KunstNet uses Cookies. Details.
  • Der Typ treibt's bunt

  • BFnaitsabeS
    Ich hatte ja grade über "Tags" geredet. "Kulturpessimist" ist auch so n "Tag". Es ist nicht pessimistisch, zu sagen, dass Mehrheiten Piktogrammkunst mögen. Und dass nur wenigen falsch gesetzte Schatten und Daumen auffallen. Es ist einfach so. Es sind zwei kulturelle Felder. So wie Mutter und Mutter.
    Warum du in diesem Zusammenhang die Leipziger Schule erwähnst, ist mir nicht so ganz klar. Ich finde die Neuleipziger als beobachtende Künstler überhaupt nicht spannend. Dass sie Menschen malen, enthebt sie ja nicht der Piktogrammproduktion.
  • 46nahtaiveL
    puh... nicht alles so verbissen angehen...

    die leipziger; die ich nicht allzu gut kenne
    stehen zb im rufe eine klassische malereiasubildung... mit natur + anatomie usw genossen zu haben...und diese TAG scheint doch recht erfolgreich zu sein...
  • BFnaitsabeS
    Du könntest ja mal Namen nennen. Dann könnten wir uns über Bilder unterhalten und konkret werden, anstatt über das Image einer künstlerischen Schule zu reden, das sowieso nur für Galeristen und Zeitungsschreiber interessant ist. Und dann wär das auch viel interessanter für mich. Und das mit der Verbissenheit kannst du eigentlich gleich vergessen. Mich interessieren diese Fragen, weil ich male und zeichne, und da bin ich natürlich mit einer bestimmten Konzentriertheit bei der Sache und möchte wissen, was ich da mach. Wenn du allerdings die Neuleipziger gar nicht so genau kennst und jetzt darüber redest, dass sie im Ruf stehen etc. etc., dann ist mir das eigentlich zu langweilig und substanzlos.
  • Jetzt bei Amazon günstig Kunstbedarf kaufen.- Werbpartner -
  • 46nahtaiveL
    ganz simpel:
    die neuleipziger malen trotz akademischer ausbildung
    keine bilder die dich auch nur entfernt ansprechen
    wenn wir mal davon ausgehen das diese klassische ausbildung keine galeristen + medien propaganda ist
    gibt also doch mehr als das von dir beklagte "stümpertum"

    Gepunktete Männchen, Diddlmäuse, Kopffüßler, Männer, die auf dem Kopf stehen---

    das alles in einen topf zuwerfen vergleichen was einfach nicht zusammengehört... is doch nur polemisch...


    http://www.thelongwaydown.de
  • BFnaitsabeS
    Ich mag diesen abbügelnden Ton wirklich nicht so besonders. Die Zusammenfassung meiner Gedanken deinerseits ist auch nicht richtig. Mein Denkansatz war, einmal zeitgenössische angesagte Kunst unter dem Stichwort "Piktogramm" quer zu lesen. Nicht als Polemik, sondern als Gedankenexperiment. Dass ich denn doch Beobachtungskunst momentan für interessanter halte, hat ja bei meiner Beschreibung durchgeschimmert, aber du wirst keinem Comiczeichner unterstellen, dass er Gestalter von Piktogrammen für Stümper hält. Aber wahrscheinlich hast du dir mein Profil gar nicht angeguckt. Musst du auch nicht. Aber wenn du dir Gedanken über meine Einstellung zu Diddlmäusen machst, dann wärs hilfreich, du tätst n Blick auf meine Uploads.
  • malsupilahmi
    malsupilahmi
    selten dass man hier mal einen Text findet, der länger ist, kein dummer Gelaber oder Aufgeregtheit und dazu noch authentisch (und nicht zusammenkopiert).
    @sebastian ich finde deine Gedanken sehr spannend und denke lieber im Stillen darüber nach und melde mich darum auch nur kurz zu Wort.
    @leviathan, du musst ja nicht Beifall klatschen, aber könntest in diesem Fall deine Kritik etwas ernsthafter angehen.

    einen schönen Sonnentag noch :)
    Signature
  • siku
    @siku:
    Jetzt nochmal zu Rizzi. Verglichen mit Otmar Alt, wem gibst Du den Vorzug - und schon wieder Gretchen - warum?


