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  • sich als Künstler bekannt machen

  • Malik
    Malik
    @Ingrid
    ich bin zwar auch (bisher erfolgloser) Autodidakt, aber ist schon ein tolles Gefühl wenn man von anderen (studierten) Künstlern nebenbei gefragt wird wo ich denn eigentlich Kunst studiert habe :)...insofern kann ich denen Text nicht nachvollziehen, der mir auch zu übertrieben nach Abwertung des "Autodidaktentums" klingt.
  • BFnaitsabeS
    Also, das Bild von der Venusfliegenfalle auf deiner Website ist große Kunst. Und noch ein paar andere. Ich würde allerdings auch sagen, langsam von der Deko-Schiene wegkommen (da gehört auch dein Avater-Tukan dazu, obwohl der dekorationstechnisch pfiffig gemacht ist). Und warum nicht mal nen Aktmalkurs, Radierungskurs, Aquarellkurs bei einem Künstler machen, dessen Werk dich überzeugt? Es ist immer gut, aus der Bastelecke herauszukommen.
  • Egon Miklavcic
    Egon Miklavcic
    Nicht jeder Profi ist wirklich gut - und auch Beziehungen nützen dann nichts .Viele ausgebildete Künstler leben von ihrer Arbeit als Taxifahrer und ähnliches .

    Härter an sich arbeiten , besser werden und die Qualität ständig steigern -
    auch die Kneipe,das Cafe in der Nachbarschaft sind als Austellungsort geeignet und bringt manchesmal ungeahnte Kontakte
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  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Also ich wollte es auch mal in der Realität ganz genau wissen, wie es die Künstler machen die davon leben, weshalb ich in Ateliers gegangen bin und nachgefragt habe; drei Künstler die einen guten Namen haben, hatten gut verdienende Frauen; eine Künstlerin verdient sich die eigentliche Kohle mir dem Entwurf von Plastiksackerl für Kaufhausketten; und die anderen geben bis zum Umfallen Kurse in Volkshochschulen. Einer arbeitet als Taxichauffeur und ein anderer ist bei der Bundesbahn hauptberuflich; ein einziger, der von Auftragsarbeiten lebt, dafür muss er die meiste Zeit Auftragsporträts malen. Mancher hat etwas geerbt. So sehe ich die Fakten.

    Wann ist da Zeit sich zu entfalten? Wo sind die Künstler, die von ihren 2 x 3 Meter Werken leben können? Wieviel Kunden gibt es die so was kaufen und dafür den entsprechenden Preis hinlegen?
    Ich kenne persönlich keinen einzigen Künstler der wirklich davon leben kann.
    Und was die ständige Geldnot für zusätzlichen Stress macht, der sich zumindest für mich sich sehr negativ auf die Entwicklung neuer Ideen auswirkt davon ganz zu schweigen.

    Um mich weiter zu entwickeln, brauche ich die Zeit, überhaupt zum Malen zu kommen. Aber vor lauter Organisation und Ausstellungen, Internetarbeit komme ich jetzt zu gar nichts mehr. Die Kurse die ich gebe decken gerade die Unkosten fürs Atelier.
    Wenn ich aber jetzt einen Job annehme, dann habe ich für eine Entwicklung im künstlerischen Bereich keine Zeit mehr übrig.
    Da beisst sich die Katze in den Schwanz und ich sehe keine Lösung.
    Auch ich verzichte schon auf alles andere, trotzdem braucht man Lebensmittel, Pinsel, Farben, einen Pc und Geld für die Miete.

    Wie schaut das jetzt wirklich in der Praxis aus?
    Wer kennt jemanden der wirklich von seinen Werken leben kann?
    Gibt es konkrete Hinweise?
    Gibt es eine Alternative oder einen Weg aus dieser Sackgasse?
    Ich sehe keine Lösung bis jetzt.
    Ausser zurück ins Büro - das wäre das Aus für meine Ideen, Ziele und Pläne.
    Gruß Margit

    Gruß Margit
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  • Ingrid Müller
    Ingrid Müller
    Malik: ich wüßte nicht, dass ich eine negative Einstellung zum Autodidaktentum habe...ich persönlich habe nur die Erfahrung gemacht, dass Leute, die interessiert sind an meinen Bildern, bei der Frage nach der Ausbildung lieber den Namen einer bekannten Kunstakademie hören würden als das Wörtchen Autodidakt. Die Anerkennung anderer Künstler ist nicht unbedingt das, was einem den Lebensunterhalt sichert.

