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  • Intentionen, Zufälle und Hirsebrei - schonungslos...

  • Sabine Minten
    Sabine Minten Intentionen, Zufälle und Hirsebrei - schonungslos...
    ...oder: Interview mit einem Vampir

    So - Dada - jetzt frag mich noch mal...

    liebste gandenlose brooklyn, ich fühle mich bei dir ganz klar überfordert. könntest du mal so ganz zwanglos ein wenig offenbaren, worum es dir bei deinen arbeiten geht?
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  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    Ist nicht erstmal - zumindest auf den ersten Blick - ersichtlich, dass meine Bilder ein Frauenproblem haben? Sie wollen schön sein, aber geliebt werden wollen sie wegen ihrer inneren Werte...

    Wie sprenge ich konventionelle Ketten und sehe doch noch gut dabei aus? :-)

    Das ist aber schon eine Interpretation und beantwortet nicht so ganz die Frage...

    ...Fortsetzung in Arbeit...
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  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    lol.
    feststellung: ich bin mit deinen arbeiten etwas hilflos.
    frage: was willst du mit deiner arbeit aufzeigen? worum geht es? ich mein, einerseits sind deine arbeiten sehr gut komponiert, sehr durchgestylt, andererseits haben sie so etwas informelles oder prozesshaftes. aber nicht wirklich informell. irgendwie sitzen sie für mich zwischen den stühlen. ich hab da immer noch son gewisses schema denke, schublade auf , künstler rein, schublade zu. das ganze auch noch in begrifflichkeiten von anno tubak.
    es wirkt halt so auf mich, als ginge es dir um haltung, konkrete malerei im sinne, das was du mit dem pinsel tust ist das bild und nicht etwas was du nur abmalst, sein es vomn ner vorlage oder aussem kopf. aber andererseits biste dann wieder sehr gesteuert, komponiert im klassischen sinne. (sag ja bin überfordert)
    von daher wäre es hilfreich, wenn du dich ein wenig erklären würdest.
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  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    Achso...Dada...bist Du wirklich überfordert oder vielmehr verwirrt?

    Sag mal was, damit ich einen konkreteren Ansatz habe für meine unumgänglich folgenden ausschweifenden Erklärungen...
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  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    Ah! Verstehe! Bist mir mit der Antwort auf meine Frage zuvor gekommen.

    Warte...
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  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    Ist nicht erstmal - zumindest auf den ersten Blick - ersichtlich, dass meine Bilder ein Frauenproblem haben? Sie wollen schön sein, aber geliebt werden wollen sie wegen ihrer inneren Werte...
    dann bin ich wohl auch ne frau. da leide ich nämlich auch dran.
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  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    Ok - erster Versuch der Formulierung auf eine Frage, deren Antwort sich im Prozess der Beantwortung schon wieder verändert...

    Genau das passiert mir auch beim Malen. Das Bild ist letztendlich nur Zeugnis eines Prozesses, ein Ergebnis. Das Wesentliche (für mich) geschieht in diesem Prozess.

    Manchmal möchte ich ein bestimmtes Ergebnis erreichen, von dem ich glaube, es könnte lohnen. Mittendrin merke ich dann: alles langweiliger Käse! Viel zu konstruiert...oberflächlich...Scheisse einfach...


    - Fortsetzung folgt -
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  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    Hihi... das habe ich doch schon mal gesehen und mit einer Bemerkung über Deinen Hang zum Aufgeräumten quittiert :-)
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  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    Also - zurück in medias res:

    Ich verzichte jetzt darauf zu erklären, was ein Bild ausdrücken soll und nehme lieber den Weg über die Beschreibung der Widerstände, denen ich begegne beim Malen.

    Noch besser - ich drück´s mal ganz platt aus der Tube:
    Ich wär so gern so wild - und bin´s dann doch nicht - aaargh! Jedenfalls nicht so richtig. Also bin ich ein wildes Rechteck. Können Rechtecke anarchistisch sein? Pffft....

    Mir ist sehr daran gelegen, das Handwerk zu beherrschen - nach allen Regeln der Kunst sozusagen. Da kann ich ziemlich ehrgeizig sein!
    Um diese Regeln aber dann wiederum souverän zu sprengen (das kann man sicher am besten, wenn man sie auch kennt).

