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  • Kunst und Prostitution

  • tnubetueh Kunst und Prostitution
    und noch 'ne frage an profis: inwieweit beeinflußt der erwerbszwang eure arbeit, orientiert ihr euch am markt, reflektiert vor der arbeit über verkaufschancen, oder lebt ihr euer ausdrucksmoment nötigenfalls auch radikal wider besseren wissens (um verkaufschancen?). am beispiel: malt ein informeller auch weiterhin informell, auch wenn nur gegenständliches einen markt hätte, und er genau weiß, daß er die nächste miete bezahlen muß... oder prostituiert er sich nötigenfalls und macht "absatzkunst" nach dem motto: scheißegal was, hauptsache die kröten wachsen rüber...
    ich stelle mir den umstand, von der kunst leben zu müssen, reichlich anstrengend und vielleicht auch sehr frustrierend vor. für so manchen jedenfalls.
  • malsupilahmi
    malsupilahmi
    ein Bild zu dem geforderten Preis zu verkaufen ist ein wunderbares Gefühl und kann ein toller Antrieb sein. Auch hatte ich schon spannende Aufträge, die mich weitergebracht haben.

    aber Bilder malen, nur um zu verkaufen, ist hohl und rächt sich, daran glaube ich jedenfalls :)
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  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    was immer nachfolgend noch an antworten zu diesem thema kommen mag:
    die frage ist, wie jemand "markt" definiert. das hängt doch stark davon ab, WER definiert oder besser: was derjenige GLAUBT, wie sich markt definiert. das wiederum dürfte davon beeinflusst bzw. beschränkt sein, welcher markt demjenigen (seinem mindset und seinen fähigkeiten nämlich) überhaupt offensteht. da dürften die unterschiede dann beträchtlich sein.
    wer markt wie "baumarkt" oder "ebaymarkt" definiert, kann man ja recht schnell auch so einschätzen...
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  • Pierre Menard
  • martinicio
  • efwe
    efwe
    ...irgendwie versuchen dem kommerz etwas quali mitzugeben...
    ich mach zb deko flyer logos... und heuer bemal ich die wand der dorffeuerwehr ;)))
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  • Suzanne Meijer
    Suzanne Meijer
    Der mittlere Weg: Habe Anfragen nach Katzen und Blümkes - warum nicht? Engelchen krieg ich wohl auch hin, die sind aber eindeutig nicht mein Ding, jedenfalls nicht in der gefragten Manier, also gibt's die höchstens mal Weihnachten für Mama. Wäre aber vielleicht ein Problem, wenn ich davon leben müßte. Apopo: Ab wann muss man seine Einnahmen aus Bildern o.ä. versteuern? Muss man? - Oh, hat sich erledigt, bis 730,- frei schreibt da wer. Na denn.
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    thema steuern und finanzen erschliesst sich leider nicht so intuitiv wie blümchen und kätzchen, deshalb:
    Infos: Künstler als Unternehmer - Steuern, Versicherungen etc.
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  • tnubetueh
    @brooklyn - markt ist wohl immer da, wo irgendwem irgendein Kunststück wert genug ist, daß er dafür zahlt, aber wenn ein künstler neben allen märkten läge, neben all dem was nachfrage ist, bleibt er dann bei seinem ausdruck, bei "seiner" kunst, auch wenn es sein "ruin" wäre? fährt er lieber Taxi, schult um, was weiß ich, nur um "seine" Kunst nicht zu verraten, oder paßt er seinen output einer nachfrage an? ich künstle seit über 20 jahren ausschließlich wie ich will, völlig uneingeschränkt, wenn ich davon leben müßte, wäre ich längst verhungert. Aber wenn nun einer so wäre wie ich, was bliebe ihm dann über, außer der prostitution unter den Kommerz, wenn er sich den einbildete, er wolle von kunst leben. irgendwie doch ziemlich gandenlos, oder?
  • tra_ennaej
    Für mich ist meine "Kunst" nur zweites Standbein, obwohl ich mich sehr freue, wenn eines verkauft wird (mit etwas Wehmut dabei; MEIN Bild...)

    Es hat auch etwas mit Intimität und Ausdruck zu tun (Gefühle, die man mit Worten nicht beschreiben kann).

