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  • Umfrage: Wie weit darf Kunst gehen?

  • sevorC-laH
    christian, Du hast mich falsch verstanden, ich meinte mit Maximum keine Obergrenze. Ich meinte die Menge.

    Ich meinte, es gibt kein Muss. Kunst MUSS nicht zeigen, was man nicht sehen will.
  • nroK
    Ich meine, die Grenze ist da gezogen, wo es nur noch um den Effekt geht. Dann ist es frech und dreist und nur noch Bild-Zeitungs-Niveau. Sonst sehe ich keine Grenze!
  • Christoph Graupner
    Christoph Graupner
    @Hal-Croves, sorry, tut mir leid war keine Asicht.

    Da geb ich dir recht, die Grenze besteht in der Masse die ein Künstler geben kann. Die unendlich vielen Bilder die sich bein jenden von uns im innersten zeigen kann man nie alle für andere zugänglich machen, es entstehen die Bilder die wir gerade dann sehen wenn wir vor der Leinwand stehen und die Bilder für nur einen kleinen Moment festhalten können. Unendlich ist leider nachwievor für einen menschen nicht schaffbar. ;o)

    Manchmal ist aber der Effekt auch gewollt. Mal etwas versuchen und dann wider in einen anderen Bild eifließen lassen, es existiert manchmal auch Angst ein Bild das sehr gut mit einen Effekt auszustatten der es vielleicht zerstören könnte. Ein gutes Bild lässt sich aber nicht surch Effekte zerstören.
    Außeerdem, wenn einer einen Effekt anwendet um zu sehen wie die anderen reagieren, dann ist es keine Kunst, dann ist es einfach nur egoistisch und kmerziell. Wenn einer einen Effekt anwenden muss, um sein innere Welt uns besser veständlich zu machen, oder auch um uns nicht zuviel von ihm zu offenbaren. Das ist Kunst.

    PS.: All diese Angaben gelten ausschließlich für mich, wer sich angegriffen fühlt ist selbst daran schuld, denn derjeniger vesteht um was es geht. UM KUNST!!!
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  • tra_ennaej
    grenzen gibt es nur dann, wenn grenzen gesetzt werden.
  • Christoph Graupner
    Christoph Graupner
    Und wer soll einen freien Künstler Grenzen setzeten?
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  • Christoph Graupner
    Christoph Graupner
    Und wer soll einen freien Künstler Grenzen setzeten?
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  • anisaPiriS
  • siku
    „Wie weit darf Kunst gehen?“ impliziert ja auch die Frage: „Was dürfen wir tun?“ Das ist eine Frage nach den Grenzen der Moral und sie betrifft somit alle menschlichen Handlungen und Verhaltensweisen. Sie fragt aber auch nach dem ethnomethodologischen Handlungsmuster, nach welchem wir unsere Handlungsweisen ausrichten und das die Sprache der Kunst beinhaltet.

    Nun hat sich in der „Moderne“ aber der >Glaube< breitgemacht, dass es gerade die Bestimmung der Kunst sei, auf Grenzüberschreitungen menschlicher Denk- und Handlungsweisen mittels ihrer Formensprache auf moralische Grenzen bzw. deren Brechung aufmerksam zu machen. Gebührt der darstellenden Kunst damit nicht zu viel der Ehre? Oder ist es schlicht eine (Selbst-)Überschätzung kreativ Tätiger, (die falls die Setzung oder Brechung der Moral auch ernstgemeint sein sollte, von Außenstehenden schnell der Effekthascherei verdächtig)?
    Dazu zwei Beispiele:

    Letztendlich bestimmt ein „soziales Kollektiv“ was von den moralischen oder ethischen Setzungen künstlerischen Tuns ernstgenommen wird und was nicht.