    Unter diesem Aspekt sind meine Bilder einzeln betrachtet nichts weiter als Versuche, Versuche, Versuche - mit unterschiedlichen Intensitäten ausgetragene Kämpfe, von denen ich nicht wusste, dass es sie geben würde.
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  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    ja. der prozess. das gefällt . ;-)
    besonders der letzte satz gefällt mir:

    Mittendrin merke ich dann: alles langweiliger Käse! Viel zu konstruiert...oberflächlich...Scheisse einfach...


    der erscheint mir so richtig aus dem leben gegriffen. und am schlimmsten ist es dann, wenn es scheinbar keiner merkt. finde ich.
    man malt ein bild und jagt irgendwelchen obflächlichen sachen hinterher und dankt selber, sonne driete und alle anderen sagen: boah watt ein schönes bild.
    du "leidest" dann wahrscheinlich auch an deiner vorliebe für schönheit und augenschmeichelei? denn wenn ja wirklich der prozess, dass ist was zählt, dann ist ja letztendlich egal wie das ergebnis aussieht? sollte es zumindest irgendwo sein, andererseits gibt es ja da das eigene schönheitsideal. *kotz*
    ich finde, dass schlimmste was man zu einem bild sagen kann ist leider fast: das ist aber schön. andererseits wünscht man sich das natürlich. zwickmühle. es gilt gesunde kompromisse zu finden.
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  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    "Das ist aber schön" ist eben die Tante-Marlies-Kiste. Je nach Determiniertheit ist es schwer, da raus zu kommen.

    Das ist eine Frage des Mutes. Und der führt zur Freiheit. Darum geht´s!

    Nun - der Weg ist beschritten und ich will das Malen mit Sicherheit nicht zur reinen Beschäftigung mit dem eigenen Ego machen. Dennoch: eine Auseinandersetzung mit meinen Begrenztheiten und Schwächen ist unumgänglich, wenn ich eine wirklich authentische eigene Form finden will, Sujets oder Zustände mittels der Malerei auszudrücken.

    Das das nicht im Rahmen von Kuschelstündchen stattfinden kann, sondern eine mitunter sperrige Angelegenheit ist, war eine mittelschwer überraschende Entdeckung :-)

    du "leidest" dann wahrscheinlich auch an deiner vorliebe für schönheit und augenschmeichelei?

    Geht so! Ich habe gelernt, dass sich Geschmack zum einen schulen lässt. Je tiefer Du in die Materie einsteigst, desto schneller und besser erkennst Du, wo Substanz drin ist oder wo lediglich ein Sieht-fast-so-aus-wie-Kunst-Fake präsentiert wird. Und das ist dann auch der Maßstab, den ich an mich anlege - was zu heftigen Anfällen von Übellaunigkeit führen kann :-) Vor allem, wenn ich beim Malen merke, dass mich mein eigener Gänseliesel-Ästhetikanspruch daran hindert, frei zu sein für mutigeres, weniger zögerliches Agieren an der Leinwand. Nichts gegen Ästhetik! Ich möchte sie jedoch in einem nicht so durch Konvention geprägten Bereich finden.

    "Finden" - das ist ebenfalls ein zentrales Begehren (schönes Wort, nicht wahr?). Hier und da gelingt es mir. Mehr als Zustand denn als Ergebnis.

    Etwas finden, das einerseits in unmittelbarer Beziehung zu mir steht, aber mich auch gleichzeitig verschwinden lässt. Nicht, das ich dabei gross wüsste, was ich tue. Diese seltenen Momente sind jedoch sehr glückliche Momente. Auflösung und Verdichtung gleichzeitig.

    Alice hinter den Spiegeln...
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  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    tja, sich selber aus der eigenen falle zu befreien ist nicht einfach.
    Das ist eine Frage des Mutes. Und der führt zur Freiheit. Darum geht´s!
    gefällt mir.

