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  • Wer erlebte interessante Vernissagen?

  • nirelaM_eiD Wer erlebte interessante Vernissagen??
    Ich habe Ende dieses Jahres meine erste "größere" Vernissage. Für Publikum, Artikel usw. wird gesorgt. Alles super, nur der Teil mit einer kurzen Rede ist für mich noch ungeklärt. Ich möchte dass die Leute meine Bilder ansehen und es finden.....der Titel stößt ja auch darauf hin. Das wäre ja schon mal was ich sagen könnte...und schon nach einer Sekunde zu Ende.
    Ich bin Autodidaktin und habe auch keinen schulischen Werdegang zu erzählen. Außerdem bin ich Malerin und keine Rednerin. Die Betrachter meiner Bilder dürfen gerne finden was ich empfunden habe als ich das Werk gemalt habe. Ich möchte es aber nicht einer Menge mich erwartungsvoll ansehender Menschen erzählen.
    Also dass ihr mich jetzt nicht falsch versteht: Ich freue mich sehr auf die Vernissage, nur bin ich nicht der Mensch der fremden so einfach einen Text gibt (so wie ich das gerade mit euch mache).
    Ich würde mich sehr freuen wenn ihr mir mit ein paar Tipps helfen könntet.

    Gruß,
    Die Malerin
  • flow_thgin
    Ich sehe das genauso: wir malen. Sollen andere erzählen. Also ich würde meinen Freundeskreis mal abfragen, ob nicht dort jemand, der mich gut kennt, bereit wäre, eine kurze Ansprache zu halten.
  • nirelaM_eiD
    Hallo Night Wolf,

    danke für Deine prompte Antwort.
    Ich denke schon dass es besser wäre wenn ich selbst etwas sage.
    Noch besser fände ich aber wenn jemand der mich nicht kennt etwas sagen würde…über meine Bilder…..ich bin meine Bilder. Was soll ich da noch sagen??!!
    Das wäre ja eigentlich schon mal ein gutes Thema, aber wie führe ich es darauf hin. Ich habe da so meine Schwierigkeiten.
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  • nam-tniap
    Hallo Malerin, das mit dem Reden halten ist so eine Sache, aber sehr wichtig bei solch einem anlass.
    Um deine erste hemmung zu überwinden, schreibe dir deine rede auf und lies sie dir mehrmals laut durch. Eine gute hilfe ist ein strukturierter aufbau, wie z.b.
    Begrüssung der anwesenden, dank an veranstalter, Dank an freunde usw. damit hast du die erste minute voll.
    Nachdem du dich vorgestellt hast, lasse einige zitate zur kunst einfliessen, und eröffnest dann.
    Habe zwar selbst noch keine rede zur Vernissage gehalten, aber als ich eine rede zur neueröffnung meines Ladens halten musste, habe ich alles vom zettel abgelesen.
    Kein Problem wie ich finde.
    Unsere Qualitäten liegen halt woanders. Aber der Eindruck ist schon entscheidend.  ;)
  • Hallo Malerin,
    ich verstehe das Lampenfieber gut, selbst hätte ich ähnliche Schwierigkeiten.
    Mein Idee: Es gibt arbeitslose Kunsthistoriker/innen, die redegewandt sind. Nach deiner kurzen Einführung (2-3 minuten) würde solche Person in ihrem Element sein, wenn sie über deine Bilder erzählen könnte.

    Persönlich bin ich der Meinung, dass gute Bilder für sich selbst sprechen und keine lange
    Einführung brauchen... ?
  • trAuBeP
    Hallo, Malerin,

    wie der Gast schon sagte: Einen Kunstgeschichtsstudenten engagieren. Und für die 2-3 Minuten Einleitungstext solltest Du Ähnliches erzählen, was Du hier in Deinem Beitrag geschrieben hast, das ist offen, ehrlich, sympathisch.

    Schönen Gruß und viel Erfolg!

    Peter  :)
  • nirelaM_eiD
    Danke für eure Hilfe.

    Aber ich würde sagen, dass ich es mir nicht leisten kann jemand zu engagieren. Das hat nichts mit Geld zu tun sondern mit meiner Position. Wenn ich jemand für mich sprechen lasse sieht das aus als ob ich selbst nicht reden kann und Hilfe benötige. Ein bekannter und gefragter Künstler kann sich das leisten weil es bei ihm interessant ist.
    Ich denke es kommt immer noch besser an wenn man mir die Unsicherheit anmerkt wenn ich für mich selbst spreche.
    Das schwierigste wird wohl sein den Anfang zu finden und der Tipp mit Begrüßen, Bedanken usw. wird schon das Eis brechen.

    Gruß,
    die Malerin
  • Hi Malerin,

    was heißt schon bekannt, oder nicht bekannt?

