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  • Identität von KREX

  • Aziz Identität von KREX
    Hallo KREX´ler,

    ;-)

    was ich noch nicht ganz erfassen konnte, ist die Identität unserer Künstlergruppe KREX. Die Fragen beschäftigen mich bzgl.:
    - Was wollen wir (kritisieren) - also Identität oder Ideologie der Gruppe?
    - Wie wollen wir das (Stil)?
    - Welche Themen behandeln wir?

    Würdet Ihr den Mut und das Selbstbewußtsein aufbringen, der Gesellschaft, Politikern, Staat oder eines Systems gegenüber kritisch zu sein?

    Ich werde das auf jeden Fall tun - denn das nenne ich dann die eigentliche (Rede-)Freiheit.

    Wie denkt Ihr darüber?

    Aziz
  • 1znurGam
    Du hast recht.
    Vor vielen vielen Jahren - in grauer Vorzeit - hat meine damalige Künstlergruppe in langwieriger, äußerst gruppendynamischer Arbeit sich ein "Manifest" erarbeitet. Bis dahin läge wohl noch ein weiter und steiniger Weg vor uns. Aber, wie soso zu sagen pflegt: Der Weg ist das Ziel.

    Ich werde Constantin bitten die Diskussion nach Krex-virtuell zu verschieben, da es sich ja hier nicht direkt um ein künstlerisches Projekt, sondern um eine Selbstdiskussions- und -findungskiste handelt.
  • flow_thgin
    An Streitbarkeit gegenüber Politik und Staat soll es nicht mangeln, die besitze ich sozusagen von "Natur" aus. Wenn man sich für die Gleichberechtigung Homosexueller einsetzt und mit einem Info-Stand auf jedem großen Festival unterwegs ist, dann hat man immer offene Augen und Ohren gegenüber Mißständen.

    night wolf
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  • nilrebxerk
    Virtuallität kann ruhig konstitutives Merkmal unserer "Identität" sein und damit auch ein mögliches Thema! Wie sich das in der eigenen Interpretation niederschlägt ist etwas anderes...

    Wir sollten vorerst nicht versuchen zu viel an gemeinsamer Identität zu konstruieren. Das soll nicht negativ sondern ganz im Gegenteil positiv klingen. Eine wie auch immer beschaffene Identität wird so oder so wachsen und ich glaube einige merken auch jetzt schon, was im Gange ist, ohne dass man das jetzt im Sinne eines Manifests... ja, was eben ... manifestieren (im eigentlichen Sinne des Wortes) müsste.
  • nilrebxerk
    KREX lebt?!
  • stanko
    stanko
    Mir gefällt dieser offene Schwebezustand, ohne Definition und konkrete Ansicht. Ist interessant und ausbaufähig, auch wenn ich nicht sagen kann wohin.

    Aber gelebte Paradoxie ist vielleicht ein Thema...
    Signature
  • osoS
    Mir ist diesem 'Schwebezustand' komme ICH besser klar, als mit einem Dogma, in das ich nicht zu passen scheine...

    ... eher konstruktiv

    Soso
  • 1znurGam
    Dennoch !
    Zu sagen was man eigentlich will (von mir aus auch, was man nicht will - ist vielleicht einfacher)- wenn es einem in der Praxis auch nicht immer gelingen mag- (das Machen wie auch das Sagen gleichermaßen), halte ich für interessant.
    Ich vermute einfach mal:
    Stanko will heilen
    Aziz die Welt mit der Nase auf die herannahende Apokalypse stoßen
    Soso den Individualismus kultivieren, die Breite seines Werkes entfalten und auch mal was verkaufen
    maGrunz Kritik und Betroffenheitheit äußern, erzielen, provozieren
    Martin experimentieren
    Nightwolf ist für alles offen ...

    Wo liege ich wenig richtig ?
  • nilrebxerk
    Bei Stanko vielleicht...

    Und vielleicht bei krexberlin: Experimentieren, darunter verstehe ich bestimmt etwas anderes. Ich will machen.

    Ansonsten eine gewagte, aber dennoch schöne (nicht mehr, nicht weniger) Einschätzung.

