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  • Magie in der Malerei?

  • 2znurg
    MAGGI
  • Maro

    Hat Malerei auch mit Magie zu tun?


    Ja, finde ich schon. Kann, muß aber nicht.



    „In meinen gemalten Bildern finde ich mich und meine inneren Welten wieder.“


    Ja.


    „In der Portraitmalerei werden oft Wesenszüge oder Charaktereigenschaften des Gemalten offensichtlich. (Bei Personen als auch bei Tieren)“


    Weiß nicht. dazu müßte ich ein paar Porträts kennen und auch die abgebildeten Leute. Kann mir aber vorstellen, was Du meinst. Schaut man sich Bilder von einstigen Meistern an, so strahlen die Leute auf diesen etwas ganz bestimmtes aus. Müßte man mal austesten, wie viele gleich empfinden. Also ob eine Person z.B. "gut" oder "böse", lichtvoll oder hinterhältig, schüchtern, selbstbewußt etc. wirkt. (und dann noch mit der Biografie vergleichen)


    „Ich schöpfe Kraft aus der Betrachtung guter Bilder und umgekehrt (Hier bitte keine Namen nennen:-()“


    Auf jeden Fall. Manche Bilder können extrem viel auslösen, wirken fast schon nahezu lebendig, als wäre eine ganz besondere Kraft/Stimmung in ihnen eingefangen. Oder als wenn sie die Macht besitzen, dies in einem selbst auszzulösen.


    „Ich male oft Bilder deren Bedeutung und Zusammenhang ich erst hinterher verstehe (ist manchmal fast wie eine Erleuchtung).“


    Ja, kenne ich auch. Ist ebenso mit geschriebenen Texten. Man schreibt konfuses Zeug, irgendwann versteht man es. Mit Bildern geht das auch, wenn man nicht zu sehr über diese beim malen nachdenkt. Doch selbst wenn, es schleicht sich meist immer etwas ganz persönliches ein.

    Interessant sind in diesem Zusammenhang vielleicht die Ansätze der Kunsttherapie? (obgleich ich mich nur flüchtig damit beschäftigt habe)

    Maro
  • sselemiTmoT Imagination
    Die I-Magie-Nation
    wird ja in der Regel durch Betrachtung eines Kunstwerkes angereizt/aktiviert.

    Ebenso besteht eine Wechselwirkung beim Schaffensprozess.

    Analysiert man magische Praktiken, so ist idR immer ein Kernpunkt die Imagination.

    Die zweit-"höchsten" Magiepraktiken sind "direkte Projektionen", sie sind unmittelbar verknüpft mit der persönlichen Imagination.

    Symbolen spricht man magischen Charakter zu.
    Dies dürfte dann ebenso auf Bilder zutreffen.

    Sie beeinflussen Gefühle, Gedanken, Imagination.

    Eine Frage wäre :
    Was ist Manipulation, was ist Magie...!

    TT
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  • leduN


    Eine Frage wäre :
    Was ist Manipulation, was ist Magie...!




    ... und was Selbstbeschiss?
  • grobeknI


    Eine Frage wäre :
    Was ist Manipulation, was ist Magie...!




    ... und was Selbstbeschiss?


    ... sich für die Reinkarnation von Aleister Crowley zu halten und statt einem Keltischen Kreuz Farbkleckse zu legen. Gackgack.
  • sselemiTmoT das
    will ich aber mal ganz schwer nicht hoffen,
    eine Inkarne von dem schwatten Typen zu sein.
    Aber war klar, dass er Dir ein Begriff...
  • sselemiTmoT @ nudel
    DU!!!...
  • sselemiTmoT um mal einen Ansatz zu geben:
    manipulieren tun viele,
    hier im KN kennen wir ja auch schon einige Figürchen!

    Das Wie und Warum kann uns zumindest Ansätze des Erkennens der dunkel-magischen Seite des Menschen liefern.
    Dies ist leider sein tierischer Drangteil...
    manche "bestehen" scheinbar fast nur daraus.
  • tsizeolos
    manipulieren tun viele,
    hier im KN kennen wir ja auch schon einige Figürchen!

