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  • \"Aufwertung\" aus Autodidakt

  • janru \"Aufwertung\" aus Autodidakt
    Hallo zusammen,

    das Thema "Autodidakt im Kunstbetrieb" wurde bereits in diesem Forum angesprochen.
    Ich würde es jedoch gerne etwas genauer diskutieren.

    Die Frage ist, wie kann ich mich selbst als "Autodidakt" aufwerten
    um ebenfalls eine Chance zu haben in guten Galerien angenommen zu werden.
    Also dort angenommen zu werden, wo nur „Meisterschüler“ präsentiert werden?

    Wie ist hier z.B. ein Gaststudium an einer Kunsthochschule z.B. zu bewerten?
  • Kristina Rausch
    Kristina Rausch
    Nach meiner Erfahrung und Meinung ist es sehr schwer bzw "sich selbst aufwerten" gerade zu unmöglich. Autodidakten haben es im heutigen hiesigen Kunstmarkt sehr schwer. Das heißt du musst dich richtig rein hängen. Wenn möglich jeden Tag üben üben und nochmals üben. Dich selbst weiter schulen. Geh auf Volkshochschule, Gaststudium ist natürlich auch möglich, dabei lernst du die Theorie. Die Praxis jedoch musst du auch beherschen. Das ist oft ein jahrelanger ich will behaupten lebenslanger Prozess. Ich bin auch dabei dies zu versuchen. Aufwerten kannst du dich praktisch nur in dem du besser wirst und das geht nur durch Übung und Schulung. Du musst eine ganze Bandbreite an Techniken ausprobieren, Proportionen, Licht Schatten Verhältinisse, Räumlichkeit... ect. beherschen.
    Auch wenn du dich "beschränkst" kommst du irgendwann an deine Grenzen und du merkst das du es ganz ohne Selbststudium nicht schaffst. Das heiß viele Zeichnungen, Skizzen, Probebilder anfertigen.
    Dich immer wieder selbst hinterfragen, lesen und bis zum Umfallen weiter machen ;)
    Viel Spass dabei!
    Signature
  • janru
    Danke Lagatta.

    kann sein, dass ich mich nicht richtig ausgedrückt habe. :-)

    Die Frage war nicht im Bezug auf die Technik und das Können an sich gemeint, sondern auf die "richtige" Gestaltung der Vita.

    Also was muss in der Vita eines Autodidakten stehen, damit man
    auf die gleiche Ebene wie ein "Meisterschüler" gestellt wird.

    Ich setzte jetzt einfach voraus, dass man absolut prof. Arbeiten zeigt.
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  • Kristina Rausch
    Kristina Rausch
    ok, dann bist du wohl schon so weit?
    Was in der Vita stehen sollte, je nach dem was du gemacht hast.
    Dies können Studien sein, Ausstellungen, Techniken...schreib einfach das was du für wichtig hälst und was du dir im Laufe der Zeit alles erarbeitet hast. Auch theoretisches Wissen zählt da natürlich, Besuche auf der VHS oder eben von dir genanntes Gaststudium. Aber auch Veränderungen in deinem Schaffen. Experimentierphasen, mit was du dich länger auseinander gesetzt hast.... viel Spass!
    Signature
  • suirablim
    ..eine Mitgliedschaft im BBK stellt Dich auf eine professionelle Stufe - zumindest auf dem Papier.

    Mit einem Meisterschüler ist es nicht gleichzusetzen - denn die haben ja nicht umsonst intensiver studiert - Meisterschüler sind adäquat einem Doktortitel in anderen Fachbereichen.

