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  • Bildbesprechung: Yves Klein - Monochrome

  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    ich finde schon, dass es zu einem gewissen grade ausreicht, sachen kraft seines willens zu kunst zu erklären. nur sollte man nach möglichkeit dabei von will-kürlichkeit absehen. soll heißen, man muß an sich schon begründen können, warum etwas so ist und nicht anders.
    als beispiel mal art brut, dubuffet weiß wovon er spricht, somit schafft er einen überbau und "erhebt" die werke der psychisch behinderten(korrekt so?) zu kunst. diese alleine wissen aber im prinzip nicht was sie tun und handeln "intuitiv", triebgesteuert.
    das reicht imho nicht aus.
    wobei aber wohl eine menge intuitive kraft bei einem werk reinspielen kann. aber ich denke, wenn duchamp sagt, es ist kunst weil er das so will, setzt das voraus, das er nachgedacht hat, warum er will dass das kunst ist. oder so ähnlich. das heißt, ich gehe davon aus, das setzen von rädern, pinkelbecken und flaschenhaltern in den galerie kontex schon reflektiert war und nicht einfach, da hab ich jetzt mal lust zu, bin eh ein von gott gesalbter und deshalb ist das jetzt mal kunst.

    hoffe, dass hat jetzt noch ein wenig zu verwirrung beigetragen.
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  • iratkad
    die verwirrung ist immens.
    glaube auch nicht das dies die einstellung von duchamp war, sondern das er schon gezielt alltägliche gegenstände gewählt hat, bei denen es sehr unwahrscheinlich ist, dass sie jemals als kunstobjekt betrachtet worden wären. mein punkt ist, das duchamp aufgrund seines rufes die möglickeit hatte dies zu verwirklichen (deswegen die huhn/ei analogie).
    zu art brut muss ich mich erst mal informieren.
  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    damit sprichst du natürlich nen grundlegendes problem an. nämlich das "whois". wenn, sagen wir mal, ypsilon befindet werk A ist aus den gründen B und C kunst, wird das anders aufgenommen, als wenn g. richter oder s. polke das behaupten? ich denke ja.
    man kann natürlich sagen, das ist scheiße, weil nicht das werk, die idee im vordergrund stehen, sondern die "marke/das label", andererseits, ist es natürlich so, dass sich die heren richter und polke eine gewisse kreditwürdihkeit erarbeitet haben. da ist man natürlcih schneller mal geneigt, über vermeitliche spleens oder flausen nachzudenken. war beim herrn duchmap bestimmt auch so. der hatte ja schon was vorgelegt, zB das:


    http://www.abcgallery.com/D/duchamp/duchamp2a.jpg
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  • Pierre Menard
    Pierre Menard
    wirft natürlich wieder frage auf, muß man die regekn beherrschen, um sie zu mißachten? oder reicht es einfach sie nicht zu befolgen? noch ein kleiner duchamp, 1902:


    http://www.abcgallery.com/D/duchamp/duchamp8.JPG

    ev. sollten wir mal duchamp thread aufmachen?
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  • Nanni
    Jungs, die Sache geht zu sehr in Richtung "akademischer Überbau". Bei vielen Werken geht es aber um "Argumente", die eher malerischer Natur sind. Genaugenommen geht es um Geschmacksbildung, die viel Seh-Erfahrung braucht. Anders gesagt, die meisten guten Werke sollten intuitiv erfassbar sein. Also ich steh selten in einer Ausstellung und denke nach. Das ist imho Wasser auf die Mühlen derjenigen, die des Kaisers neue Kleider ins Feld führen.
  • iratkad
    ja, don mach ma.
    @XP
    genau hier liegt aber auch ein problem.
    oder marketingtechnisch, wen will man mit was ansprechen oder erreichen.
  • Nanni
    Ich lehne Dons Argumente gar nicht ab, ich ergänze eigentlich nur. Man kann sich viel denken, aber dennoch SChrott produzieren und umgekehrt.
  • iratkad
    @XP
    ist intuitive erfassbarkeit für dich vorraussetzung für ein gutes werk?
  • Nanni
    Nein, aber die meisten Sachen (fast alle) die ich mag erschließen sich mir ohne daß ich überlegen muss. Ich muß mich auf neues einlassen, aber viel Gehirnschmalz braucht man eigentlich nicht dazu. Das gilt (für mich) auch für Concept. Ich guck mir das an, was hat der gemacht, wie stellt er die Zeichen seines Tuns ins Museum und dann funktioniert es oder nicht.
  • analsur
    das erinnert mich an einen musiker, der eine neue musikrichtung erklärte: monomusik...diese besteht nur aus einem ton.....
  • pue
    Ich bin Musiker und habe lange nach dem Ton gesucht :-) in echt.