    Das Problem ist vermutlich, du willst allen Besuchern recht machen.!!

    Alle sollen außer deine Bilder auch noch eine angemessene Unterhaltung haben, weil sie Dich und Deine Bilder erst dann akzeptieren. Eine ganze Menge Selbstbewusstsein, die mann üben muss, gehört dazu.

    Hab keine Angst vor der Kritik. Angst ist der schlechtester Berater.

    Tak it easy.

    Wenn man das aber nicht kann, finde ich persönlich, besser es einem anderen überlassen, als sich selbst öffentlich zerfleischen lassen.
    Eine Unsicherheit hören auch viele sooooo gerne !!!. Dann füllen Sie sich selbst viel stärker. Lass denen nicht die Gelegenheit dazu !!!!
    Gruß
  • nomeaL
    Ich habe ehrlich gestanden ein bißchen die Vermutung Du machst Dir da einen zu großen Kopf drum.
    Ich hatte erst kürzlich eine Ausstellugnseröffnung, wo ein mir bekannter/befreundeter Künstler eine Rede über mich und zu meinen Bildern geschwungen hat. Ich empfand das als absolut in Ordnung, da er wesentlich redegewandter ist als ich um vor der Öffentlichkeit zu sprechen. Ich habe mich anschließend nur kurz bei den Organisatoren, den Helfern und den Musikern bedankt, was relativ gestolpert rüberkam aber auch absolut ehrlich. Anschließend hat mir meine Familie die Reaktionen des Publikums mitgeteilt und für die Leute war das absolut in Ordnung, wenn nicht sogar erfreulich ehrlich/bodenständig. Nach dem Motto: Schuster bleib bei Deinen Leisten.
    Man soll sich doch nicht verstellen bei sowas. Außerdem ist es sehr interessant für einen Kunstliebhaber, von einem "unbeteiligten" Dritten zu hören was er so öffentlich über die Arbeiten denkt. Und in Einzelgesprächen habe ich dann ja den Leuten zur Verfügung gestanden.
    Die Leute beißen doch nicht. Das sind doch in Gänze Leute die sich eben für Kunst interessieren und zu 95% wohl auch Bekannte/Verwandte.

    Aber was Dir durch diese Situation auffallen müßte ist, dass es recht interessant wäre mal einen Text über Dich und Deine Arbeiten zu verfassen. Ganz privat und vielleicht noch gar nicht mal für die Öffentlichkeit bestimmt. Einfach nur für Dich, dass Du Dir über Dein Werk im Klaren wirst. Habe ich auch schon gemacht und ich habe mehrere Tage dafür gebraucht. Danach fand' ich den Text zwar immernoch recht unbeholfen, aber es hat mir sehr geholfen über meine Arbeiten im Klaren zu werden. Es dreht sich ja immer um die Fragen: Was will ich, was bezwecke ich, was will ich auf keinen Fall...??

    Gruß,
    Laemon
  • 03onasihsus
    " Aber ich würde sagen, dass ich es mir nicht leisten kann jemand zu engagieren. Das hat nichts mit Geld zu tun sondern mit meiner Position. Wenn ich jemand für mich sprechen lasse sieht das aus als ob ich selbst nicht reden kann und Hilfe benötige. Ein bekannter und gefragter Künstler kann sich das leisten weil es bei ihm interessant ist..."

    Also, wenn Du mich fragst ist es nur hilfreich in "Deiner Position" jemanden zu haben (Kunstgeschicht-Student o.ä., jedenfalls einen guten, charismatischen Rhetoriker), der über Deine Werke eine Rede hält. Die meisten Künstler reden nicht gern über ihre Werke! Das hat ja nichts mit der Fähigkeit zu reden zu tun. Warum kann sich das ein bekannter und gefragter Künstler eher leisten einen "Sprecher" zu haben und warum ist es bei ihm interessanter als bei Dir?! So sehe ich das aber garnicht! Wenn Du jemanden für Dich sprechen lässt ist das vollkommen in Ordnung und viel besser, als wenn Du Dir selber da einen zurechtstammelst, find ich. Klar, daß Du eine Minirede bzw. Danksagung an Veranstalter, Besucher etc. hältst..aber ...das muß reichen.
    Aber jetzt mal was anderes: Wo ist denn die Vernissage und hast Du eine Webseite, auf der man einige Werke von Dir sehen kann? Ich finde es toll, daß Du Dich traust, eine eigene Einzelausstellung zu wagen..davon bin ich noch gaaaaanz weit entfernt! Ich wünsche Dir jedenfalls ganz viel Erfolg! :)
  • eine kueRe: Wer erlebte interessante Vernissagen??
    Hallo Malerin,

    ich denke es macht keinen Unterschied, ob Du berühmter oder nicht bist, um jemand für sich eine Rede halten zu lassen.