    NOCH FÜNF TAGE BIS ZUM EINSENDESCHLUSS DER SELBSTPORTRÄTS.
  • osoS dem BauRe: Identität von KREX
    Möööööp

    Also früher stand neben den Klasenarbeiten immer 'z.T.', was soviel hieß wie: Ja, da ist was dran aber dennoch ist es falsch.

    Individualität kultivieren, ja, dieser Punkt stimmt. Sofern es im Sinne: Sei du selbst - oder - verwirkliche dich selbst - gemeint ist. Im Prinzip bin ich der Meinung das zwischen der Frage 'Wo komme ich her' und 'Wo gehe ich hin' eine Nische besteht, in der jedere mit seinen ganz persönlichen Ausprägungen und Schrulligkeiten einen Platz finden kann. So gesehen 75% würde ich sagen.

    ...Werke verbreiten, mal was verkaufen: 10%. MAXIMAL!
    weil: sorry, soviel Sendungsbewußtsein habe ich nicht mehr. Wie ich schon einmal gepostet habe, Kunst machen und Kunst verkaufen sind für mich zwei Dinge. Leider gehört zum ersteren so etwas wie eine Vermarktungsstrategie sprich: Die Verbreitung. Daher 10 %. MAL was verkaufen: Mööp.

    Nur ganz kurz mal was aus Sosos Lebenslauf. Ich habe halt mit 13 angefangen Bilder zu machen und seitdem nicht aufgehört. Als jugendlicher Heranwachsender vor die Wahl gestellt zwischen Pflicht und Neigung, habe ich einen Beruf ergriffen, der mir ein schnelles entfliehen aus dem Elternhaus versprach. Den habe ich nach 6 Jahren geschmissen und mich aufgemacht herauszufinden, wie realistisch meine künstlerischen Neigungen sind. Nun, nach 5 Jahren konnte ich davon leben und hab mich als Berufskünstler verdingt.
    (Was für mich einer meiner größten Erfolge in diesem meinem Leben darstellt) So, jetzt wirds komplizierter...
    Mein Kunstbegriff steht und stand immer nah an der Übertragbarkeit an der 'alltäglichen' Wirklichkeit.

    Sprich: Kunst, die sich nicht auf das alltägliche Leben übertragen läßt, hat keinen Nutzen. Gestaltungsprinzipien die in einem abstraktem Bild Anwendung finden müssen sich demnach auf, ich sag mal dekorative,  Dinge übertragen lassen; und Erkenntnisse aus dem kreativen Prozess sollten auch den Alltag verändern.

    Diesen Gedankengang habe ich konsequent ausgelebt.

    ... und da ich über meine 'angewandte' Kreativität genug verdiene, stehe ich nicht mehr unter dem Zwang, Montags mit potentiellen Käufern im schönsten Feinschmecker-Restaurant Wildschwein-trüffel-Pralinés zu geniessen, Dienstags mit Frau und Kindern Tiefkühl-Pizzen zu essen und Mittwochs nicht wissen wovon ich die nächste Miete bezahle. NIX DA... meiner Presseagentur habe ich gekündigt, mein 90qm Atelier abgegeben und lebe bescheiden aber glücklich.

    Soso ist das

    p.S.: und inzwischen sind meine Lager fast leer
  • Aziz
    @Magrunz und alle

    Mit der Apokalypse hast Du den Hammer voll auf den Nagel getroffen. Ich erkenne jedoch, daß ich nichts dagegen machen kann (und wollen schon gar nicht) - im Gegenteil, ich kann diese Apokalypse mit beschleunigen.

    Ich habe auch schon mit Gedanken gespielt, Karikaturzeichnen zu erlernen, um meine Meinung zeichnerisch kundzutun. Den Mächten der Systeme ordentlich meine Meinung darzustellen. Und dann frage ich mich immer wieder: Wozu?

    Vorläufig werde ich wohl malen, um nur meine Bedürfnisse zu stillen und mir eine neue andere Bilderwelt zu zaubern. Doch zaubern ist nicht leicht - und deshalb muß ich noch viel üben und lernen.

    Aber die Identität von InterKREX ist für mich wichtig. Die Identität spiegelt auch einen Teil unserer Weltanschauung wider.

    Aziz
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