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  • Bilderrahmen fuer alte Oelgemaelde in den Subtropen

  • lvna Bilderrahmen fuer alte Oelgemaelde in den Subtropen
    Einen schoenen guten Tag, liebe Forenteilnehmer!

    Ich habe mich hier im Forum angemeldet, weil ich eine spezifische Frage habe fuer die ich gerne einige Expertenmeinungen hoeren wuerde.

    Meine Frage: Was muss ich beim Rahmen meiner aelteren Oelgemaeldenbesonders beachten?

    Etwas Hintergrund: Einige der Gemaelde sind ueber 30 Jahre alt. Sie befinden sich in Manila auf den Philippinen. Wir haben hier subtropisches Wetter (zur Zeit ist zum Beispiel Regenzeit mit hoher Luftfeuchtigkeit). Zusaetzlich ist die Luftverschmutzung in Manila ziemlich hoch. Und schliesslich haben wir hier viel Kleingetier, i.e. Insekten, etc.

    Fuer neue Rahmen wurden meine Bilder bisher immer von dem - oft verrottenem - Spanner (?, englisch Stretcher) genommen und dann auf einer neuen Spanplatte (plywood) gespannt. Und dann in den neuen Rahmen gesetzt. (Ich hoffe diese Erklaerung ist sowohl verstaendlich als auch korrekt). Nun habe ich am Wochenende wieder Bilder vom Rahmenmacher abgeholt, und stelle fest, dass diese sich noch auf dem Originalstretcher befinden. Auch ist der Ruecken der Bilder offen, i.e. der Kanvas ist sichtbar. Aus den Diskussionen mit dem Rahmenmacher und verschiedenen Galeristen ergeben sich zwei Denkweisen: der Rahmenmacher sagt, dass bei aeltern Bildern keine Spanplatte verwendet werden sollte, weil Saeure aus der Platte in den Kanvas dringen koennte und diesen dadurch zerstoeren koennten. Auch wuerde das Auswechseln des Stretchers die Gefahr bergen, dass der Kanvas reisse. Die Spanplatte wuerde auch das "Atmen" des Kanvas verhindern. Sollte ich wirklich auf einen Schutz von hinten bestehen, raet er zu einer Styroporplatte.

    Die Galleristen hingegen raten zu einer Spanplatte. Das wuerde bei allen Bildern so gemacht und sei gut erprobt.

    Was ist die uebliche Praxis beim Rahmen von Oelgemaelden?
    - Alten Stretcher beibehalten und Bild hinten offen lassen;
    - Neuen Stetcher benutzen und Bild hinten offen lassen;
    - Neuen Stetcher benutzen und Styroporplatte zum Insektenschutz verwenden;
    - Neue Spanplatte verwenden.


    N.B. Wenn es nicht schon aus meinen bisherigen Ausfuehrungen klar geworden ist: ich bin ein absoluter Anfaenger als Kunstsammler und werde mich ueber jeden Ratschlag freuen! Auch mein holpriges, eingerostetes Deutsch bitte ich zu entschuldigen.
  • efwe
    efwe
    guter und billiger trick-
    weder styto noch span(greulich)-
    sondern über die spann(keil)-rahmen von hinten starkes packpapier spannen--
    auf keinen fall spanplatten--
    Signature
  • Poul
    Poul
    bin seit vielen jahren einrahmer und würde dir auf jeden fall von spanplatte ab. eigentlich sollte hasenleim und das von efwe erwähnte packpapier reichen. hasenleim schließt die leinwand ab.
    (wird zu sättigen von holzplatten verwendet)
    lg poul
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  • Jürgen Stieler
    Jürgen Stieler
    Empfehle noch, wenn die Rückseite des Keilrahmens (stretcher?) mit Faserplatte "abgedichtet" wird, in den Hohlraum einen Beutel mit Silica-Gel zu bringen. Packpapier dürfte atmungsaktiv genug sein.
    Deine Deutschkenntnisse sind prima. Google mal unter "maltechnische Institute" oder "restauratoren" und versuche, dort professionelle Stellungnahmen zu bekommen (dürfte im Zeitalter von email eigentlich kein Problem sein!).

    Viel Erfolg!

    Gruß - Johnny
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