    Auftragsarbeiten mit Leidenschaft verbinden.
    Farbtöne, die die eigene Gefühlswelt unterstreichen.
    Hat Liebhaber-Wert.

    Wenn sich Kunst nur mehr in Form von latenter Sexualität verkaufen lässt, wie manche Uni-Sono-Pornographie-Variabel-Orange-Grün-Touch-Fuß-Hand-Weggeschnitten nur mehr auf Geschlechtsteile fixiert - na, jo - Bild soll hauptsächlich aufgeilen?



    Das kann´s dann auch nicht mehr sein.
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    ich finde diese diskussion irgendwie müssig, weil ich den ausgangspunkt mit der begrifflichkeit "prostitution" nicht akzeptieren mag und auch nicht melodramatische übertreibungen wie "ich wäre längst verhungert" (und das im angesicht von sozialhilfe - welch ein grandioses opfer!). pathos und selbstmitleid haben wenig aussicht auf erfolg.

    das klingt mir zu sehr nach dem abgegriffenen gejammer, mit dem man sich gerne selbst als verkannten einzelgänger stilisiert, der nur die wahl hat, entweder erhobenen hauptes bitterster armut zu trotzen oder mit gebrochenem herzen den schnöden markt zu bedienen (der für die meisten hier eh nur sehr beschränkt definiert sein dürfte).

    abgesehen davon, wird das, was von vielen hier als "verkäuflich" und ergo als markt betrachtet wird, sowieso schon von massen an dilettanten mit massen an billigware bedient, weil es eben auch einer dilettantischen auffassung entspricht, dass sonnenuntergänge und abgehalfterter abstraktionskitsch lukrativ(!) verkäuflich wären.

    hin und wieder sollte man vielleicht mal in betracht ziehen, dass die eigene kunstproduktion schlicht und einfach nicht gut (oder eigenständig, oder unterscheidbar, oder etc.) genug ist, um in den olymp vielbeachteter kunst einzug zu halten.
    zum trost: spätestens an dieser stelle kann man sich immer noch auf die möglichkeit des postmortalen empfangs höherer weihen zurückziehen...

    es ist und war eine TATSACHE, dass - bis auf einen geringen prozentsatz - kunstschaffende nicht mit stabilen und ausreichenden einkommen rechnen können. da hilft kein haareraufen und lamentieren, sondern allenfalls die weniger romantische dafür pragmatische auseinandersetzung mit der eigenen rolle und dem selbstverständnis als künstler.

    siehe hierzu:
    Studie zur Wirtschaftlichen Situation von Künstlerinnen und Künstlern (PDF, 48 kB)
    🔗

    es gibt jedoch ein paar andere ansätze, die wesentlich konstruktiver und in der realität verankert sind:
    dazu gehört z. b. die forderung nach ausstellungshonoraren bzw- -vergütung, die professionalisierung als kleinunternehmer etc.


    siehe hierzu aus 🔗
    Ingo Terrumanum
    Ausstellungshonorare: Wider die Legitimation durch das Leiden
    Dass Künstler nur unter großen Entbehrungen und Einschränkungen in der Lage sind wirklich große Kunst zu schaffen ist ein hartnäckiges Vorurteil. Wer leidet, entweder durch dramatische Lebensumstände wie Verfolgung oder Diskriminierung, oder durch schwierige Arbeitsbedingungen, wie zahlreiche knochenharte Jobs, scheint besser Legitimiert zu sein richtige Kunst zu schaffen. Diese romantischen Vorstellungen, der ständig am Alltag scheiternden Künstlerinnen und Künstler, die gerade deshalb mit zunehmendem Engagement Kunst produzieren schwirren nicht nur in den Köpfen von Nichtkünstlern herum und verhindern das Künstlerinnen und Künstler selbstbewußt ihr eigenes Werk vertreten.
    In diesem Zusammenhang sehe ich auch gerade die ablehnende Haltung gegenüber den schon seit über 30 Jahren geforderten Ausstellungshonoraren. Wie sonst ließe es sich erklären das von Seiten der Künstlerschaft keine Tatsachen geschaffen worden sind und alle nur auf eine gesetzliche Regelung warten.

