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  • die guten ins töpfchen die schlechten ins kunstportal?

  • tnubetueh die guten ins töpfchen die schlechten ins kunstportal?
    wie nützlich ist eigentlich das internet für die planung einer kunstkarriere? letztere muß doch sehr gezielt angegangen werden. kann das internet und damit auch seine kunstportale den bekanntheitsgrad eines künstlers relevant steigern? mir scheint der standesdünkel in der branche ein nicht unerheblicher zu sein. salopp formuliert drückt sich doch kein ehrgeiziger künstler mit amateuren im internet rum, und ruiniert sich seinen ruf. wer irgendwann teuer verkaufen möchte, und ja auch muß, wird sich doch hüten, in der nähe von niederpreisigen gelegenheitsverkäufern zu "grasen". mir scheint, daß kunstkarrieren immer noch real und nicht virtuell gemacht werden.
    und bevor mir das jetzt wieder 90 % kunstnettler falsch auslegen: ich will nicht schon wieder eine diskussion über kunstqualität - bin selber "kunstclown" und also absolut tolerant. mich interessiert hier nur die vorgehensweise innerhalb einer karriereplanung.
  • Ana Stiller
    das heutzutage wird vom heutzutage bestimmt. also warum nicht kunstkarriere im internet. kommt darauf an welche art der kunst du dir hier zu brust nehmen willst. vielleicht machst genau du karriere via internet und tauschst dich mit sog. amateuren aus, die doch gar keine sind. was ist ein amateur in Kunst? einer der nicht ausstellt oder einer dem das handwerk fehlt? was heißt das schon. nichts heißt das. ein amateur kann professioneller kreativ sein, als ein alteingesessener, der wichse auf zeitung zu kunst macht. die kunstszene ist gesehen und gesehen werden. sinnliche welt. wieviele elitär bonzen betreiben internet shopping? es schickt sich doch nur, wenn man per du ist mit einem, der karriere macht oder machen könnte. wie geht das über internet?...wer sieht deine 500$ schuhe, wenn du im bademantel vor dem rechner hockst?
    fragen über fragen.
    noch eine: du planst deine kunstkarriere? du planst ganz gezielt und willst stufen der karriereleiter geklimmen? oder versteh ich dich falsch...
  • abArt
    abArt
    ich denke, das internet ist in erster linie gut für den informations- und erfahrungsaustausch und evtl. auch für den einen oder anderen kontakt. für den verkauf wohl eher bedingt. verkauft wird im internet - glaub ich - in erster linie niedrigpreisiges (was für eine verrenkung um nicht "billig" schreiben zu müssen ...). siehe z.b. ebay. ich z.b. würde keine bilder übers internet kaufen, außer ich kenne den künstler / künstlerin bzw. deren bilder und laufe so nicht so leicht gefahr, auf die nase zu fallen. praktisch kann das internet auch sein, um jemandem - also z.b. einem potentiellen kunden - einen groben einblick zu ermöglichen, was man denn so alles schon verbrochen hat...

    @ stiller:
    mit der kunstszene hast du absolut recht, deshalb verursacht sie mir auch übelkeit. also halte ich mich davon möglichst fern, was wirtschaftlich gesehen, natürlich nicht ganz ideal ist ...

    grüße
    abArt
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  • eirelagkrap
    Ja,ja, die böse, eitle, elitäre Kunstszene...
  • ad_redeiw_tsi_lezruh

    mit der kunstszene hast du absolut recht, deshalb verursacht sie mir auch übelkeit. also halte ich mich davon möglichst fern, was wirtschaftlich gesehen, natürlich nicht ganz ideal ist ...


    abart, da kann ich dich beruhigen - bei deinen bildchen brauchst du nichts weiter tun - die nervigen, aufdringlichen typen vonner kunstszene werden dich nicht belästigen. du kannst also unbehelligt und in ruhe weiterpinseln. alles ist gut :)

    lg, hurzel
  • abArt
    abArt
    oh danke schnurzelchen, da kann ich ja wieder ruhig schlafen...
    Signature
  • eirelagkrap

    mir scheint der standesdünkel in der branche ein nicht unerheblicher zu sein. salopp formuliert drückt sich doch kein ehrgeiziger künstler mit amateuren im internet rum, und ruiniert sich seinen ruf.

