KunstNet uses Cookies. Details.
  • Ist ein Unterschied zu finden zwischen Hobby/Freizeitmalern und Freiberuflern?

  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl Ist ein Unterschied zu finden zwischen Hobby/Freizeitmalern und Freiberuflern?
    Hallo,
    mich beschäftigt es in Internetforen zunehmend und bei kreativen Themen verwischt es besonders, das Schreiben in Kunstforen mit dem Thema Kreativität als Freizeitbeschäftigung für die Einen und als künstlerischer Tagesinhalt für die Anderen.
    Das ist in einem Forum kaum auseinander zu halten und doch ist es für die Argumentation und Position sehr wichtig.
    Bin z.B. ein selbstständig, freiberuflich künstlerisch Arbeitender der das Schreiben im Forum als Hobby betreibt. Habe noch kleine Nebenjobs um finanziell künstlerisch unabhängiger zu sein aber der Tagesinhalt ist von Selbstständigkeit geprägt.
    Was dominiert, Freizeitbeschäftigung oder künstlerische Selbstständigkeit?

    gruß fluuu
    Signature
  • eirelagkrap
    Künstler haben keinen Feierabend.
  • imihsas
    ich glaub imho ist die deffinition weniger wichtig als die einstellung mit der du deine künstlerische arbeit vertrittst und lebst...kreativität ist ein dehnbarer begriff und hat größtenteils mit kunst nur relativ wenig zu tun... freizeitbeschäftigung detto... auch ein eisenbahnmodellbauer ist kreativ und beschäftigt sich in der freitzeit damit... die ernsthaftigkeit machts aus... die kannst du sowohl nach nem brotjob ausüben, oder auf selbstständiger basis... wenn du diese ernsthaftigkeit in deine arbeit einfließen lässt ist es sowieso so das freizeit- oder frei von künstlerischen gedanken geprägte zeit kaum bis gar nicht existiert... oder?

    auf der anderen seite kann auch ein fernsehabend zur künstlerischen arbeit zählen... wenn ich vertrottelte talkshows gucke oder kulturzeit ist das für mich mitunter fast immer arbeit an meinem projekt...
  • Jetzt bei Amazon günstig Kunstbedarf kaufen.- Werbpartner -
  • flow_thgin
    Mein Brotjob nahm mir meine Kreativität. Ich versuchte, meine finanzielle Sicherheit UND meine Kunst unter einen Hut zu bringen, aber nach 10 Stunden Büro war das einfach nicht mehr möglich.
    Jetzt ist es umgekehrt. Ich arbeite als freiberufliche Grafikerin UND als Malerin, wobei die Kunst die meiste Zeit einnimmt.

    Als Freizeitbeschäftigung diente mir die Kunst zur Ablenkung und Zerstreuung, als Hauptbeschäftigung hilft sie mir bei der Auseinandersetzung mit verschiedenen gesellschaftlichen, psychologischen etc. Themen. Man hat einfach mehr Zeit, sich auf seine Kunstprojekte einzulassen. Sich auf sich selbst einzulassen, zu hinterfragen. Womit wir beim Punkt der Einstellung wären, den Sashimi so treffend umschreibt.
  • heinrich
    Der Künstler muss arbeiten.
    Jeder muss arbeiten.
    Der Künstler auch, warum nicht?
    Er muss auch für anderen was tun,
    nicht nur immer was für eigene "Verwirklichung".

    Manchmal nimmt man sich selbst und eigene Ideen ernster, als sie in der Wirklichkeit sind.
    Dann ist eine ehrliche Arbeit immer besser und bedeutet mehr, als alle die"Kunstwerke" zusammen.
    Sie hält dann einen auf "dem Boden der Tatsachen".

    Künstler bleibt Künstler immer und überall.
    Der Prozeß läuft weiter, egal was du machst oder wo du arbeitest. Fehlt dir Zeit zum Malen, Schreiben, Fotografieren usw. dann muss du diese Zeit einfach finden und sich nehmen, aber nur dann , wenn es wirklich nötig ist.

