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  • Ein Paar Fragen zu "Marilyn" von Warhol

  • JRRT0lkien Ein Paar Fragen zu "Marilyn" von Warhol
    Hallo!

    Ich untersuche das Bild ūüĒó von Andy Warhol und habe einige Fragen.

    Welche Mögliche Funktion hat dieses Bild?
    Ich weiß, dass Marilyn ein Werk der Pop-Art ist, aber ich weiß nicht, warum.
    Was kann man aus z.B. aus Mimik und Frisur ablesen?


    F√ľr Hilfe w√§re ich sehr dankbar!

    Gruß
    JRRT0lkien
  • redeseiRretlaW
    Im allgemeinen hat die amerikanische Pop Art keine echten sozial-kritischen Tendenzen, ebenso wenig weltanschauliche Ambitionen. Eher ist sie eine Kunst fröhlicher Fellows, die das Leben nicht sonderlich tragisch nehmen. Die formalen Anregungen der Pop Art kommen aus der Reklame, dem Showbusiness und dem Film. Die deutsche Pop Art ist konsumkritisch und aufklärerisch orientiert.
    Die Malerei der Pop Art hat ihren Ursprung in den Massenkommunikationsmitteln der Wirtschaft und der Reportage. Zu ihrem Themenkreis geh√∂ren vor allem Comic-Bilder, Plakate der Gro√üstadt und des Supermarkts, Bildreportagen, Autos, Verkehrszeichen, aber auch die Superstars des Films und des Showgesch√§ftes. Nach Simon Wilson ist die Malerei im Stil der Pop Art durch drei Hauptmerkmale gekennzeichnet erstens ist sie sowohl figurativ wie realistisch, zweitens wurde die Pop Art in New York und London geboren, . . . ihre Welt ist deshalb die spezielle Welt der gro√üen Metropolen des 20. Jahrhunderts; drittens behandeln die Pop-K√ľnstler diese Themen auf eine ganz besondere Art. Sie betonen, da√ü der Comic strip oder die Suppendose oder was auch immer nur ein ‚ÄěMotiv" sei, wie etwa ein Apfel in einem Stilleben von C√©zanne, und rechtfertigen damit ihre Bilder

    Is' ein Internettext
  • siku
    Marilyn Monroe:
    F√ľr die Portraits hat Warhol Ikonen popul√§rer Massenkultur gew√§hlt, Marilyn Monroe, Elizabeth Taylor oder Elvis. (W., der nicht besonders gut aussah, tr√§umte schon als Jugendlicher davon, ein Star zu werden. Er bildete sich selbst in Posen ab, die er von Abbildungen der Stars √ľbernommen hatte. Ber√ľhmte Pers√∂nlichkeiten besch√§ftigten ihn sein Leben lang: er malte sie eben.)
    So ber√ľhmt geworden ist das Marilyn-Portrait wahrscheinlich deshalb, weil die Monroe als Person 1964, zu der Zeit als der Siebdruck entstand, bereits Kultstatus besa√ü. Sie war 1962 unter mysteri√∂sen Umst√§nden gestorben und verk√∂rperte das Sexidol der modernen Mediengesellschaft. (W. brauchte deshalb zur Charakterisierung der Person weder Busen noch H√ľftschwung). Marilyn und Ws ber√ľhmten Champell-Dosen sind sozusagen zwei Produkte aus einem Regal.

    Ein Merkmal der Popart sind scheinbar emotionslose Bilder, unpers√∂nlich, dinghaft, bis zur Abnutzung gel√§ufig. Ws Arbeitsweise steht im ausdr√ľcklichen Gegensatz zur Betonung der subjektiven sch√∂pferischen Leistung des abstrakten Expressionismus.

    Das M-Bild pr√§sentiert nicht die individuelle Pers√∂nlichkeit, sondern das massenhaft verbreitete Bild des Sexidols Marilyn. W. thematisiert dabei einen durch den Starkultus manifestierten Warencharakter. Wichtig war nur, dass die Erkennbarkeit gew√§hrleistet war und dazu nutzte er als typisch erotisches Chiffre einen sinnlichen Mund mit knallroten Lippen, die betonte K√ľnstlichkeit der Lidschatten und der Frisur. Bereits die Vorlage (Foto) entbehrt jede Spontanit√§t, ist lediglich Pose. Das Bild zeigt eine maskenhafte Frau, selbst der laszive Blick auf dem Foto ist reduziert.

    Du könntest die Marilyn noch mit der Mona Lisa von Warhol vergleichen: haben die beiden Bildnisse etwas gemeinsam oder welche Unterschiede treten auf? So erkennt man recht gut ein Darstellungsschema, wenn es eins gibt.

    Gruß siku
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