    Was hat das mit Standesdünkel zu tun? Sei doch nicht so naiv.
    Dein Galerist wird dir was erzählen, wenn er in dich investiert, sich die ganze Arbeit macht, dich aufzubauen und du versuchst, deine Arbeiten selbst im Internet zu verticken.
  • katinla
    man fragt sich hier was ist eigendlich karriere in der kunst - ich denke zb. van gogh war immer froh wenn das geld vom bruder kam weil er ja irgendetwas mit seinen kaputen zähnen knabbern mußte - letzendlich war es ihm aber wohl völlig igal wie man karriere in der kunst macht ihm war nur seine kunst wichtig seine vision ... genauso wars zb. bei phillip otto runge , neben caspar david friedrich der bedeutenste deutsche vertreter der romantik - der hat sein leben lang auch nie bilder verkauft und wurde immer nur aus der familie heraus und von freunden unterstützt und wenn tatsächlich mal bilder verkauft werden sollten bestand er darauf das sie verschenkt werden weil er selbst ja auch durch schenkungen und unterstützungen ernährt wurde - beide waren wie besessen von ihrer arbeit aber keiner von beiden hat an eine karriere im eigendlichen sinne gedacht - ich schätze wenn die heute leben würden wäre ihnen das internt als werkzeug bestimmt willkommen ...
  • siku
    ... van gogh war immer froh wenn das geld vom bruder [...] letzendlich war es ihm aber wohl völlig igal wie man karriere in der kunst macht ihm war nur seine kunst wichtig seine vision ... genauso wars zb. bei phillip otto runge , neben caspar david friedrich der bedeutenste deutsche vertreter der romantik ... beide waren wie besessen von ihrer arbeit aber keiner von beiden hat an eine karriere im eigendlichen sinne gedacht...


    @ alnitak
    du hast die Maler einfach falsch interpretiert. Alle drei erwähnten Künstler waren sich ihrer künstlerischen Qualitäten durchaus bewußt, ihnen war auch klar, dass zur Bedeutung ihrer Kunst Öffentlichkeit gehört. Das diese drei Künstler im "stillen Kämmerlein" nur so vor sich hingemalt hätten zur eigenen Genugtung ist schlicht weg Quatsch. Leih dir am besten mal ein paar Biografien über diese Künstler in der Bibliothek aus.

    Gruß
    siku
  • abArt
    abArt
    parkgalerie: böse? ... nein, oder? eitel und elitär? durchaus! und aufgesetzt ... natürlich gibt es wie überall ausnahmen, aber das gros...
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  • katinla
    @ siku
    du hast mich vermutlich falsch verstanden - ich habe auch nur zwei künstler angesprochen erstens vincent van gogh und zweitens phillip-otto runge .CDF ist nur am rande erwähnt weil der hat letztendlich ja tatsächlich von den einnahmen die seine bilder gebracht haben so recht und schlecht leben können. am ende hinterließ er dann aber trotzdem eine mittellose witwe ich glaube mit zwei kindern und das auch mit deswegen weil er zum schluss nicht mehr so malte wie es der markt verlangte sonder so , wie er es für richtig hielt .

    mir ging es bei dieser ausführung vordergründig auch einfach nur darum anzumerken daß es diesen beiden künstlern in erster line nicht um comerzielle gesichtspunkte sondern um reine künstlerische aspekte ging - und vom stillen kämmerlein ist auch nicht die rede gewesen , ich habe geschrieben das ich schätze daß die beiden das internet als Werkzeug-instrument sicher begrüßt hätten um ebend AUCH auf diesem wege ihre vision in die öffentlichkeit zu tragen .