    Zu Yves Klein: auch er hat diese Verbindung benutzt. Vor Publikum malten sich nackte Frauen unter seinen Regieanweisungen mit Yves-Klein-Blau an und setzen, lehnten, wälzten sich auf Papierbahnen an Boden und Wand. Dazu spielte ein Streichorchester eine "symphonie monotone": 20 Minuten lang ein anhaltender Ton, dann 20 Minuten Stille. Heraus kamen abstrakte Bilder, die aber doch an klassische Aktmalerei erinnern - eine Ambivalenz zwischen Abstraktion und Figürlichkeit, indem sie Lebensspuren sichtbar machen und dokumentieren.

    🔗

    Ich möchte den Blickwinkel ein wenig vom genialen Künstler selbst hin zur Gesellschaft richten. Letztendlich entscheidet nicht der Künstler, was Kunst ist, sondern wir. Es sind verschiedene Mechanismen, die ineinander greifen und bewirken, dass am Ende ein Bild, Objekt oder Gedanke 'berühmt' wird. All diese Kunstwerke stehen in einem sozialen historischen Zusammenhang. Die Kunstwerke stehen sozusagen für eine gesellschaftliche Entwicklung und sind damit wichtige Markierungen in unserer Geschichte. Natürlich gibt es neben Duchamp und Klein immer andere, die genauso gut für ihre Zeit hätten stehen könnten. Wer der glückliche(?) Künstler ist, der gerade den Durchbruch schafft, das entscheidet der Kunstbetrieb, Protektion, Geld, Glück, Können und und und. (Dies ist eine andere Diskussion, die immer geführt werden sollte und gerade auch Thema von Duchamp und seinen Kollegen war. Schwierig, die Themen auseinander zu halten. Gerade dieser doofe Hutständer will uns ja dazu zwingen, das Thema in der gesamten Komplexität zu denken.)

    Nicht der Künstler schafft die Kunstrichtung, sondern der allgemeine Zeitgeist. Und Yves Klein passt so gut wie Marcel Duchamp in seine Zeit.

    Yves Klein mochte die Linie nicht. Für ihn konkretisierte sie unseren "état de mortels", unsere Sterblichkeit. Die Farbe hielt er hingegen für natürlich und menschlich. Sie allein fülle den Raum aus, während die Linie ihn nur durchquere. Klein hat rosafarbene, goldene, blaue Bilder geschaffen. Doch es war das Blau, das er für die reinste Farbe hielt. Auf der Suche nach dem perfekten Blau entwickelte er zusammen mit einer Handvoll Chemikern das patentierte International-Klein-Blue (IKB), ein dunkles Stahl-Ultramarinblau. Die hypnotisierende Masse an Blau sollte den Betrachter das Bild nicht mehr sehen, sondern "wahrnehmen" lassen, sein Gefühl ansprechen, nicht seinen Verstand. Es geht im um Entmalerialisierung der Materie: E= m*c²

    Und das ist (ein) Thema der (ok, ok, (weil vermögend,) belesenen, intellektuellen) Gesellschaft des 20. Jahrhunderts.

    🔗


    witzig: nach dem Urheberrecht fehlt Kleins Bilder die Schöpfungsqualität, so dass er sie nicht hat schützen können. Yves Klein hat daher die Zusammensetzung seiner Farbe als Gebrauchsmuster schützen lassen, so dass die Zusammensetzung seines Blaus geschützt ist und auf die von Yves Klein gefertigte Weise nicht nachgeahmt werden darf.

    traurig: die Abbildung einer Reproduktion eine Yves-Klein-Bildes, wie oben geschehen, ist blanker Unsinn, da das Werk in diesem Medium nicht vermittelbar ist. Die monochromen Bilder entziehen sich meines Erachtens der Reproduktion allgemein, was natürlich in engsten Sinne auf alle Kunstwerke zutrifft. Bei monochromen Bildern wird es offfen sichtlich.
  • trance-x
    trance-x
    ich wiederum glaubte im ersten bewusstlosen moment, dass der browser den link nicht richtig laden konnte:)

    ps: sicherlich ein indiz dafuer, dass zeitgeist bei der interpretation ein wichtige rolle spielt ...



    pue ...
    Auf der Suche nach dem perfekten Blau entwickelte er zusammen mit einer Handvoll Chemikern das patentierte International-Klein-Blue (IKB), ein dunkles Stahl-Ultramarinblau.

