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  • Autodidaktische Ausbildung?!

  • kaui
    kaui Autodidaktische Ausbildung?!
    Hallo,

    Ich habe eine Frage die mich schon seit längerem sehr interessiert. Mit Neid unt Wehmut schau ich mir die Bilder und Ausbildungswege von diversen Künstlern an und komme immer wieder zum selben Problem.

    Malen und Kunst im allgemeinen ist meine Vorstellung von perfektem Leben.

    An sich kein Problem allerdings stehe ich mittlerweile an einem Punkt über den ich nicht Springen kann da mir Fertigkeiten, Techniken und auch Hintergrundwissen einfach fehlen.
    Leider werde ich auch in den nächsten Jahren (es sei denn ich gewinne im Lotto) nicht die Möglichkeit haben mich an einer Kunsthochschue zu bewerben da die Jugendflausen (Lieber erstmal Geld verdienen und dann Abi machen) tiefe Einschnitte hinterlassen haben.

    NUN DIE FRAGE:

    Gibt es vllt Anleitungen, Vorschläge etc. wie ich mich als Autodidakt auf einen gleichwertigen Wissenstand zu diversen Techniken, Theorien und sonstigen Fertigkeiten bringen kann eben ohne zwingend Studieren zu müssen?

    Es gibt einfach zwei Gründe für eine Entscheidung gegen en Studium: die erste ist natürlich wie so oft finanzieller Natur, sprich ich hab die mittel nicht um 6,8, oder 10 Semester an der Uni zu sitzen und zusätzlich die Materialien etc. zu beschaffen.
    Das soll nicht heißen das ich zu Faul wäre und das nicht wollen würde aber es geht eben Leider nicht.
    Der zweite ist das ich geteilte Meinungen zum Studium gehört habe, die einen meinen die Vermittlung der Fertigkeit ist äußerst positiv aber das "eigene" geht durch Doktrinen verloren.
    Die anderen meinen Technik kann man sich erarbeiten aber das Studium ist trotzdem besser wenn man es hat.

    Kunst im Fernstudium geht natürlich ebenfalls nicht so wirklich aber eben evtl. im "Selbststudium".

    Was ich benötige sind Hilfreiche Tipps Literaturempfehlungen um mir nen "Masterplan" zurechtzulegen und auch sinnvolle Fortschritte zu machen. Bilder hab ich zu Tausenden im Kopf aber im moment weiß ich eben einfach nicht wie genau ich Sie umsetzen kann damit das Bild aus meinem Kopf sich auch auf der Leinwand wiederfindet.

    Habt Ihr vllt. ähnliche Erfahrungen gemacht oder gibt es alternative Wege quasi "nebenbei" zum selben Ergebnis zu kommen wie ein "Gelehrter?"

    An Initiative und träumerischem Durchaltewillen mangelt es mir nicht, auch Zeit ist nicht das Problem.

    Also Für hilfreiche Antworten wäre ich sehr sehr Dankbar.

    Ergebenst...euer Kaui

    Ach und wenn das Thema hier Falsch ist bitte umsetzen wenn möglich liebe Admins...danke
    Signature
  • sined
    also ein freies kunst studium dauert heute meistens nicht mehr solange da fast jede kunstschule auf bachelorstudiengänge umgestellt hat! ich studiere z.b. nur 6 semester mit der anschließenden möglichkeit noch 2 jahre als meisterschüler weiter studieren zu können.
    auch verstehe ich dein argument nicht wirklich das du als student kein geld hättest dir die materialien zu besorgen. aber als autoditakt mußt du doch erst recht allein klar kommen. wir bekommen z.b. immer papier,manchmal leinwand und anderes material wenn die kasse es zulässt. und vorallem einen eigenen platz im atelier. um gleich mißverständnisse auszuschließen: ich habe keinen reichen daddy, bekomme nur etwas bafoeg aber ich lebe gerne sparsam wenn ich dafür das machen kann was ich wirklich will! und man muß beim kunststudium nicht immer einer meinung mit dem professor sein. man muß sich seinen respekt erarbeiten in dem man klar seine künstlerische meinung vertritt. viel wichtiger beim studium finde ich den täglichen austausch mit meinen kollegen. das hilft mir viel mehr einen anderen blick auf meine arbeiten zu bekommen als ich es in isölation kann.
    das sind nur meine erfahrungen. man muß sich halt entscheiden ob man auf nummer sicher geht und was "vernünftiges" lernt bzw. arbeitet oder ob man das risiko des scheiterns einkalkuliert.
    das ist nur mein standpunkt.
    aber ich denke man kann als autoditakt auch sehr viel schaffen wenn der willen da ist!
  • malsupilahmi
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  • malsupilahmi
    malsupilahmi


