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  • firnis auf papier/acrylbildern sinnvoll?

  • bastian schreck
    bastian schreck firnis auf papier/acrylbildern sinnvoll?
    habe bisher keine erfahrungen damit, daher dachte ich mir ich frag mal, ob sowas jemand macht. gegen verkratzen der acrylschicht oder so... ?

    male ja (noch) nicht mit öl.
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  • z-m
    Ich würde Dir davon abraten und firnisse selbst weder Acryl noch Öl und bin damit zufrieden. Praktisch alles, was ich zu dem Thema bisher von fachkundiger Seite gehört habe, spricht dagegen. Was das Restaurieren von Bildern betrifft, stellt der Firnis sogar ein grosses Problem dar. Um evtl. vorhandene Makel wie eingeschlagene Stellen bei Ölbildern zu kaschieren bietet es natürlich eine Möglichkeit.

    Wirklich empfohlen wird das Firnissen besonders von den Herstellern... ;-)
  • bastian schreck
    bastian schreck
    danke sehr für den rat!
    werds dann erstmal lassen...

    dachte nur, weils bei leinwänden halt so nen schönen schimmer gibt, je nachdem ob matt oder glänzend. und halt wegen schutz.

    hersteller empfehlen ja gerne produkte, insbesondere die eigenen... ;)
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  • mnaive
    Hm...ich habe mir das auch aufschwätzen lassen und mache das seit längerem bei meinen Bildern (Acryl). Was spricht denn dagegen? Bringt es überhaupt nichts zum Schutz oder schadet es eher?

    Insbesondere mit der glänzenden Firnis (ich gehe da mit dem Spray oder mit Capaplex drüber) kommen auch oft die Farben noch intensiver. Nur meine Meinung.

    Bei Kreide habe ich das auch mal probiert. Verändert aber enorm die Farben, die vorher eher leuchteten.

    Gruß
    Evian
  • z-m
    Was das Restaurieren betrifft, soll es im Endeffekt eher schaden. Bevor Schäden an einem Bild ausgebessert werden können, muss ja erst einmal der Firnis vom Bild entfernt werden. In der Situation stellt sich die Frage danach, um welches Material es sich handelt und welche Lösemittel dafür geeignet sind. Unter Lösemitteln kann ja auch die Farbschicht leiden. Und dann muss die Firnisschicht "mechanisch" entfernt werden. Bei einem Bild, das schon allein durch sein Alter ausbesserungsbedürftig ist, stellt das natürlich eine Belastung dar.
    Ich habe aber mit dem Thema Restaurierung nichts zu tun - das habe ich gelesen und kann es nur so weitergeben, aber es hört sich für mich logisch an.
  • bastian schreck
    bastian schreck
    danke sehr für eure beiträge.

    @evianm: das mit den kreiden ist wahr, die suppen gerne weg, aber das macht das liebe acryl ja nicht.

    werde mal, wie die hersteller empfehlen an ner alten schrottleinwand und papier testen und mal sehen, ob es mir etwas bringt.

    muss dazu noch erwähnen, dass ich derzeit leider überwiegend die günstigen goya-acryls benutze. die sind halt ganz fiess matt und verkratzen unheimlich leicht. fühlt sich fast an wie wasserfarbe aus schulzeiten.

    bei anderen herstellern, gibts ja auch farbtöne, die lackartiger kommen, also auch mehr glänzen usw.

    wie gesagt, vielen dank!
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  • orellireug
    ich schreib auch mal was ..

    ich nehm fast ausschließlich die goyas, teilweise gute abtöner und eigentlich alles was so rumkreucht, ab und an auch mal was "besseres" --> teureres.

    ich tendiere ja ziemlich stark zum firnissen, weil
    sich die oberfläche dann eben gleichmäßiger darstellt (gerade wenn man doch mal verschiedene herstellerfarben kombiniert die ein unterschiedliches finish haben) und die farben in der tat kräftiger werden. und da liegt dann auch schon ein problem, das du bei deinen arbeiten bekommen könntest wenn du in lasuren arbeitest. der firniss holt untere farbschichten oft ziemlich krass wieder nach oben, bzw lässt obere schichten transparent(er) werden- heisst also was du vor dem firnissen siehst und für gut befindest, ist nicht unbedingt das was du nach dem firnissen hast .. daran muss man sich erstmal gewöhnen, ich nutze diesen effekt inzwischen mehr oder weniger kontrolliert, könnte aber sein, dass dich das behindert. kann auch sein dass das speziell bei den goyas noch stärker zum tragen kommt.

