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  • Licht in der bildenden Kunst

  • Anna Potzi Licht in der bildenden Kunst
    Hallo!
    Ich bin grade ziemlich aufgeschmissen.
    Ich muss ein Referat halten zu dem obigen Thema! Wichtig: es geht nicht um Lichttkunst oder Kunstlicht!

    Das Referat nicht zu umfangreich werden soll, habe ich mir überlegt das ganze auf Malerei und Bildhauerei zu beschränken. trotzdem ist es schwierig was zum Thema zu finden. Bisher habe ich nur Rembrandt mit dem Schwerpunkt Licht gefunden.

    Habt ihr noch Ideen? Oder fallen euch Künstler ein, die sich vornehmlich mit Licht beschäftigen?
  • rettentsnuk
    schau mal dort:

    https://www.lichtkunst-unna.de/v2/index3.php

    dort bekommst du jede menge "lichtkunst" ;o)

    es lohnt sich das museum zu besuchen! :o)

    gruss
  • siku
    Vorschlag:
    Beschränke das Referat nur auf Malerei, da hast du schon genug zu tun.
    Du könntest jeweils ein Bild aus verschiedenen Kunstepochen und –stilen beschreiben und dann herausarbeiten wo es Ähnlichkeiten oder gravierende Unterschiede gibt:
    z. B. Rembrandt, dazu im Vergleich ein Bild eines Impressionisten - und eines Expressionisten, wo das Bildlicht eine untergeordnete Bedeutung hat.
    Hier noch einige Künstler, die mir spontan zu diesem Thema einfallen: Claude Lorrain, Willam Turner, Jean Theodore Fantin-Latour „Rheingold-Erste Szene“ 1888 (Hamburger Kunsthalle), Robert Delaunay oder Giorgio de Chirico (mit den langen Schatten), Oder wie fängt die Nagelstruktur von Günter Ueckers Nagelobjekten das Licht ein?
    John Cage bezeichnete die „white paintings“ von Robert Rauschenberg als Landeplätze des Lichts.

    Und da ich in "grauer Vorzeit" auch mal eine ähnliche Aufgabe lösen musste, nachfolgend nur als Beispiel! mein Text zum Licht in der Komposition „Samson von Delila verraten“, undatiert von Rembrandt:
    „Die Lichtverhältnisse unterstützen die Staffelung der Figuren. Während klares Licht auf Samsons Gewand fällt, hat sich schon ein zarter Schleier auf Delilas Körper gelegt, welcher sich mit zunehmender Entfernung der Gestalten verdichtet. Der Kopf des Soldaten tritt hinter einer Dunstschicht nur noch unklar hervor. Schlaglichtartig wird das (Bild-)Zentrum beleuchtet, diffuses Streulicht fällt in den Raum. Lichtreflexe machen auf die Handlung aufmerksam, so wird der Arm des Philisters durch Licht hervorgehoben. Spotlicht und Streulicht wurden harmonisch aufeinander abgestimmt. Ein schmaler, sehr dunkler Kontraststreifen an der linken Körperseite Delilas hebt die Figurengruppe von der im Hintergrund liegenden Bettstatt ab. Diese Dunkelzone gibt der Gruppe Körperlichkeit. Eine gleichwertige Dunkelzone am rechten Bildrand sorgt für die Räumlichkeit der Bettstatt. Der sehr dunkle Stiefel des Philisters in der linken unteren Bildhälfte bildet ein Gegengewicht dazu und begrenzt das Motiv."
    Kurz noch generell zum Licht bei Rembrandt in Innenraumbildern der frühen Malperiode: Licht fällt aus zwei konkurrierenden Beleuchtungsquellen ein, deren Ursprung nicht immer eindeutig ist. Die Lichtverhältnisse sind nicht immer realistisch, Licht wird vielmehr zur inhaltlichen Unterstützung eingesetzt, hebt Wesentliches hervor, lässt Unwichtiges im dunklen Raum verschwinden, verleiht der Szene Atmosphäre.
    Gut geeignet zur Gegenüberstellung mit den erwähnten aktuelleren Künstlern wäre vielleicht auch das „Emmausmahl“ von Rembrandt.

    So, ich denke du hast da selbst noch genug zu tun. Viel Erfolg
    siku
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  • martinicio
    martinicio
    das Standardwerk ist dieses:

    🔗

    gibts in jeder guten Bücherei

    anhand vom Inhaltsverzeichnis und der Gliederung
    kann man dann entsprechend Schwerpunkte setzen.

    gruss
    Signature
  • Anna Potzi
    Hey!
    Vielen Lieben Dank! Diese Tipps habe ich gebraucht!!
    An kunstnetter: erst lesen dann schreiben! Gerade "LIchtkunst" habe ich doch nicht gemeint! trotzdem danke ;-)

    Lieben Gruss und einen sonnigen tag!
  • Anna Potzi
    Hey! auf meiner weiteren Recherche bin ich auf das Wort "Valer" gestoßen.

    🔗
    (...) Die Maler bekommen mit Hilfe des Lichtes die Dreidimensionalitaet, so dass sie den sogenannten Valer benutzen. Valer ist die Menge des Lichtes im einem Bild und der Valerische Schluessel sind die Tonarten vom hellsten bis zu dem dunkelsten Ton. (...)

    Gibt es so etwas?? Habe davon noch nicht gehört und finde auch sonst nichts darüber.
  • martinicio
    martinicio
    schau unter valeur (franz. für wert, hier tonwert)
    da findest du mehr
    irgendwie u vergessen oder verschluckt ;-)

    gruss
    Signature
  • siku
    Hey! auf meiner weiteren Recherche bin ich auf das Wort "Valer" gestoßen.

    Gibt es so etwas?? Habe davon noch nicht gehört und finde auch sonst nichts darüber.


    ja, aber ich kenne den Begriff nur anders geschrieben
    "Valeur" = Farbtonwerte
    unter Valeur + Impressionismus findest du bei google zahlreiche Links.

    (Z .B wurden Altarbilder so gemalt, dass sich die volle Lichtwirkung erst am Ort der Hängung - im Kirchenraum - entfaltete.)

    Der Beitrag ist brauchbar, er liefert gute Beispiele, besonders das Beispiel "Kathedrale von Rouen", Monet hat das Motiv mehrmals als Serie in verschiedener Beleuchtung gemalt, ist ein guter Tipp.

    P.S.: Mir fiel noch von Rene Magritte "L'Empire des Lumières" (Reich der Lichter) ein, in unterschiedlichen Varianten gemalt.
    PPS: den Beitrag von Martinicio hatte ich nicht gesehen ;-), sonst hätte sich mein Text erübrigt.
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