    Je tiefer Du in die Materie einsteigst, desto schneller und besser erkennst Du, wo Substanz drin ist oder wo lediglich ein Sieht-fast-so-aus-wie-Kunst-Fake präsentiert wird. Und das ist dann auch der Maßstab, den ich an mich anlege - was zu heftigen Anfällen von Übellaunigkeit führen kann Vor allem, wenn ich beim Malen merke, dass mich mein eigener Gänseliesel-Ästhetikanspruch daran hindert, frei zu sein für mutigeres, weniger zögerliches Agieren an der Leinwand. Nichts gegen Ästhetik! Ich möchte sie jedoch in einem nicht so durch Konvention geprägten Bereich finden.


    das ist sonn ding: einerseits gibt es diese "sieht so aus wie kunst fakes". die sind sicherlich nicht so der hit, andererseits stellt sich aber doch die frage(bezüglich malerei): macht denn malerei überhaupt noch sinn? hat sie überhaupt noch einen kunstanspruch? oder noch anders gefragt, reicht malen noch aus? komt es nicht vielmehr auf die damit verküpfte haltung an und das eigentliche bild ist egal? außer für den eigenen ästhetischen anspruch? denn der ist ja im grunde positiv, treibt er doch zu immer neuen versuchen. vorsicht ist meiner meinung nur geboten, wenn es nur darum geht einen oberflächeneffekt zu erzielen und nachzuahmen, den "sieht so aus wie kunst" fake. der kann übrigens sehr vielseitig sein und beschränkt sich nicht auf malerei.

    mir gefällt auch, dass du den anspruch hast, dich weg von den konventionen zu bewegen. wie immer die auch aussehen. und das mit den "heftigen anfällen von übelllaunigkeit" kommt mir nur allzu bekannt vor.
    diese momente, in denen man mal wieder merkt, dass man den eigenen ansprüchen nicht genügen kann. bittere pillen der erkenntnis.
    andererseits gibt es einem natürlich irgendwo die kraft, es dann trotzdem nochmal zu versuchen. die jetzt erst recht mentalität.

    malerei ist auf jedenfall eine sehr persönliche sache und von daher muß sie auch zu einer ausseinandersetzung mit sich selber werden, mit den persönlichen schwächen und und begrenztheiten. die wenigen lichten momente des findens, des einsseins gilt es zu genießen. sind eh recht rar und schnell vorbei.

    auf jedenfall weiß ich jetzt deine bilder besser einzuordnen(lag aber gar nicht soweit daneben).danke.
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  • xorefa (billie)
    xorefa (billie)
    Hallo Ihr Zwei,
    ich mische mich jetzt da ganz frech ein....
    Also ich sage, wenn ich ein Bild spontan schön finde... basta... das entspeicht meinem Naturell...

    Geschmäcker ändern sich, stimmt... aber das tut dem Schönsagen keinerlei Abruch, denn wer schön sagt, kann genießen.. und ich genieße gern, nacher denke ich nach....

    Nun, der Punkte hier ist aber wohl der, dass man konstruktive Kritik möchte.Nach dem Genuss. So fand ich gestern Pelles Ausführungen bezüglich Frauenbilder interessant und es gibt nun mal zwei Geschlechter, da führt kein Weg vorbei und die Evolution der beiden war unterschiedlich. Ich sehe das völligst emotionslos, eher mit Neugierde. Und manche Dinge sind typisch.. wie z.b., dass Frau nie weiß was links und rechts ist und mann nie zwei dinge auf einmal machen kann.. das sind platitüden, ich weiß, aber meine Erfahrung zeigt, es stimmt verdächtig oft. Und bei mir stimmt es mit dem rechts und links.

    Zu seinem eigenen Stil finden, ist ein langer Weg und man geht ihn vermutlich nie zu Ende. Man sollte immer sein gefürchtester Kritiker sein, und wer mit seinen Bildern wirklich zufieden ist, befindet sich meiner Meinung nach in der Sackgasse. Man hat soviel Eigenheiten, schon allein die Pinselführung, das Farbgefühl. Auf der Suche sein, muss ein Künstler, tut er das nicht, malt er ab. Und wie ich dazu stehe, ist ja bekannt. Und diese Suche in seinen Bildern ausdrücken zu können, ohne zu dilletantieren, wer das kann, von dem bin ich beeindruckt.
    Mich würde mal interessieren, was so mancher für eine Persönlichkeit hinter den Bildern vermutet.. inwiewit offenbahrt man sich, inwieweit versteckt man sich.. und was will man selber? Der Ansatz von Brooklyn ist gut und schonungslos ehrlich für mich. Ich bin nicht so ehrlich. Ich spiele mit dem, wie ich gerne sein würde.
    Ich fände es gut, wenn man sich diesbezüglich über Bilder austauschen könnte, was man sieht, wen man sieht. Es ist unheimlich spannend, denn manchmal wird einem dann klar, dass man sich lieber etwas vorlügt oder auch nicht.

