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  • Was ist Kunst?

  • egaawressaW

    Meiner Ansicht nach geht der Entstehung eines Kunstwerks nicht zwangsläufig ein künstlerischer Produktionsprozess im materiellen Sinne voraus. Kunstwirklichkeit kann ebenso gut ein Produkt kognitiver Prozesse (visuelles Konzept, synästhetische Wahrnehmung, Fähigkeit zu autonomer Kreativität) sein. Ohne diese wären imho künstlerische Werke nicht einmal existent.
  • adenatsac

    Meiner Ansicht nach geht der Entstehung eines Kunstwerks nicht zwangsläufig ein künstlerischer Produktionsprozess im materiellen Sinne voraus. Kunstwirklichkeit kann ebenso gut ein Produkt kognitiver Prozesse (visuelles Konzept, synästhetische Wahrnehmung, Fähigkeit zu autonomer Kreativität) sein. Ohne diese wären imho künstlerische Werke nicht einmal existent.
    Sag ich doch.:-)))
  • egaawressaW

    da stellt sich mir nun unweigerlich die Frage,
    ob es wohl Kunst ist, wenn ich in dem Moment,
    wo ich an ein Brathähnchen denke,
    bereits eines vor mir sehen kann...
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  • eloduGeoJ

    Hm...
    Wenn ich besagtes Hähnchen erschnuppere, krieg ich Hunger...
    Is des auch Synästhesie?
  • egaawressaW

    hierbei könnte es sich durchaus um eine Form der kulinarischen Synästhesie handeln ^^
    (oder Du bist einfach nur verfressen)
  • eloduGeoJ

    Okeeh...
    Gut...
    Hab mir schon Sorgen gemacht...
    So ohne Synästhesie is man ja doch nur'n halber Mensch...
  • egaawressaW

    dann genügt ja wohl ein halbes Hähndl
  • eloduGeoJ

    Willst Du, daß ich verhungere?
  • VBAL
    VBAL
    siku, letzten Endes ist es aber doch dein Protagonist der die Arbeiten macht. Der Zufallsprozess setzt sich ja nicht von selbst in Gang.
    Eine interessant Frage ist es allemal, macht der Künstler, dass sein Werk Kunst ist, oder Macht das Kunstwerk seinen Autor zum Künstler? Möglicherweise greift hier die Vorstellung von Ursache und Wirkung nicht.
  • Patrizia G.
    Patrizia G.
    hallo liebe leute, ich hab versucht ein eigenes thema zu eröffnen klappt aber nicht, ich frag deswegen mal hier.
    jedesmal wenn ich ein bild fertig habe bekomme ich das gefühl es genau "so" schon mal gemalt zu haben, " deja vu", liegt das an den wiederholenden formen, gehts euch auch so?, wenn nicht sollte ich vielleicht mal zum neurologen lach^^
    Signature
  • daednU
    tja der neurologe würde wohl sagen dass dein eindruck
    nicht so falsch ist....
  • siku
    siku, letzten Endes ist es aber doch dein Protagonist der die Arbeiten macht. Der Zufallsprozess setzt sich ja nicht von selbst in Gang.
    Eine interessant Frage ist es allemal, macht der Künstler, dass sein Werk Kunst ist, oder Macht das Kunstwerk seinen Autor zum Künstler? Möglicherweise greift hier die Vorstellung von Ursache und Wirkung nicht.
    Die Vorstellung von dem was "Kunst" sein soll, wird allgemein wohl zu flach gehalten.
    VBAL du siehst offensichtlich nur die Beziehung zwischen der Aktivität eines Menschen und dem daraus entstehenden Produkt. Dieser "Herstellungsprozess" ist auf alle Produkte anwendbar, um es einzugrenzen, auf alle handwerklichen Produkte.
    M.E. ist es in der Kunst nicht so einfach, auch wenn in den letzten Beiträgen offenbar das "Große Fressen" von Hähneln wichtiger zu sein scheint als die Reflektion darüber, ob die Bezeichnung "Kunstwerk" einen geistigen Prozess behinhaltet, der über ein einfaches Handeln hinausgeht.
    Wenn es so sein sollte, das der von mir als Beispiel angeführte Protagonist Kunst macht, denn unterscheidet er sich in keinster Weise von anderen "Künstlern" hier im KN, er würde also auf gleicher Stufe mit John Gudole stehen, dessen Bilder man es ansieht, dass sie bei ihm rangmäßig erst nach "dem Hähnelfressen" kommen.
    Der von mir angedachte Protagonist, wird nun aber behaupten (aufgrund der über seine Arbeit schriftlich vorliegenden Theorie behaupten müssen), dass seine Kunst auf einer anderen künstlerlischen Ebene angeordnet ist. Sonst müssten wir das Thema auf den angeblichen Verfall des Begriffes Kunst richten.
    Was macht eine "künstlerische Ebene" aus, gibt es (Minimal-)Bedingungen in der geistigen Reflexion, anhand derer es zu erkennen ist, ob ein kreativer Output als Kunst anerkannt werden kann oder nicht?
    An die Hähnlfraktion: ihr liefert hier einem Mister X richtig Stoff zum "Kaputtlachen". :-) Wahrscheinlich wird der Euch seinen Dank auch noch zum Ausdruck bringen. ;-)
  • enoilemak
    zwischendurch ein bißchen spaß schadet keinem...............
    im gegenteil..........:DD
  • adenatsac


