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  • 2 Gemälde von Paul Schmersahl - Wertschätzung?

  • DagmarKlein 2 Gemälde von Paul Schmersahl - Wertschätzung?
    Hallo!
    Neben Drucken von Horst Janssen (siehe anderer Thread) haben wir auch diese beiden Gemälde von Paul Schmersahl geerbt. Wer kennt sich mit diesem Maler und dem Wert seiner Bilder aus? Anscheinend handelt es sich um einen Künstler aus Hamburg-Harburg. Beide Gemälde scheinen die Elbe darzustellen; meine Recherchen im Netz haben ergeben, dass schon mal ein ähnliches Gemälde von Schmersahl, das aus derselben Reihe zu sein scheint, in einer Internet-Auktion 380,-eingebracht hat.🔗


    Vielen Dank für jede Info!
    Herzliche Grüße,
    D.K.
  • siku
    Die Gemälde sind gut gemalt, sie sind jedoch (ohne kunstgeschichtliche Bedeutung) in den Dekobereich einzuordnen. Für die Bilder ansich und für Liebhaber oder Sammler der Malers bedeutet das nichts, für den Wiederverkaufspreis leider schon. Sollten sich keine speziellen Sammler für die Arbeiten des Malers finden lassen, wäre es eine Überlegung wert, die Bilder zu behalten.
  • godnoom
    Ich glaube nicht, dass die Bezeichnung Deko-Kunst bei Paul Schmersahl angemessen ist. Aber das liegt wahrscheinlich an der Darstellung im Netz. Ich habe den Maler (1902-1981) noch selbst gekannt und mit seinem Sohn (Pianist) oft zusammengearbeitet. Er wohnte nicht in Hamburg-Harburg, sondern in Emmelndorf. Das Dorf gehört heute zu Seevetal und liegt südlich von Hamburg-Harburg im niedersächsischen Landkreis Harburg. Schmersahl gehörte 1974 zu den Gründern der "Seevetaler Künstler" und hat ausschließlich gegenständlich gemalt. Im Kreis Harburg gibt es einige Sammler, die seine Werke suchen. Der Hittfelder Antiquar Fey ist meines Wissens eine gute "Umschlagstelle" für dessen Bilder. Preislich dürften die Bilder gegenwärtig für 400 bis 600 Euro eingeordnet werden.
    moondog
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  • siku
    Ich glaube nicht, dass die Bezeichnung Deko-Kunst bei Paul Schmersahl angemessen ist. [...]
    Im Kreis Harburg gibt es einige Sammler, die seine Werke suchen. Der Hittfelder Antiquar Fey ist meines Wissens eine gute "Umschlagstelle" für dessen Bilder. Preislich dürften die Bilder gegenwärtig für 400 bis 600 Euro eingeordnet werden.
    moondog


    Die Bezeichnung Deko-Kunst war von mir nicht abwertend gemeint, sie bezog sich auf den Wiederverkaufswert, die angegebenen 400 bis 600 Euro bestätigen meine Annahme. Für den Verkaufserlös dürfte man heutzutage kaum einen angemessenen Ersatz bekommen. Die Wertschätzung der Malqualität sollte aus meinem Beitrag ersichtlich sein.
  • martinicio
    martinicio
    [
    Die Bezeichnung Deko-Kunst war von mir nicht abwertend gemeint, sie bezog sich auf den Wiederverkaufswert, die angegebenen 400 bis 600 Euro bestätigen meine Annahme.


    was erzählst Du denn da wieder, ordentliche "Deko" kann ganz schön ins Geld gehen :)

    http://www.theartwolf.com/imagenestAW/Klimt_adele.jpg
    Signature
  • siku


    was erzählst Du denn da wieder,


    @ Martinicio
    meintest du mich? So vertraulich bekannt gehen wir doch sonst auch nicht miteinander um. ;-)

    ordentliche "Deko" kann ganz schön ins Geld gehen :)