    "Mit Hilfe eines Chemiker gelang es ihm, Farbpigment mit einem Fixativ zu verbinden und es somit in Reinform zu verwenden. Als IKB, "International Klein Blue", ließ er dieses neuartige Malmittel patentieren."
    source: 🔗


    Die hypnotisierende Masse an Blau sollte den Betrachter das Bild nicht mehr sehen, sondern "wahrnehmen" lassen, sein Gefühl ansprechen, nicht seinen Verstand. Es geht im um Entmalerialisierung der Materie: E= m*c²

    wurde die wirkung eigentlich auch serioes an menschen getestet? auf jeden wirkt es sicher nicht so, da nicht nur genetisch die farbwahrnehmung etwas unterschiedlich ist ... aber fuer eine signifikante masse?

    http://www.yvesklein.de/images/samothrace.jpg
  • pue
    ...signifikante masse?



    mir ist nicht klar, was du aussagen willst. Meinst du, man sollte Tests durchführen, um die Richtigkeit der Klein'schen Gedanken zu beweisen? Wohin sollten uns solche Beweise führen? Ich habe völlig andere Gedanken als Klein. Seine Gedanken sind nicht allgemeingültig, aber er war für seine Zeit wichtig.
    Das mit seinem Blau find ich persönlich vollkommen unwichtig, aber seine Auseinandersetzung damit ist voller Spannung.
  • siku
    Zitat pue: „Ich möchte den Blickwinkel ein wenig vom genialen Künstler selbst hin zur Gesellschaft richten. Letztendlich entscheidet nicht der Künstler, was Kunst ist, sondern wir. Es sind verschiedene Mechanismen, die ineinander greifen und bewirken, dass am Ende ein Bild, Objekt oder Gedanke 'berühmt' wird."

    Yves Kleins Kunst kann als Beispiel stehen für die hier im Forum schon oft geforderte adäquate Umsetzung einer Idee mit bildnerischen Mitteln; er hat sie meisterhaft geleistet. Der Künstler entscheidet nicht was Kunst ist, aber er beeinflusst die Meinungsbildung durch die Überzeugungskraft seiner Werke. Kleins Versuche die Materie zu überwinden und in den Bereich des Geistigen und Immateriellen vorzudringen entspringen uralten Menschenträumen. Und er war nicht der einzige. Ungefähr zeitgleich haben Mark Rothko (Beispiel: Rothko Chapel, Houston), Barnett Newman u.a. Versuche unternommen, das Transzendente mittels Farbe/ Farbfeldmalerei zu exponieren. Es lag dann beim Rezipienten, dieses Angebot der Künstler anzunehmen.

    Beschäftigt hatte Klein sich mit der Farbe „Blau“ nach eigener Aussage schon als 18-jähriger. „Damals als Jugendlicher im Jahre 1946 signierte ich in einem phantastischen „realistico-maginativen“ Tagtraum die andere Seite des Himmelsgewölbes. An diesem Tag begann ich die Vögel zu hassen, die kreuz und quer am Himmel flogen, denn sie versuchten Löcher in mein schönstes und größtes Werk zu machen.“ (Aussage von 1961)
    Klein hat seine Arbeit mit den Zeichen seiner Zeit verbunden, u. a. mit den ersten Schritten der Weltraumerforschung, dem Sputnik und der ersten Erdumrundung des russischen Kosmonauten Gagarin, der die Erde aus der Ferne als blaue Kugel wahrgenommen hatte. Fernöstliche, zenbuddistische Vorstellungen der Leere, (die von Zero weitergeführt wurden) flossen in seine Arbeiten ein. Klein selbst hat sich als Maler des Raumes bezeichnet. „Sein Blau“ war für ihn ein Synonym für Energie und kosmische Sensibilität. „... Die Seele fühlen ohne zu erklären, ohne Worte, und diese Empfindungen darzustellen ... Das, glaube ich, ist einer der Gründe, die mich zur Monochromie geführt haben!“ Für mich besteht die Kunst der Malerei darin, Freiheit in ihrem Urzustand zu schaffen.“ (Zitat aus Biographie Paul Weber: Yves Klein 1969 Krefeld, S. 67)
    Die Intentionen Kleins, auch wenn sie heutzutage vielleicht nicht gerade „in“ sind, sind für mich doch nachfühlbar. Zu seiner Zeit waren seine Aktionen geradezu revolutionär, heute könnten sie irgendwie brav wirken.
  • trance-x
    trance-x
    pue ...
    mir ist nicht klar, was du aussagen willst. Meinst du, man sollte Tests durchführen, um die Richtigkeit der Klein'schen Gedanken zu beweisen?