    An sich kein Problem allerdings stehe ich mittlerweile an einem Punkt über den ich nicht Springen kann da mir Fertigkeiten, Techniken und auch Hintergrundwissen einfach fehlen.

    Bibliothek und einfach probieren

    oder eben doch studieren und sei es privat bei einem Künstler z.B.


    Leider werde ich auch in den nächsten Jahren (es sei denn ich gewinne im Lotto)
    was hat das damit zu tun? Niemand muss im Lotto gewinnen, um studieren zu können, da redest du dir was falsches ein.

    nicht die Möglichkeit haben mich an einer Kunsthochschue zu bewerben da die Jugendflausen (Lieber erstmal Geld verdienen und dann Abi machen) tiefe Einschnitte hinterlassen haben.

    NUN DIE FRAGE:

    Gibt es vllt Anleitungen, Vorschläge etc. wie ich mich als Autodidakt auf einen gleichwertigen Wissenstand zu diversen Techniken, Theorien und sonstigen Fertigkeiten bringen kann eben ohne zwingend Studieren zu müssen?

    ich hätte jetzt nicht wirklich Bock so ganz umsonst dir einen Studienplan zusammenzustellen (bis auf: Maltechnik - Max Doerner und dann gibt es noch ein Zeichenbuch mit vielen Aufgaben, muss ich bei Gelegenheit mal nachschauen, wie es heisst) das macht den Autodidakten ja aus, dass er sich selbst alles zusammensucht. Mal abgesehen davon, dass man hier ohne die Arbeit und Arbeitsweise mal in real gesehen zu haben, sowieso nur Allgemeinplätze verzapfen kann.


    Es gibt einfach zwei Gründe für eine Entscheidung gegen en Studium: die erste ist natürlich wie so oft finanzieller Natur, sprich ich hab die mittel nicht um 6,8, oder 10 Semester an der Uni zu sitzen und zusätzlich die Materialien etc. zu beschaffen.
    Das soll nicht heißen das ich zu Faul wäre und das nicht wollen würde aber es geht eben Leider nicht.


    Tja, wenn es nicht geht, dann geht es halt nicht. Manchmal wundert man sich aber auch, wieviel doch geht, wenn man es mal probiert.

    Der zweite ist das ich geteilte Meinungen zum Studium gehört habe, die einen meinen die Vermittlung der Fertigkeit ist äußerst positiv aber das "eigene" geht durch Doktrinen verloren.
    Die anderen meinen Technik kann man sich erarbeiten aber das Studium ist trotzdem besser wenn man es hat.

    Ich habe sehr viel gelernt und wäre ganz für mich allein heute nicht da, wo ich jetzt bin. Wer sich doktrinieren lässt ist selber Schuld. Ich wage zu behaupten, dass vor dem Studium, dann meist auch nix eigenes drin steckte.

    Kunst im Fernstudium geht natürlich ebenfalls nicht so wirklich aber eben evtl. im "Selbststudium".

    Was ich benötige sind Hilfreiche Tipps Literaturempfehlungen um mir nen "Masterplan" zurechtzulegen und auch sinnvolle Fortschritte zu machen. Bilder hab ich zu Tausenden im Kopf aber im moment weiß ich eben einfach nicht wie genau ich Sie umsetzen kann damit das Bild aus meinem Kopf sich auch auf der Leinwand wiederfindet.


    Da hilft dann wohl nur einfach Malen, Malen, Malen, so lange bis es passt. Sei äusserst kritisch zu dir, da du ja keinen Lehrer hast, der es ist.

    Habt Ihr vllt. ähnliche Erfahrungen gemacht oder gibt es alternative Wege quasi "nebenbei" zum selben Ergebnis zu kommen wie ein "Gelehrter?"

