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  • Darf ein Maler im nachhinein eine Kopie eines seiner verkauften Bilder anfertigen und ebenfall zum Verkauf anbieten?

  • neapelgelb
    neapelgelb
    hallo zusammen

    es könnte auch sein, daß das Modell den Maler stark inspiriert hatte. Der Maler entdeckte vielleicht, daß ihm ein derartiges Portrait zuvor nie so gut gelang.
    Vielleicht wollte er herausfinden, ob er sich noch einmal in diesen Prozess des erfogreichen Malens hineinversetzen kann? Es könnte tatsächlich so sein, daß Puschel einfach mit zu einer sehr guten Atmosphäre beigetragen hat, die den Maler in eine aussergewöhnlich gute, künstlerich inspirierende Lage versetzen konnte. Das hat dann hernach dazu geführt, vielleicht, daß er diese Situation noch einmal herstellen wollte und dazu hat er sich an das Bild erinnert und es nocheinmal gemalt? Möglicherweise steckt hinter dem 'Streit' ein ganz banaler Anlass, der sich nicht an etwas entfesselt hat, was mittels eines Rechtsstreites aufgeklärt werden kann?

    Naja. viel Glück auf allen Seiten.


    Gruß Ingo
  • nroK
    Armer Maler, der sich mit dem eigenen Werk nochmals beschäftigen muß, anstatt was Neues zu schaffen.
  • newpuschel
    Hier spricht noch einmal das "Opfer". Tja, mein Malerfreund kann meine Reaktion und mein Unverständnis gegenüber dem zweiten Bild von mir, was immer noch in der Galerie hängt, nicht verstehen. Begründet das mit künstlerischer Freiheit, etc. Die Freundschaft, die wohl doch keine war, ist in einem unüberwindbarem Sreit geendet. Er hat sie mir regelrecht vor die Füsse geworfen. Um noch eins obendrauf zu setzen, das 2. Bild in der Galerie soll doppelt soviel kosten, wie meins. Er meint, das wäre ein Freundschaftspreis gewesen und nun denkt er darüber nach, ob ich nicht doch die volle Summe zahlen sollte, denn falls er berühmt wird, dann hätte ich ja auf jeden Fall ein Schnäppchen gemacht. Ich hoffe, Hochmut kommt vor dem Fall.
    Ich werde rein rechtlich wohl doch nichts machen, wei ich einfach zu enttäuscht bin und nichts mehr davon hören will, so oder so nicht. (Mein Bild bleibt trotzdem an seinem Platz!)
    Womit ich aber nicht euch alle meine, die mir wertvolle Denkanstösse gegeben haben.
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  • osrU
    ich würd dem herrn gewaltig ins popöchen treten...rechtlich versteht sich...

    jetzt erst recht...
  • Annett
    Sehe ich genauso. Wenn die Enttäuschung nicht mehr die Oberhand hat, dann solltst Du aber einen gewaltigen Tritt verpassen, das die Erde bebt...so von Exfreund zu Exfreund ;-)
  • inim
    so dann habe ich noch eine frage... hast du das schriftlich ??

    denn alles was mündlich ist zählt zwar auch...aber.. du musst es bei gericht beweisen... und das ist dann natürlich auch sehr schwierig

    denn recht ist nicht gleich recht...

    und es kostet für dich natürlich auch eine menge geld.. und ist das dir denn das wert...
    leider ist das so, wie ich beschrieben habe...

    persönlich meine ich, ist das natürlich eine frechheit.. stelle ihn zur rede...

    gruss mini
  • Annett
    Egal ob schriftlich oder nicht, wenn das Modell eindeutig auf dem Bild zu erkennen ist, ist das "schriftlich" genug ;-)) Da muss der Maler beweisen, dass er das Einverständnis des Modells hat.
  • etirovaFynnoJ
    ...ich hätte mich an Deiner Stelle gefreut, als Muse gedient zu haben und in einer Galerie zu "hängen".

    Warum ärgerst Du Dich so?

    Verstehe ich nicht.

    Dass sich eine Person auf einem Bild erkennt reicht nicht als "schriftlich" meiner meinung nach, man kann in vielen Bildern zu Ähnlichkeiten zu Personen sehen, die ungewollt sind.