    heute ist das wohl unnoetig oder sagen wir nen gimmick, weil farben auch in der psychologie ja laengst wissenschaftlich untersucht werden.

    aber ansonsten: na klar, wenn jemand (yves klein) sagt, er haette einen teppich (farbe), auf dem man im zimmer rumschweben kann (wirkung), dann interessiert mich primaer, ob der teppich (farbe) tatsaechlich schweben (wirken) kann und wie das funktioniert (der weg). eher sekundaer, genau genommen quintaer, interessiert mich dagegen, ob der typ (yves klein) schon immer gerne teppiche mochte (geschmack) oder wie er den teppich ins zimmer reingebracht hat (nebenhandlung). mich interessiert auch weniger, ob andere (fans) jetzt auch teppiche (farbe) oder den teppichhaendler (yves klein) moegen und nachspielen wie er den teppich ins zimmer trug (kultur). das ist fuer mich (trance-x) bei der ganzen sache eben nicht das "wesentliche" (hauptgewinn). natuerlich hat jeder so seine herangehensweise an solche themen (schlechter), meine ist eben diese (besser) ... *kichel kichel* :)

    ne, also, ganz ehrlich. wo bleibt deine gesunde neugier? wenn die farbe auf die meisten menschen entsprechend wirkt (hypnose, hirn aus, gefuehl ein), kannst du sie auf die kleidung pinseln und damit coole frauen/maenner aufreissen oder IKB-farbene bzw. monochrome regenjacken verhoekern . aber wirkt sie in wirklichkeit bei den meisten aggressionsfoerdernd, wuerde ich das tunlichst sein lassen. wie sie nun aber wirkt, musst du eben rauskriegen, was eigentlich doch Yves Klein tun wollte, denn wer sich auf die suche nach einer bestimmten farbe und wirkung begibt, wer ja ein interesse an zeitgeistiger philosophie, wissenschaft und technik hat, wird ja wohl kriterien haben, anhand er diese auch bemisst. nur so kommt man ja auch ...

    Wohin sollten uns solche Beweise führen?

    ... zu mehr erkenntnissen. oder nicht?

    ps: dass er durchaus seine zeit inspirierte, stelle ich uebrigens gar nicht in frage. zudem hatten solche aktionen wie das schleudern von nackten frauen ueber leinwaende gerade zu der zeit auch aufklaererische elemente. mich hat nur eben interessiert, was daraus nu geworden ist. uebrigens soll das bild ja in koeln haengen. museum ludwig? ich glaub ich habs sogar schon mal gesehen, aber wieder vergessen. naja, vielleicht kann eine usergemeinschaft an koelner kuenstlern mal vorbeitigern und das testen, obwohl ... vielleicht sehen dann lauter hammer noch mehr naegel?:)
  • pue
    ...zudem hatten solche aktionen wie das schleudern von nackten frauen ueber leinwaende gerade zu der zeit auch aufklaererische elemente. mich hat nur eben interessiert, was daraus nu geworden ist.


