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  • Inspiration

  • NIWREW
    Wie weit ist ein Mensch ,der alles Leid über Verarbeitung in ständig neue Kraftfelder
    umwandeln kann?
    Wie weit ist der Mensch ,der alles was mühevoll und schwer, bei richtiger Behandlung zu schön ,gut und vor allem stark machen kann?
    Was ist das für ein Mensch ,der Einsamkeit und Leere ,als ein Zentrum seiner Kreativität empfindet?
    Was ist das für ein Mensch,der Verlust als Gewinn empfindet,weil er sich in der Ebene befindet wo nichts verloren gehen kann,da nichts schon fast zu viel ist!
    Wer still sein kann der hört wie wunderbar er ausgestattet ist und wer es versteht seine Gefühle nicht immer zu verdrängen ,der wird reichen Lohn erhalten.
  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Mich hat es vor 6 Jahren "erwischt". Ahnungslos kam ich von meinem Griechenlandurlaub nach Hause und sah plötzlich täglich zwischen 4 und 6 Uhr früh jede Menge Bilder vor meinem geistigen Auge.
    Schließlich hatte ich den Drang, diese auch wieder rauszubekommen, auszudrücken und mitzuteilen. Das Blöde an der Sache aber ist, dass diese Bilder so schön und perfekt aussahen und dass ich damals nicht mal in der Lage war, einen simplen Baum zu zeichnen. Also fing ich an, Zeichen und Malkurse zu besuchen, mit wenig Hoffnung, diese Bilder je so umsetzen zu können, wie ich sie sah. Oft war mir das Üben viel zu mühsam, und der Zeitaufwand für das Lernen zu hoch, auch die Ausgaben für die Kurse und das Material. Doch es gab kein Entrinnen. Ich musste einfach immer weiter lernen, immer mehr Wissen anreichern, denn die Bilder sind immer noch da, und drängen von innen. Mache ich keine Fortschritte in meinem Lernprozess weil ich lieber was anderes mache, empfinde ich innerlichen Druck und Unwohlsein, also mache ich wieder weiter. Noch bin ich nicht so weit, diese Bilder umzusetzen, aber jeder Tag bringt mich einen Schritt näher.
    Warum ich das tue- keine Ahnung. Wahrscheinlich kräht kein Hahn nach diesen Bildern, denn sie sind nicht gerade ein Wandschmuck fürs traute Heim. Dabei wäre ich jetzt technisch schon in der Lage, "was Nettes" fürs Wohnzimmer zu fabrizieren und hätte weniger Geldsorgen.
    Aber nein- weiter geht es, bis es raus ist.
    Ich bin gespannt, ob ich dann meinen Frieden finde, wenn ich damit fertig bin. Oder finde ich meinen Frieden im Tun selber? So wird es vermutlich sein.
    Wenn das Inspiration ist, dann ist sie ganz schön dominant.
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  • NIWREW
    Margit,zuerst mal herzlichen Dank für diesen starken Kommentar.
    Wenn Menschen solche Visionen empfangen dürfen,so ist es zumindest aus meiner Sicht ein ganz großes Geschenk,dass je nach Einstellung des betreffenden Menschen seine Wirksamkeit im Herzen entfaltet.
    Ich als gläubiger Mensch hätte auch nicht einen Augenblick Zweifel daran,wenn mir etwas was mir keine Angst macht von aussen in mein Herz gelegt wird.
    Die Bilder die bei dir wie ein Diavortrag abgelaufen sind besitzen keine eigene Dominanz.
    Ich würde es aus meiner Sicht als eine Berufung einer Lebensaufgabe sehen und diesen Weg nicht als etwas Dominantes empfinden ,sondern ein ständig in seiner Wandelbarkeit empfindendes Ziel annehmen.
    Die Vollkommenheit liegt in der Wandelbarkeit und nicht in der Manifestation.
    Gruß WERWIN
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  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Lieber Werner,
    vielen Dank für dein Verständnis, das tut echt gut. Vor allem dein letzter Satz: "Die Vollkommenheit liegt in der Wandelbarkeit und nicht in der Manifestation" nimmt mir den Leistungsdruck, den ich mir auferlegt habe. So darf ich mich auch langsam an die Bilder rantasten. vielleicht mal probieren Teilbereiche davon umzusetzen, und es als Weg zu betrachten.
    Zur Zeit übe ich ja noch immer die Technik der Ölmalerei und lerne immer dazu, um meine Möglichkeiten des Ausdrucks zu vergrößern.
    Es ist so viel zu lernen, schon die Lektüre des Doerner und vor allem die Umsetzung des Gelesenen ist ein Kapitel für sich. Es ist mein Lieblingsbuch, es hilft mir sehr weiter.
    Vielen Dank,
    Margit
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  • sonadora
    sonadora
    hallo,
    ich finde es wahnsinnig spannend zu erfahren, woher kreative menschen ihre inspiration nehmen und vor allem auch, wie sie damit umgehen. wobei ich sicher bin, dass letzteres der schwierigere teil ist. ich habe es selbst auch schon erlebt, dass mir plötzlich immens viele dinge auf einmal festhaltenswert erschienen, mein kopf voller bilder ist, die ich aber nicht einmal im ansatz in der lage bin, in die tat umzusetzen, vor allem aus mangel an technischem können, ähnlich wie bei margit. und wenn eine umsetzung nicht möglich ist (oder nicht möglich scheint) stauen sich mehr und mehr bilder an, bis ein maximum erreicht ist - und schließlich alles zusammenbricht und mir eine zeitlang überhaupt kein künstlerischer ausdruck mehr möglich ist.
    diesen zustand des völligen unvermögens kennen lernen zu müssen hat mich persönlich gelehrt, das bedürfnis künstlerisch tätig sein zu wollen überhaupt erst ernst zu nehmen. und anschließend technische schwächen zu ignorieren, und zu versuchen, mich innerhalb meines momentanen rahmens zu bewegen, der sich auf diese weise immer mehr weitet, ohne dass dies auf allzu schmerzliche weise geschehen muss.

