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  • Bildbesprechung: Yves Klein - Monochrome

  • gamod Bildbesprechung: Yves Klein - Monochrome
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  • El-Meky
    El-Meky
    für mich ist es keine Kunst etwas blau oder bunt anzumalen. jeder Maler und Heimwerker kann das.

    Richtig gut kommt dann auch noch ein *minimalistisch konkreter Titel, wie 'QRS 345' *prust*

    ich würde es auch bemalen.
    lg
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  • Pierre Menard
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  • lisa
    lisa
    Bin nicht sehr informiert über Yves Klein, werde es aber nachholen.

    Klar kann jeder ein Bild blau anmalen, aber war er der erste? Wollte er damit etwas bezwecken, etwa Kunst in Frage stellen?

    Dann ist es Kunst. Nennt mich naiv.
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  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    http://lifestream.aol.com/ hoffe das ist nicht zu wenig akademisch, so wie klein selber. :wink:
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  • iratkad
    im schirn war ne ausstellung von ihm. die blauen bilder an der weissen wand erzeugen einen hammermässigen kontrast (im gegensatz zu den monochrom schwarzen und roten). er hat auch noch so blaue teile mit blauen schwämmen drauf. berühmt berüchtigt war er wohl eher wegen den nackten frauen die sich mit farbe beschmiert auf die leinwand klatschten.
  • lisa
    lisa
    Aufsehen erregte er u. a. mit Aktionen wie einer sog. "Ausstellung der Leere" (1958), in der die Besucher mit leeren Galeriewänden konfrontiert wurden

    Hört sich auch gut an ...
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  • Nanni
    Ich bin grad in Fabulierlaune: Das eigentlich Kunstwerk /heute/ ist dieser Thread. Eingeleitet durch ein erstes Highlight "soweit ich weiss mit Ultramarine". Der geneigte Betrachter stellst sich andächtig den Meister vor wie er im Laden "4 Tuben Ultramarin, bitte" sagt. Gänsehaut! Da das Bild eh "berühmt" ist, wollen wir das mit dem Ultramarin mal nicht näher hinterfragen.
    "Ich finde es schön. Reicht das um als totale Kunst zu gelten?" Oha! Mein Name ist Klein, Yves Klein. Ich betreibe Totalkunst.
    Nun klickt man den Link an, und BUMM! Man ist geflasht von der ganzen Bildpracht! Das sind sicher mindestens 200 x 200 Pixel krass-fettes, äh, Ultramarin. Noch im Schockzustand wird der Betrachter mit einer mentalen Farbfläche schwachstrukturierter Spachtelmasse eingefangen: Yves Klein-Bilder haben keine Struktur(doch), Wäre es von mir, würde ich ausgelacht(ja, denn du wärst ein halbes Jahrhundert zu spät dran), keine Kunst rein akademisch betrachtet(wenn dieser Satz nicht im Nietzschen Sinne erhaben ist, was dann?), Kunst läßt sich im gewissen Rahmen definieren(so weit, so gut), sonst gäbe es keinen Kunstunterricht(aha! macht Sinn!), ich habe seiner Zeit bis zu vier Doppelstunden Kunst pro Woche gehabt(die Doppelstunde als Zeitmaß, ein wahrhaft kühner Wurf! Und dann auch noch "Seiner" Zeit! Wer ist bloß "Er"?)... so geht es weiter. Wie filigran die Technik, wie vertrackt die soziale Internetplastik! Hier kann selbst Don noch was lernen.
    Aber der Künstler legt noch einen drauf! [Enter Heliopo]. Prust! Klein hat aber intuitiv gemalt - das hat mir ein Häschen zugetragen - daher ist sein blaues Bild vollkommen kritikresistent! Aber jeder muß es sich gefälligst angucken *zwinka*

    Eine ältere Dame (*1921) die sich "lisa" nennt betritt den Ring. Hat der Künstlr sie eingefügt, um seinem Werk einen Bezug zur Realität zu verleihen? Fragt "lisa" deshalb nach unwichtigen Details wie "wann ist es entstanden", "was war der Kontext", "wie ist es in das Gesamtwerk einzuordnen"? Der Zuschauer ist geblendet, er kann nur rätseln warum so etwas wichtig sein könnte.

    Zum Schluß wird der geneigte Rezipient völlig überraschend mit einem Moment der irrationalität konfrontiert. Ein "ypsilon" (<- was will er uns damit sagen?!) hat das Bild tatsächlich GESEHEN, also in "echt" wenn ihr versteht was ich meine. Warum? War ihm der Link nicht genug? Heißt es nicht soziale INTERNETplastik?

    Ich biete Drucke dieses Threads in verschiedenen Qualitäten an. Kaufanfragen bitte per PM.
  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    limitierte drucke oder endlos?
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  • lisa
    lisa
    Da scheint ja eine ganze Fieber-Epidemie ausgebrochen zu sein :)
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  • siku
    Nicht nur schrille Töne, auch aneinandergereihte Buchstaben können der Seele wehtun.
    Die meisten der Kommentare dieses Threads (von Ausnahmen abgesehen) sind einfach daaa – neben.
    Gegen Mitternachtsunterhaltung ist ja nichts einzuwenden, aber denkt doch bitte auch an die nachfolgenden Tages-Leser oder: Lesen verboten??
    Ob wohl noch weitere kunsthistorisch anerkannte Künstler hier im ICE-Verfahren vorgestellt werden?