    Bei einer meiner ersten Ausstellungen habe ich das einfach eine freundin machen lassen, die gut in Rhetorik ist - wenn ich keine Lust zum Reden habe, sage ich sowas wie:
    Ich male Bilder, aber ich kann nicht gut darüber reden -
    weil es zu nahe an mir dran ist oder zu persönlich finde
    weil ich dem Zuschauer Freiheit für eigene Betrachtung lassen will
    weil die Bilder für sich selbst sprechen...
    etc. pp

    Aber der Vorschlag von Laemon mit dem Niederschreiben, um für Dich zu klären, was Deine wichtigste Motivation/Absicht etc ist, halte ich für ausgesprochen sinnvoll - kann ich auch nur empfehlen, denn egal, ob Du nun selber redest oder nicht, wenn Du Dir selber über etwas nicht klar bist, kannst Du es auch nicht rüberbringen und das ist ja doch neben dem zeigen der Arbeiten ein wichtiges Anliegen bei einer Ausstellung

    Schönen Tag noch wünscht

    Eine Künstlerin
  • nirelaM_eiD
    Vielen Dank…..Ihr habt mir echt weitergeholfen.
    Als erstes werde ich den Tipp umsetzen einen Text über mich und meine Bilder zu schreiben. Wenn ich darüber nachdenke fällt mir unheimlich viel ein und das mal in Worte zu fassen, dass man es auch jemand erzählen könnte bringt mich sicher viel weiter. Und ich bin jetzt auch nicht mehr so abgeneigt jemand für mich sprechen zu lassen. Ich hatte schon drei Ausstellungen und bin immer drum herum gekommen vor Leuten zu sprechen oder der Zeitung ein Interview zu geben. Die Organisierende hat einen Text für die Zeitung verfasst, den ich dann wieder geändert habe. Es ist gar nicht so einfach jemand zu finden den ich für mich sprechen lassen möchte….

    Sushisano….ich bin noch am arbeiten, an meiner HP.
    Stell doch mal Deine Bilder in einem Fotoladen aus, der auch Rahmen usw. verkauft. Da kommen dann auch Leute die sich für Schönes interessieren und mit Sicherheit auch Kommentare zu Deinen Werken abgeben (was Dir dann der Verkäufer erzählt) und das hilft unheimlich weiter. Ich habe auch angefangen in dem Laden auszustellen in dem ich meine Farben kaufe. Man wird fast jedes Mal angesprochen wenn man wieder mal in dem Laden einkaufen will und übt sich so im Umgang mit interessierten Leuten….ja und irgendwann schafft man dann auch schon noch eine Vernissage 

    Gruß,
    die Malerin
  • olinad
    Oh,wie hat mich dein Thema gefreut! Auch ich werde wohl Ende des Jahres eine allererste Ausstellung haben,was mich riesig freut-wenn mir nicht die Knie schlottern würden beim bloßen Gedanken an die Erwartung der Leute an eine Rede ....Die Antworten auf dein Thema richten sich insgeheim also auch an mich...Im Moment denke ich,mehr als einen Kreislaufkollaps können wir Anfänger nicht dabei kriegen,doch das Allerwichtigste ist doch,daß endlich mal die Leute unsere Werke sehen!
  • stanko
    stanko
    Die interessantesten Vernissagen waren die, bei denen tatsächlich die Arbeiten und/oder der/die Künstlerin im Mittelpunkt standen.

    Langweilig und sehr nervend waren hingegen die Vernissagen, bei denen ein sogenannter Kunsthistoriker sein Wissen ausbreitete, ohne auf das gegenwärtig Ausgestellte einzugehen.
    Furchtbar und doch so oft erlebt.

    Also, nur Mut. Wer selbst eine Vernissage plant: Einfach die eigene Kunst in den Mittelpunkt stellen.

    Am schönsten finde ich, wenn es gelingt, mit den Anwesenden eine Bild / Werkbetrachtung zu machen, ohne zu interpretieren, sondern allein der Wahrnehmung vertrauend.