    An Initiative und träumerischem Durchaltewillen mangelt es mir nicht, auch Zeit ist nicht das Problem.

    warum dann nicht doch studieren, wenn Zeit kein Problem ist? Entweder du bist eben Autodidakt und kommst allein klar, oder du brauchst Hilfe in Form von einem Lehrer. Vielleicht kannst du dich auch einer Künstlergruppe oder einem Gemeinschaftsatelier anschliessen, die dir bei deinen Schwierigkeiten unter die Arme greifen.

    Das Studium kann da durchaus die kostengünstigste Alternative sein.
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  • kaui
    kaui
    Wie gesagt ich hab natürlich auch schon mit dem Gedanken gespielt wirklich zu studieren aber es ist eben nicht so einfach und auch zu privat um alles in einem Forum als Begründung geben zu können.

    Ich bin ja nicht zu faul dazu oder zu ängstlich oder sonst irgendwas.
    Ich suche eben einfach nach alternativen und will auch nicht das mir jemand einen Plan vorlegt. Die Arbeit mach ich mir schon selbst. mir geht es einfach um Erfahrungen oder eben Tipps.

    Oder ob es einfach Künstler hier gibt die den selben Weg bestritten haben.
    das soll ja hier keine Diskussion über Sinn oder Unsinn eines Studiums werden. Mir ist auch klar das es in einem Studium alles geballt gibt was man sich sonst mühevoll zusammentragen muss.

    Ein paar sind ja schon zusammen gekommen dafür erstmal vielen Dank.
    Signature
  • Jürgen Stieler
    Jürgen Stieler
    Bezüglich der Literatur kann ich dir generell sagen (das ist natürlich wieder pauschal, aber trifft den sprichwörtlichen Nagel wohl doch auf den Kopf): Die neueren Bücher mit den vielen schönen Bildern wenden sich an Hobbymaler, und geben außer den schönen Bildchen nicht viel vom Handwerklichen preis. Wenn da steht "Legen Sie zuerst den Hintergrund mit Ultramarin und einer Spur Weiß an \" hilft das in der Regel überhaupt nichts. Leider findet sich diese Unsitte immer mehr, durch Bilder Seiten zu schinden.

    Auf die Erfahrung eines Kunststudiums kann ich leider nicht zurückblicken, so dass ich nicht weiß, was es an guter Fachliteratur auf akademischem Niveau sonst noch gibt. Ich empfehle dir aus meiner bescheidenen autodidaktischen Sicht folgende Bücher, die so gut wie alle schon mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel haben, aber für den Hobbymaler nicht immer leichte Kost sind. Aber da du ja nicht faul sein willst, sind es genau die richtigen für dich:

    Kaiser, Ursula: Das große Ravensburger Buch für Hobbymaler. Über öffentliche Bücherei oder ab etwa 3€ bei amazon.de Gibt viele theoretische Grundlagen über den optischen Bildaufbau, exemplifiziert auch an abstrakten Beispielen, eigentlich das beste, was ich in dieser Hinsicht kenne.

    Jaxtheimer, Bodo W.: Sonntags Künstler und Knaurs Mal- und Zeichenbuch.

    Dörner, Max: Malmaterial und seine Verwendung im Bilde (entweder ausleihen oder gebraucht günstig kaufen). Das war die erste "Bibel" der Materialkunde, Dörner irrte des Öfteren, ist aber ein Muss, das man zumindest diagonal gelesen haben sollte.

    Wehlte, Kurt: Werkstoffe und Techniken der Malerei. Die derzeit immer noch herangezogene zweite "Bibel" der Materialkunde. Versuchen, eine neuere Ausgabe günstig zu erstehen oder eben auch aus der öffentlichen Bücherei.

    Dann: Durchforsten der Hersteller-Seiten und alles herunterladen, was es an Anleitungen gibt. Das ist umsonst und hält dich mit Informationen auf der Höhe der Zeit.

