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  • MEERWIND

  • Benita Röll
    Benita Röll MEERWIND
    Du zeigst Dich auf verschied'ne Weise
    Breitest Deine Schwingen aus
    Einmal laut und einmal leise
    Schleichst katzengleich um jedes Haus.

    Schiebst Wolkenberge auf am Himmel
    Willst flüsternd Dich erheben
    Jagtest Hauke Hajens Schimmel
    Lässt das Menschenherz erbeben.

    Du flüsterst mir leis': "Komm doch zum Strand
    Will salzig Dich dort Küssen
    Knüpf Dir des Windes Hexenband
    Leg' mein Haupt zu Deinen Füssen.

    Ich lausche still und folge Deinem Ruf
    Am Meeressaum bin ich bei Dir
    Ich hör' des Schimmels schnellen Huf
    Schnaubst wie ein zornig wildes Tier.

    Kann Dich nicht seh'n, doch kann Dich riechen
    Dein Brausen unerträglich
    Fühl' Dich in die Glieder kriechen
    Und geniese es unsäglich.

    Spürbar - Wiege Dich in meinem Arm
    Merk' Deine Mächte schwinden
    In meiner Brust - ganz warm, ganz warm
    Möcht' meine Seele binden.

    Ja, Du bist zärtlich - legst dich nieder
    Säuselst noch: "Hör zu, hör zu
    Ich bin jetzt müd', doch komm' ich wieder."
    Legst Dich im Wolkenbett zur Ruh'.

    Aus "MEERWIND UND ROSENDUFT" von Benita Röll
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