    Diese Regelung ist wichtig und die Weichen für eine solche sind durch die Einigung der Fachgruppe Bildende Kunst in Ver.di und dem BBK auf ein gemeinsames Eckpunktepapier gestellt. Hier ist die Politik gefragt das Entworfene umzusetzen.

    Darüber hinaus müssen aber Künstlerinnen und Künstler selber Tatsachen schaffen und das Ausstellungshonorar einfordern. Das verändert liebe Gewohnheiten der Verwerter und erzeugt Druck auf die politische Ebene.
    Signature
  • tnubetueh
    @brooklyn: danke für den ausführlichen kommentar. hab' mich angesichts dessen über mich selbst amüsiert, eben grade weil ich auch so ein "Kunstromantiker" bin, aber das sind vermutlich alle, die ihr geld anders verdienen. würde ich hinsichtlich meines berufes nach berufsehre oder ähnlichem gefragt, stünde ich auch sehr nüchtern über den dingen. man vergißt als hobbypinsler gerne, daß profikunst eben auch sachliches vorgehen verlangt, und wie du sagst "pathos und selbstmitleid" wenig hilfreich sind. man tut wohl was erforderlich ist, so wie in jedem anderen beruf auch, ohne wehmut und allzu ausführliches reflektieren, der eine besser der andere schlechter.
    nur die freizeitromantiker dürfen auch weiter träumen, und die unendlichen weiten und tiefen der kunst suchen... gretchenfrage - (war auch schon mal im forum) - macht dich deine kunst (auch)glücklich? ... ich weiß schon, die frage hätte jetzt nicht kommen dürfen :-)...
  • iwraM
    Moin,

    Ausstellungshonorar für Produkte, die verkauft werden und von dessen Erlös ein Einkommen erzielt werden soll?

    :)))))))))

    Au ja, demnächst gibt es Eintrittskarten, die man kaufen muß, wenn man im Supermarkt Milch kaufen will.

    Wenn Kunst zu einem Produkt wird, eines Künstlers der frei Schnauze sein Ding durchziehen will und meint, niemand habe ihm zu sagen, was er produzieren soll... ist es auch sein gutes Recht zu verhungern oder von der Arge dazu verdonnert zu werden, einen anderen Job zu machen um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

    Entweder man kann oder man kann nicht. Die, die können haben auch keine Probleme ihre Produkte gewinnbringend zu verkaufen. Niemand ist gezwungen, seine Produkte auszustellen, jeder kann Interessenten auch zu sich nach Hause einladen.

    So ein Schwachsinn, zeigt wieder einmal die Pathologie eines Berufsstandes... Realität... *rofl*

    LG,
    Marwi
  • Sabine Minten
    Sabine Minten
    marwi, du solltest deinen schnellschuss-standpunkt, der eher einer hausfrauen-tupperparty-mentalität entspricht, vielleicht nochmal überdenken. als anregung hierzu dieses:


    Artikel von Wolfgang Schimmel

    Ausstellungshonorare
    (...)Worum geht es? Eigentlich haben wir es mit keinem rechtlichen Problem zu tun, sondern mit einer Absonderlichkeit, die unserer freien und gelegentlich sozialen Marktwirtschaft geschuldet ist.

    Niemand käme auf die Idee, im Kino müßte freier Eintritt gelten, weil es da nichts abzuholen, sondern nur zu gucken gibt. Fast jeder weiß, dass sich die GEMA mit Vergütungsforderungen von Komponisten und Interpreten meldet, wenn man die eigene Schallplattensammlung auf einer öffentlichen Veranstaltung vorspielt. Nur will angeblich keiner verstehen, dass bildende Künstler ein Honorar verlangen, wenn ihre Werke in einer Ausstellung dem Publikum zugänglich gemacht werden.

    Dabei ist die unmittelbare sinnliche Wahrnehmung jener Kunstgenuss, jene Provokation, jene Art geistiger Auseinandersetzung, für den diese Werke eigentlich geschaffen werden.

