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  • Darf ein Maler im nachhinein eine Kopie eines seiner verkauften Bilder anfertigen und ebenfall zum Verkauf anbieten?

  • newpuschel Darf ein Maler im nachhinein eine Kopie eines seiner verkauften Bilder anfertigen und ebenfall zum Verkauf anbieten?
    Brisant, denn der Käufer war ebenfalls das Modell und wollte dieses einzigartige Bild von sich nur für sich. Nun hängt die Kopie schon in einer Galerie zurm Verkauf. Hat das Modell/Käufer da irgendwelchen Rechte? Wer kennt sich damit aus?
  • Constantin
    Constantin
    @puschel, frag mal besser hier: http://www.recht.de/
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  • Mausopardia
    Mausopardia
    redest du jetzt von deinem werk und idee, welches du verkauft hast? in diesem fall, würde ich nicht nach rechten gucken, sondern meine kunden wären es mir wert...solche dinge freiwillig NICHT zu machen!
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  • orellireug
    es gibt das "recht am eigenen bild" .. auf dieser grundlage wird der anwalt des vertrauens nen netten brief an den künstler verfassen und ggf. ne einstweilige verfügung anstrengen, damit das fragliche werk vorerst aus dem verkehr gezogen wird, danach heisst es die sache ggf. vor gericht auszudiskutieren, die chancen für den kunden sehe ich da als relativ hoch an.

    man könnte auch persönlich und in ruhigem ton auf den galeriebetreiber zugehen und ihn auf die umstände hinweisen, ein seriöser galerist macht sowas glaub ich nicht vorsätzlich.
  • madame specht
    madame specht
    es hängt auch davon ab, wie die vertragliche situation ist und ob das ursprungswerk ein auftrag des ersten kunden war. hast du dem kunden zugesichert, dass es ein unikat ist, würde ich die kopie ganz schnell aus dem verkehrt ziehen.
    zeichnet und malt man nach modell, das man dafür eventuell sogar bezahlt, kann man aber die arbeiten ohne weitere nachfrage auf den kunstmarkt werfen ...

    ps. das recht am eigenen bild wird in der regel durch finanzielle abgeltung aufgehoben.
    es gelten für kunstwerke andere masstäbe als für fotos oder filmaufnahmen.
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  • orellireug
    @frau-specht .. nach der ausgangslage sieht es aber erstmal so aus, dass der ursprung ein auftragsportrait war .. kunde sitzt modell oder lässt von sich eine vorlage knipsen und lässt sich danach malen .. sein einverständnis mit einer vervielfältigung wird er nicht gegeben haben, sonst wär es jetzt ja kein problem.

    nach den fakten im eingangsposting ist die sachlage eigentlich klar .. obwohl es mir auch etwas seltsam erscheint wie man überhaupt auf das schmale brett kommt eine auftragsarbeit die auch noch den auftraggeber darstellt als kopie weiter zu verkaufen.
  • madame specht
    madame specht
    ja guerillo, stimmt!
    hab ich wohl schlampig gelesen ... ;-)
    dachte ursprünglich, es wäre keine extra auftragsarbeit, sondern eine arbeit nach dem motto: ich will dich malen, du hast eine interessante visage -
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  • newpuschel
    Nein, Moni, ich bin nicht der Maler. Ich bin das Modell und habe viel Geld für das Bild bezahlt. Der Maler ist eigentlich ein guter Freund von mir, trotzdem - Geschäft ist Geschäft und..., und er hat mir nichts von der Kopie erzählt, die nun nach einem Jahr in einer Galerie hängt, was für mich also in zweierlei Hinsicht heikel und enttäuschend ist.
  • newpuschel
    Ach, noch eine Info zu meinem Problem, ich bin ganz klar zu erkennen(Halbkörperprorträt, kein Akt), Name des Bildes: mein Vorname.
  • Annett
    ... Der Maler ist eigentlich ein guter Freund von mir ...


    Tja, wohl doch nicht so gut.
    In diesem Falle würde ich ihm, von Freund zu Freund, bitten, dass Bild aus dem Verkehr zu ziehen, sonst könnte es der Freundschaft einen großen Knick verpassen. Frag ihn, was ihm wichtiger ist.
    Traurig ist das...
  • madame specht
    madame specht
    ist ja ganz unverständlich, dass der nicht mal gefragt hat, der malerfreund!
    würde ich mir aber zur brust nehmen, den knaben ...
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  • kiluga
    kiluga
    Ach, noch eine Info zu meinem Problem, ich bin ganz klar zu erkennen(Halbkörperprorträt, kein Akt), Name des Bildes: mein Vorname.


    nein darf er nicht freund hin oder her.. ohne deine einwilligung darf er dich noch nicht mal malen bzw veröffentlichen...

    auch nicht dann wenn du es in auftrag gibst für dich selbst..
    das heißt nicht automatisch das er dich nochmals malen darf ..

    zu 99% kenne ich meine köppe oder menschen die ich male und alle werden gefragt..wenn nicht werde ich es vermeiden das sie sich wiedererkennen.. ..
  • Andreas Kwasniak
    Andreas Kwasniak
    Hi,

    hier die hochamtliche Version:

    🔗


    Man kann wirklich jedem Illustrator, Maler, Fotograf,... nur empfehlen immer einen Auftragsblock in greifbarer Nähe zu haben, nebst einem Quittungsblock für das (bezahlte) Modell. ;)
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  • etirovaFynnoJ
    Brisant, denn der Käufer war ebenfalls das Modell und wollte dieses einzigartige Bild von sich nur für sich. Nun hängt die Kopie schon in einer Galerie zurm Verkauf. Hat das Modell/Käufer da irgendwelchen Rechte? Wer kennt sich damit aus?