    Wichtigster Punkt bleibt die Unverwechselbarkeit und Eigenheit der Arbeiten - das Besondere.

    mlg
  • Kristina Rausch
    Kristina Rausch
    genau ich denke auch, wichtig ist die Einzigartigkeit der Kunst die man schafft, nicht der Titel den man hat. Dafür muss man aber auch hart arbeiten. Wenn man bedenkt wie schwer, intensiv und lange ein Kunststudium ist braucht man für ein gleichwertiges Selbststudium mindestens Jahre ;)
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  • efwe
    efwe
    Die Frage ist, wie kann ich mich selbst als "Autodidakt" aufwerten
    ...


    gute arbeit liefern!--
    Signature
  • siku


    Mit einem Meisterschüler ist es nicht gleichzusetzen - denn die haben ja nicht umsonst intensiver studiert - Meisterschüler sind adäquat einem Doktortitel in anderen Fachbereichen.


    ;-),ein Jahr, das ist eine schnelle "Promotionsnummer" - und warum steht der akademische Titel dann nicht im Namen >Herr Meisterschüler Paul Mustermann< :-)).


    @ janru
    ein schönes Thema hast du da eröffnet, es hat das Potential, das Forum zu beleben ;-).
    Schreib lieber nicht Kurse in der VHS ( wie hier vorgeschlagen) in deine "professionelle" Vita, klar das Gast-Studium an einer Kunsthochschule muss mit rein. :-)
    Die Qualität der Arbeit rangiert immer noch vor der Vita - und wenn sie thematisch mit den Arbeiten von Meisterschülern vergleichbar ist, sieht's gut aus. Zusätzlich brauchst du aber eigentlich noch deinen eigenen Hausphilosophen (Flaggschiff, in dessen Windschatten es sich gut segeln lässt).
  • suirablim
    @siku, ich schrieb ja auch nicht, dass es ein titel ist, sondern über die wertigkeit also wie es von außen betrachtet wird, so wie ja auch janrus frage gestellt war. deshalb verstehe ich den red point bei mir ausnahmsweise überhaupt nicht.

    aber du hast schon recht, ich schrieb ja auch, dass gute arbeit das entscheidende ist.
  • siku
    @siku, ich schrieb ja auch nicht, dass es ein titel ist, sondern über die wertigkeit also wie es von außen betrachtet wird, so wie ja auch janrus frage gestellt war. deshalb verstehe ich den red point bei mir ausnahmsweise überhaupt nicht.


    @Milbarius
    ich halte "die Wertigkeit" für den Meisterschüler im Vergleich mit der Promotion für geschmeichelt. :-) Der "red point" stammt nicht von mir.

    @Constantin
    könntest du dieses Mobbingspielzeug mit der roten und grünen Punktevergabe nicht mal abstellen - bewertet wird da außer den nicknames nix - oder gehört die Punktepflege gar zur Moderation?
  • suirablim
    siku, ich schmeichle halt gern :)

    Womit wir schon wieder bei Wiki sind

    https://de.wikipedia.org/wiki/Meistersch%C3%BCler
  • janru
    @ milbarius
    eine Mitgliedschaft im BBK stellt Dich auf eine professionelle Stufe - zumindest auf dem Papier
    Stimmt ! (habe ich schon) :-)

    @ efwe
    gute arbeit liefern!--

    Natürlich sind die Arbeiten wichtig. Aber in unserer bürokratischen Gesellschaft nicht entscheidend. Ich glaube nicht daran, dass man nur mit guten Arbeiten sehr weit kommt. Meine Meinung !

    @ siku
    Die Kurse an der VHS und alle anderen Kurse an nicht universitären Einrichtungen gehören meiner Meinung nach auch nicht in die Vita, wenn man damit etwas mehr vorhat.

    Zusätzlich brauchst du aber eigentlich noch deinen eigenen Hausphilosophen (Flaggschiff, in dessen Windschatten es sich gut segeln lässt).
    Was meinst Du damit genau ??
  • janru
    @ siku
    ein schönes Thema hast du da eröffnet, es hat das Potential, das Forum zu beleben ;-).


