KunstNet uses Cookies. Details.
  • Ölmal-Öl und Speise-Öl

  • htao Ölmal-Öl und Speise-Öl
    Mir ist letztens mal das Leinöl mit dem ich normalerweise die Farbe etwas verdünne, ausgegangen und da ich grad in der Küche war, und da so das Rapsöl zum Kochen so rumstand dacht ich mir, versuchen kann ichs ja mal.
    Hat erstaunlicherweise super funktioniert, die Farben haben mit einigen Tropfen gewöhnlichen Speiseöl genau die richtige Konsistenz bekommen und ist "ruhiger" getrocknet (das gekaufte Öl war, bevor es richtig getrocknet ist immer so klebrig und hat beim weiteren Malen immer ziemlich gestört). Außerdem ist es vollkommen geruchsfrei und insgesamt auch irgendwie "sauberer".
    Deshalb wollt ich jetzt nochmal nachfragen: welche Gründe sollten mich denn davon abhalten nur mehr Speiseöl zum Malen zu verwenden?? Billiger wärs auf jeden fall und qualitativ macht es einen besseren Eindruck. Gibt es Irgendwelche Nachteile von denen mir bisher noch keine aufgefallen sind?

    danke für eure Meinung!
  • Silvia
    Im Gegensatz zu Leinöl, dass zum Trocknen auch schon Ewigkeiten braucht, trocknet Rapsöl nie. Genausowenig wie Sonnenblumenöl, Distelöl, Sesamöl, etc. etc.
  • Thomas Sowa
    Thomas Sowa
    Kann ich nur von abraten, irgendwelche x-beliebigen Speiseöle zu verwenden. Sie trocknen nicht durch bzw. härten nicht aus, vergilben mit der Zeit und werden evt. auch noch runzelig. Leinöl das beste Malöl, Mohnöl geht auch, ist aber nicht so geschmeidig (Rizinusöl soll auch gehen, weiss ich aber nicht). Man sollte beim Malen nicht herumknausern, der Schuss kann nach hinten losgehen, habe selbst manchmal die bittere Erfahrung machen müssen...
    Gruß,
    Tom
  • Jetzt bei Amazon günstig Kunstbedarf kaufen.- Werbpartner -
  • efwe
  • Thomas Sowa
    Thomas Sowa
    @ efwe: wieso???
  • Jürgen Stieler
    Jürgen Stieler
    Also, Lein-, Mohn- und Sonnenblumenöl werden zum Farben anreiben verwendet und gehören zu den trocknenden Ölen, das heißt auch Sonnenblumenöl trocknet (gießt ruhig mal etwas aus der Thomy-Speiseölflasche in ein Schnapsglas und lasst es stehen: Bald hat sich eine Haut drauf gebildet)! Ebenso sind reine Öle dieser Art (aus dem Reformhaus) grundsätzlich als Malöl zu gebrauchen, nach den Kriegsjahren war es für Maler oft die einzige Bezugsmöglichkeit (lest mal die Wehltes aus den 50ern!). Aber billiger wird es wahrscheinlich nicht, und die Öle sind für unsere Zwecke nicht optimiert (Standöl, vorgedickt, gebleicht).
    Also, wenn's rein ist, geht's zur Not, aber bleibt lieber bei den speziellen Malerölen.

    Ach so, noch eins: Ich würde Fertigfarben eigentlich überhaupt kein Öl mehr zusetzen, da die Fabrikationsbedingt schon einen sehr hohen Bindemittel-Anteil haben, manchmal sogar einen Überschuss (wenn erst Öl aus der Tube läuft, bevor "Farbe" kommt, setzt die Farbe erst mal auf Löschpapier). Viel hilft hier wirklich nicht viel, sondern führt zu Runzeln oder Rissen.
    Gruß - J.
  • Limone
    Limone
    Jonny hat ganz recht.
    Leinöl zeichnet sich vor anderen Ölen aus (nicht nur durch den etwas strengen Geruch ). Leinöl enthält mehr Tocopherol als jedes andere Pflanzenöl. Es ist damit schon von Natur aus mit Antioxidans versehen. Das verhindert das bei andere Pflanzenöle an der Luft (auch unter Lichteinwirkung) auftretende Bilden von Aldehyden. Besser bekannt als ranzig werden. Dies merkt man am zunehmenden Geruch bei der Trocknung.

