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  • In welcher Stimmungslage seid ihr eigentlich kreativ?

  • Nathalie
    Nathalie In welcher Stimmungslage seid ihr eigentlich kreativ?
    In welcher Stimmungslage seid ihr eigentlich kreativ?

    Sind für euch die Stimmung, das Ambiente, die innere Ruhe usw. wichtig,
    oder könnt ihr einfach so „drauf los legen“?

    Vielleicht muss man auch zwischen „Profis“ und „Autodidakten“ unterscheiden…

    Für mich sind die Tagesform, die externen Umstände (Licht, Musik, Ambiente) wichtig, denn ich möchte ja im Grunde etwas Positives herüberbringen, bzw. meine positiven Stimmungen und Energien auf die Leinwand bringen und lasse mich dann von meinem Herzen führen.

    Negative Stimmungen lebe ich anders aus: für mich alleine.
  • Sabrina Junker
    Sabrina Junker
    Wenn ich ganz miese Laune habe krieg ich nichts auf die Reihe. Nimm dann garnicht erst nen Stift in die Hand.
    Gut gelaunt klappts und je mehr ich unter Zeitdruck "leide" desto besser läufts sogar.
    Ideen kommen mir bei jeder Stimmungslage. Aber zur Umsetzung hab ich bei schlechter Laune halt null Bock ;)
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  • 0691knarF
    als Laie und Anfänger würde ich es nicht kreativität nennen, eher Lust am Zeichnen oder Malen..

    dass ist stark abhängig wie der Tag gelaufen ist, da ich mein Geld mit was anderem Verdiene und nicht unter Schaffensdruck stehe. Es muß schon Ruhe da sein, vielleicht auch gemeinsam mit Kids oder Freunden malen, bin in der Hinsicht recht gesellig.
    LGF
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  • musrednar
    die sache mit brinchen's zeitdruck wirkt bei mir komischerweise auch oft.

    ansonsten bevorzuge ich eher die gedämpfte stimmung für den kreativen entwicklungsprozess im kopf, die kribbelig unruhig lebendige stimmung für die umsetzung und die fast nie zufriedene aber doch "endzeit"-stimmung für das kritische betrachten nach einer selbst aufgezwungenen fertigstellung ...
  • sonadora
    sonadora
    eigentlich in jeder stimmungslage, aber sind dann die ergebnisse sehr unterschiedlich, ob ich nun gut gelaunt oder eher mies drauf bin, ob traurig oder ausgelassen fröhlich.
    könnte mir vorstellen, dass 'professionelle' künstler da anders mit umgehen? würde mich interessieren, bei auftragsarbeiten zum beispiel, die müssen ja stimmungsunabhängig fertig gestellt werden...
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  • El-Meky
    El-Meky
    ich denke mal, meinen Bildchen siehts man garnicht an, was ich da vorher , also bevor es ans eigendliche malen geht, für starke Stimmungen durchlebe.
    Es ist manchmal wie ein Grippeinfekt,
    manchmal sinds Tränen, aber immer viele Gefühlswirbeleien...
    und dann brauche ich Ruhe.
    es ist wirklich körperlich zu fühlen, so wie bei einer 'echten' Geburt. es drückt sich regelrecht raus, wenns soweit ist .und dann male ich .
    Ruhe und Abgeschiedenheit und die Nacht sind ein muss, wenn ich male.

    wenns mir super gut geht, widme ich mich eher den weltlichen Dingen, die nix mit malen oder Kunst zu tun haben. rausgehen, Freunde treffen, tanzen, shoppen ,renovieren, und all sowas.
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  • musrednar
    sonadora, ich denke, dass auftragsarbeiten einfacher "stimmungsunabhängig" zu fertigen sind, da hier ja meist der kreative prozess schon abgeschlossen bzw. das ergebnis oft vorgegeben ist. im vergleich zu "freien" arbeiten, die doch sicher mehr spielraum lassen und dafür aber auch mehr energie verbrauchen/freigeben/etc.

