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  • Ist es Kunst, wenn der Betrachter diese nicht als Kunst erkennt?

  • heinrich
    @fluu."...Mag Andy Warhol und seine Popart überhauptnicht\"

    Es geht doch nicht darüber, was du persönlich magst, und was nicht, lieber fluuu... Laß es einfach, schau doch Warhol nicht an. Seine Werke werden das überleben...

    Bilder, Filme und Bücher sind nur Abbilder, häufig von ihren Schöpfern. Sie sind auch so verschieden, wie auch ihre Betrachter. Bis es irgendwann zusammen passt (Autor,Künstler/Leser, Betrachter).

    Dann sagt man: SCHÖÖÖÖÖÖN!

    Wenn das Zusammenpassen öfters der Fall ist,
    dann heißt es, dass der Künstler den Geist der Zeit getroffen hat...
    (Er kann auch diesen Geist überholen oder nachhinken).

    Im Endeffekt geht es um Wahrheit. Ob der Kunstwerk sie offenbart oder irgendwie manipuliert. Im zweiten Fall tut es Weh, richtig, manchmal auch unbewusst.

    Es wird aber keinen Kunstwerk geben, der die Wahrheit voll und ganz darstellt... Alle Kunstwerke gehen früher oder später unter. Sie verlieren ihren Bedeutung mit der Zeit und werden wertlos, weil die Leute sie nicht mehr richtig deuten können. Der Betrachter hat keinen richtigen Bezug zum alten Werk.
    Er interpretiert ihn oft falsch. Der Werk kann sich nicht wehren.

    An der Stelle der alten Werken kommen immer Neue,
    die Betrachter näher liegen,
    um dann auch in der Zeit zu verschwinden.

    Die Wahrheit/Inhalt aber bleibt. Die Formen ändern sich.

    Und ich bin der Meinung, wer den Inhalt nicht versteht, der ist selber Schuld. Der soll sich über Formen Gedanken machen...
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  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    ...Und je mehr die Masse sich an die Inhalte gewöhnt...


    oh man, und das in einem öffentlichen Forum, so lange Du über die Mitmenschen von Masse sprichst öffentlich, halte das für menschenverachtende Arroganz und Erniedrigung, es sind ja außer Dir alle gemeint mit Masse, also auch ich, haben Deine Worte für mich null Bedeutung. Du hast bei mir Misstrauen erregt.
    Halte Dich bei dieser Ausdrucksweise für einen genauso simplen Manipulierer wie es die Werbeagenturen und Medien auch umsetzen.
    Für mich ist da geistige Abwehr angesagt...

    gruß fluuu
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  • cobolt
    cobolt
    Überleg Dir mal n echt eckliges Thema, sowas was auf die Menschenrechtsskala gehört. Was passiert, wenn Leute dies in einer Bildsprache visualisieren, ohne sich davon zu distanzieren? Wenn sowas als (unverstandene aber deklarierte) Kunst ein Sprachrohr bekommt, öffnest Du jedem kranken Hirn eine Darstellungsplattform hinter der man sich verstecken kann. Das passiert immer wieder und erregt MEIN Misstrauen, wenn dann irgendwelche Vögel da noch über Kunst labern wollen.
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  • heinrich
    @cobolt."...dann irgendwelche Vögel da noch über Kunst labern wollen...

    Warum denn nicht, cobolt?
    Das ist doch Internet...
    Hier labert jeder...
    Willst du es verbieten?
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  • ad_redeiw_tsi_lezruh

    Warum denn nicht, cobolt?
    Das ist doch Internet...
    Hier labert jeder...
    Willst du es verbieten?


    genau heinrich. weil es sein misstrauen erweckt, will er es natürlich verbieten. is doch klar, das brauch er garnicht extra sagen.

    lg, hurzel
  • cobolt
    cobolt
    Yoh, MC Raffnix :o))))
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  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    Die Geschichte hat gezeigt, dass es besonders die "kranken" Hirne wahren und sind, gerade in der Kunst aber auch in der Wissenschaft, die für die Menschheit bahnbrechende Ansichten, Erkenntnisse, Neuerungen und Erfindungen hervorgebracht haben.
    Die sogenannten normalen, braven, konservativen und konsumtreuen Menschen sind zufrieden wenn sie mittrotten können und machen was ihnen gesagt wird. Man kann es ihnen nicht verdenken.
    Aber es sind die "kranken" Hirne die unangepasst etwas neues ausprobieren, voller Risiko und ohne Sicherheit.

