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  • Striche, Punkte oder Kleckse

  • tylin
    tylin Striche, Punkte oder Kleckse
    hi  :)
    Nun ich frag mich immernoch ab welchem zeitpunkt man sich als künster bezeichnen darf.
    Frage: Ist ein Klecks, Strich oder ein Punkt auf der Leinwand kunst?
    Sind solche trivialen Handbewegungen mit dem Pinsel gleich kunst oder trift das nur auf leute zu die in der Kunstszene bekannt sind und dies als Abstrakt bezeichnen?

    Gruß pieta  :)
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  • flow_thgin
    Hallo!
    Ich würde sagen, es kommt auf die Absicht an. Was wolltest Du mit dem Punkt oder der Linie ausdrücken? Selbst wenn dir einfach nur der Farbeimer umgekippt ist, wird vielleicht ein anderer sagen, Du hättest das Geheimnis des Kosmos gelüftet. Alles Interpretationssache.
    Ich nenne mich Künstlerin. Habe keinen großen Namen. Nenne mich so, weil mir das Malen ein Bedürfnis ist und ich mich so mit meiner Umwelt auseinander setze.
    Ob Du Dich Künstlerin nennen willst, ist allein Deine Entscheidung.
  • tylin
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  • tylin
    tylin
    hi nochmals

    ich hatte eigentlich was anderes geschrieben aber na ja.

    Ich schrieb: Nightwolf ich geb dir vollkommen recht. Jedoch gibt es auch menschen, die solche bilder von einer anderen perspektive betrachten. Jedenfalls brauche ich eine bestimmte atmosphäre, wenn ich male. Inspirieren las ich mich von vielen dingen, jedoch überfallen mich diese Eindrücke nicht immer. Ansonsten male ich immer wenn ich diese bestimmte ich muss malen laune habe.

    gruß pieta
    Signature
  • netsraC
    Manchmal kommen mir doch schon große Zweifel ob man Kandinsky udn Konsorten als Künstler bezeichnen kann. Ist der Zweck oder der Sinn wirklcih alles, oder ist nicht auch das Handwerk wichtig?

    Carsten
  • eibreH
    :)
    Eine solche Frage ist meiner Meinung nach noch allgemeiner zu fassen...

    Wer einen Klecks, Strich oder sonstwas auf ein Papier macht gibt wieder was er gerade (un-)bewusst gedacht hat und als Steuerimpuls an seine Hand wiedergibt. Das Ergebnis ist eine Art Spiegel des momentanen Seelenlebens, aber ich denke dass man nicht immer sehr viel in solche Bilder hineininterpretieren muss. Denn oftmals hat sich der Künstler doch selbst nicht allzuviele Gedanken gemacht oder spezielle Absichten verfolgt, - er hat einfach intuitiv und kreativ gehandelt.

    Der Mensch an sich sucht doch immer auf irgendeine Weise etwas zu schaffen, was mehr oder weniger einmalig ist.
    Jede Plastik und jedes Bild stellt doch dar was der Künstler tun wollte. Vor allem muss man "Kunst" und "Kunstfertigkeit" unterscheiden. Kunstfertigkeit ist es nämlich wenn man z.B. eine Landschaft photorealistisch abbilden kann.
    "Kunst" aber bereits wenn man nur den Versuch startet und die persönlich wahrgenommenen und für wichtig befundenen Charakteristika wiedergibt (auch wenn es nicht so "perfekt" ist).


    Nunja, denkt darüber nach...


    - Herbie.        8)
  • netsraC
    Ich kann das nicht ganz nachvollziehen.
    "Was er gerade denkt, auf ein Papier bringen" etc. MAnchmal halte ich es einfach nur für Provokation und Auflehnung gegen Alte Meister. Wenn ich mir zum Beispiel Beuys so anschaue, seine Fettecken, seine alten Salami-Brötchen etc. Brauchen wir das wirklich?
    Können andere dieses Denken überhaupt nachvollziehen?
    Wer bestimmt überhaupt, das solche "Werke" ausgestellt werden oder ganz allgemein als Kunst angesehen werden?