    Was ist die "künstlerische Selbständigkeit"?
    Wenn man hier genau nachdenkt, dann existiert diese Selbständigkeit nicht wirklich... Das ist eine Illusion...
    Signature
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    ... ja in gewisser Weise ist es eine Illusion, irgendeine Abhängigkeit gibt es immer und wenn es die vom Mäzen ist. Die frage ist aber was für eine Abhängigkeit für das Leben gewählt ist, wie stark und in welcher Form greift sie in die Freiheit ein.
    Ein Angestellter der acht Stunden am Tag tut was die Firma von ihm verlangt und abends malt kann nicht frei für die Gedanken gegenüber der Gemeinschaft sein, er hat schon den ganzen Tag für andere gearbeitet, nun braucht er was für sich.
    Ein Selbstständiger jedoch hat die Zeit und den Freiraum seine künstlerischen Projekte aus eigenen Ideen der Gemeinschaft gegenüber zu kreieren und vorzustellen.

    Genau, Künstler haben keinen Feierabend.

    @night_wolf, das klingt gut, weiterhin gutes Gelingen.

    So ist es, es geht weniger um Definitionen und Schubladen als viel mehr um die Einstellung zur künstlerischen Arbeit. Ist es Lebensinhalt oder Freizeitvergnügen oder beides?

    gruß fluuu
    Signature
  • imihsas
    ziehmlich sicher beides...

    bei mir gehts mittlerweile soweit das ich echt probleme hätte mich in das wirtschaftsleben zu integrieren, denn... das was ich lebe und künstlerisch ausarbeite ist ja im endeffekt genau das konträre zu dem was die privatwirtschaft von einem braven angestellten fordert... oder aber auch von einem erfolgreichen unternehmertum trennt... da beginnt halt dann das eigentliche problem... inwieweit gönn ich mir den luxus der absoluten künstlerischen freiheit in meinem leben, auf die gefahr hin, das ich nicht weiss wie ich meine rechnungen bezahle... ich kann das leider nicht so trennen, auch wenn ich immerwieder versuche in die richtung starte, es spießt sich irgendwie... ich sehe da echt den punkt wo ich mich entscheiden muss. auch wenn der weg "kunst" machen und "kunst vertreiben" im endeffekt ähnlich wenn nicht sogar noch härter abrennt als im berufsleben, sehe ich nicht wirklich eine alternative...
  • efwe
    efwe
    was ist freizeit- ?

    macht n kuenstler urlaub¿ -he?
    man muss sich nur entscheiden zwischen sicherheit und unsicherheit- soo simpel--- :)
    waehlst du das zweite- gibt es auch keine abgespaltene zeitrechnung mehr--
    willst du ein hobby -ja dann brauchst du freizeit--

    gruss- boeser wolf
    Signature
  • musrednar
    was ist freizeit- ?

    macht n kuenstler urlaub¿ -he?
    man muss sich nur entscheiden zwischen sicherheit und unsicherheit- soo simpel--- :)
    waehlst du das zweite- gibt es auch keine abgespaltene zeitrechnung mehr--
    willst du ein hobby -ja dann brauchst du freizeit--

    gruss- boeser wolf


    naja, so simpel ist es auch wieder nicht. von IRGENDETWAS muss man ja schlussendlich trotzdem seine rechnungen bezahlen. ein sehr gut nachvollziehbarer zwiespalt von sashimi, zumindest für mich.
  • efwe
    efwe
    wenn st was 101% machst -verdienst auch die knoedel damit--!
    ich sagte ausserdem- entscheide dich zwischen dusche und pool-
    -s haengt von solchen fragen ab--
    und so @barbara ist es tatsaechlich simpel- es kommt nur auf den fokus an-