    Dazu dienen sie auch den Ausstellern, damit verdienen - das stellt übrigens niemand in Frage - die Aussteller auch Geld. Das hat sich so eingespielt und gilt als normal, dabei ist es eine Monstrosität, Künstlerinnen und Künstler nur beim Verkauf ihrer Werke als Profis gelten zu lassen, bei der Nutzung ihrer Arbeiten vor Publikum - das sind Ausstellungen - aber wie Amateure oder Exhibitionisten zu behandeln, die mit dem Spaß am Zeigen zufrieden sein müssen.(...)
    Quelle: 🔗


    ausserdem gilt es beim thema "kunstmarkt" noch einzubeziehen, dass "verkäuflichkeit" sich zu einem grossen teil aus dem "marktwert" der PERSON des kunstschaffenden definiert.

    da kommen dann ganz andere qualitäten ins spiel, die mit REFLEKTION, HALTUNG und POSITION zu tun haben. diese als unterscheidbar und relevant zu vermitteln und dem kunstmarkt bzw. einer öffentlichkeit (nein, das ist nicht tante hiltrud oder die arbeitskollegin!) zur wahrnehmung zu bringen, erfordert eine komplexe kommunikation, die sich nicht allein im bildchen-herzeigen erschöpft.

    @heutebunt - auf deine frage, ob kunst mich glücklich macht, liegt die antwort in einem zitat von konfuzius:
    wer ständig glücklich sein möchte, muss sich oft verändern!
    Signature
  • ratslla
    mensch sabine, ... ich bin hin und weg.
    ich hab völlig verschlafen, wie ausgeschlafen du sein kannst. lass uns wieder zusammenziehn und babies machen.

    (und zwischendurch verrätst du mir, wie kluge frauen denken könnten)

    :)))
  • iwraM
    Moin,

    es geht um Lobby und Gier, um mehr nicht.

    Wenn ich meine Dienstleistungen verkaufen will, bin ich darauf angewiesen zu zeigen, was das ist. Der Begriff Werbung scheint hier ja völlig unberücksichtigt zu werden... und die kostet Geld. Auch der Galerist zahlt Miete, muß Werbung machen, Leute anlocken.

    Und Museen verlangen ja Eintritt, oh ja, damit Mensch sich die Stücke ansehen dürfen. Mit diesem Geld betreiben sie ihr Etablissement und kaufen neue Bilder ein. Steht nicht jedem Künstler frei, sein eigenes Museum zu eröffnen? ;)))

    brooklyn, kannst es doch versuchen: "Ein Blick auf meine Muhkuh-Bilder kostet 2 Euro... die neue Form einer Peepshow" vielleicht wird das ja zu einem Renner?

    LG,
    Marwi
  • elliz
    Wer sich angesprochen fühlte, hat hier geantwortet, wenn es oft auch mehr als eine Antwort war!
  • siku
    .

    [...]
    es gibt jedoch ein paar andere ansätze, die wesentlich konstruktiver und in der realität verankert sind:
    dazu gehört z. b. die forderung nach ausstellungshonoraren bzw- -vergütung, die professionalisierung als kleinunternehmer etc.

    siehe hierzu aus 🔗
    Ingo Terrumanum



    Fachgruppen gibt’s im Bereich Kunst reichlich – und letztendlich rufen alle nach gesetzlichen Regelungen, wenn „Not am Mann“ ist.
    Der Künstlerkongress, auf dessen Existenz der Beitrag von I. Ter.rumanum zurückzuführen ist (Zusammenfassung der Forderungen des teilnehmenden ver.di Vertreters), hat bereits im Jahre 2001! stattgefunden. Bewegt hat sich aufgrund dessen wohl nicht viel.
    Danach kam dann die Diskussion um den Erhalt der KSK, auch hier ist natürlich der Staat in der Verantwortung.
    Die Idee, ein Ausstellungshonorar zu fordern, wie auch der Rest des zitierten Beitrags, klingt zuerst logisch und überzeugend – und rechtfertigt allemal die Einberufung eines Kongresses ;-)
    Zur Umsetzung werden dann (wenig originell) die Bürger bzw. deren politische Vertreter aufgefordert. Zitat: „Hier ist die Politik gefragt das Entworfene umzusetzen.“
    Wir leben jetzt im Jahr 2007 – weitere „öffentlichkeitswirksame“ Proteste sind anscheinend nicht notwendig geworden.

