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  • Führt Abstinenz gleich welcher Art zu besseren Kreativität?

  • NIWREW Führt Abstinenz gleich welcher Art zu besseren Kreativität?
    Wenn wir Menschen uns in eine Abstinez
    der Dinge bringen/Genußmittel,Kino,Motorradfahren,Sex usw)tritt dann ein größeres Potential an Ideen in den Vordergrund?

    Was denken andere Künstler bzw.was haben andere Künstler für Erfahrungen?
  • suilenroc
    Es wird gesagt, daß kunst Sublimation sei, das spräche für die These vom Verzicht, nur man muß auch die Erfahrung haben, daß es etwas zu sublimieren gibt. Stille kann viele Ideen hervorbringen, aber Krach auch, aber nur Krach oder nur Stille...?
  • geradeaus
    geradeaus
    Bei den Asketen, die ich kennengelernt habe, hat die Abstinenz nicht geholfen. Die Bilder waren etwas blutleer.
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  • imihsas
    neeee... halt ich für ein gerücht...:0))
  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Ich habe über das Thema schon mit vielen Künstlern gesprochen, und gesehen, jeder ist da so individuell wie eben auch die Bilder.
    Was den einen antörnt, kostet den anderen nur ein müdes lächeln.

    Ein sehr guter Zeichner und Künstler mit dem ich gesprochen habe, und bei dem ich Schülerin war, war der Meinung, es habe alles seine Ursache in einem starken Sexualtrieb, denn das sei das Leben selbst- die Antriebskraft schlechthin. Schöpferkraft im wahrsten Sinne des Wortes. Er hat mir das dann anhand von 30 Malkollegen/innen auch demonstriert, und er hatte recht. So wie jeder gemalt hat, war er auch vom Temperament her.
    Wenn ich jetzt aus eigener Erfahrung sprechen soll, dann muss ich sagen, dass er recht hat, je mehr Leben durch mich fließt (Chi) desto besser sind auch die Bilder. Bilder die ich im Ruhezustand mache, sind zwar superfein gearbeitet und gut durchdacht, aber es fehlt das Feuer!
    LG Margit
    Signature
  • NIWREW
    Ich habe über das Thema schon mit vielen Künstlern gesprochen, und gesehen, jeder ist da so individuell wie eben auch die Bilder.
    Was den einen antörnt, kostet den anderen nur ein müdes lächeln.

    Ein sehr guter Zeichner und Künstler mit dem ich gesprochen habe, und bei dem ich Schülerin war, war der Meinung, es habe alles seine Ursache in einem starken Sexualtrieb, denn das sei das Leben selbst- die Antriebskraft schlechthin. Schöpferkraft im wahrsten Sinne des Wortes. Er hat mir das dann anhand von 30 Malkollegen/innen auch demonstriert, und er hatte recht. So wie jeder gemalt hat, war er auch vom Temperament her.
    Wenn ich jetzt aus eigener Erfahrung sprechen soll, dann muss ich sagen, dass er recht hat, je mehr Leben durch mich fließt (Chi) desto besser sind auch die Bilder. Bilder die ich im Ruhezustand mache, sind zwar superfein gearbeitet und gut durchdacht, aber es fehlt das Feuer!
    LG Margit

    Du triffst mit deiner Aussage den Nagel auf den Kopf.
    Der Sexualtrieb sowie der Todestrieb sind die 2 schlichtweg bestimmenden Antriebskurbeln im Leben eines Menschen.
    Wie auch Cornelius dies schon angesprochen hat,ist
    alles nur eine Frage des Umgangs mit solchen Situationen.(Was nützt mir ein Auto wenn ich nicht fahren kann?)
    Grundsätzlich würde ich aus meiner Sicht sagen,das
    Verzicht immer eine Art von Unterdrückung bedeutet,
    und alles was unterdrückt wird drängt darauf zum Ausbruch zu kommen.
    Mit dieser Stimmulanz ist es möglich bei richtigem Umgang, andere Wege zu gehen,die man bei Befriedigung
    der Dinge wohl kaum gehen würde.
    Menschen die immer wieder Heilfasten berichten von einer geistigen sowie körperlichen Reinheit aus dieser sicherlich andere Gefühle resultieren.