    Soweit die Theorie. Vieles von dem, was in den Büchern steht, offenbart sich erst beim zweiten oder dritten Lesen oder lässt sich durch eine praktische Übung erkennen.
    Leider kann die Theorie die Praxis nicht ersetzen, und du wirst Lehrgeld zahlen müssen in Form von Rückschlägen bzw. Ergebnissen, die deinen Vorstellungen nicht entsprechen. Keine noch so gute Anleitung kann dir die kleinen Tipps, Kniffe, Handhabungen usw. beibringen, die vieles so einfach machen. Ebenso ist das künstlerische "Sehen" kaum durch Bücher zu erlernen, und wenn doch, dann braucht es Jahre. Die Qualität des künstlerischen Ausdrucks ist selten objektiv und vom Zeitgeist, Kritikern und dem "Publikum" abhängig. Da solltest du deinen Weg gehen udn deine Bildideen umsetzen.
    Wenn du in einer Stadt wohnst, in der es einen Kunstverein gibt oder Künstler angesiedelt sind, frage einen, ob er einen Assistenten oder Praktikanten gebrauchen kann. Mach deutlich, dass du durch arbeiten lernen willst und kein Entgelt dafür verlangst. Vielleicht kannst du einem ja für zwei oder drei Wochen zur Hand gehen und so einen professionellen Einblick gewinnen.

    Beste Grüße - Johnny
  • ines
    ich würde dir eher von diesen "malen in drei schritten"büchern abraten, wenn du was lernen willst studiere die meister.leonardo hat auch umfangreiche schriften verfasst, die einer "anleitung" nahe kommen. schau dir an wie picasso, dürer, raffael usw gearbeitet haben, untersuche komposition, farbe, bewegung, rhythmus, wie haben sie bestimmte probleme gelöst..anatomiebuch bitte nur bammes, besser gehts einfach nicht.generell würde ich dir abraten nicht zu studieren, in der heutigen zeit haftet den autudidakten ein gewisser makel an. schau mal auf die internetseite kunstschule-um, vielleicht ist so eine einrichtung etwas für dich.geld hab u hatte ich auch nie, das ist kein grund sondern eine ausrede, wenn dein herz sagt, dass die kunst dein leben ist kann es keine hindernisse geben.bewirb dich, du wirst dir sonst für immer vorwürfe machen die chance vertan zu haben. viel glück,dran bleiben
  • Angie V.
    Angie V.
    Hallo Kaui!
    Ich weiß ja nicht, wo Du genau wohnst, aber es gibt wirklich gute Kurse, wie Sommerakademien von Kunsthochschulen (bieten mehrere Hochschulen an - z.B. Frankfurt, Salzburg), "private" Sommerakademie (z.Innsbruck - da gehe ich selbst seit ein paar Jahren, findet immer im Juli statt, ist leistbar und dauert nur 1 Woche), dann gibts Ausbildungsstätten, wo Du Kurse machen kannst, die von 2 Tagen bis 3 Wochen dauern, bei wirklich renommierten Leuten (Bad Reichenhall z.B.) - dort bieten sie z.B. ab nächstes Jahr auch einen Kurz-Studiengang bei Prof. Lüpertz an, bei dem Du nicht durchgehend anwesend sein musst!

    Sicher kannst Du Dir Vieles aus Büchern, durch Studieren und Nachmalen alter Meister etc. erarbeiten, aber viele Tipps und Tricks stehen in keinen Büchern. Ich profitiere sehr durch meinen Lehrer (er ist Dozent an der Städelschule Frankfurt), bei dem ich im Jahr 1 Woche und manchmal noch 1 oder 2 Wochenenden arbeite. Diese Tage sind sehr intensiv, denn wir schauen natürlich so viel als möglich hineinzupacken, damit ich dann im restlichen Jahr damit arbeiten kann und auch weiterkomme. Nebenbei mache ich reine Technikkurse (Perspektiven zeichnen, Akt zeichnen, Grundtechnik der diversen Maltechniken (ich hab zuerst lange Aquarell gemalt, dann Acryl und jetzt Pastell und Mischtechniken) - die Technik kann Dir ein guter VHS-Lehrer auch zeigen, den Rest musst Du üben, üben, üben...

    Ich denke, Du solltest einfach mal ein Konzept für Dich selber erstellen, mit vielen Zeichenübungen beginnen, überlegen, welche Maltechnik Du möchtest...

    Neid und Wehmut brauchst Du nicht haben, nur weil jemand eine akademische Ausbildung hat. Es gibt viele gute KünstlerInnen, die keine akademische Laufbahn hinter sich haben!

