sind auch eingeschlossen. 3b) der aus prinzip nicht bezahlen will. 3c) der wirklich nicht bezahlen kann.
    4) der rest - setzt sich folglicherweise zusammen aus: eigentlich geld vorhanden, nicht sehr engagiert, eher laie, eventuell ein "suchender", sich im "aufbau" befindender artist.

    wer sind die kunden? wer kauft auf diese art und weise kunst?

    1) der high-level kunstsammler - nie & nimmer.
    2) der "auch ich interessiere mich für kunst" (rosina wachtmeister poster im büro, kandinsky-agenda und rothko ist bunt) - nein.
    3) der "interssiert mich nicht" (bild von oma geerbt & glücklich) - nein.
    4) der erntshafte interessent (lieber ein gutes original eines (noch-) unbekannten künstlers für euro 300.00 als drei peinliche poster mit alu-rahmen) - genau der.

    nummer 4) nimmt sich die zeit, sich um zu sehen, keine schnellschüsse zu machen, und werke aus überzeugung zu kaufen. dieser betrachtet sich als ein bisschen elitär, fährt volvo oder saab, liesst "clevere" bücher und fühlt sich von einem werk "bambi auf lichtung" beleidigt. ebenso findet er die rosa-rosen aquarelle die seine mitarbeiterin im büro malt, und mit diesen dingern schon das halbe gebäude tapeziert hat zum kot***. er sit auch nicht der "viel-käufer" sondern der gezielte & bewusste.

    irgendwo treffen welten auf einander, wenn deine seite wirklich den anspruch erhebt KUNST zu propagieren, von ENGAGIERTEN KüNSTLERN, musst du diese aquirieren, um deiner kundschaft, den KUNST-KäUFERN, dies auch bieten zu können, ohne sich massenweise bambis & rosa-rosen-aquas angucken zu müssen. (durch einige screen-shots deiner hp, könnte man z.b. beurteilen, wie die navigation funktioniert, und wie man als künstler gefunden wird.... wäre schon noch wichtig).

    deine preiskalkulation ist ziemlich hoch, da überlegt es sich jeder lange und gut. du kriegst also vorwiegend einmal die leute bei denen geld eher sekundär ist. im kunsthandel heisst dies primär frauen mittleren alters, die zu 45zigsten den bmw z3 gekriegt haben, damit sie sich etwas weniger aufregen wenn der gatte wieder mit der sekretärin auf geschäftsreise ist (und nun vor einem jahr mit aquarellieren begonnen haben). dies verkauft sich kaum, oder so billig, dass du eher 50% benötigst um irgend ein licht am horizont zu sehen. ebenso hält es engagierte künstler ab, sich auf deiner seite zu platzieren - vier sprachen hin oder her (übrigens genial - spanien ist ein grosser markt).

    idee: aquiriere 5 galerien, 5 kunsthändler und 20 künstler die du "willst", setze den starttermin etwas zurück, und mache eine pseudo-jurierung, anmeldung mit vormular, bio & drei werken, nach einer woche sendest du die bestätigung mit den zahlungsmodalitäten. wer dies auf sich nimmt ist wirklich engagiert und hat interesse. deinen "lockvögeln" musst du irgendwie etwas mehr als einen monat grundgebühren-frei offerieren, aber glaube 6 monate wären schon für viele interessant (logo die verkaufsprovision bleibt bestehen, aber welcher galerist / händler hat nicht erstklassige "depo-ware" die einfach bei ihm nicht ins konzept passt).