    Weiterhin hat Leinöl fast den höchsten Gehalt an Linolensäure. Das ist eine mehrfach ungesättigte Fettsäure, die das "Verharzen" verursacht. Leinöl gehört deshalb auch zu den sogenannten trocknenden Ölen. Man kann praktisch auch Leinöl aus dem Reformhaus verwenden. Dieses hat aber eine wesentlich niedrigere Viskosität. Das zum Malen verwendete Leinöl wird deshalb erst durch Erhitzen auf über 280°C einer Wärmepolymerisation unterzogen. Das verdickte Öl wird auch als Standöl bezeichnet und für Lacke und Farben eingesetzt.

    Es kommt dazu, dass die heute eingesetzten Leinöle einer Bleichung (meist mit Bleicherde) unterzogen werden und somit nicht gelblich wie die anderen Pflanzenöle sind - was zu einer sichtbaren Farbänderung der helleren Töne führen könnte.

    Viel Spaß weiterhin.
  • efwe
    efwe
    @ efwe: wieso???


    -wurde oben beantwortet-
    Signature
  • htao
    also ich hab so komische "gregorian" Ölfarben in tuben, da brauchts schon öl (nur wenig).
    Mein Bild Ist nun 99% trocken (ca 2 Wochen) und ich hab noch nichts gemerkt von vergilbungen etc. aber danke für die warnung.
    Was mir halt immer passiert bei "dealer Rowney s Painting Medium" und anderen Leinölen, ist dass es oft schon in der Flasche härtet bevor ichs fertig hab. Oft ist schon bei der Hälfe so dickflüssig, dass es beim Malen schon fast klebt - das mag ich überhaupt ned.
  • Thomas Sowa
    Thomas Sowa
    @ efwe:
    Kein Unfug!!!
    Erstens - habe die Erfahrung selbst machen müssen, (mit Sonnenblumenöl - die Bilder waren nach einem Jahr noch immer nicht trocken - die Farbe verhielt sich, als hätte ich sie gerade frisch aufgetragen...
    Zweitens - siehe DuMont's Handbuch zur Technik der Malerei von E. v. Vietinghoff Seite 76 / Ausgabe 1983:
    Ich zitiere sinngemäß: Sonnenblumenöl ist unbrauchbar, weil es nicht trocknet...
    Ich bin auch gerne bereit, dir eine Flasche Sonnenblumenöl aussem Aldi zu spendieren - damit kannste ja deine Bilder malen und wenn sie nicht trocknen, noch 'ne Rolle Klarsichtfolie ;)))
    Gruß,
    Sinisterwerk
  • juliaue leiölfirniss aus dem baumarkt?
    hallo da ich etwas ausserhalb wohne habe ich mich das auch gefragt. mir aber schon gedacht das speiseöl nur zum experimentieren gut ist.ich bin heute im baumarkt gewesen der nur 100 meter weg ist. und wollte wissen ob sie da testbenzin terpentinöl lackleinöl oder hasen leim haben. nischt.
    allerdings hatten sie leinölfirniss und terpentinverdünnung. kann man so etwas benutzen?also bei der leinölfirniss standt drauf das sie haus leinöl und sikkativ (trocknungsbeschleunigung) besteht
  • efwe
    efwe
    Mir ist letztens mal das Leinöl mit dem ich normalerweise die Farbe etwas verdünne, ausgegangen und da ich grad in der Küche war, und da so das Rapsöl zum Kochen so rumstand dacht ich mir, versuchen kann ichs ja mal.
    Hat erstaunlicherweise super funktioniert, die Farben haben mit einigen Tropfen gewöhnlichen Speiseöl genau die richtige Konsistenz bekommen und ist "ruhiger" getrocknet (das gekaufte Öl war, bevor es richtig getrocknet ist immer so klebrig und hat beim weiteren Malen immer ziemlich gestört). Außerdem ist es vollkommen geruchsfrei und insgesamt auch irgendwie "sauberer".
    Deshalb wollt ich jetzt nochmal nachfragen: welche Gründe sollten mich denn davon abhalten nur mehr Speiseöl zum Malen zu verwenden?? Billiger wärs auf jeden fall und qualitativ macht es einen besseren Eindruck. Gibt es Irgendwelche Nachteile von denen mir bisher noch keine aufgefallen sind?

    danke für eure Meinung!


