KunstNet uses Cookies. Details.
  • Wieso ist es so schwer, modern zu sein?

  • kceit
    - nicht modern, nein ich sträube mich nicht...es sind noch einige sachen zu erarbeiten...viell. stellt sich kunst mal ein...ich weiß es nicht...viell. auch nicht...
  • sselemiTmoT
    (an)tieck contra modern
    was sonst...
    ;)))
  • kceit
    - tja tt, ich mach mir halt gedanken... ))
  • Jetzt bei Amazon günstig Kunstbedarf kaufen.- Werbpartner -
  • nroK
    Und wieso beschließt Du nicht einfach, etwas moderner zu sein? Fehlt Dir der Bezug? Fühlst Du Dich zu verlassen in der Moderne. Gibt es Dir Sicherheit, auf schon Gemaltes Bezug zu nehmen? Ist diese Sicherheit sehr notwendig? Mußt Du nicht, wie wir alle, davon Abstand nehmen und einfach riskieren, auch mal was Falsches zu tun?
  • nroK
    Ich selbst knüpfe an Picasso an, zweifellos. Und es ist mir nicht wohl dabei. Es gibt eine ganze Menge anderer Maler, die ich bewundere, aber genau genommen kann ich den Gegenstand und die Konkretheit nicht verlassen. So sehr ich manche andere Maler auch bewundere, In dieser Frage bin ich nicht verhandlungsfähig. Wenn es mein Untergang ist, so muß ich damit leben.
  • kcinduridur
    ich denke in unserer heutigen zeit bildet sich der bürger der republik deutschland,er muss es tun, um auf dem arbeitsmarkt zu stehen,er besucht fortbildungen und seminare um seine sinne der neuerungen anzupassen, die der markt verlangt,-wer kann von sich behaupten das er nicht dazulernt,auch wenn er es garnicht will,- verlangt doch die elementare bedürfnissbefriedigung,-stimmt nicht, haben ja hartz,dalso die bedarfsanalyse mit anschliessender bedarfsklärung und planmässiger bedarfsdeckung,in dieser formbildung erkenne ich sehr viel harmonie,-harmonie ist immer auch im auge und erlernbar,---korn--,-- wenn du trennst ,hast du eine vorliebe wo du stehen möchtest?--
  • sselemiTmoT
    korn, versteh´ doch,
    tieck würde sich oder zumindest seinem namen untreu werden!
    :)))

    ps wieder voll auf cuba?
    :)))
  • nroK
    Nein, bin nicht auf Cuba, hab nur Montag und Dienstag Zeit, mich im Internet zu bewegen. Obwohl ich manchmal denke, daß es besser wäre, diese Scheiß-Computerei ganz sein zu lassen und mich mehr um meine Bilder zu kümmern. Ich lebe nicht von meinen Bildern, mein Brot verdiene ich durch Taxifahren. Es ist erbärmlich, aber notwendig.
  • kceit
    - um autentisch zu sein, kann ich nur machen, was mir im kopf herumschwebt...dies war ja auch vor rund 60 jahren der beweggrund vieler künstler, der zum informel führte...es wäre nicht autentisch modernes zu konstruieren, wenn es nicht von selbst kommt -> wobei ersteinmal zu definieren wäre, was denn jetzt als modern einstufbar wäre...
    - die moderne hat hier in der gegend sehr starke spuren hinterlassen und wirft fragen auf: warum gab es vor dem krieg (2. weltkrieg) künstlergruppen wie die blauen reiter, die brücke, kubisten usw., die sich gemeinsam einer ausdrucksform bedienten, während nach dem krieg bis heute einzelkünstler so für sich stehen, scheinbar ohne einfluss auf andere, wie rauch, baselitz, meese usw.
    - als ein ansatz zur überwindung des dilemmas der moderne wird z.b. hier die wiederzusammenführung von form, farbe, geste diskutiert, welches in zwei ausstellungen im abstand von knapp zehn jahren zu zeigen versucht wurde...siehe auch hier: http://www.form-farbe-geste.de/
    übrigens unter einbeziehung von theater und musik
    - du siehst also, ich sträube mich nicht, ich mache mir gedanken...
  • sselemiTmoT
    Hi Korn!
    Ich meinte Cubra Libre!...

    Der Beruf des Taxifahrers ist nicht erbärmlich sondern völlig korrekt!

    Aber vor allem - Verlasse uns hier bloss nicht!

    mfG
    TT
  • nroK
    Ich glaube nicht, daß nach dem 2.Weltkrieg nur Einzelpersonen agiert haben, der abstrakte Expressionismus, Pop-Art, die Neuen Wilden, die Gruppe COBRA oder der Fotorealismus, es gibt Strömungen, die über das Individuelle hinausgehen. Wir dürfen nicht erwarten, in einer diser Strömungen alles Heil zu finden, aber sich allein auf Gewesenes und schon Bekanntes zu beziehen kann auch nicht weise sein. In meinen Augen befinden wir uns inmitten eines Werdens, von dem niemand sagen kann wohin es führt, aber zurück kann es nicht gehen, es muß irgendwie voran gehen, und das heißt nichts anderes, als sich auf unbekanntem Grund zu bewegen. Es mag schmerzlich sein, aber es ist auch ein schönes, weites Feld und darum sollten wir es begrüßen, sosehr wir uns auch nach Sicherheit sehnen mögen.
  • sselemiTmoT
    Nagut, mal was Ernsthaftes zum Thema:
    Durch Experimentieren erhöht sich die Wahrscheinlichkeit,
    "modern zu sein" bzw Modernes zu kreieren...