    deine provison: 20% ist viel, verdammt viel. der käufer der gruppe 4) will das werk sehen, er schaut es sich auf der hp an, fährt beim künstler vorbei und analysiert. was nun wenn er dann ein anderes bild kauft? oder der künstler drückt es ihm einfach in die hand und du wirst nie etwas vom verkauf erfahren. da kannst du dich noch 100 mal über "kaufabwicklung" usw. ab sichern. kaum einer wird bei kunst (in einer gewissen preisklasse) einfach auf den "warenkorb" klicken und dir die kohle senden, er will es sehen. ich weiss nicht wie viele male ich beschissen wurde, aber zig-mal, du hast absolut keine kontrolle, da du es niemandem verwehren kannst mit dem künstler direkt zu verhandeln, ansonsten verkaufst du absolut nichts. bei deinen grundgebühren werden sich ein grosser teil der künstler nach einem jahr zurückziehen, wenn sie kein verkauf verbuchen konnten.

    die sache interessiert mich wirklich, und werde gespannt dein projekt verfolgen, mir fehlt bis jetzt einfach eindeutig der aspekt, dass die welt (oder ich) darauf gewartet hat. wünsche dir, ehrlich, sehr viel erfolg und freue mich die hp zu begucken.

    freundliche grüsse, cocteau

    p.s. ich weiss nicht, wie bis jetzt dein kundenstamm von künstlern aussieht, und was du mit denen für deals ausgemacht hast - geht mich auch nichts an. du wirst aber den "party-effekt" kennen. an der kasse stehen, fragen "sind schon leute da", reinschauen, also kaum. die geldbörse wieder einstecken und später noch einmal kommen. glaube ohne eine "anwärmzeit" von 12 monaten mit sonderkonditionen wird es verdammt hart einen anständigen stamm zusammen zu kriegen.
  • grebnehcie
    also ich find die preise ganz schön unverschämt.
    ein bischen wie bei ebay. da kassiert dann jemand für die basisarbeit am pc auf unabsehbare zeit viel kohle ab. 20%für jede verkaufte arbeit und jeden monat nochmal ein bischen miete falls es mal nicht so flutscht. habe ja auch solche phantasien wo dann durch eine innovative leistung ein unglaublicher mehrwert aus dem nichts entsteht. wenn ich mir das dann aussuchen müßte dann wäre ich eher bereit auf dieser plattform sachen zu verkaufen, und dann würde ich auch provisionen zahlen. andererseits verkaufen sich meine sachen ultraextrem schlecht und desshalb gehöre ich eigentlich nicht zu denen die gewinn
    in dieser sache erwirtschaften würden. also jacke wie hose.
    ...frank
  • uaetcoc
    @eichenberg,
    sorry, da muss ich djlounge irgendwie "in schutz" nehmen. so wie ich es versatanden habe, generiert er die daten in ein "brauchbares" format und bietet somit dem user vermutlich schon eine optimale "bequemlichkeit" (ob dies nötig ist, weiss ich nicht). sein aufwand wird nicht extrem gering sein, und ohne laufenden unterhalt sicherlich die ersten jahre nicht funktionieren. das wird dir constantin vermutlich gerne bestätigen.

    finde die preise jedoch auch sehr hoch: bsp: premium 154.80/jahr, drei verkäufe zu je 500.00 = 1500.00 = 300.00 euro provision = 454.80/jahr.

    hmmmm, da kriege ich schon einen brauchbares webdesign und webspace.
    gruss, cocteau
  • jochen kirchhoff
    @cocteau:

    dein professor war kein dummer. ein bischen polemik, wenn sie im rahmen bleibt, hebt die dinge aus dem üblichen rauschen und blabla hervor und bringt sie auf den punkt.
    die studie würde mich wirklich interessieren, kann man das noch irgendwo lesen? ist das publiziert?

    kurze klarstellung: die "Artist Application" ist nicht kostenlos, sie ist in der grundgebühr enthalten. die freeware version ist kostenlos, aber abgespeckt.