    Du stellst Fragen ;-), zur Gretchenfrage würde ich die Entscheidung nicht machen wollen. Beide Künstler sind primär im Dekobereich angesiedelt - Dekokunst versus "wahre Kunst" ist eh sinnlos zu diskutieren. Ich würde die Entscheidung, bekäme ich ein Original geschenkt und könnte es mir aussuchen, vom Motiv abhängig machen. Vielleicht könnte man ja amerikanischen gegen deutschen Lebensstil abwägen. Riz.zi stammt aus Brooklyn, A.lt aus Wern.igerode. Ich behaupte mal keck, da könnten die Unterschiede begründet sein.
    Ansonsten wird hier sich hier ja schön um deine Fragestellung herumgedrückt (wie z. B. in dem vorhergehenden Beitrag heute von 11.56, dabei braucht S.FB doch gar keine Schützenhilfe ;-)).
  • xek
    @siku: daß sich um meine fragestellungen herumgedrückt wird ist mir bestens bekannt...

    -zu rizzi/alt: ich wollte eigentlich eher darauf hinaus, ob du den - aus meiner sicht - eher "konstrukte" produzierenden alt dem kinderzeichnungen liefernden rizzi vorziehst.

    alt dröselt seine motive schon auf, rizzi malt mit dem selbstverständnis eines kindes. ich würde momentan letzterem den vorzug geben, aber wankelmut ist mein zweiter vorname...

    schwierig fand ich auch den begriff "dekokunst", wenn man's drauf anlegt, könnte man auch aus rizzis unerschütterlichem frohsinn, den er in seine arbeiten steckt, großes sozialbewußtsein ableiten, und damit ein kunstkonzept begründen.
    gibt nix, was man nicht tot- oder hochreden könnte. außerdem, genug massenvervielfältigtes aus der klassischen moderne wird vom markt genauso zur deko gemacht. ich würde der kunst ihren grundsätzlichen "dekogehalt" nicht absprechen wollen, weil er nun mal eben existiert.
  • 2znurg
    RIZZI/ALT: BEIDE machen EDEL-DEKO-KITSCH...
  • Gris 030
    Gris 030
    sprach der festgefahrene, sich manisch wiederholende , arme tropf.
    Signature
  • BFnaitsabeS
    Als ich das erste Mal einen Bildband mit Rizzis Cutouts gesehen habe, war ich hin und weg. Am meisten hatte es mir eine Radlergruppe unter Bäumen im Central Park angetan. Starke Qualitätsschwankungen in seinem Werk. Die neuen Drucke sind wohl nur noch zur Finanzierung von Rizzis Rolls-Royce-Sammlung etnstanden. Das macht die guten Sachen aber nicht ungültig.
  • siku
    @ kex
    Das mit den Kinderzeichnungen sehe ich nicht so: „das kann mein Kind auch“ ist oft ein oberflächlicher Eindruck. Sehen Kinderzeichnungen wirklich so aus wie Rs Arbeiten? Aber das hat mit dem „sich für einen von beiden Künstlern entscheiden zu müssen“ ja wenig zu tun. Du meintest, ich würde mich für A.lt entscheiden? – so kann man sich irren :-). Ich kenne die Arbeiten der beiden Künstler nicht detailliert genug, nach dem was bei google an Motiven zu finden ist, könnte ich keine Präferenz herausarbeiten – wenn ich es überhaupt wollte.