    ob in momenten der traurigkeit die inspiration größer ist, kann ich nicht sagen. aber eigentlich denke ich, dass wohl eher die wahrnehmungsfähigkeit im gegensatz zum alltag extrem gesteigert ist, das bedürfnis, sich mit seiner umwelt auseinander zu setzen, mit ereignissen, die der traurigkeit vorausgegangen sind, wächst auf ein mass an, dass man wohl nur unter emotionaler angespanntheit erreichen kann. und für einen kreativ tätigen menschen ist die auseinandersetztung auf der ebene der kunst nicht nur der naheliegendste weg, sondern vor allem auch die sprache, die er am besten beherrscht,um sich auszudrücken. vielleicht zu allererst für sich selbst.

    Claudia
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  • NIWREW
    Herzlichen Dank für die ausführlichen vertrauensvollen Offenbarungen!
  • NIWREW
    Ist Meditation Inspiration?
  • Robert Wolter
    Robert Wolter
    Nein. Aus Meditation kann Inspiration erfolgen, muß sie aber nicht zwangsläufig.
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  • El-Meky
    El-Meky
    wenn ich meditiere, dann habe ich schöne Visionen .
    meinen inneren Bildern schaue ich sehr gerne zu und lasse mich von ihnen inspirieren :o))
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  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Unter Meditation verstehe ich das Loslassen des Denkens und ruhig werden im Geist. Dann hat das Bewusstsein die Möglichkeit, sich über das kleine "Ich" auszudehnen bis in den Bereich des morphogenetischen Bewusstseins, auch "Akasha" Kronik genannt, wo alle Informationen der Schöpfung zugänglich sind und abrufbar.
    Ich bin bereit für eine "Eingebung", einen "Einfall", weil mein Geist offen ist.
    Wenn er nicht ganz offen ist, dann kann ich eine kleine "Inspiration" bekommen, sozusagen einen winzigen Einblick ins große Ganze.
    Gehe ich weiter mit meiner Bewusstseinsausdehnung, komme ich ins "Satsang", wo ich eins mit allem bin.
    Dort, wo ich erkenne, dass das "Leben" in der Realität eine Illusion ist.

