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  • "Abdeckflüssigkeit" bei Ölmalerei

  • ilwoh "Abdeckflüssigkeit" bei Ölmalerei
    Hallo!
    ich habe eine technische Frage: ich möchte bestimmte Partien der Vorzeichnung meines Ölbildes vor Übermalung schützen und später die idealerweise "jungfräuliche" Leinwand zur detaillierten Bearbeitung "freilegen". Gibt es in der Ölmalerei - also vergleichbar wie bei Aquarell - eine Abdeckflüssigkeit/"Rubbelkrepp - ein Mittel, das auf die Leinwand aufgepinselt wird, über das ich unbekümmert drüber malen kann und das ich dann - wie einen Schutzfilm - abnehmen kann?
    Tipps von Euch wären klasse!
  • El-Meky
    El-Meky
    ich würde es mit feinem Kreppband abkleben.
    gibts im Baumarkt .
    Gruss Ella
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  • ilwoh
    Daran habe ich auch schon gedacht, Ella, taugt aber nicht, wenn ich sehr filigrane Formen abdecken möchte.
    Aber wenn dieser Rubbelkrepp bei Papier und Aquarellmalerei funktioniert, müßte es auf Leinwand eigentlich auch funktionieren. Ich werd´s einfach mal probieren.
    Gruß
    Howli
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  • El-Meky
    El-Meky
    das Problem bei Rubbelcrepp ist, dass du es nicht allzulange drauflassen kannst, weils sich sonst wohl schwer bis garnichtmehr ablösen lässt.
    also über Nacht soll wohl schon zu lange sein. allerdings gilt das nur für Papier.
    eine Leinwand hält da schon mehr aus, wenns ums abrubbeln geht glaub ich .
    wie immer, probieren geht über studieren :o))

    viel Glück
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  • ilwoh
    Hm, da ich mit meiner Lasurtechnik eher langsam unterwegs bin, ist der Rubbelkrepp wohl nicht so ideal. Werde trotzdem mal an einer unauffälligen Stelle den Rubbeltest machen und ansonsten vielleicht mal mit Latex experimentieren...
    Danke für´s feedback!
    howli
  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Ich habe gestern in einem neuen Buch über Ölmalerei gelesen, dass man dazu Latex nimmt. Probiert habe ich es selber aber noch nicht.
    LG Margit
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  • Art- mut
    Art- mut
    Als ich noch als Druckvorlagenhersteller mein täglich Brot verdient habe, habe ich viel mit einem roten Abdecklack gearbeitet. Nun wird ja alles mit Photshop am Compi gemacht. Ich weiß nicht ob es den Lack noch so einfach zu kaufen gibt wie früher. Aber vielleicht fragst Du mal im Fachgeschäft (Schacht und Westrich oder Läden die Fotopapier anbieten).
  • ilwoh
    @Art-mut: roter Abdecklack...klingt gefährlich ;-)

    @Margit: so ein Buch über Ölmalerei mit handfesten technischen Tipps würde mir gut zu Gesicht stehen, wie lautet denn der Titel?

    Ansonsten: der Rubbelkrepp ist für diesen Zweck nicht empfehlenswert. Ich habe gestern Bildteile mit Art Masking Fluid (for water colour..) maskiert und dann mit kühnem Strich auf der gesamten Leinwand einen Untergrund angelegt. Wo die Ölfarbe nur ganz dünn auf den maskierten Partien verteilt ist, läßt sich der Krepp ganz phantastisch wie eine Gummihaut abziehen. An anderen Stellen wiederum ist das Fluid eine verhängnisvolle Fusion mit der Farbe eingegangen..und ich muss jetzt mühsam die Schweinerei abrubbeln und habe an allen Stellen der Leinwand fettige Krepp-Krümel...
  • dirgiSpoT
    latex is keine doofe idee: löst sich nach trocknung recht gut durch wasser... am besten mit handelsübl. schwamm "abwischen"
  • Art- mut
    Art- mut
    Klingt nur so. Laäßt sich rückstandslos abziehen.
    (zumindest in den allermeisten Fällen!;))
  • Anja Schartl
    Anja Schartl
    Das Experiment mit dem Rubbelkrepp und der Ölfarbe habe ich auch mal vor geraumer Zeit durchgeführt und dabei die gleichen Erfahrungen gemacht. Sah auch irgendwie interessant aus, aber entsprach leider überhaupt nicht dem, was ich mir vorgestellt hatte.

