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  • Kapitalismus in der Kunstszene

  • Kristina Rausch
    Kristina Rausch Kapitalismus in der Kunstszene
    Kapitalismus in der Kunstszene

    Umso teurer ein Künstler, desto gefragter seine Werke!
    In welche Richtung wandelt sich die Kunst?
    Gehört sie bald den Reichen?
    Heißt das in Zukunft, Kunst ist kein Allgemeingut mehr, sondern wird zum kapitalistischen Zweck entfremdet. Ausgestellt in Konsumtempeln der Oberschicht vorbehalten?
    Oder aber gibt es einen Umschwung, Kunst für jeden?
    Wird Kunst verstaatlicht, nicht nur für Kapitalisten zugänglich, sondern frei für alle?
    Und die Künstler selbst, was wollen sie?
    Streben sie an möglichst hohe Preise zu erzielen und selbst reich zu werden oder aber wollen sie zurück zu den Ursprüngen, mit ihrer Kunst Missstände in der Gesellschaft aufzeigen?
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  • knuser
    Dein Posting hat mich richtig platt gemacht.
    Jetzt weiss ich nicht mehr, was ich denke, doch irgendwie frage ich mich, ob Du Deine Fragen ernst meinst.
  • Robert Wolter
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  • eirelagkrap
    Man vergisst allzuleicht, dass Ausstellungen in Galerien durchgehend völlig kostenlos sind.
    Zusätzlich gibt es bei jeder Vernissage noch kostenlose Getränke.
    Kunst zu konsumieren kann sich jeder leisten.
    Wenn du dir dann mal in der Galerie anschaust, wer da so kommt, um deine Bilder anzusehen,
    wirst du bald das Interesse an der Forderung "Kunst für Alle" verlieren.
    Warum sollte man Kunst für ein Publikum machen, das sich einen Dreck für Kunst interessiert.

    Klaus
  • Kristina Rausch
  • Kristina Rausch
  • Kristina Rausch
    Kristina Rausch
    was ich eigentlich damit sagen wollte....
    das Kunst oft zu teuer vermarktet wird, so das es sich nur reiche leisten können einen echten "Daniel Richter" aufzuhängen...
    und kunstinteressierte mit weniger Budget können sich solch ein Bild nicht leisten...,jeder will sich verkaufen zum besten Preis.
    Aber bleibt dabei nicht die Kreativität auf der Strecke? Oder machen Künstler das was der Markt sehen will?!?
    Produzieren sie sich um schnell viel Geld zu verdienen. Oder steckt mehr dahinter?
    Wie macht sich der Kapitalismus in der Kunst bemerkbar? Oder geht er spurlos an ihm vorbei?
    Signature
  • siku
    was ich eigentlich damit sagen wollte....
    das Kunst oft zu teuer vermarktet wird, so das es sich nur reiche leisten können einen echten "Daniel Richter" aufzuhängen...
    und kunstinteressierte mit weniger Budget können sich solch ein Bild nicht leisten...,


    und warum bitte sehr, soll sich jeder einen "echten Daniel Richter aufhängen" . Es gibt unzählige, gute Arbeiten von weniger bekannten Künstlern (gerade für D.R.s Arbeiten müsste es ausreichend Substitutionsobjekte geben:-)), die für viele Menschen erschwinglich sind.
    Wenn du einen "D.R." anpeilst, denkst du da nicht auch an ein Spekulationsobjekt? Wer unbedingt bei einem "Popstar der bildenden Kunst" einkaufen will, denkt wohl primär an Gewinnmaximierung - und muss erstmal dementsprechend investieren und ein finanzielles Risiko eingehen.
  • siku
    Kapitalismus in der Kunstszene

    In welche Richtung wandelt sich die Kunst?
    Gehört sie bald den Reichen?
    Heißt das in Zukunft, Kunst ist kein Allgemeingut mehr, sondern wird zum kapitalistischen Zweck entfremdet. Ausgestellt in Konsumtempeln der Oberschicht vorbehalten?


    Seit wann ist denn Kunst "Allgemeingut"? - seit den 60er/ 70er Jahren des 20. Jhs. "Bildung für alle"?
    Wer hat sich im 17. Jh. einen "echten Rubens" geleistet?
    Der Weg vom "Elfenbeinturm in die Fußgängerzone" war wohl eher eine Aufspaltung: Kunst von Berufskünstlern in die Museen, Kunst von Hobbykünstlern an die Wände der Wohnräume.
    Richtig angekommen ist die Kunst in der Fußgängerzone bis heute nicht.





    Und die Künstler selbst, was wollen sie?
    Streben sie an möglichst hohe Preise zu erzielen und selbst reich zu werden oder aber wollen sie zurück zu den Ursprüngen, mit ihrer Kunst Missstände in der Gesellschaft aufzeigen?