    Da ich mit dem Werk (des im Startbeitrag erwähnten Künstlers N.it.sch) nicht vertraut bin, stüze ich mich auf Meinungen von Leuten, die sich mit den Arbeiten intensiv beschäftigten u-a- auch aus theologischer Sicht (Proj. Triptychon St. P.eter, Kö.ln) wurde die Ernsthaftigkeit des Künstlers N. nicht infrage gestellt.
    Ein anderes Werk, das nicht den Konsens der Öffentlichkeit fand, war Sa.nt.iago Si.er.ras Projekt 2006 in Pull.heim. Er wandte sich gegen die „Banalisierung zur Erinnerung an den Ho.lo.caus.t „, indem er in eine ehemalige, heute als Kunststätte genutzten Synagoge Autoabgase einleitete, so dass die Besucher den Raum nur mit Atemschutzmaske betreten konnten. Dieses Kunstprojekt wurde von außen infragegestellt und vor dem vorgesehenen Ende der Ausstellung abgebrochen – wohlbemerkt: nicht durch Proteste oder Aufstände aus der Bevölkerung.

    Eine löbliche Selbstbeschränkung der Kunst in bezug auf ethische Werte wäre in der Tat mit der von Siri vorgeschlagenen Frage: „Was soll meine Kunst?“ Äußerungen und Grenzüberschreitungen beziehen sich dann auf das subjektive Ich und die Weltsicht der Kunstschaffenden und hängen deren Aussagekraft etwas tiefer.
    Auch wenn künstlerischer Ausdruck gelegentlich (auch von der Institution Kirche) mit göttlicher Schöpfungskraft assoziiert wird, bedeutet das aber noch lange nicht, dass Künstler als moralische Instanz als Grenzenzieher oder Grenzenerweiterer auftreten sollten.
    Moralische Grenzüberschreitungen in der Kunst gemessen an moralischen Grenzüberschreitungen in Politik/ Wirtschaft verdeutlichen die Harmlosigkeit seitens der Kunst.
  • anisaPiriS
  • efwe
    efwe
    schoen zu lesen @sireta--
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  • sevorC-laH
    @ siretta

    Den Witz kenne ich ganz anders:

    Geht einer in der Anstalt und behauptet: Ich bin Napoleon. Fragt ein anderer:

    "Wer hat Ihnen denn das erzählt?"

    Sagt der "Der liebe Gott."

    Darauf ein Dritter völlig verwundert: "Was soll ich gesagt haben?"

    Du siretta mußt nun mich fragen, was meine Antwort mit Deinem Kommentar sonst noch zu tun hat, denn darum ging es ja schließlich nicht.:)
  • heinrich
    Man sollte, müsste, dürfte
    sich selbst mal öfters fragen:

    Nicht, "wie weit darf Kunst gehen",
    sondern:

    "muss es überhaupt sein?"
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  • Andreas Kwasniak
    Andreas Kwasniak
    Heinrich, sein MÜSSTE eigentlich gar nichts, aber was hättest Du dann zum Verlinken. :)
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  • anisaPiriS
  • Andreas Kwasniak
    Andreas Kwasniak
    @Heinrich Regelmäßige Aktzeichenübungen sind selbstverständlich unverzichtbarer Bestandteil des bildnerischen Schaffens. Danke für den Link.

    @Siretta Entschuldige bitte diesen kleinen Einwurf jenseits des eigentlichen Themas. :)
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  • Holger
    Holger
    Ich denke, die Frage, wie weit Kunst gehen darf ist keine künstlerische sondern eine gesellschaftspolitische Frage und die Antwort hängt nicht allein davon ab, welche Intention der Künstler verfolgt, sonden welche Möglichkeiten zur Interpretation sein Werk eröffnet.
    Nehmen wir als Beispiel die Fotographien von Betsy Schneider, die häufig den von Indrid_Cold erwähnten Inhalt haben.
    Aus rein künstlerischer Sicht würde ich behaupten, dass diesen Bildern eine gewisse Ästhetik nicht abgeschrieben werden kann, das beantwortet aber nicht die gestellte Frage, denn diese ist rechtlich oder moralisch zu deuten.
    Rechtlich - so vermute ich mal - gibt es mit den Bildern eher keine Probleme.
    Moralisch halte ich die Darstellungen auch nicht für verwerflich, vorausgesetzt, dass sie vom Betrachter in der intentionierten Weise als künstlerisch-ästhetisches Objekt gedeutet werden.
    Und genau da beginnt das Problem: die Interpretation ist offen und hängt vom Betrachter ab, man musss sich also die Frage stellen - und dazu würde ich jeden Künstler dringend anraten - was ein Betrachter mit dem jeweiligen Medium verbindet oder verbinden kann. Insofern geht es also nicht mehr ausschließlich um die werkimmanente inhaltliche Darstellung sondern um das Verhältnis des Werkes zum Betrachter in einem interpretativen Kontext und dieser ist allemal problematisch, bedenkt man, dass auch für diejenigen Nutzer solcher Medien, bei denen die ästhetische Qualität des jeweiligen Bildes nicht im Vordergrund steht mit solchen Bildern eine Öffentlichkeit geschaffen wird.