    Gutes Durchhaltevermöggen und viel Freude wünscht Dir Angie
    Signature
  • icreol Re
    ...
  • tsaG
    Hi, kaui!
    Aus Deinen Angaben geht zu wenig hervor, was Du erreichen willst und wo da Deine Schwierigkeiten liegen. Die Malerei ist ein weites Feld. Auf welche Künstler/Werke siehst Du mit Neid und Wehmut? Was fehlt Deiner Meinung nach an Fertigkeiten und Hintergrundwissen?
    Im Musikstudium lernt man z.B. ebensowenig Klavierspielen wie im Studium bildender Künste das Malen. Da werden Grundlagen im günstigsten Falle bloß ausgebaut. Auch ist es wichtig, sich die Kunsthochschule zu suchen, an der speziell die Richtung gefördert wird, in die man arbeiten will. Damit man dort überhaupt angenommen wird, muß man schon einiges mitbringen. Gute Kurse zur Studienvorbereitung sind schwer zu finden. Auch muß man selbst individuell entscheiden, ob einem ein spezieller Kurs weiterhilft.
    Meiner Meinung nach sind Bücher nur bedingt zur Anleitung tauglich, eher zur Unterstützung, wenn man Probleme hat. Vom Doerner lernst Du nicht malen und vom Bammes nicht Anatomiezeichnen.
    Geschmack und die Fähigkeit zur Selbstkritik mußt Du mitbringen, um Probleme überhaupt lokalisieren zu können.
    Deine eingestellten Bilder zeigen ein gewisses Kompositionstalent. Die beiden Gesichtsfragmente haben ein paar Mängel. Zeichnen sollte man immer üben, da es eine Grundlage ist. Ich bin der vielfach angefeindeten Meinung, daß nur jemand, der zu realistischen Arbeiten in der Lage ist, brauchbar abstrahieren kann.
    Wenn Du willst, schreib mir eine pn. wo Du nicht weiterkommst. Dann werde ich sehen, ob ich glaube, Dir da ein paar spezielle Ratschläge geben zu können. Sicher bin ich nicht der Messias.
    Aber ich hatte im vorigen Jahr einen ziemlich guten Kurs, der mir aus der Stagnation heraushalf und die Erinnerung an die Lehrmethoden und Behandlung auftretender Probleme sind noch frisch. Kann auch sein, daß ich Dir gar nicht weiterhelfen kann, weil Du ganz andere Vorstellungen hast als ich.
    Darum auch meine obenstehenden Fragen.
    lg, jerryhill
  • dilettant
    dilettant
    Lehrer helfen mir, Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Mitschüler/-studenten spornen mich an und inspirieren mich. War während meiner Ausbildung so und ist auch jetzt noch so. Es lernt sich einfach sehr viel leichter und schneller mit Lehrern und Kollegen.

    Ich finde inzwischen, dass viele VHS-Seminare und Freizeit-Akademien in punkto Technik deutlich besser sind als so manche Hochschule. An der Hochschule wird zwar deutlich mehr Leistung gefordert und auch die theoretische Ausbildung ist gründlicher. Dafür ist die handwerkliche Ausbildung oft miserabel, bzw. findet so gut wie nicht statt – learning by trial and error lautet meistens die Devise – war bei mir jedenfalls so.
  • nodiorc
    hi
    ich bin autodidakt, und kann dir sagen, es geht.
    ein studium bringt aber kontakte, die mir fehlen.
    als anleitung; studiere die bilder anderer, und übe, zeichne und setze dich vorallem mit der farbe auseinander. kunst kommt von innen, und deine hände brauchen übung. male stilleben um formen zu begreifen, setze dir ziele, die du erreichen möchtest. in einem herbstblatt steck schon alles drin, wenn du es verstehst und dann umsetzen kannst.
    der empfohlenden literatur, mehr gibt es kaum, kann ich nur noch die farbenlehre ittens hinzufügen.
    ansonsten ist die bücherei günstiger als museumsbesuche.
    wenn die bilder schon im kopf sind, kannst nur du den weg finden sie herrauszulassen. mache skizzen
    schreibe dazu, versuche das bild zu umschreiben.
    in punkto material kann ich mdf-holz aus dem baumarkt empfehlen, kostet fast nix und acryl hält ohne grundierung. schau ddir die early saints, oder die mädels an, die sind auf holz !
    ich stehe dir gerne zur seite, wenn du fragen hast. und kann dir übungen an die hand geben.
    bleib dran
    c+
  • kaui
    kaui
    Noch mal ein riesiges Dankeschön für die beteiligung und die angebotene Unterstützung. Ich werde sie auch sehr gerne wahrnehmen.