    Allen anderen für die Kommentare ein herzliches Dankeschön!
  • Robert Wolter
    Robert Wolter
    "Besser" ist immer schwer zu definieren, besonders bei so schwammigen Begriffen wie Kreativität. Bei Abstinenz von bestimmten Tätigkeiten/Dingen ist sie sicher "anders".
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  • NIWREW
    "Besser" ist immer schwer zu definieren, besonders bei so schwammigen Begriffen wie Kreativität. Bei Abstinenz von bestimmten Tätigkeiten/Dingen ist sie sicher "anders".


    Genau richtig!
    Danke!
  • Alexander Cech
    Alexander Cech
    Abstinenz von der Kreativität selbst, also insbesondere der Tätigkeit, die du selbst als deine Kunst bezeichnen würdest, könnte unter Umständen durchaus zu neuer Schaffenskraft führen.
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  • NIWREW
    Abstinenz von der Krativität selbst, also insbesondere der Tätigkeit, die du selbst als deine Kunst bezeichnen würdest, könnte unter Umständen durchaus zu neuer Schaffenskraft führen.



    Das könnte ich mir auch sehr gut vorstellen.
    Eine Art Entzug und dann der große Rückfall!
    Rückfälle sind in den meisten Fällen sehr exzessiv
    und da könnten sich die kreativen Ideen in immense
    Höhen schrauben!

    Danke dir picard!
  • iwraM
    Hallo Werwin,

    bei mir ist das genau umgekehrt, Abstinenz tritt immer dann ein, nachdem ich kreativ war.

    Dann füllt sich der Akku mit neuen Eindrücken wieder und daraus formen sich Ideen und diese Ideen wollen dann irgendwann wieder raus, "wegen Überfüllung geschlossen", entwickeln ein Eigenleben, egal wie.

    LG,
    Marwi
  • NIWREW
    Hallo Werwin,

    bei mir ist das genau umgekehrt, Abstinenz tritt immer dann ein, nachdem ich kreativ war.

    Dann füllt sich der Akku mit neuen Eindrücken wieder und daraus formen sich Ideen und diese Ideen wollen dann irgendwann wieder raus, "wegen Überfüllung geschlossen", entwickeln ein Eigenleben, egal wie.

    LG,
    Marwi


    Solange die Finger nicht permanent zucken weil du malen möchtst ist das doch eine tolle Sache!
    Danke!
  • Gitte
    Gitte
    Solange die Finger nicht permanent zucken weil du malen möchtst ist das doch eine tolle Sache!
    Danke!


    solange die Finger nicht permanet zucken oder jucken?

    Wenn ich WERWIN lese
    etwas von WERWIN lese
    oder WERWIN-ART hier sehe ..

    muss ich schon ans jucken denken..
  • NIWREW
    Solange die Finger nicht permanent zucken weil du malen möchtst ist das doch eine tolle Sache!
    Danke!
    solange die Finger nicht permanet zucken oder jucken?

    Wenn ich WERWIN lese
    etwas von WERWIN lese
    oder WERWIN-ART hier sehe ..

    muss ich schon ans jucken denken..
    Ich finds toll wenn du juckst bei WERWIN!
    Danke!
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    MUSS es denn unbedingt abstinenz von den angenehmen dingen wie freffen, fraufen oder fiffen sein???