    Der Ursprung der Kunst war nie "Missstände in der Gesellschaft aufzeigen". ;-)
    Das ist nun eine glatte Fehleinschätzung. Christliche Kunst wurde zur Ehre Gottes und zur religiösen Vermittlung für das Volk gefertigt, das war ein Selbstzweck der Kirchen.

    Künstler wollen Anerkennung für ihr Werk und Geld, um von ihren Arbeiten leben zu können. In dem Wunsch möglichst viel Geld für ihre Arbeit zu erhalten, unterscheiden sich Künstler wohl kaum von anderen Berufsschichten.
  • ranx
    ranx
    "Künstler wollen Anerkennung für ihr Werk und Geld, um von ihren Arbeiten leben zu können. In dem Wunsch möglichst viel Geld für ihre Arbeit zu erhalten, unterscheiden sich Künstler wohl kaum von anderen Berufsschichten."
    ................so isses!
  • Kristina Rausch
    Kristina Rausch
    genau so und nicht anders ;)
    ich hatte eigentlich nur ein paar Gedanken die ich mich mal so fragte, obwohl ich selbst dran gedacht habe,das es Kunst heute überall gibt, ja auch bei Aldi.
    Aber danke für eure Stellungsnahmen, mit so einem Thema kann man wohl auch zur Disskussion anregen ;)
    Signature
  • siku
    genau so und nicht anders ;)
    ich hatte eigentlich nur ein paar Gedanken die ich mich mal so fragte, obwohl ich selbst dran gedacht habe,das es Kunst heute überall gibt, ja auch bei Aldi.
    Aber danke für eure Stellungsnahmen, mit so einem Thema kann man wohl auch zur Disskussion anregen ;)


    @ lagatta
    ich finde, du benutzt zu viele Klischees. Ob ein Bild bei Aldi oder in einer feinen Galerie verkauft wird, der Verkaufsort sagt noch nichts über die Qualtiät der Arbeit aus. Ich glaube nicht, dass ein Bündel Klischees zu einer gescheiten Diskussion anregen kann - aber vielleicht bringen die Antworten in diesem Thread den Beitragsersteller auf den Gedanken mal selbst den eigenen Standpunkt zur Kunst zu überprüfen.
  • cobolt
    cobolt
    >>Umso teurer ein Künstler, desto gefragter seine Werke

    Nee, umgekehrt. Markt ist Angebot und Nachfrage. So isses n verbreiteter Bluff oder ein Dokument für Realitätsverlust. Davon abgesehen:
    Um mich für Kunst zu interessieren, muss ich den Kram nicht kaufen. Ne Ausstellung in Kunsthalle oder Museum kostet hier so ca. 8,- Eurochen. Vieles ist zum Betrachten umsonst, z.B. das KN :)

    >>Künstler wollen Anerkennung für ihr Werk und Geld, um von ihren Arbeiten leben zu können

    Und? Das wollen die Opelaner auch. Und die Karstädter. Und und und. Aber wenns der Markt nicht hergibt, nützt kein Gezeter, keine Beschwörung und schon gar kein Beharren auf einem veralteten Status Quo. Ist das Angebot höher als die Nachfrage, gibts Verfall, Aldi-Kunst und Pleiten. Letzlich muss auch die Kunst genauso ihren Allerwertesten bewegen, wie alle anderen auch. Es gibt keine Ausnahmen im Markt und keine Absolution für Extrawürste. Als Alternative zur diktatorischen Auswahl ist der Markt das kleinere Übel, aber die absolute Freiheit führt vermutlich zu Überproduktion, Wertverfall, Manipulation und n anstrengendes Leben. Und schon ist die Freiheit teuer bezahlt :)
    Signature
  • Niels von Daake
    Niels von Daake
    >>Umso teurer ein Künstler, desto gefragter seine Werke

    Nee, umgekehrt. Markt ist Angebot und Nachfrage. So isses n verbreiteter Bluff oder ein Dokument für Realitätsverlust


    Nur bedingt richtig. Nachfrage entsteht nicht, sie wird generiert. Dem Kunden wird suggeriert, er müsse es unbedingt haben - das Objekt (in diesem Fall das Kunstwerk). Die wenigsten Kunden sind davor gefeiht, das fängt im Supermarkt um die Ecke an und hört bei der Kunst nicht auf. Erfolgreich ist jener Künstler, welcher seinen Kunden beibringt, dass seine Kunst dem Kunden einen Nutzen/Wert bringt (Wertsteigerung, Steigerung des intellektuellen Ansehens oder etwa das freudige lächeln seiner Frau, beim Anblick eines handgemalten Portraits ihrer Kinder) ... und bevor wieder Jemand alles missversteht - ja, natürlich benötigt er auch das nötige künstlerische Talent.
    Das woran viele Künstler letzten Endes scheitern, ist die Selbstvermarktung.

