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  • Der Typ treibt's bunt

  • Markus Burgert
    Markus Burgert
    James Rizzi?
    Geschmackssache. Erinnert mich an Keith Haring. Hat zumindest einen hohen Wiedererkennungswert...
  • Ulf Spuhl
    Ulf Spuhl
    Hallo,
    mag die ganze Popart nicht, da werden oft simple Werbeklischees zitiert, zwar ironisch gemeint aber es wird als einfache Wahrnehmung verstanden. Die ganze Popart unterfordert die bewusste Wahrnehmung mit kunterbunt, verspielten und plakativen Symbolen.
    Es ist Zeitgeschmack und somit wird es gekauft, man kann sich als modern damit Schmücken.
    Der einzige Popartkünstler der mir etwas authentisches vermittelt ist Robert Rauschenberg alle anderen einschließlich Andy Warhol bedienen die Oberflächlichkeit und fördern die simple Wahrnehmung.

    Wer meint Kohle machen ist der Erfolg in der Kunst so wie in der kapitalistischen Wirtschaft sollte jeden Ausdruck lassen und sich nach Sibirien zum Streichhölzer Schnitzen melden ohne Rückfahrschein.

    gruß fluuu
    Signature
  • 46nahtaiveL
    hmmm das *künstliche* kann durchaus auch seine reize haben...


    biste jetzt eigentlich diesem kunstverein beigetreten?


    http://www.movingtargets.de
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  • 2znurg
    >... sollte jeden Ausdruck lassen und sich nach Sibirien zum Streichhölzer Schnitzen melden, ohne Rückfahrschein.

    Quasi das gesamte HOBBYWÜNSTLER-KN... :o)

    *looool* >>CREATIVE SCHNITZING<< :o))
  • grobeknI
    fluuu, wenn du da, in Sibirien, einsam bist,
    dann lad doch einfach ein paar Leute auf
    einen Fliegenpilz-Tee ein... oder was man da
    halt so macht.
  • relamlznerP
    Zum Beitrag von Fluuu :

    Die erwähnte Sibirien - Arie möchte ich mal außen vor lassen, doch hat Schimpfen auch manchmal seine Reize.

    Was die Grundaussage seines Artikels betrifft, so muss sich jeder ernsthafte Kunstmensch eigentlich auf seine Seite schlagen wollen, ansonsten begeht er Selbstverrat. Sitzt man jedoch im Boot des Werteverlusts, der Unernstigkeit, der Gewandtheit grandioser 0-8-15-Rumsupperei, des Vortäuschens von Talent, des Verzichts auf künstlerische Qualifikation, der endlosen Rumstümperei und Selbstbeweihräucherung mit Mitteln der Zufallsfarbkombinationen und lächerlichen Fließbandprodukten, der Vorlagenabhängigkeit ohne dem Einbringen von Verstand und Herz, wird man natürlich seine Aussage angehen. Schlägt man sich nicht auf diese Weise seinen Ethos in die ewigen Jagdgründe ? Das trifft allerdings kaum zu, wenn dieser sich bereits in der Verkümmerungsphase befindet.

    Damit will ich jedoch nicht die Lust am satirischen Ausdruck anzählen. Die Karikatur umd gute Comics sollen Bestand haben. Aber wenn die Comics in den Himmel der Bildenden Kunst als Dauerbrenner gehoben werden, als ob es sich um gleichbedeutende Werke wie bei einem Tizian oder Goya handelt, kann ich nur noch verständnislos abwinken.

    Normalerweise hat ein Schiff im seichten Wasser keine Chance. Doch mit Mitteln der Dummheit bringt man selbst da noch einen Hochseefrachter in Fahrt.

    Gruß Prenzl.
  • grobeknI
    Zu Popart sage ich das:
    Wolfe, Tom - 'Wörter in Farbe'
    (orig.: The painted Word, 1975, dtsch. 1992)

    @Prenzl: sich auf fluuu's Seite stellen
    fällt enorm schwer, da er - meiner Lesart
    nach - den ganzen Plan schon im Sack hat,
    somit mit anderer Leute (Ein.)Sichten nur
    nach Tageslaune verfährt.
    Ich jedenfalls meine: Kohle machen ist der
    (ganze) Erfolg in der kapitalistischen
    Wirtschaft - aber ich wohne auch nicht in
    Sibirien. Über Kunst sage ich Nichts.
  • relamlznerP
    Tageslaune hin oder her, fluuu ja oder nein - ich muss mein Gesicht wahren.

