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  • Rechtslage: vereinbarte Ausstellung nicht durchgeführt

  • abstraktina
    abstraktina Rechtslage: vereinbarte Ausstellung nicht durchgeführt
    Hallo Kunstnet-er,

    ich würde gern mal Eure Meinung lesen, und zwar zu folgendem Beispiel:

    Ich hatte einem Einrichtungshaus gegen Quittung 6 meiner Werke zur Ausstellung in der geplanten "Weihnachtsausstellung" überlassen. Lieferung erfolgte Ende Oktober, die Ausstellung fing Mitte November an. Vereinbarte Abholung der Werke: Anfang Januar 2005.

    Am 8. Dezember erfahre ich. dass die Werke (aus Gründen, die mir nicht genannt werden wollten) nicht zur Ausstellung kamen.

    Ich hatte eine Anfrage für eine weitere Ausstellung für dieselbe Zeit, die aber nicht stattfinden konnte, weil ich die Bilder eben dem Einrichtungshaus zur Verfügung gestellt habe. Kann ich da eine Art "Schadensersatz" geltend machen? Immerhin kann man davon ausgehen, dass das ein oder andere Bild einen Käufer gefunden hätte, wäre es nur ausgestellt gewesen.

    Wie seht Ihr das? Ist Euch schonmal etwas ähnliches passiert?

    Es wäre toll, viele Meinungen zu lesen...

    Viele Grüße
    abstrakTina
    Signature
  • aerdna
    Hallo abstraktina,

    leider kann ich Dir rein rechtlich nicht weiterhelfen, aber ich könnte mir schon gut vorstellen, daß Du irgend eine Möglichkeit hast dagegen vorzugehen!

    Ist schließlich eine Riesen... (schreibe die Worte lieber nicht, die mir so in den Kopf kommen!) :evil:

    Ich hoffe, daß Du noch passende Tipps bekommst!

    LG, Andrea
  • WlehcaR
    Kannst Du beweisen, dass Du die andere Ausstellung nicht machen konntest, weil Du an der hier teilnehmen wolltest? Und dass das Einrichtungshaus ihren Vertrag nicht eingehalten hat? Dann müsstest Du Schadensersatzleistungen erhalten. Hast Du eine Rechtschutzversicherung? Kannst Dich dann ja mal unverbindich beraten lassen. Ich würde aber erst mal nen bösen Brief an das Einrichtungshaus schreiben und sie darum bitten, Dir die Summe x für entfallene Leistungen zu zahlen. Wenn nicht, droh mit rechtlichen Schritten.Vielleicht reagieren die darauf ja dann und Du hast Dir die Rennerei gespart.
    LG, Rachel (die genug Jahre in einer RA-Kanzlei gearbeitet hat, um zu wissen, dass man so gut wie alles durchkriegen kann,wenn man nur will...)
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  • Thomas Kobusch
    Thomas Kobusch
    Ich kann Dir auch nur raten, so vorzugehen , wie Rachel schreibt. Wenn es Dir allerdings wichtig ist, eine juristische Auseinandersetzung zu führen, dann nur mit Rechtsschutzversicherung.
    Denn: Aufgrund des geringen Streitwertes dürfte sich da ein Amtsgericht mit beschäftigen. Warst Du schon einmal dort? Es ist wirklich wie beim "Königl. bay. Amtsgericht". Die Richter sind generell überbelastet, unvorbereitet, es laufen in der Regel mehrere Verfahren parallel ab und die Entscheidung des Richters hängt in erster Linie davon ab, wie ihm das Frühstück geschmeckt hat. Ausserdem ist nichts so schwierig, wie eine Schadenersatzklage, denn Du mußt den entstandenen Schaden NACHWEISEN! Mach das mal. "Hätte" und "Wäre" zählt da nicht. Ohne Rechtsschutzversicherung zahlst Du Deinen Anwalt, im Unterliegensfall den des Gegners (und zwar nicht die offiziellen Sätze der Anwaltsgebührenordnung, sondern seinen ganz persönlichen Stundensatz, der bei Koryphäen durchaus mal bei Eu 250/Std. liegt) und dann kommen noch die Gerichtskosten dazu. Also, ein recht hohes Risiko. Schreib einfach einen bösen Brief, fordere eine angemessene Fantasie-Schadenersatzsumme oder Ersatz in Naturalien (vielleicht einen neuen Couchtisch) und wenn da nichts kommt: Vergiss es. Rät ein in juristischen Auseinandersetzungen erfahrener Thomas
  • WlehcaR
    Wenn Du magst, kannst Du mir den "bösen Brief" zur Ansicht schicken. Ich hab mich jahrelang,nicht nur in der Kanzlei,damit beschäftigt, böse Briefe zu lesen oder zu formulieren... ;-)
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