KunstNet uses Cookies. Details.
  • Leinwand Leimen und Grundieren

  • efwe
    efwe
    hallo @parkgallerie- dammarfirnis ist auch nur damm+terp+oil- was ist dadurch schlaechter¿--
    Signature
  • eirelagkrap
    Erstmal nur ganz kurz:(Ich hab grad keine
    Literatur zur Hand)

    Seit Firnis verwendet wird, stellt er die empfindlichste und
    problematischste
    Schicht des Gemäldes dar, während die Ölfarbe selbst eigentlich eine recht stabile Angelegenheit ist.
    Gerade auch Weichharzfirnisse wie z.B.Dammar neigen dazu zu Vergilben, verspröden,
    verblauen,Craquelebildung
    und Krepieren,Dammarfirnisse werden außerdem mit der Zeit feuchtigkeitsempfindlich.
    Wegen ihrer kurzen Haltbarkeit müssen sie in gewissen Abständen abgenommen werden.
    Eine Firnisabnahme ist nicht nur äußerst aufwendig, sie stellt immer eine enorme Belastung für das Bild und die
    Malschicht dar, manches Bild ist verloren, wenn die Firnisabnahme nicht gelingt.
    Das ligt unter anderem daran, daß die Ölfarbe mit den selben Lösungsmitteln löslich ist wie der Firnis, aber auch wenn es gelingt die Farbschicht
    nicht oder nur teilweise abzulösen, nimmt die Farbe durch aufquellen Schaden.
    Es ist allemal einfacher ein ungefirnisstes Ölbild zu reinigen als eine
    ganze Firnisschicht
    abzulösen.
    Deshalb kann auch das Argument, der Firnis würde das Bild schützen, nicht zählen.
    Wozu also sollte man das Zeug auf sein Bild schmieren?
    Folgerichtig wird seit dem 20.Jhdt auch ziemlich generell darauf verzichtet,
    Bilder
    zu firnissen.

    Hier noch ein Link, aus dem ich ein paar Zitate herausgeschrieben habe:

    https://www.chab.ethz.ch/information/publicrelations/publikationen/molmix/mm02/mm02-kunst.pdf

    "Viele alte Gemälde sind aus ästhetischen Gründen und zum
    Schutz mit Dammar oder Mastix überzogen, obwohl diese Naturharze chemisch
    nicht
    sehr stabil sind, leicht oxidiert werden und dadurch schnell vergilben.
    Müssen
    solche Schichten entfernt werden, besteht die Gefahr, dass das Gemälde
    Schaden
    nimmt.
    Angesichts der chemischen und mechanischen Instabilität der Naturharzfilme
    sagte
    allerdings schon der Konservator Heinrich Ludwig im Jahr 1893: "Rissig und
    blind
    werden in relativ kurzer Zeit alle Harzessenzfirnisse."

    "Dammar weist
    zwar bessere optische Eigenschaften auf, bildet jedoch schnell Risse. Mastix
    dagegen verfügt über brauchbarere mechanische Eigenschaften und vergilbt
    dafür
    rasch."

    " Kann der vergilbte Firnis nicht mehr entfernt werden, ist das Gemälde
    ruiniert"


    Klaus
  • eirelagkrap
    aha, dammarfirnis ist also auch auf der roten liste ...
    :D

    was wären wir denn alle ohne unser aller parkgalerie?

    unglaublich, was hier für ein stuss verzapft wird ...


    Argumente oder Entschuldigungen wären (Kunst)nett.

    Klaus
  • Jetzt bei Amazon günstig Kunstbedarf kaufen.- Werbpartner -
  • MKoomer
    Erstmal nur ganz kurz:(Ich hab grad keine
    Literatur zur Hand)

    Seit Firnis verwendet wird, stellt er die empfindlichste und
    problematischste
    Schicht des Gemäldes dar,...
    Klaus


    Ich wollte ja eigentlich nur etwas recherchieren, aber dann ist mir Herr Wegmanns Klugscheisserei doch ziemlich aufgestoßen. Neben Ihrem enormen Kunstverstand - der leider durch die zur Schau getragene Überheblichkeit an Relevanz verliert - scheinen Sie ein beachtliches Gedächtnis zu haben, welches es Ihnen sogar ermöglicht den genauen Wortlaut von 4 Jahre alten Forumsbeiträgen (wenigstens ist dieser von Ihnen) frei wiederzugeben.
    Beachtlich..
    (🔗 )
  • zrehtsnuk
    na ja, so manch einer ist halt ein wandelndes kunstlexikon.
    habe mir kürzlich in dresden wieder einmal die alten gefirnissten rubens-gemälde angesehen, keine spur von gelbstich, wenn man es richtig macht, schützt firnis immer noch am besten.
    ich werde dammarfirnis weiter verwenden, habe gerade heute wieder ein bild damit "ruiniert".
    und da ich auch keine mappenberatung benötige (die akademiezeit liegt weit hinter mir und OHNE irgendeine mappenberatung im vorfeld ;-))), kann ich mir ohne weiteres die ablehnung von unserer aller parkgalerie zuziehen!
    ;-)
  • eirelagkrap

    ...welches es Ihnen sogar ermöglicht den genauen Wortlaut von 4 Jahre alten Forumsbeiträgen (wenigstens ist dieser von Ihnen) frei wiederzugeben.
    Beachtlich..