    Ansonsten ist das, was Magie berichtet wohl eine realistische Beschreibung des romantischen Berufs "Künstler". Es gibt nur wenige, bei denen es gut läuft und die meisten von Ihnen haben tatsächlich einiges dafür getan, da nimmt dann Selbstvermarktung viel Zeit in Anspruch.

    Ich finde diese romantisch verklärte Weltsicht auf Künstler (wozu ich mich nicht zähle), doch als sehr blauäugig.
    Klar als Künstler muss man eben ein bisschen verzichten lernen, weniger Konsumzwang und so...

    Ich ziehe wirklich meinen Hut vor allen Künstlern, die diesen Schritt, Kunst zu machen bis in die letzte Konsequenz tragen und dann mal eben in der kalten Bude hocken, weil sie kein Geld hatten für Heizöl oder lieber romantisch Briefe schreiben, weil das Telefon mal wieder abgestellt ist...

    Gruß Ingrid
  • Jürgen Stieler
    Jürgen Stieler
    Da hat Ma-Gie mal angedeutet, was mir in den letzten 35 Jahren mal mehr mal weniger geistige Akrobatik und Selbstrechtfertigung abverlangt. Ich war ja so versessen darauf, Künstler zu werden, aber alle, die in der Materie steckten, rieten mir davon ab. Romantisch ist der Beruf bei denen, die von außen drauf gucken und das arme Dasein womöglich noch folkloristisch verklären. Die bekannten Namen in meiner Heimatstadt hatten alle eine geldeinbringende "Neben(Haupt)funktion", entweder in Form einer schulischen Lehrtätigkeit (und ganz besonders die rieten mir davon ab, selbst von einer Tätigkeit als Kunsterzieher!) oder eben eine/n verdienende/n Ehepartner/in. Auch solche Leute mit einer erstklassigen akademischen Ausbildung, auch solche, die ein Studium bei Wehlte hinter sich hatten.
    Besonders die jüngeren unter uns sollten sich diese Erfahrungen vor Augen halten (wobei ich mir im Klaren bin, dass dieses Statement auch Gefahr laufen kann, jemandem womöglich eine eventuell richtige Entscheidung auszureden). Es wird ein hartes Brot werden. Und wenn MaGie solche Erfahrungen aufschreibt, macht das deutlich, wie schwer es ist, von einer Kunstrichtung zu leben, die immer noch zu der am meisten gekauften gehört.

    Ich habe auf meine "Ratgeber" gehört und mich beruflich nicht der Kunst verschrieben, was natürlich bezüglich eigener Entwicklung nicht ohne Folgen blieb.

    Wie man's macht ...

    Liebe Grüße - Johnny
  • nodiorc
    moin,
    hatte gestern ein paar knler zum essen da, als autodidakt.
    wir haben zuviel geredet,
    aber ausdruck und selbsterkenntnis sind der-art wichtig,
    das ich diese erwähnt haben wollte.
    lagatta, du suchst etwas, was du finden wirst,
    wenn du am ball bleibst.
    nur du kannst malen, was in dir schlummert.
    c+
    @sleaze
    ach, deine coms sagen aus, aus dir.
  • Hardy Wagner
    Hardy Wagner
    Da gibt es wirklich eine Vielzahl z. B. Rudolf Ullik, Carl Spitzweg, Johann Baptist Pflug, Henri Matisse u.a.. Autodidakten können also auch bekannt werden. Angagement und vor allem Talent, das den Zeitgeist trifft sind wesentlich. Aber vor allem der Glaube an sich selbst.
  • Ingrid Müller
    Ingrid Müller
    Ich gebe mich geschlagen, was die Autodidakten angeht: ich sehe das einfach nicht ganz so unkritisch, weil ich 1. erst gestern mit einer Situation konfrontiert wurde, in der die Bevorzugung des klassisch ausgebildeten Künstlers zugegeben wurde (klar kann auch an meiner Person liegen und nur eine Ausrede gewesen sein)und 2. ich persönlich wohl eher stolz darauf wäre, sagen zu können, ich hätte Kunst studiert.