    Als geistiger Urheber dieses seines Bildes darf der Maler selbstverständich eine Kopie desselben, ob als Poster, Karte, Kalender oder weiß´der Geier sonst - verkaufen.

    Es sei denn, es gab darüber - am besten natürlich in schriftform - ganz klare Absprachen, dass er dieses Recht an den Auftraggeber mit Verkauf mitveräußert, was ich, mit Verlaub, in diesem Falle hier nicht glaube.

    Dass eine Kopie von einem Galeristen ausgestellt wird, kommt mir eher unwahrscheinlich vor.

    Nur meine Meinung

    Grüße
  • Robert Wolter
    Robert Wolter
    Ich bin das Modell und habe viel Geld für das Bild bezahlt. Der Maler ist eigentlich ein guter Freund von mir, trotzdem - Geschäft ist Geschäft und..., und er hat mir nichts von der Kopie erzählt, die nun nach einem Jahr in einer Galerie hängt, was für mich also in zweierlei Hinsicht heikel und enttäuschend ist.


    Jetzt mal ganz im Ernsthaft: Hast du dich nicht sofort mit dem "Malerfreund" und dem Galeristen in Verbindung gesetzt und die Beseitigung der Kopie verlangt? Das Ganze erscheint mir äußerst unglaubwürdig.
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  • newpuschel
    Danke Andreas und den anderen, die mir etwas Klarheit verschafft haben. Die Gesetzeslage ist da wohl eindeutig, nun muss ich das nur durchsetzen.
  • Andreas Kwasniak
    Andreas Kwasniak
    Wünsche Dir viel Erfolg newpuschel. So wie es aussieht hast Du ja bald ein zweites Bild von Dir zum Selbstkostenpreis.
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  • neapelgelb
    neapelgelb
    Ich finde, ein Maler kann seine eigenen Bilder sooft kopieren wie er mag.
    Ob er 'darf', ist wirklich eine irre Betrachtung. Selbst eine 'Kopie' eines seiner Bilder wäre nicht 'gleich' dem Original. Dann auch noch mit dem Argument 'Geschäft ist Geschäft' seine Verständnisslosigkeit zu dokumentieren, zeugt auf passende Weise vom Zeitgeist. Der Maler muss auch nicht von seinen Absichten erzählen, eine Kopie seiner eigenen Werke anzufertigen. Es reicht, wenn er sie malt.
    In der Kunstgeschichte gibts doch genügend Beispiele die berichten, daß Maler ihre eigenen Werke nicht nur einmal hergestellt haben.

    Meiner Meinung nach ist das Ansinnen, dem Maler verbieten zu wollen, was er malen darf, grotesk. Unser Grundgesetz, den genauen Wortlaut kenne ich nicht, sagt doch, daß die Künste frei sind ? Oder etwa nicht? Oder, handelt es sich im Falle des Bildes in Wirklichkeit nicht um ein Objekt, das unter künstlerischen Gesichtspunkten gar kein Kunstwerk ist? Dann, ja dann könntet ihr Eure Konversation natürlich vor Gericht fortsetzen.


    Gruß Ingo
  • Andreas Kwasniak
    Andreas Kwasniak
    Hallo Ingo, es geht hier ja um eine Auftragsarbeit. Eine Kundin gibt dem Portraitmaler den Auftrag von ihr ein! Portrait anzufertigen.

    Jemand der sich in seinem Auftrag portraitieren lässt ist nach meinem Verständnis übrigens auch kein Modell.
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  • malsupilahmi
    malsupilahmi
    Hallo Ingo,

    es scheint, als hättest Du den Thread nur überflogen. Es geht hier keinesfalls darum, ein generelles Kopierverbot eigener Werke durchzusetzen (Zitat: Meiner Meinung nach ist das Ansinnen, dem Maler verbieten zu wollen, was er malen darf, grotesk. Unser Grundgesetz, den genauen Wortlaut kenne ich nicht, sagt doch, daß die Künste frei sind ? Oder etwa nicht?)
    Es gibt auch noch andere Gesetze die eingehalten werden müssen. Jeder Mensch hat das Recht am eigenen Bild, sehr bekannte Personen haben nur ein eingeschränktes Recht. Aber als Normalsterblicher kannst Du Dich dagegen verwahren abgebildet zu werden. D.H das mindeste ist nach dem Einverständniss zu fragen.

    @newpuschel Ich an Deiner Stelle würde das aber auch ersteinmal in einem freundlichen Gespräch klären und nicht gleich mit der Rechtskeule daherkommen (Ist bestimmt Unwissen, bzw. bestimmt hat Dein Freund das Einverständnis vorausgesetzt) Habt Ihr über den Kauf eigentlich einen Vertrag abgeschlossen, vielleicht steht dort etwas drin, dass der Künstler angefertigte Skizzen, Studien etc. weiterverkaufen darf)

    @andreas Das zweite Bild zum Selbstkostenpreis? Wie kommst Du auf das schmale Brett? Der Maler hätte sein Model vor der Veröffentlichung fragen müssen. (Bzw. beide sind ja etwas naiv und haben diesen Punkt nicht abgeklärt.) Nur darum ist das Bild aber nicht plötzlich nur zum Selbstkostenpreis zu haben.

    Nachtrag
    Huch anscheinend schon oder Gefängnis.

    in dem Fall müsste der Maler nachweisen, dass die Verbreitung einem höheren Interesse der Kunst dient.
    Vielleicht ist es aber auch im Falle der Freundschaft schwierig nachzuweisen, dass man nicht gefragt worden ist.

    Ich hoffe, die Freunde können sich einigen und für alle Anderen sollte hier festgahalten sein, dass man sich mit der erkennbaren Wiedergabe von Personen strafbar machen kann.
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