    gruss-
    Signature
  • efwe
    efwe
    ok -ja es ist schwer sehr schwer-allerdings kann man auch irgendwas auftragsmaessiges machen und irgendwie "halbkuenstklerisch " haha- trotzdem spass und herausvordrung haben-
    also ich mach das so - will auch nicht verhungern etc-- ;)
    Signature
  • kceit
    - bin beruflich gebunden 9-10 std/tag
    - gebe sashimi recht: wirtschaftsleben ist konträr-> dort soll aus nichts alles entstehen hier schöpfen aus der fülle, dort unbedingter monetärer nutzen hier unabhängig, dort entfremdung (vom produkt) hier zeit haben, nachdenken, aus sich rauslassen
    - gebe efwe recht: dusche reicht
    - gebe wolf recht: brotjob verschlingt kreativität
    - allerdings entstehen an dieser reibungsfläche(mit der wirtschaftswelt) auch ideen
    - es wird langsam ein lebensinhalt und ist dann manchmal kein vergnügen mehr
  • efwe
    efwe
    edit--
    @tick -- finde deine bilder so gut...
    dass du trotz deiner gebundenheit sowas leistest ehrt dich...!
    ja- ich liess ausser acht- ich hab noch die dekomalerei -stimmt-is ja keine kunst- ich darf mich aber dafuer als mein eigener herr duenken-- woll!+ gruss-;)
    Signature
  • Dieter Boger
    Dieter Boger
    ...ich habe erst Grafik-Design dann Marketing studiert.
    Meine Familie habe ich als Marketing-Leiter ernährt. In meiner Freizeit habe ich gezeichnet, gemalt, illustriert - also das getan was ich als Grafiker gelernt habe.
    Glaubt mir, ich habe nicht einen einzigen Gedanken daran verschwendet, ob ich den nun ein Künstler bin oder nicht.
    Mein Brotberuf gab mir die Möglichkeit recht früh in den Ruhestand zu gehen und nur noch das zu tun, was mir Spaß macht - nämlich zeichnen, malen, illustrieren.
    Dann kamen nach einigen Ausstellungen Verlage, die meine Illustrationen mochten. Haben sie bekommen - im Copyright.
    Es sind Bücher entstanden und Kalender und ich habe mir noch immer keine Gedanken darüber gemacht, ob ich denn nun ein Künstler bin oder nicht. Glaubt mir, dass ist mir so egal wie es mir egal ist, was andere Menschen von meinen Arbeiten halten.
    Ich will mit meinen Arbeiten weder aufrütteln noch die Welt verändern. Wenn hin und wieder ein Mensch daher kommt, dem meine Bilder gefallen,
    einverstanden - ich habe nichts dagegen.
    Nette Grüße
    Dieter
  • flow_thgin
    @fluuu: Danke! :-)

    Ich kann Dich sehr gut verstehen, sashimi. Als Grafikerin geht es mir ähnlich schizophren. Meine Konsequenz war, nicht mehr jeden Auftrag anzunehmen, d.h. allerdings auch, dass der finanzielle Boden immer dünner wird.
    Für eine erneute Festanstellung bei einer Agentur oder einem Verlag kann ich mich aber nun wirklich nicht mehr entscheiden. Dazu bin ich schon zu weit gegangen und ich habe keine Lust mehr, mich wie ein Hund herumscheuchen zu lassen und das ist der Beigeschmack, der nach 10 Jahren Berufsleben und etlichen Semester Studium bleibt.

    Nach Feierabend war ich oft so kaputt, dass ich 2 Stunden mit niemandem reden konnte. Immer wieder kaufte ich Farbe und Leinwände in der Hoffnung, mal einen weniger heftigen Tag zu erwischen um zu malen, aber die Tage wurden immer schlimmer. Die Arbeit wurde mehr, die Kollegen weniger...
    In diese Verzweiflung möchte ich nie wieder geraten.
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    Hallo,
    das ist ja eine spannende Entwicklung hier im Thread, hätte nicht gedacht, dass im kn-Forum solche Beiträge zusammen kommen aber gehofft.
    Natürlich ist es eine Gratwanderung zwischen Kunst und Wirtschaft, sie stehen sich gegenüber, sind sich aber nicht freundschaftlich verbunden. Als Künstler ist man auch Kritiker der Gemeinschaft, vor allem der Wirtschaft, einer der die wunden Punkte erspürt und sichtbar macht. Solche Arbeiten kann man wenn man Glück hat in Ausstellungen hängen aber die kauft keiner.
    Das Argument, muss meine Rechnungen zahlen und mache für Geld alles, ist nicht erstrebenswert, da gibt man alles auf. Darum bin ich dafür, dass Künstler die eine ehrliche gute Arbeit leisten für die Gemeinschaft, z.B. durch Aufdecken von Wahrheiten und sie sichtbar machen, von dieser Gemeinschaft alimentiert werden in einem gewissen Umfang für die nötigsten Rechnungen.