    Ich würde das auch trotz meines Alters noch versuchen, wenn meine Lebensumstände anders wären. Ich wünsche mir oft einen Lehrer, der offen und konstruktiv Kritk an meiner Malerei übt, außerdem einen strukturierten Einlick in Kunstgeschichte und verschiedene Techniken. Es erfordert viel Selbstdisziplin, sich alleine durchzukämpfen und manchmal macht man sich es dann leichter, in dem man den schwierigen Dingen aus dem Weg geht, obwohl sie eigentlich für die künstlerische Fortentwicklung unerläßlich sind.

    Gruß Ingrid
  • siku
    Also ich wollte es auch mal in der Realität ganz genau wissen, wie es die Künstler machen die davon leben, weshalb ich in Ateliers gegangen bin und nachgefragt habe; drei Künstler die einen guten Namen haben, hatten gut verdienende Frauen; eine Künstlerin verdient sich die eigentliche Kohle mir dem Entwurf von Plastiksackerl für Kaufhausketten; und die anderen geben bis zum Umfallen Kurse in Volkshochschulen. Einer arbeitet als Taxichauffeur und ein anderer ist bei der Bundesbahn hauptberuflich; ein einziger, der von Auftragsarbeiten lebt, dafür muss er die meiste Zeit Auftragsporträts malen. Mancher hat etwas geerbt. So sehe ich die Fakten.

    Ma-Gie vielleicht hast du den falschen Weg beschritten, deine Beispiele deuten auf einen ziemlich begrenzten Radius hin, zudem scheinen sie auf einer "typischen Volksmeinung" über Hungerkünstler zu basieren und diese natürlich zu bestätigen.
    Geh einfach mal in eine "richtige" Galerie in deiner Stadt und frage den Inhaber, ob er dir mal einen Termin bei einem Maler vermitteln kann, der von dem Verkauf seiner Arbeiten lebt, dann könntest du so einen Typ in echt kennenlernen.

    Diese Diskussion wird hier wieder einmal vornehmlich von Audodidakten bestimmt, die meinen den professionellen Kunstbetrieb genau durchschaut zu haben und die offensichtlich ungern andere Biografien und Berufserfolge zur Kenntnis nehmen. Eigentlich schade.

    Beste Grüße
    siku
  • frumS
    efwe: mein Kommentar bezog sich darauf, dass es Autodidakten schon immer gab. Ich habe mehrmals gelesen, dass das ein moderneres Phänomen ist (da zähle ich Bacon auch dazu). Welche früheren Autodidakten gab es denn, deren Namen auch heute noch ein Begriff sind?

    Hat man heute die gleiche Startposition als studierter oder als autodidaktischer Künstler? (mal davon abgesehen, ob jemand die richtigen Beziehungen hat)


    Paul Cézanne!!! Wurde von Akademien MEHRFACH abgelehnt.
    Klar kann man darüber streiten ob er auch gut malen konnte -. aber er ist ein BEGRIFF.

    Und nochwas - von den RICHTIGEN Beziehung kann man nicht ABSEHEN.

    Du schreibst weiter dass Du trotz Deines Alters noch versuchen würdest Dich weiterzuentwickeln. Das kannst Du doch in Kursen oder bei Malern privat. War gerade auf Deiner Homepage
  • cobolt
    cobolt
    Ich hoffe mal sehr, dass nicht allzuviele Naive tatsächlich glauben, dass Internet wäre n Sprungbrett für ne malerische Kunstkarriere.

    Ich glaube, dass es entscheidend ist, welche Darstellungsform man wählt. Film, Text und auch Musik haben durchaus Chancen, weil die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass der Betrachter sich tatsächlich für den Inhalt des Gezeigten interessiert.
    Signature
  • frumS
    Da sprichst Du wahre Worte sehr gelassen aus.