    man kann das ganze jetzt bestimmt noch ehlend weit ausdehnen - wie zum beispiel : ein paar sachen soll vincent dann ja wohl doch verkauft haben und mit ein paar graphikarbeiten hat philipp ja doch ein wenig geld dazuverdient - vom grundsatz her habe ich aber beide als reine idialisten verstanden

    beide sind dann letztendlich ja auch nicht alt geworden - ihr werk lebt aber heute noch und den kram den ich jetzt hier eingegeben habe betrachte ich auch als kunst auch wenns kein geld dafür gibt sondern nur veriss ...
  • tnubetueh
    schwierig zu fassendes thema - eines vorweg generell, i c h plane gar nix, bin wie das singende annettchen, im sinne von: ich will doch nur spielen. ich lese übrigens auch den polit-teil in der zeitung ohne politiker zu sein
    ;-)...

    ich meinte auch nicht den erlebnisreichen idealismus, in dem lust und laune kapriolen schlagen, nein ich meinte professionelles vorgehen im sinne von kommerzieller verwertung.
    ich habe den eindruck, daß wirklich erfolgreiche (verkaufs)strategien in den galerien entworfen und umgesetzt werden. galerien präsentieren sich auch im internet, aber das reale "ladengeschäft" ist wohl nicht ersetzbar, sonst würde sich keiner mehr teure Läden mieten, wenn er im internet gleichermaßen absetzen könnte. ich würde jetzt daraus den schluß ziehen, daß auch die etablierte kunst vorallem durch angewandte verkaufspsychologie von mensch zu mensch überhaupt erst etabliert wurde...
    interessant in dem zusammenhang auch abart's aussage, man könne bei käufen über das internet auf die nase fallen. wenn's um den eigenen geschmack ginge, könnte keiner auf die nase fallen, aber wenn's um die beurteilung von wertsteigerung geht, wird wohl gerne der rat branchenkenntlicher kunstgewerbler eingeholt, den man im internet, erstrecht von selbstvermarktern nicht oder fälschlicherweise erhält. und da liegt der hase begraben, der kunst selbst traut keiner recht über den weg, aber den (möglicherweise) erfahrenen verkäufern.
    insofern vermag das internet wohl wenig für den selbstvermarkter zu leisten,und der erfolgsorientierte künstler bleibt in der regel vom galeristen abhängig.
    wie parkgalerie meinte, der galerist würde den künstler "aufbauen, sich mühe machen\". interessant hier, ob mit oder ohne besonderes augenmerk auf virtuelle vermarktungsmöglichkeiten .
    @alnitak: wirklich gut tut die kunst selbst
    -immer- , wirklich gut bezahlt wird im kunstkommerz -selten-, interessant ist bei letzterem -warum-?
    @siku: wenn man van gogh's briefe liest, bin ich keineswegs der meinung, daß er sich seiner künstlerischen qualität bewußt war. er war ein suchender, geradezu besessen, und mit seinen arbeitsergebnissen keineswegs zufrieden, letztlich hat er im kämmerlein gemalt, die zeit hatte keinen nerv für ihn, aber er tat eben, was er gar nicht anders hätte tun können. van gogh's leidenschaft war tragisch, absolut, aber für einen künstler wohl typisch. natürlich hat er auch sachlich reflektiert, aber wohl im wesentlichen gefühlt, was er malt, und darauf, behaupte ich, kommt's letztlich immer an.
  • katinla
    @ heutebunt

    ich denke das internt kann mit sicherheit keine traditionelle galerie ersetzen - sollte es ja auch garnicht - ich selbst habe aber festgestellt daß es den benutzer durchaus anregen kann viel öfters auch mal eine galerie aufzusuchen und sich dann direkt vor ort mit den gezeigten werken und auch dem galeristen auseinanderzusetzen

    ziehmlich dumm finde ich es dann immer wenn dort alle wertmaßstäbe nur an der laufbahn des künstlers und an seinem bekanntschaftgrad festgemacht werden.