    Zur Frage von Jerryhill kann ich sagen das mich der Surrealismus am meisten reizt und das auch die Richtung ist zu der ich finden will. Natürlich soll das Ganze mit einer eigenen Interpretation und Sichtweise stattfinden.

    Abstrakte Bilder male ich dagegen oft um mich "abzureagieren". Meist krieg ich gar nicht mit was ich da überhaupt mache bis es dann fertig ist.

    Das Zeichnungen extrem wichtig sind habe ich mittlerweile schon festgestellt und bin vorerst darauf aus mit Bleistift und Feder weiter zu kommen und lass den Tuben Ruhe und den Pinseln Erholung.
    Zu abstrakt will ich nicht immer weiter machen weil ich nicht das aussagen kann was ich will. Mag sein das es noch kommt auch auf dem Level der Abstraktion.

    Ich bin noch relativ Jung (24) was es natürlich schwierig macht mich richtig festzulegen, aber das muss ich ja auch nicht wirklich. Nur eben das Hauptaugenmerk liegt beim Surrealismus (man sieht es noch nicht weil fast nur abstakte Bilder von mir drin sind).

    Mein größtes Problem ist es Bilder zu "komponieren". Ich habe zum Beispiel eine genaue Vorstellung von der Hauptaussage die das Bild treffen soll, würde aber gern noch Objekte in die Bilder einfügen die dieses unterstreichen.

    Ein Beispiel: ich habe vor (und schon die allererste skizze gemacht) das Thema Magersucht in einem Bild zu zeigen. Dafür habe ich eine völlig abgemagerte junge Frau vor einen großen alten Kippspiegel gestellt und das ergebene Spiegelbild zeigt die selbe Frau extrem üppig, quasi so wie sie sich selbst sieht.

    Wie kann man solch eine Idee sinnvoll ergänzen und fortführen damit nicht nur die Bildmitte ausgefüllt ist. Und selbst wenn es so bleibt, wie setze ich dann den Hintergrund in Szene um die verzerrte Sichtweise zu verstärken.

    Mir fehlen quasi enfach Grundtechniken wie Lasieren oder in welchen Schritten male ich ein Bild in Öl.

    Aber nichts desto trotz werde ich es weiter versuchen... natürlich... auch um Kontakte mache ich mir eigentlich noch keine Sorgen. Wenn es so weit ist, eine größere Austellung fertig zu haben und mich ans Verkaufen zu machen, dann fällt mir dazu schon was ein, was wohl als gelernter Kaufmann vllt. einer meiner Vorteile ist.
    Aber erstmal muss ja etwas zu Papier gebracht werden.

    Ich danke euch auf jeden Fall und werde sobald meine technik (also scanner und die neue kamera) hier mitspielt verstärkt skizzen und ideen hochladen um sie dann mit euch zu "sizieren" :)