    deiner beschreibung der gruppen der marktteilnehmer stimme ich dir weitgehend zu. allerdings bleibt, was den high-level kunstkonsumenten angeht, zu bemerken, dass sich das wohl auf den deutschen markt bezieht. in anderen ländern, den usa zum beispiel, bleibt das auch elitär, ist aber deutlich pragmatischer als die typisch deutsche umstandskrämerei. da zählt die dicke des geldbeutels und weniger der titel. da verliert niemand sein gesicht, wenn er ein kunstwerk online bestellt. die müssen auch nicht unbedingt den künstler persönlich kennenlernen und mit ihrer auffassung von kunst beglücken. in lateinamerika z.b., ist der persönliche kontakt ebenfalls wichtig, aber das publikum wird nicht seine auffassung von kunst zum besten geben, sondern ehrfürchtig auf die worte des meisters oder der meisterin lauschen und sich freuen in der nähe sein zu dürfen. die mentalitäten und auch die handlungsspielräume, die die jeweilige kultur gewährt, sind regional sehr unterschiedlich.

    ich persönlich habe, was meine kunden angeht, eine ganz einfache auffassung. ich habe mir lange gedanken darüber gemacht, auf welche gruppe ich meine aktivitäten fokussieren sollte. schliesslich habe ich den ganzen quatsch verworfen und bin auf eine - für den kunstmarkt - revolutionär einfache und an simplizität nicht zu überbietende formel gekommen: "(nur) ein zahlender kunde ist ein guter kunde".;-) der westernkundige leser wird parallelen ziehen können.:-)

    ich bitte, das nicht mit konzeptionslosigkeit zu verwechseln. diese ganzen pseudobewertungen bei galerien sind mir bekannt. manche nehmen das auch ernst und nehmen nur objekte ins programm, die ihrer auffassung und ihrem konzept von kunst entsprechen. sie selektieren damit schon für ihre kunden vor. das ist auch alles in ordnung.
    Warum also eine galerie, wo ein baselitz oder ein richter und lieschen müller (aquarellierende bmw z3-fahrerin) parallel existieren können? nun, schönheit ensteht ja bekanntlich im auge des betrachters. menschen die ähnlich denken und fühlen wie baselitz oder richter werden auch baselitz oder richter kaufen (wenn sie es sich denn leisten können). auch lieschen müller wird gleichgesinnte finden, die das was sie fabriziert hat, gut finden. (jedes angebotene produkt findet seinen käufer -> saysches theorem( https://www.google.de/?gws_rd=ssl))
    wichtig ist aber, und das ist teil des konzeptes, dem kunden die möglichkeit zu geben, das aus der masse des angebotes herauszufiltern, was ihn interessiert. ihn nicht mit informationen zu überfrachten, von denen er nie etwas wissen wollte. das system, bzw. die ausstellungsarchitektur, die mir vorschwebt, muss genau das erfüllen. dann kommen sich lieschen müller und baselitz auch nicht ins gehege. die architektur ist so konzipiert, daß es zehntausende objekte verwalten kann, und jedem kunden das serviert, wofür er oder sie sich interessiert. dem einen seinen "röhrenden hirschen" ("bambi auf lichtung") dem anderen seinen surrealisten.

    das zu bewerkstelligen wird nicht ganz einfach und geht nicht von heute auf morgen. vor allem aber geht es nicht ohne geld und enthusiasmus. auch nicht mit billigheimerei.
    aber ich denke, die genannten preise sind auch nicht zu teuer. "angemessen" heißt das zauberwort. die 20% sind im nationalen und internationalen vergleich ein "schnäppchenpreis". das ist einfach fakt, wenn man die professionellen angebote betrachtet (kostenlos ist für mich "nicht professionell", nicht zu verwechseln mit "unprofessionell"). diese 20% zahlt ja tatsächlich nicht der künstler. das ist einfach quatsch. die provision zahlt ja tatsächlich der käufer, denn der künstler hat die provision doch bei seiner preisfindung doch berücksichtigt und einkalkuliert. jedenfalls wenn er die grundrechenarten beherrscht (was ja seit 'pisa' leider in frage zu stellen ist) und ein minimum, aber auch wirklich nur ein minimum an geschäftstüchtigkeit aufweist. ich werde sicherheitshalber darauf hinweisen :) .