    Ansonsten wie C. schon schrieb - Das grenzt an Rechtsberatungsangelegenheiten, dafür gibt es Anwälte - schon aus Wettbewerbsgründen, darf Dir hier niemand eien Rat geben.

    lg
  • Annett
    Wettbewerbsgründen? Inwiefern stehen wir mit RA im Wettbewerb? Hä
    Ich denke, es ist dem Frager sehr wohl bewußt, dass unsere Aussagen, Tipps oder Meinungen nicht die absolute Rechtsprechung ist. Das hier ist ein Kunstforum.

    Sachen gibt´s *kopfschüttel*
  • Robert Wolter
    Robert Wolter

    Ansonsten wie C. schon schrieb - Das grenzt an Rechtsangelegeneheiten, dafür gibt es Anwälte - schon aus Wettbewerbsgründen, darf Dir hier niemend auch nur eine Empfehlung geben.


    Man sollte aus formaljuristischen Gründen seine Empfehlung als persönliche Meinungsäußerung kenntlich machen, damit man nicht in Abmahnwahnfallen tritt. Seine Empfehlung darf aber jeder Privatmensch geben, denn schließlich herrscht in diesem Staat (noch) grundgesetzlich garantierte Meinungsfreiheit.
    Signature
  • newpuschel
    Ja, ich weiß schon, Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei. Ich habe das auch schon erlebt, das der Richter mehr nach Gefühl und Tagesform entschieden hat, statt knallhart nach Gesetz. Da gibt es immer Spielraum.
    Das schreckt mich natürlich ab, obwohl ich mir ziemlich sicher bin, das die Verhaltensweise meines "Malers" nicht rechtens war. Sonst könnte er mit mir darüber ja auch reden, dies lehnt er aber nun völlig ab.
    Und das das Bild nicht nur Ähnlichkeit mit mir hat ist unschwer zu erkennen. Es wurde auch mein Vorname im Bild verarbeitet und das Bild heißt auch so (das habe ich schriftlich, Ausstellungsflyer+Preise)
    Warum ärgere ich mich so? Tja, vielleicht bekommt mein Bild noch mehr "Nachwuchs", wenn es für den Maler gut läuft, und es sich gut verkaufen läßt, was ich aber nicht glaube. Obwohl, er ist fest davon überzeugt bald sehr berühmt zu werden und dann hätte ich ja ein Schnäppchen gemacht, so seine Meinung dazu.
    Mal anders herum - wenn sich ein Käufer für das 2. Bild finden sollte und der 2000€ dafür bezahlt und er später feststellen muss, das er nicht der einzige ist, der solch ein Bild besitzt. Wie fühlt der sich wohl? Ist das nicht Betrug?
  • etirovaFynnoJ
    @ netty un Co.:

    Wer auch immer mir hier einen Red Point verpasst hat, hat nicht das Geringste verstanden.

    RoWo hat völlig recht, man sollte bei solchen Diskussionen es immer als seine persönliche Meinung geltend machen, da man ansonsten das Wettbewerbsrecht/Rechtsberatung eines jeden Anwaltes verletzt und das kann bei einer Abmahnung (schlimmer noch bei einer Wettbewerbsklage) sehr teuer werden. Das meinte ich ja auch RoWo :)

    Und newpuschel, ich bin der Meinung, dass Du im Vorfeld ganz klar hättest machen müssen, was mit Dir als Bild-Motiv passieren soll. Darüber hättet ihr Euch verständigen müssen. Es gibt echt weitaus gröbere Probleme, als deines mit Deinem Malerfreund, Sorry.

    mfg
  • Annett
    Jonny, nun mal aber langsam, ich habe keinen roten Punkt verteilt. Warum auch.
    Unterlasse das bitte mich mit anderen in einen Topf zu werfen.

    newpuschel, wenn Du Dich nicht von einem Anwalt beraten lässt, wirst Du es nie herausfinden, wie der Richter entscheidet. Wenn Du es dabei belassen willst, ist es Deine Sache. Von einer Freundschaft kann ich hier nichts mehr lesen. Und Ruhm...naja, träumen darf man ja noch *g*
  • kceit
    ...statt knallhart nach Gesetz...
    vielleicht bekommt mein Bild...


    - da sind zwei unstimmigkeiten:

    -> knallhart nach gesetz...dies ist heute auslegungssache(nicht tagesform und gefühl), d. h. es gibt musterprozesse usw., wenn nicht wird meistens einer geführt...da musste dich erstmal kundig machen...

    -> mein bild...es ist nicht dein bild und es kann sein, dass du, wenn du modell gestanden hast, kein recht am bild hast, du hast es damit sozus. stillschweigend abgetreten...da müsste man recherchieren...