    „Dekokunst“ ist kein etablierter Begriff, er wurde von mir als Krücke zur Verständigung benutzt um möglichst wenig dazu ergänzen zu müssen ;-) – ein ziemlich neutrales Wort ohne großes Potential dabei irgendwen dabei auf die „Füße zu treten“.
    Aber die beiden von dir ausgesuchten Kunstschaffenden werden wohl kaum noch (auch nicht verspätet = nach ihrem Ableben) in den Kunsthimmel gelangen. Ja, man kann vieles „hochreden“, aber es kommt immer auf die Zielgruppe an, welche Kompetenz sie den Beiträgen zubilligt. In unseren Beispielen wird es an Inhalt und Innovation mangeln, man könnte den Werken Oberflächlichkeit attestieren. Diejenigen, die in Rs Arbeiten ein „großes Sozialbewusstsein“ entdecken, müssen wohl erst noch „gebacken“ werden.

    Fast jedes (gelungene) Kunstwerk hat auch ein „Dekogehalt“, dieser beeinträchtigt die Anerkennung der Arbeit grundsätzlich nicht. Bleibt aber das Werk eines Künstlers insgesamt oberflächlich dekorativ, so wird ihm der Ritterschlag zum Kunstwerk verwehrt. Natürlich spielen auch noch etliche andere Faktoren eine Rolle bei der offiziellen Anerkennung von Kunst(bitte frag jetzt nicht welche das sind, ich fange nicht gern immer wieder bei Adam und Eva an :-).

    „Gibt nix, was man nicht tot- oder hochreden könnte“. Dieser Eindruck könnte entstehen, wenn man den Kunstbetrieb oberflächlich betrachtet, deine Aussage stimmt so aber nicht, Grenzen gibt es schon. Zeitgenössische „Objekte“ werden allerdings vielfach erst durch die Interpretation der theoretischen Beiträge „zum Leben erweckt“: Künstler kreiert ein Kunstwerk – und wartet dann bis ein „netter“ Kritiker vorbeischaut und die Arbeit samt Künstler salonfähig macht, das erfreut den betreffenden Kunstschaffenden dann mächtig. Ohne diese sachkompetente theoretische Schützenhilfe würde so man ein zeitgenössischer Künstler recht hilflos wirken – wie ein Fisch ohne Wasser. Mal sehen, wer sich hier jetzt "positiv" angesprochen fühlt? ;-)

    Nachtrag aus gegeben Anlass, die Rückmeldung ist mit unsichtbarer Tinte geschrieben schon angekommen.;-) Der Künstler arbeitet selbstverständlich sein Konzept aus: zitiert, interpretiert, fantasiert - nur wenn der "allgemeine" Rezipient den Wert des Werkes nicht erkennen kann, muss halt der Kritiker aufzeigen, was den Gehalt des Kunstwerkes ausmacht - der Künstler schweigt in diesem Fall vornehm.
  • xek
    @siku:
    muß mich jetzt mal auf die Seite der Kinder stellen, die immer ins Spiel gebracht werden, wenn künstlerische Minderwertigkeit bezeichnet werden will.
    Wenn ich mich recht erinnere, äußerte Picasso, er habe ein Leben lang gebraucht um zu malen wie ein KInd, der hier zitierte Herr Rizzi bemüht sich nach eigenen Aussagen und kindliche Denkweise.
    So mancher sucht nach der großen gelungenen Formenreduktion - Kinder schütteln das aus dem Ärmel- gelungener als jeder Erwachsene sich das je bewußt zurechtlegen könnte.
    Ich würde nicht sagen, daß "ein KInd das auch könnte" sondern daß ein Kind das viel besser könnte. Weil es im Selbstverständnis arbeitet, und weder strikt der Natur hinterherarbeiten , oder zwanghaft von der Natur abweichen muß. Und wenn es Bock auf Gegenstand hat, dann eben Gegenstand, und wenn es Bock auf Klecksen hat, dann eben auch das. Diese Freiheit meines Erachtens haben schon viele Künstler gesucht, auf der ewigen Suche nach der vielzitierten "Spannung" läuft es letztlich auf Lustbefriedigung nach kindlichem Schema hinaus. Ich mach' was weil's Spaß macht, Ergebnis überrascht immer, weil der Willküranteil so groß ist. Je mehr Vorgaben, je größer die Verkrampfung, je kleiner das Ergebnis.
  • Page 3 of 3 [ 53 Posts ]

  • Sign in to respond or to ask a question.

Related topics and pictures