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  • d11

  • B-nreoJ d11
    Bei https://budesheim.wordpress.com/ findet ihr einige meiner Texte zur documenta 11. Das war „meine“ documenta, der ich viel Zeit widmete – ein wirklich schöne Erfahrung. Die Website, die ich 2002 gebastelt habe, um meine Eindrücke zu dokumentieren, möchte ich dort in Auszügen „wieder beleben“. Einfach auf die Namen der Künstler klicken, um den entsprechenden Beitrag zu sehen … Viel Spaß!

    z.B.: Kendell Geers, Shooting Gallery,

    https://budesheim.files.wordpress.com/2009/12/maschinengewehr.jpg

    to shoot: fotografieren (Abbildung oben: Photogewehr des Jules Marey)
    1882 erfand Etienne Jules Marey, um Bewegungen photografisch studieren und festhalten zu können, das Photogewehr. Damit konnte er ein Objekt 12 mal pro Sekunde photographieren.

    to shoot: schießen, erschießen (Abbildung unten: Maschinenpistole Modell Schpagin PPSh 1941)
    Die PPSh 41 stellt die Weiterentwicklung der Maschinenpistole PPD dar, die ineffektiv war. 1940 suchte man deshalb nach einer einfacheren MPi – die PPSh41 war leichter, einfacher zu handhaben und billiger herzustellen als die PPD.

    https://budesheim.wordpress.com/
  • B-nreoJ
    irgendwie krieg ich das Bild nicht angezeigt ... was mache ich falsch?
  • B-nreoJ
    https://budesheim.files.wordpress.com/2009/12/eclipse_02.jpg https://budesheim.files.wordpress.com/2009/12/eclipse.jpg

    Im lauten, bunten Trubel des Großereignisses Weltausstellung documenta finde ich mich plötzlich bei Discokugel, Bühnenleuchter und Computer in einem Event, im neudeutschesten Sinne des Wortes, wieder. Die Palme aus dem Wintergarten wirkt etwas hausbacken – vielleicht bin ich auch im Event-Museum… Ein Museum im Museum, ein Event im Event.

    Rechts lese ich auf einer Tafel einen Text von Georges Bataille zur „allgemeinen Ökonomie“, der mich in einer heftigen rhetorischen Bewegung, vom Wechseln eines Rades, über die amerikanische Autoindustrie, ins Räderwerk des Sonnensystem schleudert. Von hieraus betrachten wir die irdische Ökonomie, als deren Ausgangspunkt und Energiequelle Bataille die Sonne benennt. Ziemlich unverblümt erläutert er, dass Ökonomie nicht Effizienz, sondern Verschwendung und Überschwänglichkeit bedeuten sollte. Mehr ...

    Kann mir jemand einen Tipp geben, wie man ordentlich Bilder einfügt und verlinkt?
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  • B-nreoJ Mark Manders
    Ich befand mich in einer Welt, die ich nicht selbst bestimmt hatte. Ich beschloss, ein Gebäude neben dieser Welt zu bauen, oder vielmehr in dieser Welt: Ein Selbstportrait … (Mark Manders)

    Ein Selbst-Portrait, dass mich gleich gefangen nimmt. Anfangs komme ich mir vor, wie in einem mannshohen Bilderrätsel. Ja, rätselhaft sind diese Skulpturen.

    Maschine zur Herstellung dauerhafter Abwesenheit.

    Ein Klavier, nein ein Flügel aus Metall, eine black-box. Statt Pedale sehe ich zwei Ratten, die mich an Hamster im Laufrad erinnern: Input. Der Schemel für den Musiker, den Maschinisten steht bereit. Der aber ist abwesend, dauerhaft abwesend – weggetragen von seiner eigenen Spielkunst …

    mehr: https://budesheim.wordpress.com/d11-texte/88-mark-manders/
  • B-nreoJ Doris Salcedo (d11)
    Nur langsam finde ich Zugang zu dieser Arbeit – wie ein Affe, der ein Uhrwerk untersucht …

    Was sehe ich? Holzstühle. Besser: Metallene Abgüsse von Holzstühlen. Gut zwei Dutzend im ersten und ein weiteres gutes Dutzend in den beiden folgenden Räumen. Langsam erkenne ich, dass ich Abgüsse eines einzigen Stuhls sehe. Variationen und Mutationen? Ästhetische Fragestellungen? Spiel mit der Form? Nein.

    weiter: https://budesheim.wordpress.com/d11-texte/doris-salcedo-d11/
  • siku Doris Salcedo (d11)
    Der Text ist gut, er erschließt tatsächlich das Kunstwerk - ohne die Arbeit im Original gesehen zu haben. Die Kataloge der d 11 helfen da nicht wirklich weiter. Gut, dass mal einer hingegangen ist und einen Anschauungsbericht abliefert. Ist das "ich schaue auch für Sie Kunst"?
    :-)
  • B-nreoJ
    Na das freut mich! Thx.
  • B-nreoJ Kurzer Text über Gabriel Orozco (d11)
    Wunderbar. Ich wähne mich auf der internationalsten aller internationalen Kunst-Ausstellungen und finde mich (allerdings bloß in meiner Phantasie) wieder im Töpfereimuseum Langerwehe, Abteilung Familienprogramm. Dort finde ich folgendes Angebot: ...