    Gruß Prenzl.
  • grobeknI
    Ich empfehle eine mittlere Gurkenmaske,
    macht immer Eindruck und die Gurke als
    solche ist ein lecker Ding.
  • relamlznerP
    Wenn du Wert auf Eindruck legst,
    kannst du gern tagsüber mit Gemüse
    im Gesicht auf dich aufmerksam machen
    wollen. Vllt. hilft's.
  • grobeknI
    Na, das nenne ich Hoffnung machen.

    Aber denk dran: die mittlere Gur-
    kenmaske macht nicht nur Eindruck,
    sie verstärkt auch noch den Aus-
    druck!! Es ist ein richtiger Auf-
    merksamkeitsreißer, wenn sich bei
    Gesprächen mit scheinbar harmlos-
    en Zeitgenossen plötzlich eine
    dreißig Millimeter dicke Gurken-
    scheibe halbwegs löst und in ein-
    em kecken Winkel von der Backe
    weg wippt, wippt, wippt...
  • siku
    Tageslaune hin oder her, fluuu ja oder nein - ich muss mein Gesicht wahren.

    Gruß Prenzl.


    Lampe an: Ja, genau in Sachen Kunst kann man(n) sich allzu schnell um Kopf und Kragen reden/schreiben. Das mag auch ein Grund dafür sein, dass in diesem Forum nur wenige "Experten" die Chance zur Meinungsäußerung wahrnehmen.
    Diese Seite bietet das beste Beispiel - ruckzu und das Image des seriösen Künstlers könnte ruiniert werden. :-))
  • xek Themenschwund
    So so, in Sibirien ist es also auch schön, und der Künstler an sich, also der echte, erhabene, ist ein anbetungswürdiges Etwas, das haben wir nun alle verstanden. Aber wo tun wir nun den mehr oder minder klecksenden Herrn Rizzi hin? Ich meine, ich, in meiner kleinen Vorstellungswelt. Werde mich wohl an Siku halten müssen, die eine der wenigen konstruktiven Kommentare hat fallen lassen, dementsprechend
    @siku: welche seiner Arbeiten gefallen Dir besonders - und - Gretchenfrage: warum?
  • daniel
    daniel
    ich find seine werke ehrlich gesagt ziemlich bescheiden! ich glaub nichtmal kinder würden gefalen daran finden.
    Signature
  • kceit
    - ich bin seriös...so seriös wie ein streichholzschnitzer in sibirischer einsamkeit...mit sibirischem wanderklo...
    - und andy hatte die velvets...da bin ich fan...und von lou...und die songs for drella, die gefällt mir...und den andy und den joseph, die mag ich... diese bourgeoisen miststücke...
    - und den erhabenen künstler, der über irgendwelcher kritik an der gemeinschaft pubert, den empfinde ich als kleinkariert und spießig... :) ...oder doch diktatorisch...apollinisch...? ...weiß nicht... :)
  • relamlznerP
    Den Thread habe ich abgehakt.

    Gruß Prenzl.
  • siku

    @siku: welche seiner Arbeiten gefallen Dir besonders - und - Gretchenfrage: warum?


    Ich denke da an Arbeiten, die ich von Rizzi bei einem Galeristen, der Kontakt mit dem Künstler hatte, gesehen habe(allerdings auch nur als Abbildungen): die waren richtig gut: großflächig, der Künstler hat ein gutes Form- und Farbempfinden, Fantasie. Leider habe ich diese Arbeiten bei Google nicht gefunden (nach 5 Seiten Deko hat mich allerdings auch die Ausdauer zum Suchen verlassen).
    Rizzi ist da aber kein Ausnahmefall, auch andere Künstler scheinen zu meinen für das Volk gemäßigtere Kunst liefern zu müssen. Da fällt mir spontan Bruno Bruni ein, seine Kleinplastiken stehen der Massenware von Rizzi nicht nach - besonders "angetan" hat es mir das zigfach in Bronze gegossene Pärchen: eng umschlungen, Mann mit Hut, stehen sie zum Verkauf in den Galerien rum, wobei die enge Umarmung zwingend notwendig erscheint, denn die Beine der Frau hat sich der Künstler geschenkt, wozu braucht die auch ein Gehgestell, sie wird ja vom starken Geschlecht gehalten.