    Da habe ich wunderbare Erinnerungen daran.
    lg stanko
    Signature
  • olinad
    Stanko,was du sagst klingt beruhigend...Ich habe zwar nicht viele Ausstellungen besucht,aber ich weiß vom Hörensagen (und kann es mir auch gut vorstellen),daß viele Besucher kommen,um zu schauen,und nicht kommen,um belehrt zu werden...
  • adreG
    Hi Malerin !!
    Habe mich lange nicht mehr hören lassen , weil ich auch gerade meine erste Vernissage hatte .
    Ich hätte , selbst wenn ich eine Rede gehabt hätte , sie wahrscheinlich wieder verworfen, weil die Gäste zu unterschiedlichen Zeiten kamen und ich sie alle persönlich begrüßt habe . Es war die ersten 4 Stunden ein Kommen und Gehen . Ich hatte Mappen mit meinen Bilder und mit einer Kurzbiografie und Ausstellungen ausgelegt , sodaß jeder die Möglichkeit hatte sich über mich und meine Bilder näher zu informieren . Wer dann mehr wissen wollte suchte ohnehin das Gespräch mit mir .
    Da ich Autodidakt bin , hatte ich auch mit nichts aufwarten können :'( , redemäßig >:( >:(
    Ich denke das die Bilder für sich sprechen ;)
    Gruß
    Gerda
  • moc.ffelkoiram.www
    ???

    Warum malst du überhaupt? NaaaaH...?
    Also.
    Du willst gross werden - Ausstellungen machen niemand gross!
    Du willst reich werden - nicht an Erfahrung, an Geld - dann lerne reden!
    Zeitgeist? Trendsetting? Realität der Kunst!
    Ich male auch, seid vielen Jahren - manchmal nur mit meinen Augen. Irgendwann fand ich einen Weg zu zeigen ohne zu reden: DO UT DES
    DO UT DES findest du unter einem A auf meiner Homepage. Viel Erfolg. Mario Kleff
  • Hallo mariokleff.
    Habe versucht auf deine HP zu gehen, das klappt auch bis zur titelseite bei der vollversion tritt aber ein fehler auf, läd und läd sich tot.
  • oeN
    Nun - Malerin, auch wenn du nicht mehr hier bist...

    - solange man nicht weiß, was eigentlich ein Künstler ist. Man sich das erstmal ansehen mag, nachgefragt und abgefragt werden will, um sich dann zu entscheiden ;-)

    - solange eine Vernissage als organisierter Ort verstanden wird, statt eine persönliche Einladung an Menschen die kommen um deine Bilder zu sehen -

    - solange man auf Kritik lauert, die man sich nur selber geben kann (im spürbaren Fortkommen) -

    - und sich notfalls in die eigene Introvertion zurückzieht... oder hinter lapidaren Bildern versteckt, nur weil man denkt, sie seien verkäuflich...

    Jaja. Seltsam, aber am Ende zählt nur das Eigene, trotzdem. Wer ist wie ich? - Diese Frage ist nicht neu. Im Grunde ist sie gar nicht zu stellen.

    Lieben Gruß
    Neo
  • nirelaM_eiD
    Hallo,

    an dieser Stelle möchte ich das Thema vertiefen und stelle die Fragen „was ist ein Künstler“ und „warum macht man Kunst“ mal anders.
    Warum bin ich.
    Ich bin, weil ich für nichts anderes geschaffen bin. Und das bin ich solange und immer wieder bis ich es wirklich bin.
    Es ist doch der Wunsch eines jeden zu sein wie er ist. Und wenn man sich das erste Mal Gedanken darüber macht begibt man sich auf seinen Weg.
    Auf einen Weg, der nur von mir für mich bestimmt ist.
    Ich gehe den Weg des Malens, andere fotografieren, etc. oder drücken ihre Kunst durch verstehen und annehmen aus. Kunst kann man nicht nur an materiellen Eigenschaften erkennen.
    Viele Menschen machen den Fehler und tragen ihre Erwartungen in den Gegenüber. Aber nur durch Fehler kommt man weiter. Man kann nur etwas bekommen wenn man sich mit seinen Erwartungen nur auf sich konzentriert.
    Also, was erwarte ich … dass ich so bin wie ich bin und dieses so zeigen kann wie ich es von mir erwarte…und nur ich.
    Jeder muss seinen eigenen Weg finden sich auszudrücken und vermutlich beginnt jeder mit „unbeholfenen Fragen“ an andere.
    Die besten Freunde sind die, die Dich darauf hinführen und nicht stoßen und nichts von Dir erwarten.
    Vor kurzem habe ich eine Vernissage besucht. Aber diesmal nicht um für mich zu sehen wie ich es machen könnte. Diese/r Künstler/in hat es so getan wie er/sie dachte, es würde so von ihm/ihr erwartet.
    Jeder der Kunst macht weiß weshalb. Man sollte sich nur im Klaren sein dass man seine Kunst nur für sich macht und nicht erwarten dass der Gegenüber alles versteht, denn das muss er nicht. Er könnte trotz bester Erklärung nicht verstehen, weil er einfach anders sieht. Und das ist doch nicht negativ sondern sehr inspirierend. Nur auf diesem Weg bekommt man etwas zurück, das einen weiter bringt.

    Lieber Gruß,
    Die Malerin
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