    Meine persönliche Meinung ist, dass eine rechtliche Intervention nicht gestattet sein sollte, aber das jeder Künstler eigentlich vor solchen Darstellungen aus oben genannten Gründen auch dann zurückschrecken sollte, wenn er ansich nichts Böses im Schilde führt.

    Vor der rechtlichen Intervention würde ich abraten, weil sie eine gesellschaftliche Haltung provoziert, in der das Nacktsein von Kindern ansich problematisiert wird, wobei es doch letztendlich das Natürlichste auf der Welt ist.

    Thomas Hausers Fotographien - das kann allerdings nicht geleugnet werden - sind mehr als grenzwertig, da die Intention des Künstlers deutlich das Objekt vor die Darstellung rückt.

    Generell bitte ich darum oben angeführte Gedanken auch auf andere Inhalte resp. Künstler zu übertragen.
  • Thomas Germillon
    Thomas Germillon
    Ich denke, die einzige Person, die einem Werk Grenzen geben kann ist der Hersteller. Laut dessen, wäre die Antwort auf die Frage also, Kunst kann so weit gehen, wie es der Autor wünscht / will / fühlt und nimmt die Verantwortung dafür.

    Wenn das Werk dann "in der Öffentlichkeit freigelassen wird", d.h. von anderen Menschen gesehen / gehört werden kann, macht sich jeder darüber seine eigene Meinung und Kritik, und dazu gehört auch eine Antwort des Zuschauers, die ganz Konkrete Formen annehmen kann (Ausdrücke des Entusiasmus oder Ohrfeigen ...).
    Menschen können im Grunde genommen selber entscheiden, was sie ausdrücken und ansehen wollen und nicht kindlich den Empfehlungen und Verboten der Kunstkritiker / politischen oder religiösen Institutionen usw ... folgen.

    Da es eine Äusserung gewisser Gefühle ist, werden als Antwort darauf ebenfalls Gefühle provoziert, die, gemäss der brutalität oder Schönheit des Werkes, ebenfalls brutale oder Sanfte Formen nehmen werden.

    Kunst sollte anarchistisch sein, d.h. keinem, von oben kommenden, Befehl gehorchen (ausser dem des Herstellers...).

    (verzeihung für mein etwas unpräzises Deutsch und die, vielleicht, etwas extreme Sicht des Ganzen :-)
  • nitramgroeg
    So eine Frage schafft interessante Stilblüten und Vielfalt, würde der Finne jetzt sagen :) Nichts desto trotz, 'Kunst' streift doch nur einen Teil unseres Bewusstseins, also warum nicht alles in die Waagschale? Kollektiv gibt es keine Grenzen, meine ich ... und individuell doch eigentlich nur den Tod, oder? Gesellschaftliche Regularien, Standards und Verhaltensweisen dürfen keine Grenze bilden, daß meine ich jedenfalls.
  • Holger
    Holger
    Ich denke, die einzige Person, die einem Werk Grenzen geben kann ist der Hersteller.
    Menschen können im Grunde genommen selber entscheiden, was sie ausdrücken und ansehen wollen und nicht kindlich den Empfehlungen und Verboten der Kunstkritiker / politischen oder religiösen Institutionen usw ... folgen.

    Kunst sollte anarchistisch sein, d.h. keinem, von oben kommenden, Befehl gehorchen (ausser dem des Herstellers...).

    Wenn nur der Hersteller erklären kann, ob es sich bei dem was er tut um Kunst handelt und er tun und lassen kann was er will, ausbeuten kann, wen er will, etc., dann bekommen wir ein großes Problem.

    Deine Auffassung teile ich gerne, aber nur für Menschen, die allein auf einsamen Inseln wohnen und nicht Teil einer Gesellschaft sind, die rechtsstaatlichen Prinzipien folgt.
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