    ...und zu allerletzt eine frage in die runde: wären unter solchen hier diskutierten bedingungen zille oder toulouse-lautrec usw. überhaupt möglich gewesen, wie sieht es denn mit der schöpfungshöhe des bildnisses aus, ist es solch aufhebens überhaupt wert...ist es nicht schön, ein bildnis zu malen...oder gehts hier wieder ums ersehnte big money...
  • etirovaFynnoJ
    tieck: Stimme ich voll und ganz zu.
  • kceit
    ...
    Mal anders herum - wenn sich ein Käufer für das 2. Bild finden sollte und der 2000€ dafür bezahlt und er später feststellen muss, das er nicht der einzige ist, der solch ein Bild besitzt. Wie fühlt der sich wohl? Ist das nicht Betrug?


    - nein, das ist kein betrug...
  • Andreas Kwasniak
    Andreas Kwasniak
    tieck, Jonny, habt Ihr nachfolgenden Inhalt gelesen und verstanden?

    🔗

    Der Portraitmaler ist ja wohl in der Pflicht nachzuweisen dass er das Recht erhalten hat beliebig viele Duplikate anzufertigen. Und nicht nur etwa, wie üblich, das eine zu malen, wie bestellt, für die Wohnstube der Auftrageberin.

    Manchmal muss man sich hier wirklich wundern.
    Signature
  • etirovaFynnoJ
    Habe ich gelesen und verstanden, jedoch kann ALLES von einem anderen Standpunkt aus betrachtet werden und ALLES kann ganz anders sich entscheiden oder entwickeln oder ausgelegt werden. Es kommt hierbei wesentlich auf die Umstände, die Anwälte usw. an.

    Man war hier bei dem Vorgang nicht selbst dabei und behauptet werden kann immer viel.

    Es bleibt bei Puschel, nachzuweisen, dass er mit einer Verarbeitung seiner Person NICHT einverstanden war, was ich, wie ich schon weiter oben schrieb, anzweifele.

    Ich male selbst Porträts und lasse mich von Personen, die ich kenne, dazu inspirieren - ohne schriftliche Einwilligung - wo bliebe da noch die Kunst??? Bis jetzt gab es keine Klagen. Bei einer Ausstellung der Bilder hole ich mir das OK ein. Aber nachzuweisen, dass es tatsächlich sich um diese genaue Person handelt, würde im Nachhinein für dieselben schwierig werden, da bin ich mir sicher.

    Sollte also der hier kritisierte Maler nunmehr im Nachhinein behaupten, es handelt sich nicht um newpuschel, sondern eine fiktive Person mit Ähnlichkeit, wird es für newpuschel schwierig.

    So etwas sollte man dann im Vorfeld wirklich schriftlich abklären.

    Von Deiner Warte als Profi-Modell gesehen ist es sicher noch etwas anders.
  • kceit
    - @andreas - habsch gelesen, es ist auch so...
    - allerdings kann man einem modell(also jemand der bewußt modell steht) unterstellen, dass es weiß worauf es sich einlässt, wenn es modell steht...das heißt, das verwertungsrecht der angefertigten arbeiten ist dem anfertiger stillschweigend übertragen, vor allem, wenn es honorar gab... so isses...und so wird sowas vor gericht ausgetragen...und da hat das modell schlechte chancen außer es hat...
    - unter zeugen oder schriftlich mit dem anfertiger vereinbart, dass das werk welches angefertigt wird/wurde sofort verwertungsrechtlich ihm gehört, also der anfertiger seine rechte abtritt...
    - denn es ist ja sinn und zweck der modellsteherei und allgemein üblich, dass bilder die selbiges darstellen angefertigt werden und ausgestellt werden...dies muss ja erstmal unterstellt werden, wenn modellsteherei stattfindet...und deshalb hat auch das modell eine bringepflicht, wenn es ausdrücklich verbieten will, dass bild/studie verwertet werden...es muss den künstler darauf hinweisen...
    - und wie es ausgeht, ist wie gesagt auslegungssache...hat das modell nachweisbar mit dem künstler ausgemacht, dass es das verwertungsrecht nicht abtritt, so hat es gute wiederum chancen...

    - und zum zweiten, was soll daran betrug sein wenn ein künstler von einem bild ein zweites macht und verkauft, es ist erst dann betrug, wenn er vorm käufer behauptet, das es einzigartig wäre oder so...
  • tsizeolos
    Laberrababer,
    wenn newpuschel das richtig darstellt dann war das ne Auftragsarbeit und damit hat sich's ausgepuschelt...
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