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  • Wer schreibt noch Gedichte

  • reiaMniraK Ich mag nicht mehr
    Schau mich nicht so dämlich an!
    Heute geht’s dir an den Kragen!
    Täglich, ohne mich zu fragen,
    hängst du dich an meinen Mann.

    Heute mache ich dich platt!
    Dreh dich eiskalt auf den Rücken,
    ziehe hitzig, voll Entzücken
    deine falschen Falten glatt.

    Hilflos musst du dich mir fügen!
    Ja, ich höre deine Lügen!
    Nein, ich glaube dir kein Wort.

    Ach, wie arm liegst du darnieder -
    stapelbar, ganz klein und bieder
    darfst du dunkeln nun - vor Ort.

    © Karin Maier 2005
  • regnizloH Karin
    Mit großer Bewunderung ist eine Freude deine Gedichte zu lesen.
  • regnizloH Vogel der Nacht
    Wenn der Tag verrinnt
    und die Nacht beginnt.
    Finsternis übers Tal einbricht,
    der Mond die Sonne besiegt.

    Wenn es in der Natur wird still,
    keiner mehr etwas sagen will.
    Erwacht der Vogel der Nacht
    in seiner schönsten Pracht.

    Ihm gehören die finsteren Stunden,
    dort hat er sein Glück gefunden.
    Er fliegt übers Tal hinaus,
    schwingt seine Flügel in den Himmel hinauf.

    Der Vogel der Nacht singt sein schönstes Lied,
    bevor der Tag die Nacht besiegt.
    Die Sonne der Liebe die kennt er nicht,
    allein zieht er sich in sein Nest zurück.

    Seine Schönheit bekommt niemand zu sehen,
    denn am Tag will er in der Finsternis leben.
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  • reiaMniraK
    Dankeschön, Brigitte!
  • reiaMniraK Überhaupt und sowieso
    Sonett zum Thema "Schreiben"

    Es buntet was in meinen Zauselzweigen.
    Ein Apfel ist es nicht. Die coolen Meisen,
    die sonst um meine helle Krone kreisen,
    verschlucken schleunigst ihren Wurm und schweigen.

    Da sitzt ein Specht. Er stört den Blätterreigen
    nicht wirklich. Horch! Er klopft in eignen Weisen
    die Rinde ab, als wollt er meinen greisen
    Gedankentrieben helfen aufzusteigen.

    Ein Sommermond verdeckt die kleinen Lügen,
    die blütentreibend manchen Gast betören.
    Nicht so den Specht - der bohrt ins Innenhören.
    Er hämmert hart und scheinbar zum Vergnügen.

    Der Eiswind bläst mir Wahrheit ins Gesicht,
    legt meine Wurzeln frei - und ein Gedicht.

    © Karin Maier 2007
  • relammoiraM Das Gedicht vom Borgen
    Borg Dir was
    ich kann Dir geben,
    Jungen Leuten helfe ich gern beim streben.
    Ich weiß wie das ist,
    im wirklich harten Leben.
    Manchen Könnens genießen
    manche nicht,
    das ist wahres Gleichgewicht.
    Nun weißt Du
    ich kann das bringen,
    aber fange bloß nie an zu singen.
    Hab schon viele kommen und gehen sehen,
    manche voraus mit den bloßen Zehn.
    Nur rosig kann es was werden,
    schwer ist es sonst auf Erden.
    Geschenke sind ja auch was wert,
    das lernt man schon an Mutters Herd.
    Vom Borgen wird kein Finger brennen,
    dem es fehlt der tut bekennen.
    Für alles kann man sorgen,
    dem Nehmer gehört das morgen.

    Das Glück kommt alleine nur vom Borgen.

    Schulden muß man nicht gestehen,
    alles kann man positiv sehen.
    Heute ist mir eins Gewiss,
    das mein Glück das Borgen iss.
    Darum nimm den guten Rat von hier,
    besser fehlt es mir als Dir.
    Vorne gehe ich gerne her,
    am Ende hilft ein Schießgewehr.
    Von irgendwo muß ich auch holen,
    nein nein es ist nichts davon gestohlen.
    Borgen ist ein reines Wort,
    die anderen hohl der Teufel fort.
    Alles was Dir jetzt noch fehlt,
    ist das das Borgen Dich beseelt.
    Büßen tut man nie deswegen,
    ich kenne da wen der Lebt vom geben.
    Hast du alles jetzt verstanden,
    dann werde ich eine gute Partie mit Dir Landen.
    Danke für Dein klares Nein,
    ich bin halt ein echtes Schwein.
  • 46nahtaiveL
    immer befindlichkeitslyrik online
    scheint das *gefühl* kommt im alltag
    zu kurz
  • grobeknI
    In diesem Poesie-Album fehlen noch die Glanzbildchen.
  • rebeL
    Rubbeln?
  • rebeL
    Rubbeln?
  • rebeL
    Mist, doppelt.
  • grobeknI
    Doppelt gerubbelt hält besser :)

    Hier ne schöne Übung:
    http://www.homepage.bnv-bamberg.de/deutsch-interaktiv/metrum1.htm
  • Anselm
    Anselm
    In diesem Poesie-Album fehlen noch die Glanzbildchen.

    Ein prima job für EgonM, den Kompositionstheoretiker des KN.
    Er sondert zentriert einen saft- und kraftlosen Farb-Erguss ins cumulusartige Feucht ab und fertig ist das Bildchen für´s Pösie-Album.
  • grobeknI
    Du meinst, eine Beschäftigung für durchgefallene Zunft-Handwerker?

    Die Überschätzung der Wichtigkeit des eigenen Tuns führt offensichtlich zwangsläufig in die Gelegenheitslyrik und in den Berghüttenkäse, oder eben in andere Gemeinplätze.
  • Anselm
    Anselm
    Plattitüdeln oder schuhplatteln .
    Früher oder später muss man sich entscheiden:)
  • Robert Wolter
    Robert Wolter Zurück zum Thema: Ein Gedicht
    Et saszet uf ejnem Bumelin
    ejn Vögelin
    Da warf ein arger Wandersmann
    ohn Bedacht
    sejn Äxtelin
    mit garstig grauslig Grimmen

    Da war es hin, das Vögelin.
    Signature
  • rebeL
    Rubbeln! Wegen Glanz.
  • relammoiraM Das Berghüttenkäse
    Das Alpenglühen ist des Senners Waid,
    inmitten die Tanne mit spitzem Kleid.
    Guter Käse reift lange hart,
    dann schmeckt er im Munde besonders Zart.
    Nach der Arbeit
    später zur Nacht,
    die Sennerin übers Berghüttenkäsle
    bis zum morgen hin lacht.
  • uefa Mona Gaga
    Wohl geschaffen durch die Zeugung;
    Da Vinci hat sie nur gemalt
    vor soviel Schönheit mit Verbeugung,
    die aus seinem Bilde strahlt.
    Zu Stückwerk ist sie mir geronnen,
    doch bei all dem kollagieren,
    dacht' ich, ich hätt' ihr Herz gewonnen.
    Doch Hermann konnte sie verführen.
    Untreu ist sie mir geworden,
    ihr Herz ist jetzt van Klötens Herz.
    Trägt seinen Namen wie ein' Orden.
    Oh, wie tief frißt sich solch Schmerz.

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