    weitere Schlagworte:
    Denke abstellen
    intuitiv "erfassen"
  • nroK
    Nein, kein Cuba libre, ich bin kein Trinker. Ich war immer stolz darauf, meine fünf Sinne beisammen zu haben. Das wird auch so bleiben, ich bin zu alt und zu gefestigt, gewiße Grundsätze fahren zu lassen.
    Diese Diskussion erscheint mir jedoch sehr wichtig, weil sie die wesentlichen Fragen berührt, wenn sich jemand entschließt, ein Bild zu schaffen. Man kann sich auf Bewährtes besinnen oder sich ins Unbekannte werfen. Ich bin überzeugt davon, daß das Bewährte nicht der rechte Weg ist. Es mag einfacher sein, leichter, aber unsere Aufgabe ist es nicht, wenn wir Künstler sein wollen, haben wir gefälligst an Neuem zu arbeiten, so wie es vor uns schon viele andere getan haben. Risiko!
  • kceit
    - ich kann mich mit dem denken in begriffen wie 'zurück' und 'weiter' nicht anfreunden, meine zeitachse im kopf ist kaputt, viell. ist das meine modernität... :) ich sehe einfach alles gleichwertig, was den zeitbezug betrifft, an...
  • sselemiTmoT
    "Nein, kein Cuba libre,\"
    Na, Korn, nun flunkerst Du aber!
    Oder letztens, nach eigenen Aussagen einige C-Ls intus...

    Mir sind nüchterne Menschen eher suspekt,
    die verstehen mE meist nicht viel vom Leben/Menschen,
    denn der will Freude, Spass, etc...
    Und da sind einige Substanzen hilfreich,
    bei "richtigem" Timing und Dosierung...
  • kcinduridur
    vieleicht ist ja "zurück" das kind und "weiter"was daraus wurde
  • nroK
    Mein lieber tieck, dem kann ich niemals zustimmen, bedenke doch, was es bedeutet, wenn alles gleichwertig sein soll, dann ist doch alles nichts wert. Niemals werde ich dem Zustimmen.Ich weiß, daß viele sich genau darauf berufen, aber die Konsequenzen wären verheerend. Wir leben doch nicht an der Welt vorbei, wir leben mit ihr. Es tut mir weh, wenn ich sehe, wie Menschen mit Talent sich vergeuden. Und Vergeudung ist es, wenn jemand über die Mittel verfügt, aber sie nicht re3cht einsetzt. Ich kann nur immer wieder auf die Musik verweisen, wo modern auch wirklich modern ist. Nicht automatisch gut, aber jedenfalls käme dort niemand auf die Idee, sein Heil in den Vorgängern zu suchen. Karl Amadeus Hartmann, Harrison Birtwistle, Wolfgang Rihm, Aribert Reimann, selbst Alfred Schnittke, das kann doch nicht alles ein Irrtum sein. Schönberg schuf seine Zwölftonmusik, um der deutschen Musik auf weitere mindestens hundert Jahre die Vorherrschaft zu sichern. Das ist zeitgeboren, dennoch hat es sich doch bewahrheitet in gewißem Sinn. Eine Musik wie die von Mozart, so sehr modern sie zu ihrer Zeit gewesen sein mag, ist heute einfach nur absonderlich und disqualifiziert. Natürlich gibt es unvergängliche Werke von Mozart, die Haydn-Quartette, das Klarinetten-quintett, das Klarinettenquintett und- konzert, das Requiem, die daPonte-Opern, manche Klavierkonzerte, die Zauberflöte, aber schließlich gab es danach auch Beethoven, Schubert, Wagner, Mahler und die Neuerer der zweiten Wiener Schule, es erscheint alles so höchst einfach und schlüssig. Blicke ich dagegen im kunstnet um mich, sehe ich fast nur Chaos und dummen Eigensinn. Wo bleibt da der Anspruch?
  • nroK
    Lieber TomTimeless, ich habe gar nichts gegen ein wenig nüchterner Trunkenheit, aber die Erfahrung darf sich davon nicht beeinflussen lassen. Ich halte nichts davon, daß wir trunken besser sind als nüchtern, der nüchterne Zustand ist der Wahre. Mag sein, daß wir etwas mutiger werden in der Trunkenheit, aber ich will doch sehr bezweifeln, daß Trunkenheit die Erkenntnis fördert. Nietzsche hatte schon recht, als er die Trägheit der Deutschen auf ihren Bierkonsum zurückführte. Franzosen sind nüchtern,ihre Kunst ist darum immer auch heiter.
  • nroK
    Niemals kann ein Zurück in Fortschritt münden, niemals!
  • kceit
    - darüber muss ich nachdenken...darauf kann ich nicht so schnell antworten...nur eins ich kann mir nicht denken, dass die ranghöhe eines werkes, zeitabhängig oder motivabhängig ist...die ranghöhe eines werkes, welches zur kunst gezählt wird muss meinem verständnis nach zeitunabhängig sein, das bedeutet sogar, dass es, wenn es einen sehr hohen rang einnehmen will, in seiner eigenheit, seiner aussage, seinem ausdruck nicht der gerade herrschenden mode unterworfen sein darf...vielleicht ist dies ja auch der eigentliche antrieb der die kunst von ismus zu ismus jagt, die angst, einer mode verfallen zu sein, oder anders gesagt das begehren unabhängig von der mode zu sein, es ist die suche nach authentizität und wahrheit...m.m. nach viel wichtiger als modern zu sein...
  • Page 8 of 11 [ 220 Posts ]

  • Sign in to respond or to ask a question.

Related topics and pictures