    Gerade die ekligen und grausamen Themen gehören aufs Tablett. Sie müssen thematisiert, besprochen und durchdacht werden. Es sind die Probleme die visualisiert gehören, die heile Welt wird einem an jeder Ecke um die Ohren gehauen. Also, das Sprachrohr gehört denen, die nicht an der konservativen Macht festhalten wollen, zumindest in der Kunst.

    gruß fluuu
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  • cobolt
    cobolt
    Halte ich bei fehlender Distanzierung für bestimmte Inhalte für naiv und weltfremd. Die Frage ist nicht, OB bestimmte Themen in die Kunst einfliessen sollen, sondern WER dahinter steht, WAS ausgesagt wird und WAS damit beabsichtigt wird.

    Wer alles bedingungslos in den großen Sack Kunst steckt ohne zu hinterfragen, ist mindestens auf einem Auge blind, wie sich das für echte Gläubige (auch für Ersatzreligionen) gehört. Dieser Hebel wird längst genutzt, z.B. von unseren lieben Kinderfreunden oder für politische Aussagen. Und Du willst mir erzählen, man soll die auch noch beklatschen, weil sich da unter dem Tarnmäntelchen angeblicher und (kreiiiisch) unverstandener Kunst was Bahnbrechendes entwickeln könnte?
    Phhh, das Misstrauen ist längst gegenseitig. Solchen Aussagen hab ich noch nie getraut, da brauch ich bloss einmal übern Kiez zu bummeln, da kann ich mir anschauen, wohin das führt.
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  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    ...Dein Text sagt mir nichts, kommt mir vor wie eine leere Sprechblase, was meinst Du konkret...?

    gruß fluuu
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  • cobolt
    cobolt
    Büschen weltfremd, mmmh?
    Wie deutlich soll ichs noch schreiben? Schau Dich um, Künstler, ist genug Stoff zu sehen. Frag z.B. mal beim Weißen Ring nach, welche Art von unverstandener "Kunst" denen Magenschmerzen macht. Kennste ausser Künstler keine anderen Leute?

    Ich hab Besuch, also mach Dich selber schlauer.
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  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    ... sag ja leere Sprechblase, ich will Deinen Standpunkt raushören können, ist das Einzige womit wir hier kommunizieren können, die ganzen Phrasen was alles Kunst ist und was nicht kannste vergessen.
    Das geht besser in einer Runde mit Gegenüber.

    Habe klar meinen Standpunkt geäußert, bin davon überzeugt, dass nur "kranke" Hirne auf der Welt etwas zur Veränderung oder zum Erkennen anstoßen können. Sehe das positiv, denn sie stecken in der Not etwas verändern zu müssen, ganz persönlich, daher die Fähigkeit voller Risiko neues auszuprobieren und nicht am Konservativen festhalten zu müssen...

    Was ist nun Deine Einstellung?

    gruß fluuu
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  • cobolt
    cobolt
    Wenn Du meinen Standpunkt nicht erkennst, haste aber ne seeeehr lange Leitung. Konkreter als ichs geschrieben hab, gehts wohl kaum. ZWEI Beispiele und die langen nicht? Mein Kumpel meint gerade, Du erinnerst ihn an seinen alten WG-Spezi. Der blubberte zu oft und man musste ihm irgendwann alles seeeehr geduldig erklären. Vielleicht sollte ich lan gsa me r s c h r e i b e n .

    Also Differenzierung + 2 Beispiele + Inhalt + Distanzierung + Sprachrohr + Aussage + Absicht = Anerkennung Ja/Nein = mein Standpunkt

    Zu schwierig? Dann lasses einfach.
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  • BFnaitsabeS
    "Mag Andy Warhol und seine Popart überhaupt nicht". Immer diese von einem Laientheater nachgespielten Kunstdiskussionen ohne Detail und Sorgfalt. Warhols Versuch einer Kunst, die Nicht-Kunst ist, mit seinen schlauen ikonographischen Stellungnahmen zu Sexualität, Geschlecht, Gender, Medialität und Bild sind doch brennend aktuell und darüberhinaus wunderschön (auf Tarnstoff gedruckte Polaroid-Porträts, Pissbilder-Abstraktionen, die Filme). Warhols 80er-Kunst ist ein seismographisch genaues Kürzel dessen, was sich jetzt erst in unserm Lebensalltag so richtig ausprägt (Militärmode, Renaissance nationalistischer Männlichkeitsmodelle, Frage nach der Berechtigung tafelmalerisch wiedergegebener Menschenbilder, Leugnung und Eingeständnis einer individuellen künstlerischen Handschrift und ironische Brechung all dessen). Mich haut Warhol um und warum lehnst du jemanden ab, dessen künstlerische Positionen gar nicht in allem so weit von deiner Befürwortung von Fotografie und Abstraktion entfernt sind? Warhol ist mehr als Marilyn mit Knutschmund.
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    Hallo SebastianFB,