    die grundgebühr muss sein. durch die ausstellung entstehen schlicht kosten: der Traffic der durch Seitenaufrufe entsteht, durch die übermittlung der daten zur galerie und zum kunden, die einrichtung und verwaltung der webspace-daten. die werbung, die weiterentwicklung, alle die sachen, mit denen der künstler üblicherweise nichts zu tun haben möchte. also muss er dafür bezahlen, damit es andere machen. punkt.
    zusätzlich wird das risiko für die galerie abgegolten, dass der käufer, der einen künstler über die galerie kennen und schätzen gelernt hat, ein anderes, nicht über die galerie vertriebenes bild kauft. das ist ein werbevorteil für den künstler, der auch über die grundgebühr abgegolten wird.

    platz in einer galerie ist schon mal von vorneherein teurer als eigener webspace, so ist es nun mal. genauso wie ein ladenlokal in der einkaufszone durch die synergieeffekte teurer und wertvoller ist als an der peripherie.

    zum besch...: es gibt durchaus möglichkeiten, das zu kontrollieren. das gehört einfach dazu. abgesehen von der rechtlichen abwicklung: diese art von "cleverles" geht an den pranger. ich habe da "phantastische" ideen. ein "mohrhuhn"-ballerspiel mit den einmontierten köpfen der deliquenten zum beispiel. oder, je nach regional vorgesehener todesstrafe, können besucher den delinquenten virtuell auf einem elektrischen stuhl goldbraun rösten, oder einen spanischen stiefel langsam enger stellen. daumenschrauben anziehen, den hängenden nochmal an den beinen ziehen. da fällt mir sofort das ganze sammelsurium des schreckens ein. :twisted: wenn er oder sie dann doch noch bezahlt hat, darf er oder sie mit heiligenschein zurück in die galerie. das könnte man sogar per e-mail als event vorankündigen. oder wird auf ewig in der hölle schmoren. glaubt mir, soetwas spricht sich rum. und bringt besucher. so werde ich auch aus den parasiten noch nutzen ziehen.

    zum layout, bzw. screenshot: ich habe eine oberfläche, aber die ist zugegebenermaßen noch nicht der weisheit letzter schluß und nicht mit dem zu vergleichen, was ein genialer "pixelschubser" wie marc anrichten könnte oder auch dem u-bahn projekt von kunstpause.de. es ist farblich überaus zurückgenommen (silber-grau). das farbige werden die bilder sein. was diesbezügliche verbesserungsvorschläge angeht, habe ich auf jeden fall ein offenes ohr. aber ich kann mich auch nicht vierteilen. im moment sitze ich an der "artist application" und wäre froh, wenn es endlich mal jemand testen würde, damit ich weiterkomme. ich werde dieser tage einen screenshot posten.

    zum "party-effekt": da werde ich vermutlich mit leben müssen.

    @eichenberg: mehrwert entsteht nie aus dem nichts sondern immer durch harte arbeit und hirnschmalz. ich programmiere auch nicht einmal das ganze und habe dann mit nichts mehr zu tun und "greife nur noch kohle ab". wenn ich den programmiererischen teil endlich abgeschlossen habe, dann kann ich mich auch endlich darauf konzentrieren, was ich machen will: kunst verkaufen. zum nutzen des künstlers, zum nutzen des käufers, und ganz selbstverständlich auch zu meinem eigenen. mir macht das nämlich spass und ich will davon leben können.
  • uaetcoc
    @djlounge,
    ich gehe mit deinen ansichten 1:1, ich mache ja nichts anderes und bezeichne dieses konzept in keinster art und weise als konzeptlos. der kult von "ich muss den künstler persönlich kennen" usw ist im handel wirklich eine phrase die man an jeder ecke hört, aber im endeffekt absolut keine rolle spielt. habe auch schon hans hartung übers netz verschachert.... kein problem.