    Stimme ich zu.
  • Kristina Rausch
    Kristina Rausch
    es gibt doch kein Rezept dafür wie und warum man bekannt wird...das Leben besteht doch aus lauter Zufällen...also kann man das nie sagen, wer mehr Chacen hat, ein Studium ist nicht alles, es wird aber leider oft in Deutschland überbewertet, in anderen europäischen Ländern wie Frankreich und Italien wird der Nachweis einen Abschluss für irgendetwas zu haben nicht so hoch bewertet. Hauptsache man macht seine Sache gut. Und man überzeugt auch andere von seinem Können !
    Auch als Künstler kann man leben, meine Tante hat es lange getan, mit Nebenjobs.
    Ich arbeite als Kinderpflegerin und mach Kunst noch nebenbei als Hobbie.Ich wohne noch zuhause und muss keine Miete zahlen und habe Geld gespart. Ich kann also auf Resursen zurückgreifen. Ich habe vor mit meinem Freund zusammen zu ziehen,dann verdienen wir beide, wenn es gut geht.
    Ich versuche also nicht vollständig und alleine von der Kunst zu leben.
    Viele Grüße,
    Signature
  • cobolt
    cobolt
    Natürlich gibt es kein Rezept.
    Signature
  • nodiorc
    leben ist malen,
    worte finden.
    hm.
    gut. mein mädel ist finanziel reicher.
    philharmonikarin.
    ich habe gelitten, im immobilienhandel.
    was bleibt ?
    weil sie deswegen bleibt,
    vorallem, weil sie hier nie gezeigt werden wird.
    wiels sich wohl fühlt.
    deswegen wirds hier nie gezeigt.
    c+
  • ezaels
    @cobolt: kurz zusammengefasst würde ich das als eine
    Verteidigungsrede der herkömmlichen Beförderung von
    Anpassung und Schleimerei preisen. Passt gar nicht
    zu dem Bild was ich von dir habe(gehabt habe?? Kommt
    auf die Antwort an...)
    Willst du sagen, daß du mit Beginn oder im Verlauf
    des Studiums deine Art und Eigenarten, die du als
    Autodidakt entwickelt und angewandt hast in die
    Ton-
    ne gekloppt hast und die Scheitelseite gewechselt
    hast, um beim gottbefohlenen Netzwerken gut auszusehen?? *kopfschüttel*

    @jemanden den es betrifft:
    ich glaube Worte finden reicht bei dir einfach
    nicht aus, du solltest wirklich suchen, laß dir
    Zeit.
  • eirelagkrap
    es gibt doch kein Rezept dafür wie und warum man bekannt wird...das Leben besteht doch aus lauter Zufällen...


    Doch gibt es ein Rezept.
    Ich kenne übrigens reihenweise, auch junge Künstler, die gut von ihrer Kunst leben können.
    Das Sprungbrett ist regelmäßig die Zusammenarbeit und Vertretung durch eine oder mehrere "richtige" Galerie(n).
    Und hier bleiben "Hobbykünstler" eben außen vor.
    Kein Galerist kann (und will) es sich leisten, mit jemandem zusammen zu arbeiten, der nur am Wochenende Zeit für seine Kunst hat.
    Wer diesen Weg gehen möchte, sollte sein "Marketing" darauf ausrichten, Kontakte zu Galeristen herzustellen und sie von der eigenen Arbeit zu überzeugen.

    Der "Autodidakt" ist eine Gespensterdiskussion,
    ein Mythos der Moderne, genau wie der verkannte Künstler, der sich für seine Kunst ein Ohr abschneiden würde.
    Natürlich gibt es für beides Beispiele.

    Klaus
  • cobolt
    cobolt
    Drollig, das Austausch mit Anpassung und Schleimerei von vielen Leuten gleichgesetzt wird. Warum eigentlich?
    Signature
  • cobolt
    cobolt
    "Willst du sagen, daß du "

    Nein ...
    Signature
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