    in dem Fall ist mir das Theoritisieren zu müssig, das Unbehagen bei Popart ist ein reines Bauchgefühl. Meine Einstellung dazu ist, dass ich mich von dieser plakativen Form ohne jedem Chaos und ohne feingliedrige Details für dumm verkauft fühle als Betrachter. Als hätte ich Amputationen im Denken und Fühlen. Das mag zwar zeitgeschichtlich eine Rolle spielen aber es funktioniert nicht, das Aufblähen von widrigen Umständen (Werbezeitalter) führt nicht zum Nachdenken sondern zum Bejubeln.
    Andy Warhol ist somit der bekannteste Werbezar, einer der seine eigene Marke durch Überhöhung der Werbetechniken durchgesetzt und verbreitet hat.
    Fast so effektiv wie Coca-Cola.

    gruß fluuu
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  • heinrich
    Deine Kunst ist so effektiv wie Höhlenmalerei...
    Für mich...
    Mit Warhol kann ich, z. B., mehr anfangen, als mit deine Steinen.
    Ist aber meine persönliche Meinung,
    für dich aber soll es nicht entscheidend sein...

    Du findest Betrachter, die deine Fotos gut finden.
    Nicht so viele, wie Warhol, aber immerhin...

    Das beweist aber nicht, das Warholskunst keine Kunst ist.
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  • BFnaitsabeS
    Das Komische ist ja, Heinrich, dass Fluuus Fotos echt sehr gut sind, zumindest die, auf denen keine Menschen zu sehen sind. Man muss offensichtlich immer Künstler als Produzenten ihres Werks und Künstler als soziale Person voneinander unterscheiden. Aber es wundert mich, Fluuu, deine Texte hier sind ohne Sorgfalt und Beanspruchung größter Teile dafür notwendiger Hirnareale geschrieben. Sollte ein bildender Künstler sich nicht auch für Texte Zeit nehmen (sind auch Kunstwerke)?

    Aber lass mal mit Drauf-Antworten. War ne rhetorische Frage... Immerhin: Mit "Warhol war plakativ" hast du irgendwie auch recht, mit dem Looping in die Kommerzialität, bei gleichzeitiger Ironisierung des Bildermarktes auch, Warhol allerdings im allergeringsten als Philosophen, Künstler, Kunst- und Gesellschaftstheoretiker zu unterschätzen, ist ein Fehler. Nebenbei gesagt: ich glaube, dass Warhols hellsichtige Botschaften noch nicht ins breitere Kunstbewusstsein durchgesickert sind, hat auch einen deutlich sexistischen Hintergrund. Ich gehe zwar gar nicht erst davon aus, dass du seine Bild-Serien aus den 80er jahren kennst, aber: der Mann und seine Kunstpositionen sind unangenehm für jeden, der sich nicht mit der Konstruiertheit von Geschlecht und moderner Identität(en) auseinanderzusetzen wagt. Und mit deiner Wat-der-Bur-nich-kennt-dat-frett-er-nich-Haltung (genauso natürlich in Bezug auf Comics) scheinst du mir eher ein gut satirisierbares Opfer von Klischees und Rollen zu sein, als dass du in dieser Richtung etwas begriffest. Kein Wunder, dass du dich von Warhol verarscht fühlst. Der Eindruck mag trügen, oder eben auch nicht. Und daran ist nicht Warhol schuld, denn wir wollen ja wohl nicht den Analysten für die Ergebnisse haftbar machen, die seine gesellschaftlichen Beobachtungen zeitigen. Oder wollen wir das? Willkommen dann in ner totalitären Denke.
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    ...nur kurz dazu, virtuelles Texten hat nichts mit Kunst zu tun, es ist nur zum Jux und zur Tollerei, entsprechend ist Inhalt und Ausdruck, einfach nur spontane Ergüsse ohne Tiefgang, ex und hopp...

    gruß fluuu
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