    ich teste gerade abstinenz vom kunstnet.
    mit hervorragenden ergebnissen übrigens...
    Signature
  • Robert Wolter
    Robert Wolter
    Im Zweifelsfalle sollte man als letztes Mittel die Abstinenz von der Abstinenz versuchen, das hilft bestimmt ;)
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  • Herbert Diepold
    Herbert Diepold
    abstinenz lässt uns doch nur an das denken was wir uns gerade nicht "gönnen". ich denke das hemmt eher. anders betrachtet könnte das auch ein hilfsmittel sein seine bedürfnisse und somit die gedanken und ideen in eine richtung zu kanalisieren. grundsätzlich möchte ich mich nicht durch enthaltsamkeit inspirieren sondern durch ausgeglichenheit und zufriedenheit. interessante frage :O)
  • senotsmodsiw
    Ich habe einen sehr bewußt vollzogenen Abstinenzversuch erfahren: ich bin von Berlin auf eine Insel in ein Kuhdorf gezogen, indem es Schafe, Iren, Regen und Landschaft pur gibt. Was ist passiert? Ich war völlig auf mich selbst zurückgeworfen, keine Ablenkung, kein Zuknallen...erster großartiger Kontakt mit mir selbst...wie anstrengend! Das erstaunliche dabei war, dass ich einen verstärkten Drank zur Selbstunterhaltung entwickelte. Selbstunterhaltung basiert auf der Essenz gemachter Erfahrungen und Kreativität. Seitdem ich auf der Insel bin, natürlich immer im Zusammenhang mit der Naturinspration zu verstehen, konnte ich mich in eine Art "Fluss" einklinken, der aus mir selbst heraus entspringt.

    Lange rede, kurzer Sinn:
    Das Zurückgeworfen sein auf sich selbst und seine Potenziale "kann" bei wesentlicher äußeren/inneren Inspiration einen völlig neuartigen Ideenfluss kreiiren.
    NACHTRAG: An diesen Fluss anschließen, geht allerdiings erst, nachdem man gelernt hat mit seiner Psyche umzugehen, die sich am kraftvollsten in abstinenten Umständen präsentiert.
  • NIWREW
    Ich habe einen sehr bewußt vollzogenen Abstinenzversuch erfahren: ich bin von Berlin auf eine Insel in ein Kuhdorf gezogen, indem es Schafe, Iren, Regen und Landschaft pur gibt. Was ist passiert? Ich war völlig auf mich selbst zurückgeworfen, keine Ablenkung, kein Zuknallen...erster großartiger Kontakt mit mir selbst...wie anstrengend! Das erstaunliche dabei war, dass ich einen verstärkten Drank zur Selbstunterhaltung entwickelte. Selbstunterhaltung basiert auf der Essenz gemachter Erfahrungen und Kreativität. Seitdem ich auf der Insel bin, natürlich immer im Zusammenhang mit der Naturinspration zu verstehen, konnte ich mich in eine Art "Fluss" einklinken, der aus mir selbst heraus entspringt.

    Lange rede, kurzer Sinn:
    Das Zurückgeworfen sein auf sich selbst und seine Potenziale "kann" bei wesentlicher äußeren/inneren Inspiration einen völlig neuartigen Ideenfluss kreiiren.
    NACHTRAG: An diesen Fluss anschließen, geht allerdiings erst, nachdem man gelernt hat mit seiner Psyche umzugehen, die sich am kraftvollsten in abstinenten Umständen präsentiert.


    Das kann ich sehr gut verwerten und stimmt mit meiner Eigenerfahrung überein!
    Herzlichen Dank!
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    da ist was dran: all die energieverschwendenden dinge mal auszublenden und sich auf´s wesentliche beschränken - zur substanz finden...

    andererseits: in den lichten höhen von tibet könnt ich auf dauer (!) nicht arbeiten. im luftleeren raum fehlt mir die reibung, die ich zur auseinandersetzung brauche. die reflektion, mich bewusst für nähe oder distanz zu den dingen um mich herum zu entscheiden, kann für mich nur mittendrin stattfinden. diese auseinandersetzung fliesst dann günstigstenfalls auch in meine arbeit ein.

    ist zwar anstrengend und gelingt nicht immer - aber wenn doch, dann gehört mir diese freiheit von den dingen auch und ist nicht nur geliehen, weil ich dafür auf reine weglaufstrategien angewiesen wäre.

    ps:
    im übrigen hab ich meine kindheit im 500-seelen-kuhdorf verbracht. da ist es nur schön, wenn man nicht wirklich dazugehört :-))
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