    das sollte doch eigendlich überhaupt nicht wichtig sein - wichtig find ich einzig nur daß die kunst den betrachter anspricht und auch in der lage ist in ihm etwas zu wecken daß ihn dann persönlich weiterbringt

    genauso kann man es doch auch keinem wirklich guten künstler ankreiden daß er sicht in solche foren , wie hier, mit amateuren HERUMDRÜCKT es ist doch nur gut daß man auch hier NOCH genügend solcher kräfte findet
  • siku
    @ alnitak,
    möglich, dass ich mich gestern etwas kurz geäußert habe, leider habe ich jetzt auch nicht viel Muße, obwohl eine Diskussion über deinen Beitrag interessant wäre. Dass es den drei genannten Künstlern nicht in erster Linie um den Verkauf ging, dem stimme ich zu, das „stille Kämmerlein“ nehme ich hiermit schuldbewusst zurück :-).
    Runges Kosmologie und Friedrichs religiöses Verständnis als Inhalt ihrer Kunst, sind aus dem Gedankengut in intellektuellen Zirkeln (Literatur und Philosophie) entstanden. Beide Maler waren akademisch! ausgebildet und haben sich des avantgardistischen! Kunstverständnisses ihrer Zeit angenommen (ich nehme Friedrich mal dazu, obwohl du ihn nicht explizit meintest, aber es ging nicht darum, wer von seinen Arbeiten leben konnte und wer nicht, sondern um die malerische Umsetzung zeitgenössischen Gedankengutes). Das Studium war die Basis, ohne akademische Ausbildung wären Runge und Friedrich wohl kaum so berühmt geworden, sie hätten einen ganz anderen künstlerischen Wege beschritten, eher den handwerklich dekorativen.

    Für die nachfolgende Spekulation übernehme ich keine Gewähr ;-): würde Runge heute leben, wäre er wohl eher ein interdisziplinär arbeitendender Künstler, dessen Basis in der Conzept art liegen dürfte. C. D. F. könnte einen Weg wie ihn Rothko wählte, beschritten haben (Stichwort: interkonfessionelle Kapelle in Houston) , aber nicht als Nachfolger Rothkos, sondern als Vordenker. Mir kommt in der Diskussion der intellektuelle Aspekt der Künstler ein wenig zu kurz, da er eine zentrale Position in den Werken von R. und S. einnimmt.

    Bei van Gogh sieht es etwas anders aus, aber auch er hatte u.a. auch durch seinen Bruder Theo durchaus Kontakt mit der avantgardistischen Kunstszene. Alle drei Maler waren zu ihrer Zeit in der Kunstszene durchaus bekannt und zum großen Teil wurden sich auch akzeptiert, das ist eine Bedingung, um berühmt zu werden und sie gilt noch heute.

    @ heutebunt
    das van gogh eine Suchender war schließt ja nicht aus, dass er künstlerisches Selbstbewusstsein hatte. Es führt auch nicht immer zu objektiven Ergebnissen, wenn man die Aussagen der Künstler (Primärliteratur) zu wörtlich nimmt. Meist ergeben sie erst zusammen mit Sekundärliteratur ein klareres Bild über den Künstler.
    Dazu fällt mir eine andere Diskussion ein, die hier zum Thema „was ist abstrakt“ ( oder so ähnlich)statt fand. In dem Thread wurde die Meinung der Künstler der „Art Concret“ übernommen, dass diese Kunst nicht „abstrakt“ sei. Die Künstler hatten diese Entscheidung in einem Manifest geäußert. Schaut man sich die Arbeiten an, dann gehören sie unter den weitläufigen Begriff abstrakt, oder? Manifest sind schließlich dazu da, um sich öffentlich von anderen künstlerischen Zeitgenossen zu distanzieren.