    Wir können es gerne auch sehr konkret machen.
    Hier meine Homepage 🔗 http://www.art-rusch.de
  • ranx
    ranx
    "Ich glaube nicht daran, dass man nur mit guten Arbeit sehr weit kommt. Meine Meinung".....
    uhhhhh.......... ist das wirklich Deine Meinung?
  • janru
    absolut! Über die Frage was sind gute und was sind weniger gute Arbeiten
    könnte man stundenlag disskutieren. Kunst ist Kunst - das ist doch heute die gängige Meinung.

    Natürlich sind gute Arbeiten wichtig - aber es ist nicht kriegsentscheidend.
    Es ist immer eine Mischung aus den Arbeiten, der Vita und dem Network (Kontakte, Beziehungen, Verbindungen).
  • janru
    ich finde dieses Thema aber spannend.
    Habe deshalb dazu ein neues "Thema" eröffnet
  • 90_yawanur
    was auch die vita aufwertet, wenn du kurse bei einem studiertem Künstler im Atelier machst, fällt mir da noch ein. Der/die regionale Anerkennung und Bekanntheit für ein bestimmtes Gebiet (Portrait oder Ölmalerei usw.) hat. Ansonsten gibt es private Künstlergruppen, Ateliergemeinschaften, Vereine usw.

    VHS- Kurse würde ich auch weniger in Betracht ziehen. Also besuchen schon, aber halt nicht in die Vita. Aber die Dozenten kannste fragen, denn die haben alle studiert und wissen was abgeht.

    Ansonsten kannste ja mal frech bei einer Galerie nachfragen, nimmste ein paar Sachen mit... Bei uns hier gibts eine Galerie von nem Künstler, der nimmt auch vornehmlich Autodidakten, hauptsache ausstellung voll. Aber er hat dennoch ansprüche und feste, eigene Vorstellungen, was die Qualität betrifft.

    Je mehr du dich bei Kursen usw. rumtreibst, um so mehr Kontakte und Tipps bekommst du auch. Meine Erfahrung...

    Ausnahmen bestätigen die Regel. Du mußt halt überzeugt von deinen Arbeiten rüberkommen. Wobei man sagt, nur 2-3% der studierten Künstler können nur von ihrer Kunst leben.
  • Kristina Rausch
    Kristina Rausch
    ich kenne auch ein paar studierte Künstler, die leben nicht von der Kunst alleine, sie geben zusätzlich selbst Kurse privat oder an der VHS, machen Workshops, illustrieren Bücher und Prospekte nach Vorgaben. Ein Bekannter von mir macht zB. viel für den Naturschutz unter anderem auch die Flyer.Macht auch Skulpturen als Auftrag von Gemeinden und Städten. Viele gehen auch in die Werbung. Als Künstler muss man schon sehr angagiert und arbeitswütig sein :)
    Aber ob studiert oder autodidaktisch angeeignet, es gibt immer Beispiele das man es schaffen kann.
    Signature
  • siku
    .

    @ siku
    Zusätzlich brauchst du aber eigentlich noch deinen eigenen Hausphilosophen (Flaggschiff, in dessen Windschatten es sich gut segeln lässt).
    Was meinst Du damit genau ??
    1. war das leichte Ironie auf den Kunstmarkt bezogen
    2. konkret: wenn du dich an Meisterschülern orientieren willst, sollten deine Begleittexte nicht nur die Gefühle der Leser ansprechen (Beispiel: "Gedränge des Weihnachtsmarktes"), sondern auch Intellekt. Ja ich war auf deiner HP :-).

    Beste Grüße
    siku
  • janru
    @ siku

    Spannender Hinweis.
    Der Wehnachtsmarkt ist von 2005.

    Für die aktuellen Arbeiten bzw. für mein Schaffen allgemein habe ich mir
    nun ein Kopzept einfallen lassen.

    Fenster nach Ruschland, Geschwindigkeit unserer Zeit ....

    Wie findest du diesen ? Intelektuell genug ?

    Schön, dass du auf meiner HP warst.
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