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  • Tinte oder Filzstift auf Ölfarbe, geht das?

  • Michael Oerter
    Michael Oerter Tinte oder Filzstift auf Ölfarbe, geht das??
    Ich muss mehrere lange und sehr feine Linien ziehen, Schnüre einer Marionette, da habe ich zu meinem Pinsel wenig Zutrauen. Es fällt mir schwer, dass der Pinselstrich gerade bleibt und nicht unterschiedlich dick wird. Die Linien sollen ca. 30 cm lang werden und eben wirklich sehr dünn. Mit einem feien Pinsel geht die Strecke nicht ohne absetzen und das sieht man dann.

    Meine Idee ist jetzt, über den trockenen Hintergrund mit Lineal und Tinte oder schwarzem dünnen Filzstift die gespannten Fäden zu zeichnen.

    Kann mir jemand sagen, ob sich die Materialien vertragen? Sind vielleicht andere Materialien (Kohle, Bleistift etc.) eher zu empfehlen? oder was habt ihr für Kniffe für diesen Fall parat?

    Vielen Dank schon mal

    Michael
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  • Rene
    Rene
    habe auch mal geschummelt, was kleine details angeht.. aber mit buntstiften (sieht man auf meinem stillleben nicht)..und wird mit der zeit immer blasser...
    mit lineal würd ich nicht machen.. kann mir nicht vorstellen, dass ein GERADER strich gut kommt...

    andere können da sicher besser helfen...
    es gibt z.b. auch ölstifte..
    bzw. du arbeitest mit schablonen..

    viel glück damit
    lg rene
  • 321evY
    Also die meisten Filzstifte verlaufen auf der Ölfarbe. Hab ich irgendwann mal ausprobiert. Tinte sowieso. Mit wenigen wasserfesten Stiften geht´s. Ich würd vielleicht eher nen Kohlestift nehmen oder mit Kreppband außenrum abkleben (also feine Linien offen lassen) und mit Öl drübermalen. Musst aber die Klebestreifen fest andrücken, damit am Rand nix drunter läuft.

    Gutes Gelingen + Gruß,
    Yve
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  • Michael Oerter
    Michael Oerter
    Hi Yve, das mit dem unters kreppband laufen hatte ich schon mal, ist bei der Struktur einer Leinwand kaum zu vermeiden. Habe so nen dünnen Stift zum CDs beschriften.

    Rene, da hast du mir echt was zum Nachdenken gegeben, vonwegen ganz gerader Strich wirkt unnatürlich :-)
    Bin jetzt echt am grübeln.

    Vielleicht sollte ich doch nen Pinsel nehmen und besser erst ein paar Stunden Striche üben

    Michael
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  • Jürgen Stieler
    Jürgen Stieler
    Es gibt spezielle Pinsel, die heißen Schlepper und Strichzieher und besitzen einen dicken Körper, der mit einem eingesetzten Mittelteil verbunden ist. Dieser Mittelteil läuft fein und spitz aus, so dass man mit so einem Pinsel auch längere Striche ziehen kann. Weiterhin solltest du bei zusammengesetzten Linien so malen, dass der neu angesetzte Strich nie am Ende der vorangegangenen Linie ansetzt, sondern ungefähr im letzten Drittel des vorangegangenen Teils. Dann wirken die Linien auch harmonisch.

    Überlege evtl, wenn du deckend malst, die Linien erst zu malen und dann den Rest des Bildes, der sich auf diese Weise an die Linien/Fäden herantastet. Das kann sehr locker aussehen!

    Liebe Grüße - Johnny
  • I.Zacher
    Hallo.

    Habe mich jetzt nur eben angemeldet, um schnell mal hier antworten zu können. Stelle mich dann gelegentlich mal vor :o)

    Für die Schnüre einer Marionette würde ich spontan zum Malmsser statt zum Pinsel greifen. Damit sind absolut feine und gerade Striche möglich, die aber dennoch nicht "unnatürlich oder zu plakativ" wirken. Versuch es mal vorher auf Papier, da es etwas Übungssache ist. Mit der Schneide Farbe aufnehmen und los geht's. Wichtig ist dabei nur, dass die Farbe fließen kann- also gut verdünnen. Nimmst Du einen "dicken Klecks Farbe " auf, bekommst Du auch einen dicken klecksigen Strich.

    Ich könnte ohne Messer gar nicht mehr...

    Viele Grüße,
    Chaos-ich
  • zluhcs-saerdna
    probiers mal mit öl-pastell kreiden...da fällt der material wechsel nicht so auf wie zb.mit edding...kannste nachher mit nitro auch "glatt ziehen"
  • Dieter Boger
    Dieter Boger
    Hallo Murmel,
    Filzstift funktioniert wenn Du einen Finliner permanent (also nicht wasserlöslich) nimmst.
    Marinemaler, die bei Segelschiffen eine Unmenge an Takelage, also dünne Seile, zu malen haben, behelfen sich allerdings mit Bleistiften. Stärken zwischen HB und B3, sauber gespitzt, funktionieren, ohne das der Bleistiftstrich störend erkannt wird.
    Wichtig ist:
    Auf gar keinen Fall mit dem Linieal arbeiten. Die Striche wirken tot und viel zu technisch.
    Die Linien nicht geschlossen durchziehen, sondern hier und da ein wenig offen lassen. Das Auge erkennt sehr genau, dass die Enden zusammen gehören. Die Linien erhalten so mehr Lebendigkeit.
    Die Ölfarbe sollte gut durchgetrochnet sein, damit Du sie mit dem Stift nicht aufreißt.
    Gruß Dieter
  • Gert Müller
    Hallo!
    Ich verwende gerne für feine Details schwarzen(!!) CD-Marker.
    (blau und rot sind nicht lichtecht, Finger weg !!)
    Kleine Äste, Drahtzäune, etc. sind damit leicht und dezent darzustellen.

    Viele Grüsse

    Gert
  • nodiorc
    @ illustrator,
    guter tip.
    aber warum nicht einfach echte bindfäden nehmen.
    habs bei mochaz so gemacht, merkt niemand.
    c+
  • Gert Müller
    Hallo! Bindfäden ? Warum nicht, dann gehts aber eher in Richtung Collage, aber in der Kunst ist ja alles erlaubt .o)Hauptsache ist ja die Wirkung!
    Gruss
    Gert
  • Ralf M. de Pennét
    Ralf M. de Pennét
    du musst abwarten bis das bild völlig trocken ist, also ein zwei monate, dann kannst du mit tinte und filz drüber gehen. aber dann isolieren. es ist eher ungewöhnlich das zu machen. üblicher weise kann man eher höhungen und lichter mit eitempera oder acryl aufsetzen.

    deinstens
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