    Zum Thema dieses Threads in Bezug auf die Vermarktung trifft meines Erachtens zu, was „Parkgalerie“ schrieb. Galeristen können da sehr empfindlich sein ;-)
  • tnubetueh
    @siku: "die aussagen der künstler" kann man gar nicht wörtlich genug nehmen, sekundärliteratur eröffnet einblicke ins künstlerleben, die der künstler selbst vielleicht nicht vermitteln würde, aber den einblick in den schaffensprozeß kann keiner so klar erkennen, als der künstler selbst. mir ist das kreative moment wichtiger als die kunstinterpretationen dritter . isofern bleibe ich ein freund von briefen, tagebucheinträgen, autobiographien, kurz, selbstdarstellungen aller art. ich will an's eingemachte, nicht an's bequatschte, keine mutmaßungen aus zweiter hand. mich interessiert, wie es sich anfühlt ein bild zu malen, nicht wie man es kunsttheoretisch einordnen soll.

    was die vermarktungsfrage angeht, kann ich mich scheinbar nicht ganz klar einbringen. daß man, falls geschäftsbeziehungen zu galeristen bestehen, gebunden ist, ist mir natürlich klar. mich interessiert eher, ob das internet als vermarktungsmedium gleichrangig zu nennen ist, mit den aktivitäten den galeristen in ihren ladengeschäften. welche "malerfürsten", haben ihre karriere im wesentlichen den möglichkeiten des internets zu verdanken, oder welche galeristen haben wesentlich von den möglichkeiten des internets profitiert ? mir scheint , daß man innerhalb des kunstmarktes gezielt eine elitäre atmosphäre "züchtet", die man mit einem jedermann zugänglichen medium nicht wesentlich bedienen will, um die exklusivität nicht zu schmälern.
    falls dies so ist, wäre die kunst wieder die "angeschmierte", auch qualität vorausgesetzt, wenn der vermarktungsrahmen nicht stimmt, stimmt gar nix, trotz weltanbindung per internet.
  • cobolt
    cobolt
    "ob das internet als vermarktungsmedium gleichrangig zu nennen ist"

    Nö. Und wen wundert das ernsthaft. Wenn ich mich hier z.B. hinstellen würde und behaupte, ich hätte den Manga-Comic erfunden, mein Urgroßvater wär der Erfinder des Expressionismus oder meine geklauten Motive wären von mir, oute ich mich für ein Fachpublikum nur als eines: als einen spinnerten Selbstdarsteller, den man unmöglich ernst nehmen kann. Wenn ich aber eine Plattform mit Bauernfängern teile, die auf den naiven Anteil einer User-Gemeinde schielen, (und dabei gehts oft nicht mal um den Kommerz, sondern nur ums Ego), entziehe ich dem Vermarktungsmedium seine seriöse Grundlage. Meiner Meinung nach ist das Publikum, der Kunst-Interessierten nicht halb so blöd, wie es von einigen ganz Schlauen gerne gehalten wird.

    Das Problem allzu großer Freiheiten im Internet, ist möglicherweise also auch der Effekt, dass es irgendwann schierig wird, als Branche authentisch zu bleiben. Auch die Art und Weise der nachzulesenden Dialoge, die Reaktionen auf Kritik und Meinungen, das ganze BlaBlubb mit viel HaHa und HiHi unterscheidet sich doch wesentlich von der direkten Kommunikation mit Interessierten z.B. bei einer Ausstellung. Auch hier wurde schon geäußert, dass die Person hinter dem Bild für viele mindestens so wichtig ist, wie das Bild selbst. Ich bezweifle, dass ein Kaufhaus großartig Umsatz machen würde, wenn die Verkäufer sich untereinander dermaßen (verbal) in die Fresse hauen und mit dickem Gepose auftreten, wie die anonyme Welt des www das ermöglicht.

    Aber vielleicht erzählt uns ja jemand auch das Gegenteil, probiert habens hier im KN schon einige, teilweise bis zur Karikatur ihrer selbst und zur großen Unterhaltung der Gemeinde. Bin gespannt und lass mich gern positiv überraschen.

