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  • Wieder mal Schichtenmalerei

  • ortuen Wieder mal Schichtenmalerei
    Hallo,
    habe mir hier mal alle vorausgegangenen Beiträge zur Schichtenmalerei durchgelesen.War auch viel hilfreiches dabei.Hier noch ein paar Unklarheiten:

    Kann ich durch alleiniges Zusetzen von Dammarfirnis eine ausreichend magere Untermalung schaffen,da ich keine "flüssige Farbe" (Terpentin)in der ersten Schicht brauche und der Dammarfirnis die Farbe etwas besser zusammenhält.

    Zur Lasurtechnik:Bei den schnelltrocknenden Malmitteln trocknet mir doch auch die Farbe schneller(logisch,haha).Wenn dann die unteren Schichten noch nicht vollständig trocken oder ausreichend mager sind,kommt es doch ebenfalls zu den Rissen,da die untere ja noch "arbeitet".Sind dann etwa die schnelltrocknenden Mittelchen auch eher fett?(Verstehe da die Chemie nicht so ganz).Ich arbeite momentan in allen Schichten mit den reinen Tubenfarben ,setze höchstens Medium N von Schmincke ein-dies aber auch in allen Schichten.Gab bisher nie Probleme,jdoch möchte ich jetzt etwas mehr auf Lasuren umsteigen.Gibt es jemanden,der mir genau sagen kann,mit welchen schnelltrocknenden Malmitteln man wie lasieren kann,wenn die erste Schicht reine Tubenfarbe ist oder einen Dammarzusatz hat?
  • martinicio
    martinicio
    "Kann ich durch alleiniges Zusetzen von Dammarfirnis eine ausreichend magere Untermalung schaffen,da ich keine "flüssige Farbe" (Terpentin)in der ersten Schicht brauche und der Dammarfirnis die Farbe etwas besser zusammenhält."

    Besser ist immer eine Temperauntermalung

    in Trennung von Form und Farbe

    1. Entwicklung einer Schattenform mit Eitempera, z.B. Siena, Ultramarin oder Schwarz.
    2. Dann erfolgt ein erster dünner, durchscheinender Überzug, die Lasur, aus magerer Harzölfarbe zur Entwicklung eines sogenannten Mitteltones und Gesamttones (Imprimitur).
    Diese Gesamtton bestimmt den späteren Bildcharakter, ob kalt oder warm, gedämpft oder dunkel, etc. Der Mittelton, der zwischen dem dunkelsten und dem hellsten Ton des Bildes liegt . Es handelt sich oft um eine Erdfarbe, Ocker, oder eine grüne Erdfarbe.
    3. Dann folgt die Entwicklung der Form durch das Licht, die sogenannte Weißhöhung. Mit weißer Tempera wird das Licht gemalt, es entsteht die Plastizität und Dreidimensionalität des Bildes. Dieser Wechsel von Lasur und Weißhöhung erlaubt ein behutsames Entwickeln des Bildes und ermöglicht viele Korrekturschichten. Dadurch erhält das Gemälde Tiefe und Lebendigkeit gemalt werden. Der Abschluss dieser technischen Seite des Bildes wird auch Grisaille genannt, bis zu diesem Punkt hat das Bild im wesentlichen erst Ocker, Schwarz und Weiß als Farben.
    4. Jetzt erfolgt die tatsächliche Farbgebung durch Farblasuren in Öl-oder Öl-Harz-Farbe in zum Teil mehreren Schichten und Lagen bis zur Vollendung des Bildes. Zunächst wird mit Leinöl oder Dammar ein Firnis aufgetragen (der sogenannte Zwischenfirnis), der in 4-5 Tagen durchtrocknet. Danach werden die einzelnen Formpartien mit der gewünschten Farbe lasiert (Lokalfarbe). Die Lokalfarben können durch mehrfachen lasierenden Auftrag von Schichten, die jedesmal trocknen müssen, vertieft werden. Die Untermalung soll immer durchscheinen, es darf also nicht oder nur sehr vorsichtig mit Körperfarbe, d.h. mit Weiß vermischter Farbe, gemalt werden. Schließlich können die Licht- und Schattenformen noch durch Spitzen vertieft und damit das Bild vollendet werden. Maltechnisch gesehen ist die Farbgebung der einfachere Malvorgang. Grundsätzlich gilt, dass die Farbgebung umso leichter und müheloser gelingt je kräftiger und vollkommener die Untermalung ist.
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  • ortuen Thanks,sehr ausführlich;-)
    nur komme ich mit meiner Frage noch nicht weiter,ob ich über eine bereits vorhandene Schicht reiner Ölfarbe (oder mit Dammarfirnis versetzt)noch lasieren kann-und mit welchen Malmitteln.Die Sache mit der Eitempera ist leider nicht ganz meine Welt.Ich arbeite von Anfang an sehr nah< an den Originalfarben(von dunkel nach hell),eher weniger mit momochromen Untergründen,da mir diese vorgehensweise nicht schnell genug erscheint.bin ein sehr ungeduldiger Arbeiter(haha).Weißt du,wie das mit den trocknungsverzögernden Malmitteln funktioniert? Sind diese dann fetter?
    Vielen lieben Dank jedenfalls!
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  • martinicio
    martinicio
    den trocknungsverzögernden Malmitteln funktioniert? Sind diese dann fetter?
    Vielen lieben Dank jedenfalls!


    Der trocknungsverzögerer von schmincke z.B. hat einen recht hohen Öl- und Harzanteil und ist dadurch relativ fett, ist eher für die nass in nass und alla prima malerei geeignet.

    Besser für Untermalungen ist z. B. das Medium 1 von Schmincke und zum lasieren gibt es ein spezielles Lasurmedium.

    Ausprobieren!
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