    Mit dem Zusammenziehen des Bewusstseins jedoch und dem wieder eintreten ins Hier und Jetzt verliere ich diesen All-zustand und befinde mich wieder in der Realität, aber ich werde diese Erfahrung niemals mehr vergessen.

    Meist erfolgt dieser Zustand nur in Extremfällen nach schwerem Leid oder Nahtoderfahrung. Erzwingen sozusagen "von unten her" lässt er sich nicht.

    Erst wenn der Mensch bereit ist zu sterben und sein "weltliches" Leben aufzugeben, besteht die Möglichkeit dieser Erfahrung.
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  • mapa
    Wie ich hier herauslese, haben auch einige den "Befehl" erhalten, zu malen. So erging es mir. Da die einzigen Zeichenübungen mit meinen Kindern und Enkelkindern stattgefunden hat, habe ich versucht, bei der VHS einen Kursus zu belegen. Die waren stets besetzt. Dann erfuhr ich durch Zufall von einem Maler, der ausbildet. Jetzt kam das nächste Problem. Meine Augen vertragen die Farben nicht, sie werden trocken und brennen, was wahrscheinlich an den beengten Räumen liegt und dann noch im Winter. Kennt Ihr "Den Weg des Künstlers" von Julia Kamerun? Seine Kreativität zu leben, ist das Ziel. Kreativ sein hat ja viele Möglichkeiten, von Perfektion ist dabei keine Rede. Viele Menschen sind unmusikalisch, aber sie singen aus vollster Seele und lösen damit unbewußt Blockaden auf. Also singen wir jetzt beim Malen? Mal gut, daß wir das nicht ins KN setzen können. LG Ursula
  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Liebe Ursula,
    "Der Weg des Künstlers" von Julia Cameron hat mir geholfen, mein Geschäft einfach an den Nagel zu hängen, aufzulösen, damit ich mehr Zeit für die Malerei habe. Das war schon ein sehr mutiger Schritt, den ich sonst wahrscheinlich nicht gewagt hätte.
    Was verträgst du denn nicht, vielleicht kann ich dir weiterhelfen, weil ich selber allergisch auf verschiedene Mittel reagiert habe.
    Nach Jahren des Suchens habe ich jetzt gute Alternativen gefunden. Und kann weitermalen.
    Was die Perfektion betrifft, so sehe ich kein Dogma darin. Es ist eine ganz persönliche und individuelle Wesensart.
    Ich bewundere z.b. Leute, die so toll locker malen können, ohne viel nachzudenken oder zu planen. Aber ich weis trotzdem, dass das nicht mein Weg ist.
    Jeder kann nur auf seine Weise und in seinem Element seine Verwirklichung finden. Würde ich mich zwingen, locker zu malen, so käme es sicher nicht ehrlich und authentisch rüber.
    Ich kann nur das glaubhaft malen, was meinem Wesen und meiner Art entspricht, auch wenn mir eine andere Art vielleicht sogar besser gefallen würde.
    Aber erst in der Selbstentfaltung kann ich meine Wahrheit finden. Und ich glaube dass es genau darauf ankommt, und dass das die anderen Menschen auch spüren.
    LG Margit
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  • NIWREW
    @RoWo:Das sehe ich genauso!
    @Heliopo:Kommt auf den selben Punkt!
    @Margit:Das ist ja etwas ganz kostbares,was du uns hier Offenbarst!(einige werden dies schon wissen)
    Diese Erfahrung werden wohl sehr wenige Menschen auf dieser Erde machen dürfen ,doch darauf kommt es auch gar nicht an.
    Etwas Gott gegebenes muß nicht mit schwerwiegenden Erlebnissen in Zusammenhang stehen.
    Der Zugang an das Unerschöpfliche entsteht nicht aus dem denken,sondern dieser passiert ,wenn wir ihn dulden und ins Handeln umsetzen.
    Die großen Denker und Dichter ob Goethe, Schiller und Sheakespear ,waren alle nicht in solchen extremen und diese sprachen von einem Trancezustand der über sie kam bevor sie in die göttliche Verbindung in die "Inspiration" eintauchten.
    Viele Großartige Wege führen zu Gott.
    @mapa: Was hier im kleinen stattfindet kann
    sich zu etwas großem Entwickeln.