    Das Wie und Warum kann uns zumindest Ansätze des Erkennens der dunkel-magischen Seite des Menschen liefern.
    Dies ist leider sein tierischer Drangteil...
    manche "bestehen" scheinbar fast nur daraus.


    "Er bestand scheinbar und fast nur aus seinem tierischen Drangteil\"
    Tip-Top Anfang für einen magischen Malereiroman.
    Respekt!
  • tsivobretni
    tierischer drangteil g'phallt mir jetze aber.
    :o
  • Revi Oliver
    Revi Oliver


    Eine Frage wäre :
    Was ist Manipulation, was ist Magie...!




    ... und was Selbstbeschiss?



    ja-Selbstbeschiss nenne ich auch die meisten der Bilder hier. Da wird das Hündchen oder das Kind gemalt, weil wir alle wissen, dass das so ungefähr funktioniert. Davon spreche ich mich auch nicht frei. Wer macht denn mal was, von dem er/sie NICHT weiß, ob es funktioniert?
  • tsivobretni
    poem für nudel:

    wo andere schuften
    geh'n wir schaften
    wo andere duften
    thuen wir saften
    wo andere tropfen
    thuen wir spritzen
    und wir thuen stopfen
    ohne zu schwitzen

    andere sind schüchtern
    wir sind voll lüstern
    andere sind sprachlos
    wir sind nur maszlos
    and're thuen ehren
    wir thuen begehren

    es gibt nicht nur eines
    für uns onanisten
    und das un.terscheidet
    uns von den manifestisten

    :)
  • upsite
    upsite
    Wie einfach hier doch alles ist - es gibt "wir" und "die anderen" / "Künstler" und "Möchtegern" und einige hier glauben auch noch, genau zu wissen, wen sie in welche Kategorie schieben können.
    Nur schade, dass durch diese Art der Polarisierung fast jeder Thread bestimmt wird.

    @Artforus: Für mich hat Malerei nicht unbedingt mit Magie zu tun - trotzdem könnte ich Deine Aussagen unterstreichen. Magie ist für mich eher fremdbestimmt - meine Einflüsse kommen aber aus meinem Innern, meiner eigenen Persönlichkeit, meinen Gedanken.
    Die Malerei ist in dem Fall eine Form von Kommunikation - nur manchmal eben unbewußt. Ist das dann schon Magie?
    lg
  • Hardy Wagner
    Hardy Wagner
    @upsite
    Ich denke schon. Ein betrachtetes Bild kann Emotionen, Gefühle, Gedanken auslösen. Das ist für mich die Magie der Bilder.
  • cobolt
    cobolt
    "Magie" ist wieder so n dämlicher Oberbegriff für Dinge, die der Mensch sich nicht anders erklären kann. Wer tatsächlich wissen will, wie die Entstehung oder Wirkung von Arbeiten funktioniert, sollte sich mal mit der Funktion des Gehirns auseinandersetzen. Dazu gibts interessante Dokus. Die Spezialisierung bestimmter Fähigkeiten ist da wunnebar erklärt und nur weil man sich bestimmter Dinge nicht bewußt ist, bedeutet das noch lange nicht, dass sie mittlerweile nicht erklärbar sind. Sensiblen Leuten ist das allerdings nicht empfohlen, denn Desillusionierung ist nichts für Zartbesaitete. Da geht der "Zauber" schnell flöten :)
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  • upsite
    upsite
    Vielleicht sind die "Sensibelchen" aber auch diejenigen, die nichts zulassen können, was sie sich nicht erklären können. Desillusionierung ist dann eine Art Schutz vor dem Unerklärbaren. Es gibt noch sehr vieles, was nicht erklärbar ist, und ob man es dann Zauber, Magie oder Unkenntnis nennt ist doch nur für den wichtig, der den Strohhalm zum umklammern benötigt.
    Magie als Oberbegriff für all die Einflüsse, die beim Malen eines Bildes bestimmend waren, gekoppelt mit den Einflüssen, die beim Betrachten des Bildes entstehen, finde ich schön und akzeptabel. Dies alles nüchtern in seine Einzelaspekte zu zerlegen ist manchmal nötig, aber oft nur kleinkarierte Besserwisserei.
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  • cobolt
    cobolt
    Ich würde Wissenschaft nicht mit kleinkarierter Besserwisserei gleichsetzen. Die Hirnforschung hat da in den letzten Jahren erstaunliche Dinge herausgefunden, zugegeben auch nicht besonders schmeichelhafte Fakten. Mit Sicherheit WOLLEN viele Leute auch gar nicht alles wissen. Das tut ihnen nicht gut. Empfohlen sei z.B. Artikel der Fachzeitschrift SCIENCE (deutsch: Spektrum der Wissenschaft). Im Fernsehen lief ne Zusammenfassung auf dem Info-Kanal.