    Carsten
  • niarbciledehcysP
    "Strich-und-Klecks-Kunst" gehört in die eigene Sammlung verbannt und sollte nicht als Betrachtungsobjekt freigegeben werden. Jeder assoziiert etwas anderes in solche Bilder. Deshalb verfehlen sie meiner Meinung nach das, was Kunst ausdrücken soll. Ein klares Gefühl. Ich will diese Meinung nicht verallgemeinern. Trotzdem sollte man sich mal Gedanken darüber machen was heutzutage Kunst überhaupt noch ist. Der Begriff "Kunst" wird viel zu sehr gedehnt.
  • Wenn der Sinn des Lebens sein sollte, alles miteinander zu vereinbaren, müsstest du auch unklare Gefühle zulassen. Oder ambivalente.
    Und natürlich auch Kunst freigeben, statt zu verbannen.
    Da das Leben aber aus miteinander konkurrierenden Gegensätzen besteht, kann ich mich beruhigt zurücklehnen. :-/
  • eibreH Eben !!!
    :)

    Genau das ist es doch, - wenn einem solche Kunst mit "Strichen und Klecksen" nicht gefällt, so muss man sie sich doch auch nicht ansehen. Sie muss auch nicht unbedingt verstanden werden. Trotzdem kann sie Ausdruck dessen sein was der Künstler eben gerade verspürt hat.

    Außerdem ist es ja gerade diese Vielfalt, und unterschiedlichen kreativen Ausdrücke, wodurch die Menschheit sich entwickeln kann.

    Im 3.Reich wurde solche "entartete Kunst" übrigens verboten. Wenn jmd. also der Ansicht ist so etwas gehört der Öffentlichkeit vorenthalten oder gar verboten, so stellt er sich meiner Meinung nach auf dieselbe primitive Stufe wie damals verantwortliche "Nazi-Bonzen".
    Es gehört nunmal zur Meinungsfreiheit und der freien Entfaltung der Menschen, in solcher Weise gestalterisch tätig sein zu dürfen.
    Ob man das jetzt unterstützt indem man Eintritt für derartige Ausstellungen zahlt und sich das ganze anschaut, - das kann jeder für sich entscheiden.
    Man kann es auch "schwachsinnig" finden (das ist ja dann auch wieder eine persönliche Meinung die respektiert werden muss), - aber generell verbieten kann man derartiges nicht.


    - Herbie.        ::)    8)
  • netsraC
    Wer ist denn schon für's verbieten? Ich fragte nur: Ist das Kunst, wer bestimmt, daß es Kunst ist? Wer bringt es in die Galerien (Kleckse, Fettecken etc)?

    Carsten
  • eibreH
    :)
    Sorry!

    Aber bei einem Beitrag hier habe ich etwas von "verbannen" gehört und ich denke eben dass man nicht so pauschal sagen kann "das gefällt mir nicht, ich finde es schwachsinnig und es gehört daher verbannt" ...

    Nichts für Ungut!


    - Herbie.        :-[      ::)     8)
  • tylin
    tylin
    hi  :)
    ich finde alles was ich tue kreativ sei es das malen oder schreiben!
    etwas anderes ist es, wie andere leute meine sachen finden.
    Individualität ist doch wichtig. Gebe es keine unterschiedlichen menschen oder geschmäcker, dann würde auch die vielfalt fehlen oder die kreativität. ich finde auch kandinsky hat tolle werke, nur kann ich es nicht so nachvollziehen wir er jedoch ist es doch viel interessanter, wenn der betrachter dieses bildes seine eigene interpretation hat. vielleicht wissen die meisten gar nicht wieso sie malen oder weshalb sie grad dieses bild so gemalt haben. jedenfalls kann ich von mir selber sagen, dass ich während ich male bestimmte gefühle habe. entweder bin ich melancholisch oder irgendwie glücklich und das prägt sich auch in meinen bildern so aus. Na ja man muss nicht immer alles verstehen oder gut finden, aber man sollte immer frei sein und das kann ich im bereich kunst sein. kunst ist die größte befreiung für mich und die beste entspannung  ;)

    gruß pieta
    Signature
  • tylin
    tylin
    hi  :)