    Wenns im Ludwig hängt und solange wir diskutieren, wird ja noch was draus, will meinen, der Prozess des daraus Werdens ist noch im Gange. Was aus den Frauen geworden ist, interessiert mich auch. Aus der Kunst ist viel geworden: ein Zeitdokument, Stein des Anstosses (und das immer noch, wie man liest), Bilder, die mich beeindrucken und animieren und das Wichtigste ist das nicht Beweisbare, das Unmessbare, dass der Kunst Eigene: das, was sie jedem Einzelnen gibt, ein Gut, das jeder für sich definiert. Das ist auch der Grund, warum mich Beweise, stat(ist)ische und messbare Ergebnisse in diesem Zusammenhang nicht interessieren.

    Was nu daraus geworden ist, läßt sich auch lapidarer erklären: stell dir die Abwesenheit von Kunst [oder Klein (nicht Kleinkunst)] vor und bilde die Differenz zum Jetzt.
  • siku
    Zitat von trance-x: „..., mich hat nur eben interessiert, was daraus nu geworden ist. uebrigens soll das bild ja in koeln haengen. museum ludwig? (...) vielleicht kann eine usergemeinschaft an koelner kuenstlern mal vorbeitigern und testen ...“

    Geniale Idee!! - für einen gemeinsamen Ausflug, - lustiger Gedanke, Klein (wenn auch nur die Wirkung seines Blau) dabei zu testen, – ernsthafte Bemerkung: das ist der falsche Ansatz zum TÜV-Check von Yves Kleins Werk, allerdings eins hat die Idee mit Kleins Aktionen gemeinsam – sie führt ins „Leere“. Kleins Kunst lebt nicht nur von seinem „Blau“, entscheidender bei seinen Anthropometrien (die Lehre der Messung des Körpers) ist die Herstellung der Abdrucke, die Aktion brauchte einen zeremoniellen Kontext. Die Aktionen, bei denen er sein metaphysisches, immaterielles Gedankengut umsetzte sind originell und bestechend. Yves Klein träumte von der Entmaterialisierung des Raumes. Der metaphysische Gedanke, die unmessbare Empfindung des Alls zur Erscheinung zu bringen war nicht neu (es gab seit der Frühromantik zahlreiche Ansätze). Spannend ist, wie fantasievoll Klein sich an die Umsetzung gemacht hat. Dazu gehören neben er „Eroberung der Leere auf der Fläche (blaue monochrome Bilder), die blauen Körperbilder, die Entstehung der Feuerbilder, das „Theater der Leere“: weiße Räume mit leeren Vitrinen, der dargestellte Sprung in den freien Raum. Dazu gehört vielleicht auch die Reise mit einem Exvoto (es glich einem kleinen Modellaltar, in dem sich Spuren seiner Kunst befanden) nach Cascia in Umbrien, um es im Monasterio di Santa Rita weihen zu lassen und zu hinterlegen. Dabei ging es ihm um den Wunsch, dass sich seine Kunst zur vollen Schönheit entfalte, unanfechtbar werde.

    Ich will mich hier nicht besserwisserisch in eure Diskussion einmischen, mich fasziniert einfach Klein als Aktionskünstler und darauf möchte ich hier aufmerksam machen. Eine rasche Überprüfung an „nur einem Bild“ ist wohl ein bisschen spärlich. Nur Fragmente (Bilder, Objekte und Dokumente) führen noch zu Yves Klein, bilden Spuren seiner auf das Immaterielle, Metaphysische verweisenden Aktionen.
    Gruß siku
  • Hardy69
    Hardy69
    Das Ultramarin ist zumindest ein angenehmer Farbton ... und es bestätigt sich wieder: ALLES kann Kunst sein; und wenn nur ein Betrachter es als solches empfindet. "Das ist keine Kunst" wäre leicht gesagt - dann aber bitte auch, wenn es ein Picasso oder van Gogh wäre .... ;-)

    Vielen Dank auch an Pue für die ergänzenden Bildbeispiele vom 4.Mai und die Erläuterungen zum patentierten Farbton. Emotional kontrovers empfunden ist da natürlich wieder die Entstehung dieses Bildes, aber ganz zweifelsfrei ist es ein einmaliges und interessantes Werk !
    Sicherlich kann eine Wiedergabe hier im Internet nicht den Anblick des Originals ersetzen, aber so kann z.B. ich überhaupt etwas von diesem Künstler wahrnehmen. Dieses 2. Bild regt mich auch an, mich näher mit ihm und seinen Werken zu befassen. Leider hatte ich die 2. Themenseite der Beiträge bisher übersehen.
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