    euer Kaui
    Signature
  • tsaG
    hi, Kaui!
    Kannst Du "Surrealismus" noch ein bißchen eingrenzen? Da fallen mir natürlich unwillkürlich erstmal Dali und Magritte ein. Was für Werke/Künstler gefallen Dir besonders?
    Zur Komposition eines Bildes: Wenn ein Bild eine kraftvolle Aussage haben soll, ist es meist ungünstig, zu viele Details hineinzubringen. Laut meinem alten Lehrer kann das menschliche Auge nicht mehr als drei Details auf einmal erfassen. Für die Tiefenwirkung und Klarheit ist es auch günstig, den Hintergrund blasser und unschärfer darzustellen als das Hauptmotiv. Beim lesen der Beschreibung des von Dir geplanten Bildes kam mir spontan die Idee eines "Wirbels" als Hintergrund, grobes Beispiel, ähnlich wie in dem Bild "Der Schrei" von Edward Munch.
    Aber das nur am Rande. Übungen können ermüdend sein, aber ich würde Dir empfehlen, Dich trotz alledem in Übungen im Realismus, sowohl zeichnerisch wie auch malerisch zu stürzen. Das zu erlernen ist, wie schon erwähnt, meiner Meinung nach die notwendige Grundlage für ernsthaftes Schaffen.
    Da wäre es auch wirklich günstig, sich einer Lehrgruppe/Zirkel/Kurs anzuschließen. Ich hätte nie die Kraft aufgebracht, pro Woche mehrere Porträt- und Anatomieübungen sowie mindestens eine Stillebenübung zu zeichnen oder malen, ohne einem Zirkel unter sehr kompetenter Anleitung anzugehören, da mich diese Darstellungen allenfalls als Bildkomponenten, aber nicht als Einzeldarstellungen interessieren. Allerdings muß ich auch sagen, daß schlechte Anleitung ungünstiger ist als gar keine.
    Was die hohe Kunst des Lasierens betrifft, da ist eine sehr schöne Schrittabfolge im Netz unter http:/ http://www.atelier-pallast.de . Das alleine genügt sicher noch nicht. Wenn Du Fragen zur Ölmalerei hast, stell sie ganz detailliert ins Netz. Es muß richtig gut beschrieben sein, was speziell Du wissen willst, denn wie gesagt, die Ölmalerei ist ein weites Feld. Da werden Dir die unterschiedlichsten Antworten unterkommen. Um zu selektieren, miß die allzuoft Wenigen, die ernsthafte Antworten geben, an ihren Arbeiten in der Galerie. Das ist nicht ganz zuverlässig, aber meiner Meinung nach hier noch die beste Methode, herauszufinden, was Deinen Anforderungen wahrscheinlich am nächsten kommt.
    lg, jerryhill
  • Phrae
    Phrae
    wenn ich es überspitzt formulieren müsste, würde ich sagen: die frage nach einem kunststudium hat sich erledigt. sorry, aber wenn ich deine 'mängelliste' lese, kann ich mir nicht vorstellen, dass du zum jetzigen zeitpunkt überhaupt chancen auf einen studienplatz hättest. da kann ich mich der auffassung von @jerryhill 11:40 nur anschließen. eine gewisse begeisterung für einen winzigen aspekt der bildenden kunst reicht dafür einfach nicht aus.

    im übrigen kannst du dich auch als autodidakt tag und nacht mit deiner kunst beschäftigen. wenn du dich quälst, selbstzweifel empfindest, den 'hunger' danach, die bilder aus deinem kopf sichtbar zu machen, sie solange zu bearbeiten bis du mal sagst: 'gut so', ja, dann wirst du dich nach und nach weiterentwickeln, dein farbempfinden schärfen, deine kompositions- und maltechnik verbessern usw. Aber bis dahin: s. vorredner.
    MfG Phrae
    Signature
  • malsupilahmi
    malsupilahmi
    Bruce Robertson Intensivkurs Zeichnen
    da sind viele Aufgaben drin
    Signature
  • kaui
    kaui
    Super Super Super,

    Danke, hätte wirklich nicht gedacht das doch so viele wirklich konstruktive Vorschläge kommen.

    Ich glaube mit den Informationen kann ich für den Anfang erstmal durchstarten und euch in meinem Profil künftig mit meinen Erfolgen oder Misserfolgen "nerven". Ich hab quasi erkannt das ich nicht umhin komme mich mehr und mehr mit dem Zeichnen zu beschäftigen und nehme dies nun in Angriff.

    Gibt es dabei eigentlich auch sowas wie ne sinnvolle Reihenfolge??

    Ich würde erstmal mit einfachen Dingen anfangen also Geometrische Körper und Perspektive mich dann zu Stilleben und schließlich dem menschlichen Körper wittmen um dann nen Schritt weiter mit Farben zu gehen.
    Oder gibt es gegenstimmen?

    Zu Jerryhill und der Frage was ich unter Surrealismus verstehe.
    Lässt sich prinzipiell schwer beschreiben aber ich würde sagen wer die Bücher von Terry Pratchett kennt (also mehr den Inhalt) der kann sich ungefähr etwas darunter Vorstellen.
    Die Buchcover sind übrigens auch toll gemacht.
    Surrealismus ist für mich persönlich das Zusammenfügen realer Dinge, Gegenstände, und Menschen zu Situationen die einfach Geschichten erzählen und kraftvoll eine Aussage treffen können.
    Dali ist natürlich der "Godfather" des Surrealismus für mich aber ich will ihn nicht kopieren oder so, sondern eben eine eigene Form der Richtung finden und sie neu gestalten.
    Sehr viel genauer bekomm ich es momentan nicht definiert.
    Aber auch das wird sich ergeben denke ich.