    "Desillusionierung ist dann eine Art Schutz vor dem Unerklärbaren"
    Für mich eher umgekehrt. Mystik ist evtl. ein Schutzmechansimus des Gehirns vor der Realität. Etwas verstehen, bedeutet auch sich der Realität zu stellen. Nicht auszuschliessen, dass das Gehirn entscheidet, ob es sich diesem Prozess ausliefern oder sich schützen will. Man weiß schließlich, was passiert, wenn sich bestimmte Fragen im Kopp lebenslänglich "im Kreis drehen". Da ist die Erklärung durch einen Oberbegriff wie "Magie" eine Erklärung, die nicht überlastet :)

    Wie dem auch sei: diese Materie lässt einen nicht kalt. Auch ich hatte eins, zwei Tage nötig, die Dokus zu verdauen, denn das Gezeigte ging bis an die Grenzen der Entstehung von Persönlichkeit und Einzigartigkeit. Also jenen Dingen, auf die Leute so viel Wert legen. Danach ist mein Respekt vor dieser Schöpfung der Evolution allerdings eher noch größer geworden. Jedenfalls muss es einem nicht den Spass am Leben nehmen :) Man kann diese Dinge auch für sich nutzen. Is natürlich nicht so verklärt-romantisch, wie "Magie". Die "Magie eines Bildes" ist für mich eine Ausdrucksform der Anerkennung. Um sie zu erkären, ist das Beschäftigen mit der eigenen Entwicklung gekoppelt mit der Wissenschaft durchaus interessant und spannend - für Neugierige.
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  • uzuzab
    -- Mystik ist evtl. ein Schutzmechansimus des Gehirns vor der Realität. Etwas verstehen, bedeutet auch sich der Realität zu stellen. Nicht auszuschliessen, dass das Gehirn entscheidet, ob es sich diesem Prozess ausliefern oder sich schützen will. Man weiß schließlich, was passiert, wenn sich bestimmte Fragen im Kopp lebenslänglich "im Kreis drehen". Da ist die Erklärung durch einen Oberbegriff wie "Magie" eine Erklärung, die nicht überlastet --

    Unterschreibe ich! (Mit kleinen Abstrichen - die ich jedoch hier nicht näher beschreiben will um diesem Flunitrazepamthread nicht die Wirkung zu nehmen)

    mfg
    Bazuzu
  • upsite
    upsite
    So oder so - jedes Ding hat 2 Seiten. Ich stimme Euch zu, wenn es darum geht, dass ein Begriff wie Magie nur ein Oberbegriff sein kann. Nicht für das Unerklärbare, sondern für die Summe manigfaltiger Wahrnehmungen.
    Ich arbeite mit Menschen mit Demenz und kann nur sagen: wer behauptet, das menschliche Gehirn sei gründlich erforscht und verstanden, der irrt gewaltig. Ich persönlich benötige keine Oberbegriffe wie Magie als Schutz - aber ich schließe auch nicht aus, dass es andere als die uns bekannten Sinne gibt. Und ist es nicht letztlich einfach eine Frage der Definition?
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    @cobolt: "Ich würde Wissenschaft nicht mit kleinkarierter Besserwisserei gleichsetzen." TOP - ich auch nicht! Bezog sich mehr auf Pseudowissenschaftler :)
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