    *kaufhausglockensound*
    "Ding-Dong. Der virtuelle Karrierist wird gebeten zur Auskunft zu kommen. Seine Familie wartet dort auf ihn ... Der virtuelle Karrierist wird gebeten zur Auskunft zu kommen. Seine Familie wartet dort auf ihn \"
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  • siku
    Hallo heutebunt,
    mir scheint, du hast ein Problem mit dem „deiner Meinung?“ nach durch und durch elitären Kunstbetrieb, der sich Künstlern scheinbar nur hindernd in den Weg stellt. Bei genauerer Betrachtung müsste dieser Anschein trügen. Galeristen vertreten nicht nur Malerfürsten, sondern auch weniger bekannte Künstler.
    >„mir scheint, dass man innerhalb des Kunstmarktes eine elitäre Atmosphäre „züchtet“<
    Und wenn es so wäre, schadet das dem Künstler, der seine Arbeiten an „Kunstfreunde“ verkaufen möchte? Nein. Indem du dich monierst, orientierst du dich doch selber am „elitären Kunstzirkel“ und lähmst/ behinderst damit eventuell deine eigenen Vermarktungsmöglichkeiten. „Elitäre Kunstzirkel“ gab es schon immer, ich denke da nur an den Einfluss Goethes (da wir hier schon Friedrich und Runge ansprachen, beide Künstler waren dort, wenn auch nicht unumstritten, so doch im Gespräch).

    Ich würde Bilder nicht von unbekannten Künstlern über das Netz kaufen, weil ich gar nicht weiß, ob die Arbeiten real überhaupt so existieren, wie ich sie auf dem Bildschirm sehe, das lehrt mich gerade die kn-Galerie ;-). Künstler sollte sich schon mal auf die Socken machen und persönlichen Kontakt zu seiner Zielgruppe aufnehmen, sonst schläft er womöglich noch vor seinem Bildschirm ein. Das Internet verleitet nämlich auch zur Bequemlichkeit ;-)
    Das Internet wird eine face-to-face Vermarktung z. Zt. wohl kaum ersetzen können, ebenso wie Internetkonferenzen das reale Meeting nicht ersetzen. Es wäre doch auch wirklich schade um die vielen Kunstmessen, wo den Gästen Prosecco gereicht wird ;-).