    lg
    xorefa
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  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    macht denn malerei überhaupt noch sinn? hat sie überhaupt noch einen kunstanspruch? oder noch anders gefragt, reicht malen noch aus? kommt es nicht vielmehr auf die damit verknüpfte haltung an und das eigentliche bild ist egal? außer für den eigenen ästhetischen anspruch? denn der ist ja im grunde positiv, treibt er doch zu immer neuen versuchen.


    Den ästhetischen Anspruch würde ich gerne als Kriterium mal weglassen. Wir hatten ja bereits festgestellt, dass der häufig in die Sackgasse führt, wenn er sich nicht vom konventionellen Anerkennungs-Schema zu lösen vermag.

    Die Frage ist doch vielmehr: Wie weit kann ich mich einlassen auf meine eigenen Widerstände und Widersprüchlichkeiten, denen ich unerfreulicherweise begegne? Wie unabhängig oder abhängig bin ich? Diese Auseinandersetzung kann ziemlich bedrohlich sein, weil zutieftst persönlich. Der Anspruch in der Kunst liegt für mich darin, eine eigenständige Bildwelt zu schaffen, in der ich meine subjektiv gültigen Aussagen visualisiere.

    Das wiederum ist ein Prozess. Und der unterliegt der Veränderung. Im günstigsten Fall einer evolutionären Entwicklung.
    Anders ausgedrückt:
    Eine Waldspitzmaus kann sich als lieben Gott immer nur eine Super-Waldspitzmaus vorstellen.
    Diese Erkenntnis ist schon mal ein guter Anfang...

    Ich habe nicht vor, die Kunstwelt zu revolutionieren und ob meine Sachen irgendjemandem gefallen, sollte mir auch schnuppe sein.

    Ohne diese Unabhängigkeit geht´s nun mal nicht!
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  • uaetcoc
    @brooklyn

    zitat:
    und ob meine Sachen irgendjemandem gefallen, sollte mir auch schnuppe sein.

    "sollte" oder "ist" es ? :wink:

    liebe grüsse, cocteau


    sorry, konnte es mir nicht verkneifen, kannst auch einfach mit einem vernichten "schweige idiot" oder so antworten..... :wink: nehme es dir sicherlich nicht übel....
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    "Schweige Idiot" würde ich der Form halber nur auf lateinisch absondern :-))))

    Das "sollte" heisst konkret:
    Theoretische Einsicht und praktisches Vermögen klaffen noch ein wenig auseinander, wie so häufig im Leben. Aber: Ich bin guten Mutes. Ich arbeite dran.

    Vielleicht finde ich irgendwann zu einer ganz neuen Synthese: Zurück zur Schönheit durch die Überwindung des Schönheitsanspruchs - etwas in der Art.

    Der Gründer von IBM (ich glaube, der war´s) hat mal gesagt: "Um Erfolg zu haben, muss man den Mut haben, seine Versagensquote zu verdoppeln."
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  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    Eine Waldspitzmaus kann sich als lieben Gott immer nur eine Super-Waldspitzmaus vorstellen.
    das ist leider ein sehr großes problem. daran leidet nicht nur die waldspitzmaus, sondern ich auch. leider. deshalb wirkt man dann schnell als aufgeblasener fatzke.
    aber wie du so schön schreibst, es ist ein guter anfang. die erkenntnis der eigenen beschränktheit.