    Dennoch sind beide Künstler Profis, auch von Bruni gibt es gute Arbeiten. - Und auch in den Massenwaren erkennt man, dass hier keine Hobbykünstler zu Werke gingen.
  • xek
    @siku:
    "Mister Deko" -Bruni - kenn' ich auch, das Pärchen als Grafik hab' ich beim Zahnarzt immer vor meinen angstgeweiteten Augen...
    Bei Bruni denk' ich automatisch immer an Wunderlich, ist bizarrer, liegt mir daher mehr, hat aber wohl nicht die gleiche Auflage wie Bruni- oder doch?
    Auflagenhöhe und Werksqualität hätte ich auch nicht in Bezug gebracht. Im Marktgeschehen ist die limitierte Auflage natürlich Heiligtum. Nur nicht, wenn man die Dinge wirklich grundlegend betrachtet... Jedenfalls meiner bescheidenen Meinung nach .

    Jetzt nochmal zu Rizzi. Verglichen mit Otmar Alt, wem gibst Du den Vorzug - und schon wieder Gretchen - warum?
  • BFnaitsabeS
    Auftraggeber der Zeitkunst waren bis ins 19. Jahrhundert Kirchenfürsten, Kaiser, Herzöge und Prinzen, also im einzeln äußerst unerfreuliche Zeitgenossen, die aber ein hohes Bidlungsniveau und eine geschulte Wahrnehmung hatten. Künstler schufen Bilder und Skulpturen fragwürdigen Inhalts in hochdifferenzierter Machart. Heute sind die Auftraggeber der Zeitkunst die vielen mit wenig Geld und die wenigen mit viel. Die Bildungsschicht ist nicht mehr mit der Machtelite identisch. Dank technischer Reproduzierbarkeit muss nicht jedes Bild für 5000 Euro verkauft werden, damit der Künstler überlebt. Es reicht, stattdessen 5000 Postkarten zum Preis von einem Euro anzubieten. Der finanziell erfolgreiche Künstler malt nicht mehr für den Beobachterblick. Wenn er es tut, dann auf eigene Rechnung. Piktogrammkunst überwiegt. Und Publikumsmehrheiten sehen gar nicht mehr, dass sie Piktogramme bewundern: Frida Kahlos Augenbrauen. Rothkos Verkehrsschilder. Richters Leinwandbatik. Der Faden zwischen Kunstgenuss und Wirklichkeitserfahrung ist zerschnitten. Wer kann schon die Detailgenauigkeit und Informationsdichte eines Ölbildes von der computermanipulierten Flachheit einer Vogue-Fotografie unterscheiden? Der Künstler, der - wie erwähnt: auf eigene Rechnung - sehen lernt, tut dies in einer gesellschaftlichen Einsamkeit, die an Anfänge der Zenmalerei erinnert. Interessant in diesem Zusammenhang: dass es an Schulen keinen Zeichenunterricht mehr gibt. Die Angst davor, selber sehen-könnende Menschen heranzuziehen, scheint selbst die Didaktik ergriffen zu haben. Und erwähnenswert: dass die neuen Expressionisten, Abstrakten, die Naiven und die Neo-Impressionisten wohl meistenteils nichts von Anatomie und Naturalismus verstehen, während Klee, Macke, Kirchner, Monet, Manet und Degas noch durch Anatomieschulung und Unterweisung zur Zeichentechnik des 19. Jahrhunderts gingen. Die Struktur und die Selbstverständlichkeit früher klassisch moderner Bilder ist einem Umherflattern der Gliedmaßen, einem an Cut-Outs erinnernden Platt-Realismus gewichen, der aber ... den Ansprüchen unserer neuen Mäzenaten (Posterkäufern und Kunsthallenabonnenten) genügt. Fazit: Entweder man macht es sich zum Vorsatz, sehen zu lernen. Dann macht man eine spannende Reise in weitgehender finanzloser Einsamkeit. Oder man bedient die Piktogrammomanie. (Piktogramme muss man auch erst mal hinkriegen können!) Man begnügt sich damit, einem weitgehend sehunfähigen Massenpublikum seine "Tags" an die Rübe zu knallen. Gepunktete Männchen, Diddlmäuse, Kopffüßler, Männer, die auf dem Kopf stehen und Hello-Kitty-Leinwandversionen. Kunst ist ein Begriff, der mehrere Professionen unter ein Homonym subsumiert. Aber das ist eher ein linguistisches Problem und sollte uns nicht weiter tangieren. Wir leben ja auch in einer Welt, in der eine Mutter manchmal nur eine Schraubenmutter ist.
  • 46nahtaiveL
    schon mal was von der leipziger schule gehört?
    herr kulturpessimist???
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