    weiter: https://budesheim.wordpress.com/d11-texte/doris-salcedo-d11/
  • emarap
    Total faszinierend! Danke!
  • B-nreoJ
    :-)
  • Gris 030
    Gris 030
    in einenm der kreise , die mich umgeben, würde man den text über die salcedo-stühle "fresh" nennen, in einem anderen "schülernah":
    ich find ihn zackig und lebendig ..und informativ!
    juut!

    gruß
    grins2
    Signature
  • B-nreoJ
    fresh ... das kannte ich noch nicht :-) thx
    Schülernah ... ja passt vielleicht, denn ich hatte versucht, den (ziemlich langsamen) Verstehens- und Einfühlensprozess nach zu zeichnen.
  • B-nreoJ Lorna Simpson, die unsichtbare Frau
    31 Monitore aufgereiht wie Tage eines Kalenderblattes zeigen eine (eine?) junge Frau in ihrem Lebensalltag: Aufstehen, Arbeiten, Einkaufen, Freizeit, Wochenende ... Meine häufigen "Besuche" erfahren eine kleine Irritation - als ich gerüchtehalber höre, man verfolge hier nicht eine, sondern zwei Frauen mit den Blicken. Eigentlich sieht man sie sehr selten, stelle ich daraufhin fest und versuche daher ein paar Portraits von ihr einzufangen. ...

    https://budesheim.wordpress.com/d11-texte/lorna-simpson/
  • B-nreoJ Pascale Tayou (d11) Game Station, 2002 Videoinstallation
    Die Sprache von Pascale Tayou ist äußerst direkt. Durch einen schmalen Gang – grün, rot, gelb beleuchtetet – laufe ich auf ein Wetterhäuschen zu. Oder eine Sauna? Oder eine Schrebergartenhütte? Im Inneren irren Weiße umher. Ich finde viele Türen zwar, aber sie alle führen mich ins Nichts. Nein, kein Labyrinth, keine versteckte Ordnung, nur leere Geschäftigkeit. Die Fenster sind weit oben angebracht: Was draußen ist, ist mir hier drinnen „zu hoch“. Oder ich will es nicht sehen. ...

    https://budesheim.wordpress.com/d11-texte/pascale-tayou-d11/
  • B-nreoJ Gabriel Orozco (d11) Carl André im All oder Aus der Bahn geworfen.
    Wunderbar. Ich wähne mich auf der internationalsten aller internationalen Kunst-Ausstellungen und finde mich (allerdings bloß in meiner Phantasie) wieder im Töpfereimuseum Langerwehe, Abteilung Familienprogramm. Dort finde ich folgendes Angebot: „Meister Lampe töpfert auch. An diesem Nachmittag wollen wir Osterhasen, Osternester und österliche Dekorationen aus verschiedenfarbigem und marmoriertem Ton töpfern.“

    Kunsthandwerk und Weltkunst. Ich muss (Gott weiß warum) an Carl André denken. Eigentlich der ideale Gegenpart. Und sehr weit weg von Langerwehe und seinem Töpfereimuseum. Ich muss auch an den Mond denken und seine Krater. Noch weiter weg. Warum nicht gleich das Sonnensystem? Ja, warum eigentlich nicht – keine Angst, weiter raus wage ich mich nicht mehr. Think global. Act local.

    mehr: https://budesheim.wordpress.com/d11-texte/gabriel-orozco-d11/
  • B-nreoJ
    Die Bilder Tuymans haben einige eigenartige Wirkung, aber nicht nur das, es kursierten auch Gerüchte, was darauf eigentlich zu sehen ist, was das “Mysteriöse” noch verstärkt. Die Arbeit oben rechts im Bild heißt Altar und man hörte, es handele sich dabei um einen Mormonenaltar, meine Recherche 2002 ergab ein Bild und einen kurzen Text: ...

    An dieser Stelle gibt es eine Übersicht, der bisher online gestellten Text:
    https://budesheim.wordpress.com/d11-texte/
  • B-nreoJ Stanley Brouwn (d11)
    Der Beitrag Stanley Brouwns im Kurzführer beschränkte sich auf diesen Satz in drei Sprachen:

    stanley brouwn befindet sich im moment x fuß entfernt von diesem punkt

    Das Wort gab es vermutlich so 2002 nicht - ich gebe darauf zwei "Videoantworten" (ein Youtube-Ausdruck)

    Hier: https://budesheim.wordpress.com/d11-texte/stanley-brouwn-d11/
  • B-nreoJ
    Hallo Fideo,

    ich weiß nicht, ob Luc Tuymans diese Gerüchte in Umlauf gebracht hat. Das der Schlüssel zum Verständnis einer Arbeit in der Arbeit liegen muss, ist eine gängige Auffassung. Ich selbst bin mir nicht mal sicher, ob ich verstehe, was das bedeuten soll, meines Erachtens gehören viele andere Dinge außer der Arbeit, die man sieht, immer auch dazu.

    Ich bin aber sicher, dass wir zu keinem Ergebnis kommen werden, wenn wir das hier zu diskutieren versuchen :-)

    glg (ganz liebe grüße)
    Jörn Budesheim
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