    Bei Aquarell ist halt der große Unterschied, dass die Farbe durch den Wasseranteil vom Rubbelkrepp abperlt und drumherum ins Papier eindringt, keine Verbindung mit dem Rubbelkrepp eingeht, sondern klar voneinander getrennt bleibt. Das funktioniert bei der Ölfarben einfach nicht.

    Habt Ihr inzwischen mal den Versuch mit Latex gemacht? Und mit welchem Ergebnis? Oder habt Ihr andere Methoden gefunden?

    Diesen roten Abdecklack "Abziehfilm rot" kenne ich auch noch aus meinen Zeiten als Druckvorlagenherstellerin. :) Gibt's tatsächlich immer noch im Handel. Hab sogar noch aus alten Zeiten ein fast volles Fläschchen zu Hause und werde es gleich mal testen und dann in den nächsten Tagen berichten, nehme allerdings an, dass der rote sehr intensive Farbstoff ins Gewebe bzw. die Grundierung einziehen wird. Fotopapier und Filme sind ja nun mal ganz anders beschaffen als eine Leinwand. Nun denn, Versuch macht kluch. ;)

    Aber wie gesagt, mich würden auch weitere Erkenntnisse zu diesem Thema interessieren! Der Buchtitel interessiert mich ebenfalls. Ich suche schon länger nach solchen praktischen Tipps, finde aber leider immer nur Bücher mit Step-by-step-Anleitungen "Male dieses Bild Obstschale auf Küchentisch in folgenden 7 Arbeitsschritten\" Damit kann ich nix anfangen.
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  • Jürgen Stieler
    Jürgen Stieler
    Es gibt Abdeckfilm für die Airbrushtechnik, der allerdings auf anderen Malgründen als Papier nicht fest genug haftet. DCFix-Folie oder selbstklebende Bucheinbandfolie lässt sich mit einem feinen Cutter filigraner zuschneiden als sich Rubbelkrepp auftragen lässt. Weiterhin könnt ihr aus festerem Papier oder Transparentpapier Schablonen schneiden, die mit mit einem speziellen Sprühkleber auf der Rückseite eingesprüht und dann aufgelegt werden (guckt mal in die Kataloge, viele Kleber gibt es als permanent und wieder ablösbar). Die so hergestellten Abdeckformen lassen sich prima als Schablonen nutzen!

    Beste Grüße - Johnny
  • Anja Schartl
    Anja Schartl
    Danke Johnny für den Tipp, aber für mich eignet sich das mit den Folien leider nicht, da ich Linien direkt auf die Leinand zeichne und diese dann abdecken möchte - dazu müsste ich die Folie auf der Leinwand zuschneiden, und das Ergebnis würde sicher auch keine gezeichneten Linie gleichkommen, obwohl ich recht geübt bin im Umgang mit Cuttern. Teilweise möchte ich auch nur kleine Punkte abdecken, die würde ich mit den Folien nie so fein draufgefriemelt bekommen.
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  • ilwoh
    Habe eine alte pn gefunden (verspäteten Dank dafür an dieser Stelle ;) mit dem Tipp, es mit Wachs zu probieren. Soll bei Acryl jedenfalls funktionieren.
    Ich habe das Experiment allerdings nicht weiter verfolgt, bin aber an Erfahrungswerten weiterhin interessiert.
  • Anja Schartl
    Anja Schartl
    Mit Wachs hab ich auch schon gearbeitet. Funktioniert tatsächlich auch bei Ölfarben ganz gut. Aber wie trägt man das am besten gezielt und feinlinig auf?
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