    Kunst ist für mich FREIHEIT!
    und wir alle streben nach freiheit, daher sind für mich alle menschen künstler!


    gruß pieta
    Signature
  • tylin
    tylin
    ;D
    so ich weiß ja nicht wie ihr darüber denkt aber das ist wirklich für mich das einzig wahre erstrebenswerte, nämlich die freiheit. vielleicht ist die freiheit nicht für jeden in der kunst aber für mich schon aber ohne musik könnte ich wahrscheinlich auch nicht leben!
    ::) :P ;D

    gruß pieta
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  • eibreH
    :)
    Vielleicht ist es wirklich gerade dies.
    Im Alltag ist man gezwungen immer wieder automatisierte Vorgänge zu tätigen (z.B. bei der Arbeit). Wenn man dann in seiner Freizeit entspannen will braucht man zum Asugleich vielleicht gerade diese Freiheit, kreativ zu sein und sich entfalten zu können. Bestimmte Stimmungen können eben nicht ständig unterdrückt werden sondern müssen evtl. ausgelebt werden. Künstlerisch tätig zu sein kann hier eine Art Ventilwirkung haben.

    - Herbie.           8)
  • flow_thgin
    Ganz Recht, Herbie!
    Kunst ist für mich mehr als ein Ventil. Beim Malen verarbeite ich Erlebtes, gehe auf bestimmte Situationen und Themen ein. In einer Welt von Zwängen kann ich mir so meine eigenen Gedanken erschaffen. Jeder kann über Fettecken und Quadrate denken, was er will, aber diese Künstler haben sie als erste Künstler erschaffen. Einzigartig eben. Gut, die zwölfte Version der Suppendosen ist banal.
    Wir brauchen die Freiheit um Einzigartiges zu schaffen.
    Gruß
    night wolf
  • niarbciledehcysP

    Wenn der Sinn des Lebens sein sollte, alles miteinander zu vereinbaren, müsstest du auch unklare Gefühle zulassen. Oder ambivalente.
    Und natürlich auch Kunst freigeben, statt zu verbannen.
    Da das Leben aber aus miteinander konkurrierenden Gegensätzen besteht, kann ich mich beruhigt zurücklehnen. :-/


    Der Text unter meinem Bild ist ein Gedanke. Ich glaube nicht, das er unantastbar oder genial ist. Ich glaube auch nicht, das ich ihn jemals erreichen werde. Allerdings bin ich noch ziemlich jung und daher bitte ich dich Nachsicht mit mir zu haben. Ich gebe zu das du mich mit deinem Text voll erwischt hast. Den letzten Satz verstehe ich allerdings nicht. Kannst du mir den bitte erklären? Ich will übrigens niemanden mit meinem (wahrscheinlich dähmlichen) Geschreibsel auf die Füße treten.
    Das ich das Wort 'verbannen' verwendet habe war ein Fehler. Ich hatte nie vor diese Form der Kunst zu verbieten @ Herbie. Allerdings halte ich es für zu voreilig jemanden auf die selbe Stufe wie einen "Nazi-Bonzen" zu stellen nur weil er diese Kunstform am Liebsten verbieten würde. Diese "Nazi-Bonzen" hatten viel zu viel Blut an ihren Fingern kleben. Das Verbot war ja wohl mal eins der kleinsten Übel (auch wenn es eigentlich ein großes war) von denen, die auf das Konto dieser Leute gingen. Ich hoffe du wolltest mich nur nochmal über mein Geschriebenes nachdenken lassen und mich nicht persönlich angreifen.  :'(
    Jetzt will ich kurz nochmal näher darauf eingehen was ich überhaupt meinte. Denn ich glaube, ich habe mich falsch ausgedrückt. Wie gesagt, ich bin jung.
    Es gibt viele Leute, die verdammt gute Werke schaffen, die realistisch aussehen und ein klares Gefühl vermitteln. Diese Werke sollte man meiner Meinung nach eher preisen, denn hier steckt jahrelange Vorübung dahinter. Das sind meiner Meinung nach Meister, die es zu verehren gilt. Aber das ist Ansichtssache. Ich bin der Meinung Kleckskunst schon im Vorschulalter gemeistert zu haben. Aber das alles sind meine persönlichen Ansichten. Ich werde und wollte niemanden diese aufzwingen. Habt erbarmen mit mir.