    MfG Niels von Daake
    Signature
  • ebraf
    Menschenmassensosse...bekommt nicht...

    So ein sch..... quatsch!
  • geradeaus
    geradeaus
    Daniel Richter für alle!
    Jawohl! :-)
    Für Essen und Trinken wird er nicht mehr viel Zeit haben,erst werden mal die ganzen Bilder für die Leute in der Schlange gemalt.
    Jetzt wird gearbeitet. :-)

    Ach so, ja, für mich bitte dann auch ein Bild.

    Wenn es die gerade so preiswert gibt...
  • siku
    >>Umso teurer ein Künstler, desto gefragter seine Werke

    Nee, umgekehrt. Markt ist Angebot und Nachfrage. So isses n verbreiteter Bluff oder ein Dokument für Realitätsverlust.


    nicht ganz, Kunst, die extrem teuer ist und als Geldanlage betrachtet wird, wird besser wahrgenommen als günstige Bilder von no-name-Künstlern. Die Preise werden vom Kunstestablishment in den Handel eingespielt.

    >>Künstler wollen Anerkennung für ihr Werk und Geld, um von ihren Arbeiten leben zu können
    Und? Das wollen die Opelaner auch. Und die Karstädter. Und und und.


    siku schrieb, Zitat: "Künstler wollen Anerkennung für ihr Werk und Geld, um von ihren Arbeiten leben zu können. In dem Wunsch möglichst viel Geld für ihre Arbeit zu erhalten, unterscheiden sich Künstler wohl kaum von anderen Berufsschichten."

    @ Cobolt,
    hättest du einen weiteren Satz in meinem Beitrag gelesen, müsstest du dich nicht so ereifern ;-). Bitte möglichst sinngerecht zitieren.


    Ist das Angebot höher als die Nachfrage, gibts Verfall, Aldi-Kunst und Pleiten. Letzlich muss auch die Kunst genauso ihren Allerwertesten bewegen, wie alle anderen auch. Es gibt keine Ausnahmen im Markt und keine Absolution für Extrawürste.


    das stimmt so nicht ganz. 1. Die Preise für Kunst werden nicht primär von Angebot und Nachfrage bestimmt, sondern von dem zeitgenössischen Verständnis was "ernsthafte" Kunst ist, bestimmt durch "Kunsttheoretiker", was als museumstauglich gilt, ist von vornherein hochpreisiger.
    Das Druckgrafik (einmalig) bei Aldi angeboten wurde ist kein Verfall im Kunsthandel, es hat auch nichts mit der Regelung des Marktes durch Angebot und Nachfrage zu tun. Es war ein gelungenes Experiment, zeigte es doch, dass die Qualität der Arbeiten nicht vom Verkaufsort abhängen. Anscheinend hat das Experiment nachhaltig gewirkt, allerding eher im Bezug auf Preise als auf die Künstler und ihre Kunst.
  • eirelagkrap

    Das woran viele Künstler letzten Endes scheitern, ist die Selbstvermarktung.

    MfG Niels von Daake


    Das Blödeste, das man Künstlern erzählen kann, ist, daß sie sich selbst vermarkten sollen.
    Sucht euch einen guten Galeristen und konzentriert euch auf eure Kunst.
    Und versucht bitte eurem Galeristen nicht zu erklären, dass eure Kunst einen Mehrwert für ihn darstellen könnte.

    Klaus
  • suirablim
    Das ist mal mit Abstand der gescheiteste Satz, den ich zu solch einem Thema hier seit langem lesen durfte - @ parkgalerie. So ist es, schließe mich voll an!
  • Kristina Rausch
    Kristina Rausch
    mh, und was ist mit Straßenkunst wie Banksy?
    Er hatte nicht beabsichtigt Bilder für hohen Wert zu verkaufen, doch mit seinen kritischen Standements hat er Aufsehen erregt...
    Aber generell gilt, Künstler ohne Namen werden nicht so hoch vermarktet und erzielen einen geringeren Preis als Künstler die es irgendwie geschafft haben mit ihrer Kunst Aufmerksamkeit zu erregen und sei es nur durch Marketing von seinen Galeristen oder anderen Leuten.
    Ist das die moderne Marktwirtschaft?
    Mit angesagter Kunst wird doch gehandelt wie mit Aktien, aber dazu muss man sich erst einen Namen in der Kunstszene machen. Egal wie.
    Wenn du aber nicht dazu gehörst zu den oberen 10 000 dann hast du es schwer deine Kunst an den Mann zu bringen, dann ist Kunst wieder "Brotlos".
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