    leider kann ich dir von dieser studie nichts abtreten, das ding war ziemlich gut bezahlt und alles rechte sind weg. mussten sogar stillschweigen zu sichern.... so sind sie, die künstler und der handel.

    nur etwas gibt es an zu merken, 20% (plus fixkosten) sind im internationalen vergleich für einen "nur" virtuelle präsenz viel - wirklich ! du sagst, dies bezahlt nicht der künstler, sage ihm dies, versuche dies ihm klar zu machen, das ist dann überzeugungsarbeit. ( :idea: bei diversen handelsplattformen zahlt auch der käufer eine "vermittlungsgebühr" ) es würde mir auch schwer fallen, meinen preis für ein werk zu berechnen, euro 400.00 - und dann urplötzlich euro 500.00 dafür verlangen zu müssen..... ich habe mir ja bei diesen 400.00 etwas überlegt. der schritt bei 4000.00 zu 5000.00 ist dann noch einmal eine andere welt. du bist für den verkäufer teurer als sotherby`s und christies.... dies gäbe mir irgendwie zu denken.

    freue mich auf die screenshots,
    gruss, cocteau
  • jochen kirchhoff
    wollte die screenshots gerade posten, doch wie ich gerade höre, wird die 'feuerzangenbowle' gezeigt. habe ich lange nicht mehr gesehen. sorry, dann morgen.
  • iracsa
    Nehmen wir mal an, ich stelle ein Bild bei dir ein und gleichzeitig in meiner eigenen privaten Homepage, dort auch zum Verkauf (für 10% weniger möglicherweise?). Darf ich das, oder verpflichte ich mich beim Einstellen meiner Bilder in deiner OG, das selbe Bild gleichzeitig nirgens wo anders, sei es online oder in einer "echten" Galerie, zur selben Zeit anzubieten? Fall letzteres, kann ich ein Bild kurzfristig aus deiner OG nehmen (um es dann evlt. über einen anderen Weg zu verkaufen)? Was ist, wenn jemand das Bild bei mir zuhause sieht und kaufen will. Muss er dir dann die 20% bezahlen?
  • Gerrit Brodmann
    Gerrit Brodmann
    Ich will mich nun auch mal wieder zu Worte melden 8-)

    Ich finde 20% im Falle eines Verkaufes über eine Webseite nicht schlimm, ist sogar recht fair. Diese 20% würde ich jedem Vermittler zugestehen, der die Arbeiten eigenständig vermittelt hat.
    Dadurch hat der Verkäufer einen Anreiz etwas zu verkaufen und es gewinnen beide Seiten.

    Was ich für mich nicht einsehe, sind Grundgebühren, jeden Monat X Euro, auch wenn nix verkauft wird. Dadurch hat der Verkäufer weniger Motivation meine Bilder anzupreisen, denn er verdient eh an mir.
    Signature
  • uaetcoc
    @gerrit,
    wie hast du die idee wie eine reine online galerie werke anpreist ? einfach dass sie auf dem www eingestellt sind ? was siehst du da als vermittler-tätigkeit ? sorry, ich überhaupt nichts. als galerist reisse ich mir den arsch auf, ich kontaktiere leute, ich schreibe an, ich gehe an vernissagen um mit anderen galeristen zu sprechen, ich, ich, ich..... bei http://www.artcash.com bezahlt der käufer ein "aufgeld" von 5 - 10% (meist 7%), die haben jedoch dann andere dienstleistungen, logisch gibt es keine grundgebühr...... (klar kämpfen die auf einem anderen level).
    20% kommisission kassieren leute die hochglanzkataloge in irren auflagen weltweit versenden, werke selbständig kunsthistorisch aufarbeiten usw... (bei den meisten ist dort die internetpräsentation, unter "ach ja, machen wir auch noch", automatisch integriert). für einen "echten" galeristen oder kunstvermittler ist 30% sicherlich nicht zu viel, für (wieder) eine virtuelle plattform ?.... mein lieber scholly, du. hups.
    freudliche grüsse, cocteau

    p.s. ich halte djlounge viel zu gute, finde seine klaren aussagen ehrlich und treffend. jedoch die idee im ganzen "angedacht" aber niemals wirklich analysiert und durchdacht.