    was wohl nicht auf auftragsarbeiten von z.b. illustratoren 1 zu 1 umzusetzen ist (den kreativen prozess betreffend) ...
  • Sabrina Junker
    Sabrina Junker
    Ich denke mit schlechter Laune kann ich nichts Gescheites auf die Beine stellen. Das ist im normalen Alltagsgeschehen doch auch so. Ok, zum Spülmaschine einräumen brauch ich keinen Höhenflug, aber vielleicht fällt dann der ein oder andere Teller weniger hin ;)
    Bei mir ist das so .. ich zeichne gerne. Und Dinge die ich gerne mache kann ich dann nur angehen, wenn ich nicht grad in der Verfassung bin irgendwas kaputt zu machen (nur so als Beispiel gedacht ;))
    Kreativ sein oder (künstlerisch) schaffend kann ich nicht bei schlechter Laune.
    Unter Zeitdruck zu arbeiten ist ja nicht negativ gemeint. Ich greif dann auf Ideen oder Arbeiten zurück die ich längst verdrängt hatte.
    Eigentlich kann ich unter der Vorraussetzung sogar am besten arbeiten :)
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  • cobolt
    cobolt
    Der Trick für mich ist kreative Phasen parallel auf mehrere Bilder zu verteilen. Wenn ich dann für Schaffungsphasen nicht in Stimmung bin, kann ich mich mit Routineausarbeitung der angefangenen Sachen beschäftigen. So hab ich keine Lücken in der Produktion. Kreative Phasen sind Ideenphasen und bei mir völlig unabhängig vom Gemütszustand, eher von der Kondition.
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  • El-Meky
    El-Meky
    hab grad nachgedacht, warum ich gerade dann gerne male, wenn ich schlecht drauf bin.
    ich glaube , das Malen ist mir dann wie eine Flucht. weil wenn ich male, denke ich nix.
    das malen bugsiert mich in eine sehr angenehme Stimmung. weit weg von allem was mich da belastet.
    wie in eine schillerne Seifenblase kriechen ist das dann.
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  • sonadora
    sonadora
    vielen dank barbara, stimmt ja, daran hatte ich nicht gedacht, dass bei auftragsarbeiten die wichtigsten entscheidugen ja schon getroffen sind...

    heliopo, tut gut zu lesen, dass sich andere auch so quälen, bis die ideen sich ihren weg durch einen hindurch gefunden haben, und zu einem bild werden...
    oder (in meinem falle) eben manchmal auch nicht... und vorerst nach hinten geschoben werden müssen, um sich dann später doch wieder vorzudrängeln...
    hach, bin so sentimental heute...
    ;-)
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  • 0691knarF
    das mit dem "nicht Denken" kann ich bestätigen... ich versinke beim Malen, vergesse die Zeit, es ist fast wie ein meditativer Prozeß
  • NIWREW
    Bei meinen ganzen Arbeiten bin ich in den verschiedensten Stimmungslagen aktiv gewesen.
    Wertvoll war für mich die Eigenerfahrung,als ich
    mir für 3 Stunden die Augen verbunden habe und damit dann nur durch das Abtasten auf meiner Arbeitsfläche klar zu kommen.
    Kalter Arbeitsraum ca.3 Minus war auch eine Erfahrung.
    Eine Verzweiflungstat bei der 10 Liter Dispersion und alles was an Acryl vorhanden war auf meinem Körper verschmotzt wurde und ich Stunden brauchte um alles zu reinigen.
  • El-Meky
    El-Meky

    Eine Verzweiflungstat bei der 10 Liter Dispersion und alles was an Acryl vorhanden war auf meinem Körper verschmotzt wurde und ich Stunden brauchte um alles zu reinigen.


    Oiii ;o))
    Signature
  • Nathalie
    Nathalie
    "das Malen ist mir dann wie eine Flucht. weil wenn ich male, denke ich nix"

    Aber wiederspiegelt die Arbeit nicht den Seelenzustand?
    Nicht denken beim Arbeiten kann ich mir nicht wirklich vorstellen; es ist eher eine andere Form, des entspannten Denken...
  • 0691knarF
    @ magic:
    das mag bei der Figuralen Malerei zutreffen, aber im Abstrakten kann doch der Impuls ohne den störenden Verstand fließen, da ist die Bewegung unmittelbar Bildgebend
  • Mausopardia
    Mausopardia
    sonadora, ich denke, dass auftragsarbeiten einfacher "stimmungsunabhängig" zu fertigen sind, da hier ja meist der kreative prozess schon abgeschlossen bzw. das ergebnis oft vorgegeben ist. im vergleich zu "freien" arbeiten, die doch sicher mehr spielraum lassen und dafür aber auch mehr energie verbrauchen/freigeben/etc.

    was wohl nicht auf auftragsarbeiten von z.b. illustratoren 1 zu 1 umzusetzen ist (den kreativen prozess betreffend) ...


    also da muss ich jetzt rebellieren...das ist nicht korrekt. eine auftragsarbeit ist manchmal fast stress, die erwartungen hoch und nun...hast schlechte laune oder null bock...dann läuft gar nix...dann schaue ich KN und schon muss ich lachen...hab gute laune...und es läuft...wie geschmiert ...äääh wunderbar! ;-)))))

    in diesem sinne...mache ich mich jetzt an´s werk! ;-)

    und Magique auch autodidakten können profis sein!
  • Nathalie
    Nathalie
    ich weiß nicht Frank; was für den Betrachter abstrakt ist, ist für den Schaffenden real: er "denkt" sich ja etwas dabei und setzt ein Gedanke um... und jeder interpretiert den Gedanken/die Arbeit anders..

    Es ist wie bei der Musik, beim Tanz.
  • El-Meky
    El-Meky
    man kann tanzen ohne Verstand.
    der Körper folgt den Rythmen.
    wie beim malen.
    das Auge folgt der Hand .
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  • sonadora
    sonadora
    @heliopo:
    naja irgendwie muss das auge ja das bild aus dem kopf schon auf der leinwand 'sehen'. und die hand den konturen folgen, die gedanke abmalen, sozusagen. also folgt vielleicht doch die hand dem auge?
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