    Es gibt doch nichts schlimmeres für einen Künstler meiner Ansicht nach als für Geld Gefälligkeitsdesign und -illustration zu schaffen damit es sich verkauft, dann lieber einen völlig artfremden Nebenjob für ein paar Stunden.

    Natürlich reicht die Dusche, der Luxus ist ja der kreativ/schöpferische Arbeitsprozess und Verwirklichung, wer hat das schon in einer so freien und völlig selbstbestimmten Form.
    Da ist das Problem jedoch eher, sich um Struktur, Sozialkontakt und Austausch kümmern zu müssen, etwas was der Angestellte automatisch hat.

    Finde schon, dass man sich Gedanken darüber machen sollte ob man kreativ im Hobby ist als Ausgleich neben dem Broterwerb oder ob man künstlerisch an Themen der Gemeinschaft ganztags arbeiten möchte. Es ist ein inhaltlicher aber vor allem ein Unterschied des Schwerpunktes.

    gruß fluuu
    Signature
  • Dieter Boger
    Dieter Boger
    Hallo fluuu,
    da sind denn doch einige Klarheiten zu schaffen:
    Deiner Auffassung nach ist der Künstler grundsätzlich auch Kritiker der Gemeinschaft, vor allem der Wirtschaft - einer der wunde Punkte aufspürt und sichtbar macht.
    Du grenzt damit ganz selbstverständlich alle Künstler radikal aus, die nicht der Meinung sind, dass es das Hauptbestreben eines Künstlers sein "muß" Kritik an der Gemeinschaft vor allem aber an der Wirtschaft zu üben. Wenn Du Dir die Arbeiten der Mitglieder dieses Forums ansiehst, wirst Du feststellen, dass mindestens 3/4 auch nicht annähernd Deinen Forderungen nachkommen und von diesen 3/4 haben viele durchaus das Recht sich Künstler nennen zu dürfen.
    Weiter stellst Du fest, dass das Argument "muß meine Rechnungen bezahlen und mache für Geld alles", nicht erstrebenswert wert ist. Bereits die Formulierung "erstrebenswert" ist im Zusammenhang mit mit "Argument" ein wenig seltsam. Der Inhalt dieser Aussage ist allerdings eine Frechheit. Es gibt eine Unzahl von Künstlern die verheiratet sind und Kinder haben und die aus diesem Grunde einfach in der Lage sein müssen, eine finanzielle Basis zu schaffen. Mit Deiner Aussage "... und mache für Geld alles!" stellst Du diese Kolleginnen und Kollegen in die Nähe der Prostitution.
    Dein Hinweis auf die Verpflichtung der Gemeinschaft, Künstler die auf Deiner Ebene schwimmen, für Ihre Tätigkeit pauschal zu bezahlen, ist ein weiteres Deiner kabarettistischen Glanzleistungen.
    Ich habe mich einmal ein wenig auf Deiner homepage umgesehen. Neulich wurde einmal unter einem anderen Thema der Begriff "redlich" strapaziert. Als redlich, im Sinne dieses Wortes, bezeichnet man Menschen, die das was sie verbal oder schriftlich verbreiten, in ihrem Tun auch konsequent umsetzen.
    In diesem Sinne eine harmonisches Weihnachtsfest.
    Dieter
  • imihsas
    illustrator, ich glaube nicht das es darum geht irgendjemanden zu denunzieren, oder auszugrenzen , ich finde es bewundernswert wenn es leute schaffen, familie, job und kunst unter einen hut zu bekommen, oder wenn jemand die gratwanderung zwischen job und kunst einstellungstechnisch für sich gut auf die reihe bekommt, möglicherweise ist dies aber eher möglich wenn man in seiner künstlerischen arbeit den kritischen faktor beiseite lässt. dadurch stellt sich für denjenigen auch nicht so das proplem des zwiespalts zwischen dem was er künstlerisch vertritt und dem was er lebt.
    das heisst aber nicht das er deshalb kein künstler sein kann...