    @ascari,
    ja, dies ist das problem. mit mir als vermittler kriegst du dann ziemlichen ärger, desswegen machen die meisten galerien (beinahe) nur exklusiv-verträge auf mehrere jahren. und da "brennst" du dann konventionalstrafen, wenn du solche dinger abziehst. salopp gesagt, gab es eine lange zeit, als die galerieren die künstler beschissen. sicherlich seit internet ist es umgekehrt. meine künstler sind mittlerweilen beinahe alle über 50 jahre alt, weil die den markt kennen. und wenn sich jemand für sie einsetzt, dies auch, über das geld hinaus, zu würdigen wissen.... aber eben, dies sind wenige, zu schön ist die verlockung dem käufer 10% rabatt zu geben und dafür die 30% für den galeristen zu sparen. wieviele bilder, bei denen das verkaufsrecht bei einer galerie lag, in den letzten jahren "gestohlen", einen "wasserschaden" oder sonstige ominöse abgänge erlebten mag ich gar nicht aufzählen.....

    ein künster hat einmal bei mir ein werk zurückgeholt, nur schnell für wenige tage, um es einer bekannten zu zeigen. war einige tage später in der gegend und wollte es abholen und gab kurz ein telefon (so freundlich ist man dann). im atelier stand im etwa selben format eine ungeheure schmiererei, und er erläuterte mir, dass er gestern so betrunken war, ihm das bild nicht mehr gefallen hätte und er es übermalte. der sammler der das "originale" werk zu hause hängen hat, kenne ich dummerweise auch.....
    freundlichen gruss, cocteau
  • iracsa
    Wenn ich mich verpflichen müsste - über Jahre hinaus - mein Bild nicht über eine andere Quelle zu verkaufen als über diese eine online Galerie - dann würde ich mir aber *sehr* genau überlegen ob ich es dort tatsächlich einstellen würde. Bei einer "echten" Galerie, die 1000+ EUR (Angaben sind Größenordnungen) für Miete usw. im Monat ausgibt, um ca. 50 Bilder gleichzeitig zeigen zu können sehen ich die 20% Provion ein. Bei einem guten Galeristen, der viele wertvolle Kontakte hat und diese für eine überschaubare Anzahl von Künstlern nutzt auch. Bei einer online Galerie, die für 30 EUR im Monat für den Webspace zehntausende Fotos von Bildern einstellen kann nicht. Und warum sollte ich irgendwelche Verpflichtungen bei einer online Galerie eingehen, wenn ich meine Bilder zum Beispiel bei kunstnet.de einstellen kann - ohne Verpflichtungen, Provisionen usw?

    Ausserdem, der Käufer aus der Gruppe Saabfahrer (s.o., sehr schön skiziert übrigens) wird vermutlich das Bild das er sucht in einer "echten" Galerie kaufen wollen, mit Kontakt zum Galeristen und evlt. zum Künstler. Wenn schon keine Poster im Alurahmen sondern ein Original eines (noch) unbekannten Künstlers, dann auch auch "richtig" mit Suche in Galerien, Schwätzchen mit dem Galeristen usw. - aber nicht das Bild in den Warenkorb einer OG klicken. Das wäre jedenfalls meine persönlich Einschätzung. Vielleicht liege ich falsch, Erfahrungen hab ich keine auf Gebiet.
  • uaetcoc
    @ascary,
    http://www.artcash.com will (glaube ich) eine zusicherung von drei monaten - logo kommst du dort als unbekannter künstler nicht hin. einfach nur so zur orientierung. finde für online drei monate eigentlich legitim.
    gruss, cocteau
  • iracsa
    Da geht es aber, soweit ich gesehen haben, nur um etablierte Künstler mit einem etablieren Namen und etablierten Preisen.