    ansonsten --> besser "pinselfirnis" als sprühfirnis

    und ---> teuer ist nicht besser

    am besten ist echt einfach mal ausprobieren
  • bastian schreck
    bastian schreck
    @geuerillero:
    besten dank für die anmerkung!
    sowas in der art hatte ich fast befürchtet, wegen dem eventuellen verblaassen grade der dünneren abschließenden lasuren.
    tendiere auch zu pinselfirnis, hab mir auch mal ne pulle gekooft, aber noch nicht getestet.

    werde auf jeden fall demnächst wieder etwas bessere farben kaufen, die etwas lackigeren, die haben neben mehr kratzfestigkeit und generell größerer unempfindlichkeit auch noch nen netten schimmer nachm trocknnen, halt wie ein lack.

    die goyas sind sicher für untermalung, oder riesenbilder oder sowas ganz okay, aber ich finde die grade am fertigen auch leider sehr empfindlich, von der fehlenden leutkraft mal zu schweigen...

    fand das leicht glänzende durch firniss früher eher störend, war aber auch viel vonm fotomachen her gedacht, da ist glanz ja oft tückisch. mittlerweile finde ich es wieder recht schön, wenns bisschen schimmert. sieht dann halt auch irgendwie nach nem guten klassischen gemälde aus. ;)

    werde auf jeden fall mal ein paar tests durchführen an ausschusmaterial. dauert aber laut packung drei tage, bis trocken ist, daher dachte ich, hier fragen geht vielleicht schneller.

    grüß dich.
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  • malsupilahmi
    malsupilahmi
    besonders gute Farben sind Lascaux studio
    oder ganz gut System 3

    ich firnisse ja nich
    aber ich mag es auch etwas matter
    so freskofeeling

    die Goyas mixe ich zwischendrin auch mal mitrein
    aber nur bestimmte Töne, weil die Farbe schon sehr stark versuppt nach hinten raus
    :)
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  • bastian schreck
    bastian schreck
    @jennifer: zur kenntnis genommen.
    aber machste auch nich bei ner großen aufwendigen leinwand mal nen firniss? so garnicht?

    da ham wir ja schon wieder was gemeinsam, wird mir langsam unheimlich. ;)
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  • malsupilahmi
    malsupilahmi
    nö noch nie
    und hauptsächlich mach ich ja nur aufwendige Arbeiten ;)

    ich pack die immer in Luftpolster ein, damit se nich verkratzen
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  • oicinitram
    Acryl und Papier hab ich keine Ahnung. Ich mache nur Öl (und hin und wieder Aquarell) - aber
    firnis ist gut, weil er das Bild zum einen vor Umwelteinflüssen schützt; zum anderen eingeschlagene Stellen, bei nicht so pastoser Malweise, ebnet und für eine gewisse tiefenwirkung sorgt. Bei sehr pastoser Malweise firnisse ich in der Regel nicht, wirkt sonst speckig.
    Ich empfehle eher matten oder seidenmatten Firnis.
    Manch Firnis tendiert zum nachgilben und muss ca. alle 50 -100 Jahre runter und neuer drauf. Ob das nun meine Restauratoren hingebogen kriegen ist deren Sache;-)
    Wichtig ist aber, dass das Bild gut durchgetrocknet ist bei Öl geht da gerne mal ein Jahr ins Land.
  • bastian schreck
    bastian schreck
    @martinico: danke sehr!
    auf ihre kompetente stimme hatte ich besonders gehofft in diesem fall.

    die vorteile scheinen sinn zu machen. mir gehts halt auch wie gesagt vornehmlich ums schützen der nicht ganz kratzunempfindlichen arbeiten. die rutschen halt sonst in einer vollen mappe mal etwas rum und sind dann irgendwann vielleicht versaut.

    die tiefenwirkung wäre ein angenehmer nebeneffekt für mich, und natürlich das von jan angesprochene unterschiedlich matte antrocknen verschiedener acylfarben etwas abzufangen.

    vergilben ist natürlich auch bissl doof, aber du sagst es, solln die restauratoren mal sehen, he he he.

    ps. öl muss ja furchtbar sein, ein jahr... ;) aber werde mir demnächst wohl auch mal ne baustelle suchen, wo ich mal öl probieren kann. vielleicht mag mich das öl ja.

    grüße
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  • oicinitram
    mit Öl kannst Du nicht früh genug anfangen, ist ein lebenslanger Lernprozess ;-)
    (in Öl gibts auch zwei, drei Farben mehr als rot und blau ;-)))
  • bastian schreck
    bastian schreck
    lernprozesse sind mir suspekt, die versuche ich gerne wenn möglich zu meiden.
    und alle farben ausser rot und blau sind böse. oder sagen wir mal so, ich versuche halt gerne in farbigen pics schwarz rauszulassen und durch blau/rotlasuren zu ersetzen und alles aus den grundfarben plus weiss zu mischen. leider manchmal schlecht, wenn man halt nen warmes gelb hat, aber kühles bräuchte usw.. hab auch so kleinere mengen diverser halbtöne vorrätig, benutze die aber nicht gerne.