    Dankeschön für Euer Vertrauen das Ihr gebt!
  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Werner: es mag sein, dass es auch ohne Leid möglich ist, "aufzuwachen". Ich kenne inzwischen einige wenige, aber bei allen war der Auslöser tiefes Leid, dass zur völligen Kapitulation des Egos führte. Somit waren sie offen für höheres Bewusstsein, eigentlich "ausgedehnteres" Bewusstsein.
    Schön natürlich, wenn es auch anderes geht!
    LG Margit
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  • El-Meky
    El-Meky

    ""Erst wenn der Mensch bereit ist zu sterben und sein "weltliches" Leben aufzugeben, besteht die Möglichkeit dieser Erfahrung.""


    so ist es ! :o))
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  • mapa
    Liebe Margit, ich wollte Dir nicht auf die Füße treten. Im Gegenteil, ich bewundere Deine Werke. Es ist nun mal nicht jedem gegeben, so zu malen. Ich fühle, daß das auch gar nicht mein Ziel sein soll. Deswegen wohl auch die allergische Reaktion auf Ölfarben und/oder Malmittel (Leinöl). Vielleicht geht es auch nur um den Kontakt mit Menschen, die mal über was anderes reden können als neue Mode etc. Unsere überlebenden Elternteile mit ihren ewig wiederholten Geschichten und ausführlichsten Krankenberichten sind auch keine geistige Bereicherung. So möchte ich nicht alt werden. Dann studiere ich lieber. LG Ursula
  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Liebe Ursula,
    ich fühle mich nicht auf die Füße getreten. Zu deiner Allergie: ich bin selber auf Terpentinöl allergisch und hätte um ein Haar die Ölmalerei an den Nagel gehängt, hatte schon meinen Farbkasten verschenkt. Doch dann war in mir dieser Drang, unbedingt einen gangbaren Weg zu finden, denn Ölmalerei war immer schon für mich das Gelbe vom Ei.
    Und ich habe Malmittel gefunden, die ich gut vertrage.
    Statt Terpentinöl kann man rektifiziertes Petroleum verwenden (Bösner), oder Liquin Light Gel von Winsor & Newton, ausserdem gibt es noch die wasserlöslichen sehr guten Ölfarben von Winsor & Newton, die ich ebenfalls wärmstens empfehlen kann. Bei letzterem sind die Trocknungszeiten etwas länger als eine Woche. Ich habe mein Zwiebelbild damit gemalt, die Farben leuchten ganz wunderbar.
    LG Margit
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  • Gerda
    Gerda
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  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Liebe Gerda,
    deine Geschichte berührt mich sehr, ich kann dich gut verstehen. Sehr viele Freunde, die ich kenne, sind durch schwerem Schicksalsschlag zur Malerei gekommen, bei mir ganz ähnlich.
    Das was du momentan vermisst, ist da, aber in den Hintergrund getreten, weil dein Verstandes-ich sich jetzt wieder neu orientieren muss um seinen Platz in der "Realität" des Alltags zu finden.
    Das ist für dich gut und wichtig, und es kommt wieder die Zeit, wo du entspannen kannst und dein höheres Selbst die Führung übernimmt.
    Wegen eigenem Stil brauchst du dir niemals Gedanken zu machen, den kannst du nicht mit dem Verstand erzwingen, der ist immer da, weil du ein eigener Mensch bist, und wenn du dir selber treu bleibst in der Malerei, dann erledigt sich das ganz von selbst.
    Male nur, wenn es dir Freude macht.
    Kennst du das Buch von Julia Cameron, "Der Weg des Künstlers"? Es hat mir viel geholfen.
    Vertraue deinem Inneren, lass dich führen.
    Ich wünsche dir alles Liebe!
    Margit
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  • ESEIR_RETOR
    mich inspiriert blödheit
    (und für alle einzeller - natürlich die der anderen )
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