    Ein kleiner Lesetipp für die Fans der Moderne:
    „Kunst/Theorie im 20. Jahrhundert Band I und II“. (insgesamt 1450 Seiten), hrsg. von Charles Harrison und Paul Wood. Auch als günstige Studienausgabe zu erwerben. Yves Klein, Band 2 S.991 (Gastvortrag an der Sorbonne 1959)
  • iratkad
    Lieber XP

    ypsilon ist weiblich ;)
    ansonsten applaus, bitte weiter fabulieren!
  • Nanni
    Oh sorry. Kenne mich hier nicht mehr so gut aus :)
  • El-Meky
    El-Meky
    also,

    ich war erst neulich in einem Fünf Sterne Restaurant vom berühmten *maître de cuisine.
    Es gab dort in der Speisenkarte nur 'Gelben Safran-Reis'.

    Der erste Gast rief : " Der Reis muss ja vorzüglich schmecken, denn er ist von einem Koch mit grossen Namen zubereitet worden!"
    Die meissten Gäste stocherten auf ihrem Teller im gelben Reis herum.
    "Was waren wohl seine Beweggründe, nur eine Beilage anzubieten?",
    fragt eine nette Dame ihren Tischnachbarn.
    Der Mann neben ihr schien sehr patent, denn er holte unter seinem grauen Jakett eine dicke Schwarte hevor.
    Er stand auf , klopfte mit seiner Gabel an den Tellerrand und rief :
    "Liebe Gäste, so beruhigen sie sich doch bitte.
    In meiner Hand halte ich einige Zeugnisse, inclusive hochkarätiger Referenzen!"

    Er schaute sehr wichtig drein, wärend die Gäste so langsam unruhig wurden, weil sie hungrig waren.

    "Ich bitte Sie, meine Damen, meine Herren.
    Lesen sie !"

    Eine junge Dame stand auf, ging zum Garderobenständer, um ihren Mantel zu holen und sagte :
    "Verstehen diesen Text auch mein Magen, meine Zunge und meine Augen?"



    lg

    PS : Gruss an XP
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  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    ich finde, wir nähern uns wieder dem lieblingsthema: geht "es" um mehr als abbilden? hat "es" was mit denken zu tun? ist "es" nur deko? ist "es" mehr als deko? will "es" neu denkimpulse geben? will "es" neue sichtweisen vermitteln? will "es" dinge hinterfragen?
    ist "es" seelenstriptease und sonst nix?
    an dieser stelle nur schon mal vorsorglich der aufruf an alle: bleibt ruhig, beherrscht euch ein wenig, dann brauch auch keiner genervt zu gehen. ;-)

    zu grundlegenden problematik nochmal. die story mit dem koch ist ja ganz nett, aber trifft es nicht. moderne bzw postmoderne kunst hat zu einem großen teil etwas mit intellektueler auseindersetzung zu tun. wenn man sich auf diese sache einlassen will, reicht es nicht zu sagen, mir war danach, fett in eine ecke zu gießen und anschließend da drauf zu onanieren und das ghanze noch auf video aufzunehmen um es dann auf einem roboter bestehend aus Tv monitoren im centre george pompidour abzuspielen. sonden man muß nach möglichkeit sich selber hinterfragen, und ev. auch mal dinge, sehweisen hinter und befragen. das muß nicht immer wer weiß wie kritisch sein und kann alles mögliche zum thema haben und beinhalten. aber nur einfach ein bißchen farbe auf ne leinwand zu malen weil einen gerade die muse küßt reicht nicht. nicht mehr, wenn es denn je gereicht hat.
    "Es" hat mit geistiger auseinadersetzung zu tun. klar, nicht jeder hat lust die schwarte , die siku genannt hat, zu lesen. vielen reicht es, wenn sie müde vom job oder dem haushalt sind, sich ein schönes, dekoratives bild anzuschauen und darin entspannung zufinden. schmückendes beiwerk eben. aber ob dieses beiwerk "es" ausmacht? im idealfalle muß man die bedingungen, das sein/materielle rahmen soweit ändern, dass die muse da ist, sich an einem geistesleben zu beteiligen. im ganz idealen fall wird es dann sowas wie ein freies geistesleben geben. (i hope you like jamming to....) das ist sicherlich utopisch und nicht unter den gegebnen umständen realistisch oder realisbar, aber das ist doch etwas worum bei"ES" auch gehen kann.

    so. weiterhin viel spaß und frohes werklen wüschst der don.
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  • iratkad
    @ don

    meinst du deine aussage trifft auch auf Duchamps ready-mades zu?
  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    meinste , das nur intuitiv arbeiten nicht reicht? sondern, dass ein intellektueller prozess dazu gehört?

    dann ich würde sagen,dass gerade marcel duchamp hat viel nachgedacht. ich besitze die sehr schöne CD"the creative act" sozusagen duchamp über duchamp und kunst usw in eigenen worten und eigener stimme. der hört man, dass der gute mensch, sehr viel nachgedacht hat. er redet auch über gewisse readymades.
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  • iratkad
    meiner meinung nach ist rein intuitives arbeiten als erwachsener eh fast unmöglich (auch wenn ich jetzt haue krieg) da immer irgendwelche einflüsse mehr oder weniger bewusst zum tragen kommen. mir ging es eher um duchamps aussage über seine ready-mades das sie zu kunst werden sobald er sie zu kunst deklariert (wo wir eigentlich wieder bei der huhn/ei frage angelangt sind). hört sich interessant an deine cd.
  • lisa
    lisa
    letzten Endes kann man doch sowieso nie sagen, ob jemand nachgedacht hat, oder ob er nur so getan hat, als hätte er nachgedacht.
    Kunsthistorisch anerkannt oder nicht. Niemand kann in anderer Leute Köpfe hineinsehen.
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  • iratkad
    letzten Endes kann man doch sowieso nie sagen, ob jemand nachgedacht hat, oder ob er nur so getan hat, als hätte er nachgedacht

    klasse statement.
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