    denke mal du wolltest dadrauf anspielen...
    ist alles nur so rumprobiererei meinerseits und zufrieden bin ich noch lange nicht, aber auch nicht chronisch unzufrieden. muss ja immer soviel spass machen, dass man noch bock hat weiterzumachen.
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  • oicinitram
    "lernprozesse sind mir suspekt, die versuche ich gerne wenn möglich zu meiden."

    Ach so ;-))
  • bastian schreck
    bastian schreck
    harr, das war doch der unwichtigere teil, zumal scherz...

    ging mir eher darum, ob ich die anmerkung zu rot und blau richtig interpretiert habe. das ist ne ernste sache für mich. ;)
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  • oicinitram
    meine Auffassung ist eigentlich recht traditionell.
    Ich teile die Palette normalerweise in zwei Achsen

    von oben nach unten die kalten
    von links nach recht die warmen

    und zwei Häufchen Weiss ;-))

    rot und gelb (Cadmium + Zitrone) kommen also je nach Bild zweimal auf die Palette

    zu schwarz sagte Renoir mal, sie ist die Königin der farben? er hat eine zeitlang alles probiert um schwarz zu ersetzen kam aber immer wieder auf elfenbeinschwarz zurück!

    Wichtig ist die Farbwirkung untereinander und die Wirkung vor Hintergrund (je nachdem ob hell oder dunkel) Farben kommen kräftiger und schöner vor grau und zwischentönen. Auch die Kontraste sind wichtig. Wie geil ist doch ein kleiner roter fleck in einer riesigen grün dominierten Landschaft von Constable.

    auch mal an einem Farbkreis drehen, schönes Spielzeug. Halt immer schön schmieren und probieren, das meiste passiert instinktiv und man staunt hinterher nicht schlecht.
  • bastian schreck
    bastian schreck
    @martinico: danke! das ist doch was, damit kann ich arbeiten...

    habe meine "standardpalette", falls es sowas gibt eher noch nicht gefunden. gehe da eher intuitiv vor, und versuche dann manchmal bewusst was zu riskieren, oder auch nicht. die grobbe vorplanung bezüglich der farben hat man natürlich schon vorher im kopf.

    schwarz ist ja scheinbar auch ein stückchen philosophiesache, kommt sicher aufs sujet an, obs überhaupt passt und so. nehme ja auch je nach absicht schon schwarz, aber versuche halt auch grade bei outdoorbildern eher ohne.

    grade auch bei aquarellen lass ichs gerne raus. da wirds aber auch meist durch bleistiftvorzeichnung an den konturen eh dunkler usw.

    schlauer ist man immer hinterher...

    meine palette isn mikrowellengeschirrteller, der hat nen schönen rand, kanns auch mal feutfröhlich werden, beim mischen.

    auf jeden fall nochmal vielen dank für deine beiträge!
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  • sumixorp
    ich möchte mich hier nicht als zu sehr äußern, hab selber noch kaum ahnung von diesen sachen,.

    aber firnisse sind in meinen augen wichtig, die schützen das bild und seine farbschichten, zumindest in der alten malerei mit ölfarben.
    das mit der restaurierung: eigentlich ´nutzt man alkohol um firnisse abzulegen.
    und das sollte kein weiteres problem darstellen,wenn man nun keine "zauber-produkte " von irgendwelchen herstellern konsumiert, (wundert mich dann auch nicht dieses nervige genörgle an firnissen!)

    ich denke die kritik an firnissen sieht so aus, dass die meisten malenden dieser kritik heute vieleicht selber gar nicht mal wissen wie es wirklich darum steht
    ( von mir aus verjagt mich, wenn ich soetwas sage, ist aber meine meinung!),
    ich würde sowieso nichts kaufen an mitteln (wie firnisse), sondern nur die rohstoffe kaufen und selber alles machen, dann weiß man wenigstens, was drinne ist und man kann sich an alte oder gut bewährte rezepte halten und muss nicht rumjammern, wenn's probleme gibt!
    frinisse sollen schließlich das bild schützen und nicht als balast empfunden werden(vielleicht einfach mal richtig malen lernen!)



    bei acrylfarben hab ich nur mal gehört, dass son tapten-mitteln , *argg*, ich weiß grad nicht wie es heißt, aber das man nutzen kann zum firnissen, dann bekommt das bild son glanz, wenn man es möchte.
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