    das was fluu sagt über die gesellschaftliche akzeptanz eines künstlers, der sich den luxus gönnt, unabhängig sein ding durchzusetzten, seh ich absolut auch so. in zeiten wo sozialschmarotzer medial ausgeschlachtet werden, ist es natürlich schwer zu argumentieren, das man sich berufen fühlt kunst zu machen... vor allem dann wenn sich der erfolg noch nicht wirklich eingestellt hat... hättst was gscheites gelernt, oder reiss dich zamm, wir habens auch bis zur pension geschafft , wird da argumentiert.. eine soziale isolation ist da eigentlich eher erstrebenswert, wenn das umfeld nicht hinter einem steht..
    als nächstes problem stellt sich dann das arbeitsamt bei dir ein, weil die wolln dich ja vermitteln, die nehmen am wenigsten rücksicht auf deine überzeugung, da wirst du sowieso angehalten eher zu verschweigen als zuviel von dir preiszugeben.. sonst bist du gleich in einem beschäftigungsprojekt oder hast ne sperre... eine gewisse prostitiution lässt sich hierbei auch erkennen.. daher ist es meiner meinung nach egal in welche abhängikeit man sich finanziell begiebt , irgendwo muss man immer buckeln.. die frage ist nur wie kann ich mein leben organisieren, um möglichst viel zeit für meine künstlerische arbeit herauszuschinden... isolation ist da manchmal sogar hilfreich.. temporär zumindestens.. man sieht einfach klarer sein bild der "realität".. zugegeben, es wird zunehmend schwerer ein anderes bild dadurch zu ertragen, ich denke aber mal das liegt in der sozialen kompetenz jedes einzelnen, und kann man vielleicht nicht pauschalisieren... wie alles übrigens...

    fakt ist meiner meinung nach das eine art gesellschaftlich akzeptiertes grundgehalt für künstler auch eine verbesserung der stellung in der gesellschaft bedeuten würde. denn kunst schaffen ist eine kulturarbeit und sollte der gesellschaft wichtiger sein als wirtschaftliche leistungsfähigkeit ... kultur hat wert und ist wichtig für jede gesellschaft, und bleibt , dokumentiert eine epoche der nachwelt... mein möglicher persönlicher erfolg in einer firma, der mir das wirtschaftliche auskommen sichern würde, hätte zwar den vorteil das ich niemanden auf der tasche läge, würde aber für kommende generationen nichts bringen... klar, wenn ichs nicht schaffe in meiner künstlerischen arbeit eine breitere öffentlichkeit zu erreichen bringts auch niemanden etwas, aber davon will ich momentan noch nicht ausgehen... :0)
  • geradeaus
    geradeaus
    Eine Art gesellschaftlich akzeptiertes Grundgehalt für Künstler wäre ideal. Das Problem sehe ich bei "gesellschaftlich akzeptiert" und bei dem Begriff "Künstler".
    Was wird von der Gesellschaft als Kunst akzeptiert?
    Und "wer ist Künstler" müßte dann wohl enger gesteckt werden, da reicht "Sein wollen" wahrscheinlich für Akzeptanz nicht mehr.
  • Dieter Boger
    Dieter Boger
    Hallo Sashimi, hallo geradeaus,
    ich möchte dieses Thema für mich abschließen. Die Argumentation beginnt sich im Kreis zu drehen und dass tut keiner Diskussion gut.
    Ganz kurz:
    Es ist völlig in Ordnung, wenn Ihr mit heißem Herzen versucht, diese Welt zu verbessern. Seit aber tolerant genug um zu akzetieren, das es Menschen gibt, die den von Euch gewählten Weg nicht mit gehen möchten.
    Das Thema Grundgehalt für Künstler ist ein uralter Schuh. Zuletzt wurde die Forderung durch die "Fluxus-Bewegung" um Joseph Beuys aufgegriffen und sehr schnell wieder zu den Akten gelegt.
    Ich gehe davon aus dass Ihr Beuys als Künstler akzeptiert. Ich zitiere:
    "Jeder freie Mensch ist kreativ. Da Kreativität einen Künstler ausmacht folgt: Jeder Mensch
    ist ein Künstler."
    Wir haben also rund 80-Millionen Künstler in Deutschland - wer bitte entscheidet, welche Künstler ein Grundgehalt erhalten sollen.
    Selbst die Fluxus-Visionisten sahen ein, dass es sich nicht lohnt, diesem Gedanken weiter nachzugehen.
    Aber bitte wer mag, kann ja mal eine Konzeption erarbeiten.
  • Page 1 of 2 [ 38 Posts ]

  • Sign in to respond or to ask a question.

Related topics and pictures