    PS.: "Ich will diese Meinung nicht verallgemeinern." <-- ich glaub alles lag an diesem Satz. Den hab ich falsch ausgedrückt.

    PPS.: Ich glaube ich benutze Kunst in erster Linie um meinem Schmerz Ausdruck zu verleihen. Dadurch befreie ich mich von ihm. Ich gebe dir absolut recht, Pieta. Kunst ist Freiheit. Wenn ich überlege was ich ohne Kunst wäre...

    :( :-[ :'( :-[ :(
  • Hallo psdebr.

    nichts geht schneller, als im Internet-Forum mißverstanden zu werden .. ob gewollt oder nicht gewollt, bewußt oder unbewußt.
    Es hat wohl mit der Anonymität zu tun und dem Fehlen von Stimme, Klang, Ausdruck etc.
    Ich kenn beide Seiten und kann deshalb nachvollziehen, dass du dich nicht ganz wohl fühlst - kam ja auch dicke.
    Andererseits erläuterst du deine Gedanken sehr gut --  bleibst im Gespräch, in der "Auseinandersetzung" - was will man mehr??
    Also muß ich dich um Nachsicht bitten, falls ich dich zu voreilig "runtergeputzt" haben sollte.
    Ab und zu mal jemandem auf den Zeh zu treten ist schon okay.. als Metapher gemeint.
    Das mit dem ...."beruhigt zurücklehnen"  ist im Kontext mit deiner Ausage "Klecks-Kunst soll nicht gezeigt werden" und "Kunst soll klare Gefühle ausdrücken" zu stellen.
    Ich habe beim schreiben meiner Bemerkung auch nicht wirklich geglaubt, dass du deine Aussage so meinen könntest wie sie rüber kam.
    Die Bemerkung galt auch weniger dir als vielmehr anderen Lesern... tja.
    Eindeutigkeit - klare Gefühle - ja oder Nein, das hätten wir wohl alle gerne. Das Leben und die Kunst ist anders. In diesem Sinne wollte ich mich zurücklehnen: nicht weiter auf den Teil deiner Aussagen eingehen, der mir etwas vorschnell gemacht scheint, da du in relativ kurzer Zeit selber wahrscheinlich zu anderen Ergebnissen kommen wirst.
    Noch etwas zur Klecks-Kunst.
    Die Anfänge der Klecks-Kunst waren wohl der Versuch, intuitiv und spontan Leidenschaft und Farbe, das Psychische und das Materielle zusammen zu bringen.
    Jackson Pollock war wohl einer der größten "Kleckser" und es ging gar nicht so sehr um das Ergebnis seiner Malerei, sondern um den Enstehungsprozeß -- immer historisch eingebunden zu sehen in die damalige Zeit und die Bedeutung die seine Malerei hatte.
    Aber: es gab und gibt auch eine Reihe von Kritikern, die mit dieser Kunst nichts anfangen können und sie rundweg ablehnen. Du stehst also nicht alleine. ;)
  • diese "thioneye" oder so ähnlich soll "dicke" heißen ;D
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