    Ich glaube kaum, dass ich dich von deiner pauschal negativen Meinung in Bezug auf Kunsttheoretiker und „elitärem Kunstmarkt“ abbringen kann, aber dennoch: sich die Meinung über Künstler nur über deren eigene Aussagen zu bilden ist mir zu wenig. Künstler sind häufig eitel, und deshalb ist es durchaus legitim ihre Aussagen mit ihren Arbeiten und anderen zeitgenössischen Aussagen und Bedingungen in Bezug zu setzen. Wie du ja selbst schreibst: sie stellen sich nach außen! dar. Es muss übrigens für den Künstler nicht negativ sein, wenn andere „soziale“ Faktoren einbezogen werden.
  • tnubetueh
    @cobolt: interessante betrachtungen zum medium internet - allein die kommunikationsformen scheinen mir darin auch erheblich anders als in der realität. das internet auch als raum für große "lügengespinste mit hintergedanken", was nicht heißt, daß in realität nicht auch entsprechende manipulationen versucht würden, in hinblick auf verkaufstätigkeit ja regelrecht erforderlich sind. bedarf ist im markt immer auch einen teil weit so viel vorhanden, als bedürfnisse künstlich geweckt werden.
    @siku: ... und an der stelle kann ich jetzt du dir überleiten, ich hätte ein problem mit dem kunstmarkt. ich hab' kein problem damit, sondern hab' ihn in seinen mechanismen noch nicht entschlüsselt. weil er zum gegenstand hat, wonach eigentlich kaum bedürfnis ist, weil er summen bewegt, die absolut irreal sind. kein pigmentfriedhof eines zeitgenössisch hoch dotierten malers ist real wert, was dafür bezahlt wird. im "normalmarkt" kannst du die preisebene für produkte ganz klar berechnen, und die berechnungsgrößen sind ganz klar zu fassen. der kunstmarkt funktioniert weit raffinierter, weil er preise willkürlich festlegen kann.
    listenpreise für autos beispielsweise sind rechnerisch klar und logisch nachvollziehbar. 150 x 200 cm malerfürstprodukt willkürt auf einem markt, bei dem dinge durchgehen, die kein markt sonst dulden würde. das regt mich immer wieder zu überlegungen nach dem dahinter an.
    es gibt im kunstmarkt tatsächliche konsumenten, die sich dekohalber um einen "netten hänger über der couch" bemühen, es gibt freaks, die bestens informiert sind, und niemals auch nur einen cent darin ausgeben, es gibt anleger, die rechtzeitig "minis" kaufen um später durch geschickte verkaufsmanöver "maxis" aus den selben zu machen, es gibt die großmäuligen möchte-gern's- und die kleinmäuligen idealisten es gibt kunst die zu realpreisen verkauft wird, und solche wie eingangs erwähnt. es gibt begabung die reflektiert wird, und welche die untergeht usw. usw. alles müßte eigentlich eine logische grundlage haben, nach der sich diese dinge entwickeln, wie das ein markt eben so an sich hat. stimmt aber nicht, ich finde darin keine durchgängige logik, d a s ist mein problem. ist ja allein schon grotesk, daß ich über sowas überhaupt nachdenke :-)...
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    Hallo,
    habe jetzt nicht alles gelesen, nur das Anfangsposting und das klingt nach einem interessanten Thema, denn man kann mal mit den Illusionen und Vorstellungen aufräumen.
    Mir ist noch kein einziger Fall bekannt bei dem ein Künstler über das Internet zu Bekanntheit gekommen ist.
    Was wir hier machen ist Spielerei und Trallala und interessiert die reale Kunstszene nicht im geringsten.
    Viele namhafte Künstler der Gegenwart haben sich in einer Zeit entwickelt und etabliert in der es noch kein Internet gab aber auch hier vor Ort in der Stadt ist es so, dass bei jurierten Ausstellungen nur die eingereichten Arbeiten zählen und keine Internetpräsens.
    Das Diskutieren in Foren macht Spaß, das Zeigen von Bildern in online-Galerien ist eine schöne Sache und sich auf Websites zu präsentieren und vorzustellen ein günstiges Medium aber mit der realen Entwicklung und Anerkennung als Künstler hat das nichts aber auch garnichts zu tun. Die Bildende Kunst findet nach wie vor nicht ursprünglich im Internet statt, sie entsteht im realen Atelier mit dem wichtigen realen Umfeld, anders ist es bei digitaler Kunst oder Netzkunst, da sind die Werkzeuge der Computer bzw. das Internet selbst. Kenne keinen namhaften Netzkünstler.
    Sich im Internet auszubreiten, sich überall zu registrieren, an jeder online-Galerie teilzunehmen und auch sonst für Verbreitung zu sorgen gibt ein wunderbares Gefühl und viel zu Tun aber nach meiner Beobachtung und Erfahrung hat es auf die reale Kunstszene nicht den geringsten Einfluss...
    Ob sich das irgendwann ändert?

    gruß fluuu
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    Ich hab die schlechten in den Ofen gesteckt und angezündet. In meiner Wut waren allerdings auch einige gute darin.
    Am Ende der Aktion hatte ich keine guten und keine schlechten mehr. Eine Säuberungsaktion ohnegleichen. Hilft manchmal, einen sauberen Schlussstrich zu ziehen.
    Jetzt mal im ernst: Die schlechten bitte nicht veröffentlichen. Die könnt ihr entweder vernichten oder gut verstecken. Ein Künstler sollte sich immer mit seinen besten Stücken presentieren.
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