    Leute gibts.
    Was ist nun ehrenrührig daran, sich selbst zu zitieren?
    Viel Spaß noch bei der Recherche.

    Klaus
  • efwe
    efwe
    hallo-@parkalerie- ich redete nicht von schluss_firnis was ich auch unnoetig finde sondern dammarfirnis als malmittel-

    gruss ef
    Signature
  • eirelagkrap
    hallo-@parkalerie- ich redete nicht von schluss_firnis was ich auch unnoetig finde sondern dammarfirnis als malmittel-

    gruss ef

    Nichts dagegen einzuwenden.
    Ich verwende ihn, allerdings mit Leinölfirnis verkocht
    als Lasurmalmittel.

    Klaus
  • eirelagkrap
    ;-))), kann ich mir ohne weiteres die ablehnung von unserer aller parkgalerie zuziehen!
    ;-)


    Aber nicht doch!
    Du könntest dir höchstens mein Desinteresse zuziehen,
    wenn du auch weiterhin völlig ohne Argumente auskommst.
    Klaus
  • zrehtsnuk

    ...
    Du könntest dir höchstens mein Desinteresse zuziehen,
    ...
    Klaus


    au weia,
    das hat jetzt gesessen!
    heul-wimmer-schluchz!
    ;-)))
  • andi_1432
    ist es eigentlich wichtig den Hautleim vor dem Auftragen auf ca. 50-60 °C zu erhitzen??
  • eirelagkrap
    Hautleim wird in fester Form gehandelt, als Platten, Perlen oder Granulat.
    Man muß ihn in Wasser quellen lassen, bis er weich und gummiartig geworden ist. Dann nuß er erhitzt werden, damit er flüssig und verarbeitbar wird.
    Nicht über 70 Grad C erhitzen, da sonst die Klebewirkung nachlässt.
    Am besten lässt man ihn dann gelieren und trägt ihn mit dem Japanspachtel auf. So verhindert man ein zu starkes Eindringen des Leims in die Leinwand
    und hat eine Kontrolle darüber, ob die Leim -Wasser Mischung die richtige Konsistenz hat.
    Bald verarbeiten. Mit Wasser aufgekocht hält sich der Leim nicht allzu lange. Ca.3 Tage. Dann fängt er an zu faulen.

    Klaus
  • andi_1432
    ich habe den hautleim in perlenform. Habe ihn jetzt mit Wasser vermischt und quellen lassen. Muss ich mit dem erhitzen warten bis sch alle klümpchen aufgelöst haben?? Oder bleibt er in dieser Konsistenz?
    danke
    andi
  • eirelagkrap
    ich habe den hautleim in perlenform. Habe ihn jetzt mit Wasser vermischt und quellen lassen. Muss ich mit dem erhitzen warten bis sch alle klümpchen aufgelöst haben?? Oder bleibt er in dieser Konsistenz?
    danke
    andi


    Nein, sie lösen sich nicht auf.
    Sie werden nur weich. Dauert aber ein paar Stunden.
    Wenn keine festen Einschlüsse mehr drin sind kannst du den Leim erwärmen. Dann lösen sich die Perlen auf.
    Welches Mischungsverhältnis hast du geplant?
  • andi_1432
    auf der leimpackung stand 1 gewichtsteil leim, 4 gewichtsteile wasser. so hab ichs auch gemacht.
  • eirelagkrap
    Ehmmm,
    zum Leinwandleimen brauchst du ca. 40 - 70 Gramm Leim auf 1 Liter Wasser.
    D.h. wenn du ca. 60 Gramm genommen hast hast du jetzt 240 ml Wasser.
    Du must also noch einen 3/4 Liter vor dem Erwärmen zugeben.
    Eher mehr. Ich komme eigentlich immer mit 40 g aus.
    Leim ist ein Naturprodukt. Die benötigte Menge kann recht unterschiedlich ausfallen.

    Klaus
  • Page 2 of 2 [ 36 Posts ]

  • Sign in to respond or to ask a question.

Related topics and pictures