    Wie auch immer, ich wollte dich nicht ärgern (hab so den Eindruck ich hätte vielleicht?), ich fand das Thema nur ganz interssant und daher hab ich halt meinen (laienhaften) Senf dazugetan.
  • uaetcoc
    @ascary,
    nö, was ärgern. du hast nur gesagt über jahre... und ich habe nur gemeint, dass es, in meinen augen seriöse anbieter, auf drei monate beschränken, was ich eigentlich als realistisch empfinde. habe ja auch geschrieben, dass du da als (noch-)nicht sehr bekannter künstler nicht hinkommst :wink:
    lustig finde ich einfach, dass die im durchschnitt 7% verlangen (und zwar vom KäUFER), ohne weitere fixkosten. dies sollte dich eher in deiner meinung (ebenso meiner) bekräftigen, dass 20% (für den künstler) doch etwas "an der oberen" grenze liegen. :roll: abgesehen davon, ist dies nebenbei auch eine ECHTE galerie & auktionshaus, geht dann doch weit über einen OG raus.
    hoffe dich dort einmal zu sehen.... :wink:
    lg, cocteau
  • jochen kirchhoff
    @ascari:

    die provision wird nur bei gestellung des käufers über die galerie fällig. du kannst deine bilder auch sonst noch unterstellen oder vertreiben lassen wo und von wem du willst. oder auch selbst verkaufen, ohne daß die provision fällig wird. du bist und bleibst der herr über deine bilder (@gerrit: auch deswegen grundgebühr). für fallweise organisierte 'real world' austellungen werden abgewandelte konditionen in absprache mit dem jeweiligen künstler gelten. von 30 euro monatlich war keine rede, sondern von 5 Euro. die 9.90 und 12,90 sind für webspace-angebote unter dem dach der galerie (mit galerieanschluss inclusive).


    @gerrit:

    die grundgebühr muss sein, denn es entstehen auch kosten, wenn nichts verkauft wird. das habe ich ja oben schon einmal dargelegt. 'verdient' habe ich an der grundgebühr noch rein gar nichts. weniger motivation deine werke zu vertreiben entsteht dadurch mit sicherheit nicht. von irgendetwas möchte ich ja auch leben :-).



    @cocteau:

    die galeristen mit den hochglanzprospekten in irren auflagen sind schon mal unter 40-50% nicht zu haben. in new york dürfen es auch schon einmal 70% sein. mit objekten mit einem verkaufswert von unter 1500 us-dollar brauchst du da in vielen fällen als künstler gar nicht vorzusprechen. und wenn sich der galerist nicht vorstellen kann, mit dir einen minimumumsatz von x dollar im jahr zu machen, landest du sofort in 'ablage, rund'.
    das konzept ist ausreichend durchdacht, dessen bin ich mir sicher. auch wird es funktionieren. ich werde hier aber nicht jeden teilbereich darstellen, solange er nicht implementiert ist und rund läuft. die gründe habe ich ja oben schon einmal genannt. sorry, aber auch wenn ich mir dabei quasi auf die zunge beissen muss. nenn' es lebenserfahrung: "über noch ungelegte eier wird nicht gegackert". die leitlinien habe ich ja schon aufgezeigt: es wird nicht dabei bleiben, einfach nur die objekte online zu stellen. das muss einstweilen reichen.
    der fall den du da schilderst, das wäre bei mir so ein kandidat für den pranger.... abmachung ist abmachung. hast du ihn an den kanthaken genommen?


    @all:

    im übrigen mal eine frage: ist es wirklich so wichtig, auf welche weise ein galerist ein objekt verkauft? ist es nicht tatsächlich für den künstler völlig gleichgültig, ob sich der galerist 'die hacken abläuft' oder ein bild im smalltalk verkauft oder per knopfdruck am rechner oder über ein auktionshaus oder über hochglanzprospekte oder, oder, oder...?
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