    -und ich meinte unfug- @sinisterwerk-- XD
    Signature
  • juliaue
    ja aber das leinölfirniss hat niix mit lackleinöl oder speiseleinöl zu tun. und ich weissnicht ob es durch das enthaltene sikkativ zu schnell trocknet noch wie die farbe ist, deshalb frage ich
  • saskia89
    Jonny hat ganz recht.
    Leinöl zeichnet sich vor anderen Ölen aus (nicht nur durch den etwas strengen Geruch ). Leinöl enthält mehr Tocopherol als jedes andere Pflanzenöl. Es ist damit schon von Natur aus mit Antioxidans versehen. Das verhindert das bei andere Pflanzenöle an der Luft (auch unter Lichteinwirkung) auftretende Bilden von Aldehyden. Besser bekannt als ranzig werden. Dies merkt man am zunehmenden Geruch bei der Trocknung.

    Weiterhin hat Leinöl fast den höchsten Gehalt an Linolensäure. Das ist eine mehrfach ungesättigte Fettsäure, die das "Verharzen" verursacht. Leinöl gehört deshalb auch zu den sogenannten trocknenden Ölen. Man kann praktisch auch Leinöl aus dem Reformhaus verwenden. Dieses hat aber eine wesentlich niedrigere Viskosität. Das zum Malen verwendete Leinöl wird deshalb erst durch Erhitzen auf über 280°C einer Wärmepolymerisation unterzogen. Das verdickte Öl wird auch als Standöl bezeichnet und für Lacke und Farben eingesetzt.

    Es kommt dazu, dass die heute eingesetzten Leinöle einer Bleichung (meist mit Bleicherde) unterzogen werden und somit nicht gelblich wie die anderen Pflanzenöle sind - was zu einer sichtbaren Farbänderung der helleren Töne führen könnte.

    Viel Spaß weiterhin.

    Bekommt man dieses spezielle Leinöl, das zum Malen geeignet ist, nur aus Künstlerbedarfsläden?
    Was ist mit Leinöl aus der Apotheke? Ist das dasselbe wie aus dem Reformhaus?
  • efwe
    efwe
    apotheke reformhaus ¿¿ :) bestell doch einfach bei b.sner 1l und ...los-
    Signature
  • saskia89
    Ich nehme mal an, dass das Leinöl bei boesner etc. teurer ist als aus der Apotheke etc.. Ich blicke was das Thema betrifft allerdings bei boesner und gersteacker auf der Internetseite nicht so ganz durch! So direkt von Leinöl steht da, glaubne ich, nichts.
  • efwe
    efwe
    na dann ruf an und bestell einen liter leinoel... das wars-- Rohöl
    Malt eigentlich jemand ausser mir auch mit echtem Erdöl? - - - Oder mit dem Rohöl, das nach Tankerkatastrophen direkt an die Ufer schwappt? So wie hier, wo ich meine "Ölbilder" direkt aus dem Katastrophenöl schöpfe?

    Schauts euch mal an auf youtube, bei boesner.tv oder auf meiner website http://www.breuersbrock.de

    🔗

    Danke für das Interesse
  • rethgif-elyts
    versucht's mal mit weleda massageöl, geht bestimmt auch!
  • MISTER CRUZ
    MISTER CRUZ doch es trocknet schon gemacht ;)!
    Im Gegensatz zu Leinöl, dass zum Trocknen auch schon Ewigkeiten braucht, trocknet Rapsöl nie. Genausowenig wie Sonnenblumenöl, Distelöl, Sesamöl, etc. etc.


    doch es trocknet schon gemacht ;)!

    mann muss aufpassen zu flüssig ist auch nicht gut!
    Signature
  • Page 1 of 2 [ 26 Posts ]

  • Sign in to respond or to ask a question.

Related topics and pictures