    Ein kurzes Wort noch an "Zweifler":
    Es soll hier nicht der Eindruck rüber kommen, dass ich denke, mir fällt alles zu wenn ich genug Bücher lese und Bilder ansehe. Das harte Arbeit hinter jedem einzelnen Erfolg steht ist mir sehr bewusst und ich bin bereit eine menge Steine zu überspringen die sich mir in den Weg legen.
    Auch wenn ich noch nicht viel hervorgebracht habe ist Malerei und Kunst keine bloße vorrübergehnde Begeisterung für mich. Zumindest das kann ich in meinem zarten Alter behaupten von mir zu wissen.


    Danke an Alle nochmal und scheut euch nicht mich auch persönlich anzuschrieben :)
    Dann könnt ihr irgendwann von euch behaupten das Ihr mich groß gemacht habt... ;))))

    Der Kaui
    Signature
  • tsaG
    Es ist günstiger, die Sachen parallel zu betreiben.
    Mal Portrait, mal Anatomie, mal Stilleben, heute plastische, morgen lineare Arbeiten. Einfachheit der Motive. Faltenwurf zeichnen üben ist wichtig. Nicht von Fotos abzeichnen. Man muß die Anatomie der Gegenstände begreifen und danach die modellierenden Schatten setzen, statt sie bedingungslos vom Foto zu übernehmen. Ruhig auch schon mal was malen, wenn man Lust dazu hat, alles aber immer als Übung ansehen. Keine Angst vor Mißerfolgen - ich lerne und probiere, statt, ich erschaffe und produziere. Perspektive, anatomische Maße usw. muß man natürlich auch beherrschen, aber das sollte man sich nebenbei aneignen. In Büchern bei Problemen nachschlagen, entspannt mal ein bißchen Theorie lesen, aber lieber nicht versuchen, stupide nach Lehranleitungen zu arbeiten. Die haben Leute geschrieben, die Dich nicht kannten und nichts von Deinen Veranlagungen und Problemen wissen.
    Viel Glück, jerryhill
  • 94eHoJeH
    Hallo,
    ich wollte auch noch meinen Senf zu Deiner Frage dazugeben.
    Meines Erachtens gibt es mehrere Ausbildungsqualtäten. Die Beste ist natürlich die akademische. Dazu braucht man aber viele Voraussetzungen, langen Atem und Geld.
    Die zweite (und die meisten unterschätzen diese) ist die Ausbildung bei einem Pfofikünstler. Fast alle berühmten Künster haben diesen Weg gewählt.

    Dann kommen die weniger guten. Dies sind VHS-Kurse und Wochenseminare. Hinzu gesellen sich Fernstudien u. ä.

    Die letzte Methode ist für mich gar keine Ausbildung und dazu gehört nun leider auch mal der Autodidakt.

    Um niemanden zu beleidigen, betone ich ausdrücklich, dass ich mit vorgenannter Eintgeilung keine Wertung abgebe.

    Ich fahre z. Zt. den zweiten Weg. Ich habe sehr viel Glück gehabt, einen Lehrer zu finden. Ich kann nur raten, ohne Ausbildung wird das nichts. Ich kann Dir heute fast bei jedem (realistischen) Kunstwerk sagen, ob jemand Ausbildung genossen hat. Bei der zeitgenössischen Kunst ist das schwerer zu sagen. Manchmal erkennt man, ob jemand eine Ausbildung hatte - manchmal weiß man nicht, ob Nachbars Lumpi noch schnell über das Bild gepinkelt hat.

    Zu weiteren Ratschlägen gerne bereit und alles Gute in Deiner Wahl

    Hermann
  • tsaG
    Meiner Meinung nach ist die Anleitung eines selbstgewählten Künstlers besser, als die akademische. Da kann man gleich die gewünschte Richtung aussuchen. Es hilft auch schon sehr weiter, wenn so jemand nur mal die Arbeiten ansieht und fundierte Kritik und ein paar sachliche Ratschläge erteilt. Aber es ist eben schwer, jemanden zu finden, der dazu willens und imstande ist.
    lg, jerryhill
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