    Der Vergleich mit der "Adele" von Klimt ist ja nun wirklich Blödsinn. Klimt ist ein anerkannter Künstler, dessen Werk in seiner Zeit innovativ war. Dein Beispiel ist albern, zu dem hier angesprochenen Künstler sehe ich keine Verbindung.
    Hier geht es um ein anderes Problem, welches deine Nachfahren vielleicht auch noch (mit etwas Glück )betreffen wird: nämlich um die künstlerische und materielle Bewertung des Nachlasses eines Malers. Aus dem Beitrag von moondog geht hervor, dass der Sohn des Künstlers Musiker ist, also wird ihm die (wohl sehr deutsche) Einteilung in E- und U-Musik nicht fremd sein. In der bildenden Kunst ist es eben "Wandschmuck" und "Kunst". Diese Kategorisierung macht sich in riesigen Preisdifferenzen bemerkbar. Ob das angemessen ist, könnte hier im Forum ja mal diskutiert werden.
  • eirelagkrap
    In der bildenden Kunst ist es eben "Wandschmuck" und "Kunst". Diese Kategorisierung macht sich in riesigen Preisdifferenzen bemerkbar. Ob das angemessen ist, könnte hier im Forum ja mal diskutiert werden.

    Ob die Preisdifferenz angemessen ist, muß nicht diskutiert werden, das hat sich durch die Zahlung des Preises dann erledigt.

    Ob die Unterteilung angemessen ist?

    Also bei mir funktioniert es.
    Ich würde mir den Klimt durchaus ins Wohnzimmer hängen, den Schmersahl nicht (obwohl ich die Bilder
    ganz und gar nicht unmöglich finde, sind schon O.K.).
    Ich würde mir den Schmersahl auch nicht aufhängen, weil ich mir den Klimt nicht leisten kann.
    Da gibt es für 400 bis 600 € gerade von Kunststudenten doch vieles, was ich dem vorziehen würde.
    Ich habe mir die Frage gestellt, ob es etwas stilistisch ähnliches von einem anerkannten Künstler gibt, um den Vergleich passender zu machen.
    Ich dachte erst an
    Liebermann, das Restaurant Jakob:
    http://www.zeno.org/Kunstwerke/B/Liebermann,+Max%3A+Terasse+im+Restaurant+Jacob+in+Nienstedten+an+der+Elbe

    Aber es will doch nicht so recht passen.
    Überraschenderweise andere Liebermann Bilder auch nicht.

    Klaus
  • martinicio
    martinicio

    Der Vergleich mit der "Adele" von Klimt ist ja nun wirklich Blödsinn.


    Was ich damit sagen wollte, ist, dass man die Preise für Gemälde im "Dekobereich" (und ich trenne "Wandschmuck" und "Kunst" ebensowenig wie Illustration und Kunst) nicht unterschätzen sollte.

    So wurde z. B. für "The Singing Butler" von Jack Vettriano £744,800 bezahlt, was deutlich mehr als 1,1 Mio. Euro sind.

    http://hostinfo.cafe24.com/serviceExpire/servicestop.html
    Signature
  • siku
    Die Vergleiche wirken auf mich problematisch. Der Liebermannvergleich ist zwar schon näher am Thema dran, aber irgendwie ist es doch müßig, so einen Qualitätsvergleich anzustellen. Besonders der hier gezeigte Hafen von P. Sch. lässt durchaus die Spekulation zu, dass der Künstler auch in der Lage war außer der "dekorativen" Landschaft freikünstlerischer zu arbeiten, ob er das überhaupt wollte muss wohl offenbleiben. Wenn in der ersten Hälfte des 20. Jhs. auch der Aufbruch in die Moderne stattfand, so wurde doch noch an vielen Akademien traditionell gearbeitet. Der Vergleich des malerischen Duktus wird hier wahrscheinlich vom Hintergrundwissen über Li.ebermann bzw. Sch.mersahl subjektiv beeinflusst. Bei L. habe ich z.B. zig Bilder (ich könnte zudem auch noch googlen) und die kunsthistorische Bewertung im Hinterkopf, von Schm. kenne ich bisher nur die zwei hier vorgestellten Arbeiten.

    Hier wurde nach dem künstlerischen Wert von zwei Bildern gefragt. Der Ansatz der persönlichen Einschätzung mag für den Einzelnen gelten, aber er tangiert nicht den Kunstmarkt. Die Bewertung der Arbeiten in der KN-Galerie zeigt doch deutlich, dass die persönlichen Kommentare nur wenig Verbindung mit dem Kunstmarkt aufweisen.
    Mir ging es auch eher darum, wie und warum bei der Preisgestaltung die Unterteilung in "Wanddekoration" und Kunst so gravierende Unterschiede ausweist: denn der Preis ist auch ein Zeichen für die offizielle Wertschätzung der Kunstwerke bzw. für deren Abwertung.
  • relamlznerP
    Hi !

    Eure Gedankenkaskaden haben es in sich. Mal sehn, wann einer schielt. *grins*

    Gruß Prenzl.
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