    und der traum von der (kunst) revolution, der ist ein traum. darüber solte man sich klar sein. sehr schön finde ich auch den satz
    Theoretische Einsicht und praktisches Vermögen klaffen noch ein wenig auseinander, wie so häufig im Leben. Aber: Ich bin guten Mutes. Ich arbeite dran.
    den würde ich auch unterschreiben. sollte aber nicht das verfallen in die selbstherrlichkeit bedeuten(hab ich jetzt auch nicht so intepretiert/war nur ein einwand).
    für mich kann ich auch nur sagen, es gibt eien unterschied zwischen gefallen und gefallen wollen um jeden preis. soll heißen: wenn etwas schön ist, dann ist vielleicht winach wirklich schön. schönheit ist ja zunächst nix schlechtes. aber wenn es nur darum geht, etwas schön zu machen, damit man ja den bauch gepinselt kriegt, ist dass sicher der falsche weg(in meien augen). genug labber labber erstmal.
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  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    Mir ist sehr daran gelegen, das Handwerk zu beherrschen - nach allen Regeln der Kunst sozusagen. Da kann ich ziemlich ehrgeizig sein!
    Um diese Regeln aber dann wiederum souverän zu sprengen (das kann man sicher am besten, wenn man sie auch kennt).
    über den satz denke ichschon heute den ganzentag immer mal iweder nach. liegt wohl daran, das ich hier seit jahren ne diskussion darüber führe.
    hier nun meine gegenthese dazu: was, außer balast, bringt es dir, wenn du irgendwelche regeln kennst und beherrscht, die du im grunde außer kraftsetzen willst? wenn du sie außer kraft setzen oder verletzen willst, heißt das doch, das du sie ablehnst? trotzdem willst du dich in dem system bewegen, das du ablehnst? quasi willst um die skalverei ablegen zu können erstmal sklave sein?
    ich sehe das so: bei bedarf beschäftige ich mich mit etwas. aber warum mit realistischen zeichnen beschäftigen, wenn ich das als unnötig und langweilig ablehne(ist nur ein beispiel)? bringt doch nix, oder doch? tja, sowieso alles nur theorie.
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  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    Erinner Dich an die ersten Tanzstunden! Schrecklich! Steif wie ein Block. Jeder Schritt mit Denken verbunden. Eins rechts - zwei links - autsch! Das wird geübt. Bis Du´s drin hast. Ohne zu denken. Dann wirst Du mutiger. Kannst improvisieren. Beherrschst die Standards. Veränderst die Standards. Kannst Dich auf Dein Können verlassen. Wagst eigene Interpretationen. Verlässt die Standards. Probierst aus. Veränderst. Lässt Deinen Körper seine eigene Sprache finden. Intuitiv. Spielerisch. Wachsend.

    Wie soll ich Regeln überzeugend ablehnen oder modifizieren, wenn ich sie nicht mal kenne? Sie ausser Kraft setzen, heisst keinesfalls, sie abzulehnen. Vielleicht verändere ich sie ja nur. Vielleicht stelle ich sogar neue auf. Der Ursprung jeder Regel übrigens... Woher sollten sie sonst kommen? Es gibt ja auch ganz nützliche Regeln (erst bei Grün über die Ampel gehen, ist z.B. eine).

    Ich für meinen Teil lehne allenfalls ab, mich der praktischen Perfektionierung sämtlicher Fähigkeiten zu widmen: Kennenlernen, versuchen und erst im nächsten Schritt das ein oder andere als für mich nicht ganz so wichtig klassifizieren.

    Es mag seeehr vereinzelt mal Menschen geben, die als das Supernaturtalent von Gottes Gnaden geniale Werke vollbringen ohne die "Schulbank" ihrer Kunst gedrückt zu haben. Aber darauf, dass ich einer davon bin, verlasse ich mich eher nicht :-) Mein Potential braucht hin und wieder Aufgaben und Übungen, um sich zu entwickeln.

    Und jetzt mal eine ziemlich kompromisslose Position: Regellosigkeit aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit ist keine hinreichende Qualifikation, sich als "revolutionären" Künstler zu betrachten.
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  • El-Meky
    El-Meky
    hallo brooklyn.


    kann dir echt nicht zustimmen, schon garnicht dein Abschlusssatz !

    kann dir jetzt nicht sagen warum, es ist aber so.

    ich habe , um beim Beispiel Tanzen zu bleiben, verschiedene Tänzer kennengelernt.
    die einen Klassisch, andere Rythmisch Südamerikanisch usw..

    die haben einen Stil bis fast zur perfektion gelernt und trainiert und waren in diesem Stil gefangen, meisst auch aus Hingabe.
    aber sie konnten sich nicht mehr ändern und andere Stilrichtungen ausprobieren und evtl lieben lernen.
    sie fühlten sich sicher und stark in eben nur einer Tanzrichtung.
    Freche flexibilität war ausgeschlossen.



    liebe Grüsse :wink:
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