    Zitat: „Darüber hinaus müssen Künstlerinnen und Künstler selber Tatsachen schaffen und das Ausstellungshonorar einfordern. Das verändert liebe Gewohnheiten der Verwerter und erzeugt Druck auf die politische Ebene.“
    Und – haben die Künstler durchschlagkräftig reagiert, oder warten sie noch auf die Umsetzung durch den Staat? Bei uns bestimmt immer noch die Marktwirtschaft die Bedingungen (Angebot und Nachfrage) – und danach dürften die meisten Künstler z. Zt. am Markt eher ein Stimmchen als eine Stimme haben.


    Die Publikation des BmWi Existenzgründertipps für „Künstler als Unternehmer“ (zu finden im neu erstellten Thread „Professionalisierung“ ) könnten schon die bürokratisch formulierte Antwort auf den theoretisch angemahnten Druck der Künstlervertretung auf die Politik sein. ;-) – und offenbar von praxisfernen Beamten verfasst. Wenn der Kunstschaffende das 13 Punkte Programm abgearbeitet hat, dann hat er womöglich seine eigentliche Aufgabe >das Erstellen von Kunstwerken< schon aus dem Blick verloren.

    Beide Positionen (die der Künstlervereinigung und des BmWi) zeigen wieder einmal auf, wie Forderungen formuliert und Ratschläge erteilt werden, ohne dass diese wirklich von großem Nutzen sind. Auf der einen Seite wird unrealistische Hilfe vom Staat gefordert, auf der anderen Seite ein Existenzgründerprogramm aufgestellt, das bei Künstlern erst dann greifen kann, wenn die wirtschaftliche Existenz auf Grund der künstlerischen Leistung schon gesichert scheint, denn das Existenzgründerprogramm macht doch erst Sinn, wenn der Künstler bereits Geschäftsbeziehungen hat – und dann weiß er >aus der Praxis< längst wie „der Hase läuft“
  • ymmiJ
    @Brooklyn
    Besten Dank für die ausführlichen posts. Dem kann ich soweit eigentlich nur zustimmen.
    Ich befürchte aber, daß das Ausstellungshonorar (von dem ich hier zum ersten Mal lese) nicht viel mehr ist als eine schöne Illusion (mit irgendwas muß die Gewerkschaft ja neue Mitglieder werben) und wohl eher kontraproduktiv sein würde.

    @Marwi
    Du kommst wohl nicht viel vor die Tür? Es gibt unzählige Verkaufsaustellungen (Trödelmärkte, Computerbörsen etc.) bei denen Eintritt verlangt wird. Und wenn du die Parkgebühren berücksichtigst, mußt Du auch in manchem Supermarkt - so gesehen - Eintritt bezahlen, um Deine Milch kaufen zu dürfen. So einen Quatsch mache ich natürlich auch nicht mit, aber der Trend geht dahin, um Geld ausgeben zu dürfen, erstmal zahlen zu müssen. ;-)
    Dürfte bei uns Künstlern aber wohl eher (s. o.) nicht funktionieren...
  • iwraM
    Hallo Jimmy,

    ich würde sicherlich keinen Eintritt bezahlen um eine Galerie zu betreten, ohne zu sehen, was mich erwartet.

    Und genau diesen Anspruch wollen Künstler erfüllt haben? Gibt mir Geld, weil ich so eine arme Sau bin und niemand meine Bilder kaufen will, dann wenigsten Miete einkassieren...

    Und tatsächlich besuche ich keine Austellungen, wo ich nicht vorher einen Eindruck bekomme (also Werbung mit Beispielen) was ich für mein Geld kriege.

    Versucht das doch, nur dann oh Jammer, müsst ihr (die das wünschen, net alle) Kosten vorstrecken für Räumlichkeiten... und das wollt ihr nicht, weil ihr sicher sein wollt zu verdienen. Welche Schnapsidee. Bei einem Flohmarkt muß viel gearbeitet werden seitens der Veranstalter, bevor sie ihr Geld bekommen, verdient haben. Du zahlst keinen Eintritt um dir die Flohmarktstände anzusehen, sondern die Kosten das dieser Markt überhaupt möglich ist. Platzmiete etc. pp, dafür ist der Eintritt.

    Diese Idee verfolgt nur den Zweck das finanzielle Risiko an andere abzugeben, die diese Kosten aufbringen sollen. Begründet mit Werten wie Kultur und herbeigezogenen Argumenten, wo sich mir die Fußnägel hochrollen... *lol*

    LG,
    Marwi
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