    Was macht eine "künstlerische Ebene" aus, gibt es (Minimal-)Bedingungen in der geistigen Reflexion, anhand derer es zu erkennen ist, ob ein kreativer Output als Kunst anerkannt werden kann oder nicht?
    Genau das behaupte ich. D.h. ich bin immer davon ausgegangen., dass es so ist.
    Wenn der besagte Protagonist ein Künstler wäre, der z.B. nach Möglichkeiten gesucht hat, sagen wir mal, das Chaos dazustellen und solange experementierte bis er das, für ihn, geeignete Zufallsprodukt fand, dann ist es Kunst.
    Wenn er aber z.B. Chemiearbeiter wäre, der im Laufe seiner Arbeit auf die seltsamen Reaktionen gegeseitig sich abstossender Chemikalien aufmerksam wurde, und die clevere Idee hatte, das als Kunst zu vermarkten, dann wäre es keine Kunst.
  • egaawressaW

    @ siku: auch hinter einen ungeschriebenen Satz läßt sich ein Punkt setzen
  • siku

    Genau das behaupte ich. D.h. ich bin immer davon ausgegangen., dass es so ist.
    Wenn der besagte Protagonist ein Künstler wäre, der z.B. nach Möglichkeiten gesucht hat, sagen wir mal, das Chaos dazustellen und solange experementierte bis er das, für ihn, geeignete Zufallsprodukt fand, dann ist es Kunst.
    Wenn er aber z.B. Chemiearbeiter wäre, der im Laufe seiner Arbeit auf die seltsamen Reaktionen gegeseitig sich abstossender Chemikalien aufmerksam wurde, und die clevere Idee hatte, das als Kunst zu vermarkten, dann wäre es keine Kunst.

    @castaneda Für "meinen" Protagonisten ist der Chemiarbeiter auszuschließen.
    Es gilt also der erste Absatz, alllerdings mit entscheidenden Einschränkungen: der Protagonist ist ein Mensch, der mit Farbe und Materialien hantiert, ein anerkannter Künstler ist er zu diesem Zeitpunkt nicht, er gibt schon an, das Universum "erschließen" zu wollen, nur sieht man das in gegenstandsloser Malerei nicht.
    Wenn nun jemand daher kommt, der das Universum mittels Farbe und Malmaterialien erschließen will, ist er dann tatsächlich schon ein Künstler und sind seine Arbeiten Kunstwerke?
    Ich bin der Ansicht: nein, weil es sich hier um ein eher planloses Vorgehen handelt, verbunden mit der Hoffnung, dass daraus Kunst wird. Kunst ist ein Konsensbegriff, der auf Allgemeingültigkeit abzielt.
    Wenn, wie in meinem Beispiel, die Arbeiten als Zufallsprodukt kunstgeschichtlich behandelt werden, dann heißt das ja noch nicht, dass hier ein allgemeiner Konsens gefunden wurde. Ich vermute eher, die theoretische Arbeit würde nicht in allen Instituten angenommen, bzw. sie würde abgelehnt werden.
    Das Thema ist nicht so klar zu beantworten, wie es vielleicht auf den ersten Blick erscheint, deshalb finde ich es ja auch spannend.
  • scusiO
    scusiO
    Kunst erstaunt, verstört, verführt und überzeugt ...
  • Patrizia G.
    Patrizia G.
    kunst ist nicht zu erklären, eigentlich ist es schon eine kunst zu leben:)
    Signature
  • enoilemak
    nicht ständig darüber nachdenken, den kopf freihalten..................
    für neues!!!
  • adenatsac


    Das Thema ist nicht so klar zu beantworten, wie es vielleicht auf den ersten Blick erscheint, deshalb finde ich es ja auch spannend.

    Meiner Meinung nach ist es die spannendste Frage überhaupt. Für denjenigen, der sich mit dem Begriff "Kunst" befaßt. :-)

    ... alllerdings mit entscheidenden Einschränkungen: der Protagonist ist ein Mensch, der mit Farbe und Materialien hantiert, ein anerkannter Künstler ist er zu diesem Zeitpunkt nicht, er gibt schon an, das Universum "erschließen" zu wollen, nur sieht man das in gegenstandsloser Malerei nicht.
    Wenn nun jemand daher kommt, der das Universum mittels Farbe und Malmaterialien erschließen will, ist er dann tatsächlich schon ein Künstler und sind seine Arbeiten Kunstwerke?
    Ich bin der Ansicht: nein, weil es sich hier um ein eher planloses Vorgehen handelt, verbunden mit der Hoffnung, dass daraus Kunst wird. Kunst ist ein Konsensbegriff, der auf Allgemeingültigkeit abzielt..
    Ich bin auch der Ansicht, dass Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit das Produkt als Kunst gelten kann.
    Wie ich eingangs schon schrieb, findet der Schaffenssprozess wesentlich früher statt. In einigen Fällen kann es sogar sein, dass der Auslöser oder die Ursache für ein Kunstwerk in der Kindheit des Künstlers liegt.
    Und er benötigt das Rüstzeug um seine Ideen umsetzen zu können.
    D.h. wie jeder gute Handwerker muss er Theorie und Praxis beherrschen. Dann erst kann er die geistigen Inhalte mit materiellen Mitteln transportieren.
    Dein Protagonist z.B. muss sich erst in die Lage versetzen, die ihm ermöglicht zu erkennen, welches seiner Zufallsprodukte sich für sein Vorhaben eignet. Er muss sich das Rüstzeug durch ein Studium oder durch autodidaktisches Lernen aneignen. Letzteres dauert wesentlich länger und ist nicht immer durch Erfolg gekrönt.
    Gut, auch ein Studium ist keine Garantie für eine Künstlerkarriere, erleichtert aber den Weg zur Anerkennung seiner Arbeit.
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